Also heute war seit langem wieder mal mein erster Dienst. In aller Herrgottsfrühe kommt mir eine Frau entgegen und fängt an zu labern.
Sie: Ja hallo, wo sind die beiden da aus diesem Zimmer, die waren vorher noch da...
Ich denk so: Eine Angehörige um die Zeit? Kann eigentlich nicht sein.
Sie: Wo sind denn die bitte, ich war doch schon öfter hier ich habe hier früher studiert.
Ich denk so: Bing! Demenz.
Ich;: Ja also ich weiß nicht wo die sind, schauen Sie mal in ihrem Zimmer.
Sie: Ja okay wenn Sie meinen, Sie müssen es ja wissen.
Ich bin dann dazu übergegangen, Frühstück zu machen und das Wagerl auszuräumen. Auf einmal steht sie wieder da.
Sie: Sagen Sie, wo ist denn die jetzt?
Ich: Setzen Sie sich hin, sie bekommen ein Frühstück.
Sie: Da hin?
Ich: Ja, wo Sie wollen...
Sie hat sich hingesetzt und prompt weitergelabert.
Sie: Ja wissen Sie, ich habe hier studiert, haben Sie auch hier studiert?
Ich: Nein.
Sie: Aha. Die Messe wird doch immer noch von den Geistlichen geleitet, oder? Wo ist denn diese eine Frau?
Ich: Die Schwester Ursula ist das...
Sie Achso die Schwester Ursula. Okay. Und wissen #Sie, wo meine Taschen sind?
Ich: Ja, in ihrem Zimmer...
Sie: Okay. Ja also die Messe ist immer sehr schön, viele von denen haben auch studiert.
Ich: Echt?
Sie: Ja, ich kenne viele hier, wo sind denn eigentlich meine Taschen?
Ich: In ihrem Zimmer...
Später ist sie dann in ihrem Zimmer gesessen und hat gebrüllt.
Sie: SCHWESTER, da ändert sich alles unentwegt, Hilfe, Hilfe, was soll das, schauen Sie, das ist gefährlich, kommen Sie doch Hilfe , Hilfe, Salzbug, 20° Celsius, Achensee 15° Celsius, Hilfe, Hilfe...
Sie hat diese ORF 2 Dauersendung gesehen, wo im Hintergrund Voksmusik spielt und wo man die Landschaftsansichten sieht.
So ging das dann weiter, bis dann am Vormittag die zwei die zwei alten Frauen kamen, die sozusagen die „Bosse“ sind. Dann kam die neue Bewohnerin mit ihrer Tasche.
Sie: Sie da, Sie müssen sich das ansehen in meiner Tasche.
Frau #1: Das interessiert niemanden, ich weiß nichts.
Sie: Doch, Sie sind doch verantwortlich.
Frau #1: Nein, wir sind hier alle Patienten, wie Sie.
Sie: JA, wir sind Patienten, aber in meiner Tasche.
Frau #1: Jetzt halten’s doch den Mund! Keinen interessiert ihre Tasche.
Frau #1 ist aufgestanden und weggegangen, Frau #2 ist mit ihrem Rollstuhl in ihr Zimmer geflüchtet, bis die Bewohnerin allein da saß.
Heute war der erste Dienst nach meinem Krankenstand + Urlaub, 11 Mal muss ich von heute an noch ins CS dackeln und meinen Sklavendienst verrichten.
Heute war allerdings ein relativ ruhiger Tag, ich war im zweiten, der David im ersten Stock, was soll ich sagen – alles war wie immer – nur schlimmer.
Der kleine fett Komplexhaufen war auch da – und hat uns beide gekonnt ignoriert. War wohl enttäuscht, als sie erfahren hatte, dass sie keine Anzeigen schreiben kann, sondern nur der Stationsleiter.
Außer der Simpsons-Session im 4. Stock – 4 Zivis, 1 Fernseher, ORF 1 – gab es eigentlich nix besonderes heute.
Ja also heute war ein ganz angenehmer Tag, am Vormittag war mein Kollege Daniel da, hatte nur F6 Dienst, wir waren dementsprechend schnell zu zweit.
Am Nachmittag wollten ein paar Ehrenamtliche dann mit ein paar Bewohnern Eis essen gehen und haben mich gefragt, ob ich mitgehen könnte, denn sie bräuchten noch jemanden.
Ich: Ja, aber wann sind wir da wieder zurück?
Ehrenamtliche: So gegen 16 Uhr.
Ich: Naja das ist blöd, weil ich muss noch das Depot einräumen und dann um 4 ist ja schon Abendessen machen angesagt.
Ehrenamtliche: Ich sag dir was: Du gehst mit, und wir helfen dir dann alle.
Gut, wir sind dann Eis essen gegangen, 2 Ehrenamtliche, 1 Abteilungshilfe und ich, jeder einen Rollstuhl vor sich her schiebend.
Beim Eissalon war es dann auch ganz okay, ich wurde eingeladen, und beim Rückweg war ich dann der Schnellste, denn es war schon dreiviertel vier…
Ich hab dann alles vorbereitet, und beim Abendessen hat dann die Abteilungshilfe das Depot eingeräumt und eine Ehrenamtliche hat Essen eingegeben. Voll cool.
Erstmal war „das Magistrat im Haus“ – auf gut Deutsch: Alle rennen hektisch rum, um alles sauber zu machen beziehungsweise eventuelle Missstände zu kaschieren. Ich hab jedenfalls die ganze Zeit nur gehört: Das Magistrat ist im Haus, zieh deinen Dienstmantel an! Was war dann letztendlich los? Das „Magistrat“ hat sich ins Raucherkammerl gesetzt und sich irgendwelche Unterlagen angeschaut.
Zu Mittag war es dann so: Ich + Abteilungshilfe + zwei Schwestern im zweiten Stock, wo ziemlich wenig zu tun ist, und David alleine im ersten Stock.
Ich bin einfach runter gegangen und habe ihm geholfen, woraufhin der kleine, fette Komplexhaufen oben geschrien hat: RENE! Wo bist du?
Ich: Unten, wo sonst?
Sie: Komm sofort rauf!
Ich: Ja, gleich, ich helf’ ihm nur kurz…
Sie: Nein, du kommst sofort rauf oder du kriegst eine Anzeige! Ich bin natürlich nicht gleich rauf gegangen, sonder hab meinem Kollegen geholfen. Danach bin ich dann nach oben gegangen.
Sie: Brauchst gar nicht mehr raufkommen, du bekommst eine Anzeige!
Ich: Weswegen, ich hab ihm nur…
Sie: NEIN! Wenn ich sage komm rauf, hast du rauf zu kommen.
Ich bin dann wieder runter, weil mir das ehrlich gesagt zu blöd war.
Am Abend bin ich dann zum Stationsleiter gegangen und hab ihm die Sache erzählt, und er hat mir versichert, dass ich keine Anzeige deswegen bekommen werde. Der kleine, fett Komplexhaufen ist aber auch immer für einen Spaß gut, oder?
Also heute war seit langem wieder mal mein erster Dienst. In aller Herrgottsfrühe kommt mir eine Frau entgegen und fängt an zu labern.
Sie: Ja hallo, wo sind die beiden da aus diesem Zimmer, die waren vorher noch da...
Ich denk so: Eine Angehörige um die Zeit? Kann eigentlich nicht sein.
Sie: Wo sind denn die bitte, ich war doch schon öfter hier ich habe hier früher studiert.
Ich denk so: Bing! Demenz.
Ich;: Ja also ich weiß nicht wo die sind, schauen Sie mal in ihrem Zimmer.
Sie: Ja okay wenn Sie meinen, Sie müssen es ja wissen.
Ich bin dann dazu übergegangen, Frühstück zu machen und das Wagerl auszuräumen. Auf einmal steht sie wieder da.
Sie: Sagen Sie, wo ist denn die jetzt?
Ich: Setzen Sie sich hin, sie bekommen ein Frühstück.
Sie: Da hin?
Ich: Ja, wo Sie wollen...
Sie hat sich hingesetzt und prompt weitergelabert.
Sie: Ja wissen Sie, ich habe hier studiert, haben Sie auch hier studiert?
Ich: Nein.
Sie: Aha. Die Messe wird doch immer noch von den Geistlichen geleitet, oder? Wo ist denn diese eine Frau?
Ich: Die Schwester Ursula ist das...
Sie Achso die Schwester Ursula. Okay. Und wissen #Sie, wo meine Taschen sind?
Ich: Ja, in ihrem Zimmer...
Sie: Okay. Ja also die Messe ist immer sehr schön, viele von denen haben auch studiert.
Ich: Echt?
Sie: Ja, ich kenne viele hier, wo sind denn eigentlich meine Taschen?
Ich: In ihrem Zimmer...
Später ist sie dann in ihrem Zimmer gesessen und hat gebrüllt.
Sie: SCHWESTER, da ändert sich alles unentwegt, Hilfe, Hilfe, was soll das, schauen Sie, das ist gefährlich, kommen Sie doch Hilfe , Hilfe, Salzbug, 20° Celsius, Achensee 15° Celsius, Hilfe, Hilfe...
Sie hat diese ORF 2 Dauersendung gesehen, wo im Hintergrund Voksmusik spielt und wo man die Landschaftsansichten sieht.
So ging das dann weiter, bis dann am Vormittag die zwei die zwei alten Frauen kamen, die sozusagen die „Bosse“ sind. Dann kam die neue Bewohnerin mit ihrer Tasche.
Sie: Sie da, Sie müssen sich das ansehen in meiner Tasche.
Frau #1: Das interessiert niemanden, ich weiß nichts.
Sie: Doch, Sie sind doch verantwortlich.
Frau #1: Nein, wir sind hier alle Patienten, wie Sie.
Sie: JA, wir sind Patienten, aber in meiner Tasche.
Frau #1: Jetzt halten’s doch den Mund! Keinen interessiert ihre Tasche.
Frau #1 ist aufgestanden und weggegangen, Frau #2 ist mit ihrem Rollstuhl in ihr Zimmer geflüchtet, bis die Bewohnerin allein da saß.
Heute war der erste Dienst nach meinem Krankenstand + Urlaub, 11 Mal muss ich von heute an noch ins CS dackeln und meinen Sklavendienst verrichten.
Heute war allerdings ein relativ ruhiger Tag, ich war im zweiten, der David im ersten Stock, was soll ich sagen – alles war wie immer – nur schlimmer.
Der kleine fett Komplexhaufen war auch da – und hat uns beide gekonnt ignoriert. War wohl enttäuscht, als sie erfahren hatte, dass sie keine Anzeigen schreiben kann, sondern nur der Stationsleiter.
Außer der Simpsons-Session im 4. Stock – 4 Zivis, 1 Fernseher, ORF 1 – gab es eigentlich nix besonderes heute.
Ja also heute war ein ganz angenehmer Tag, am Vormittag war mein Kollege Daniel da, hatte nur F6 Dienst, wir waren dementsprechend schnell zu zweit.
Am Nachmittag wollten ein paar Ehrenamtliche dann mit ein paar Bewohnern Eis essen gehen und haben mich gefragt, ob ich mitgehen könnte, denn sie bräuchten noch jemanden.
Ich: Ja, aber wann sind wir da wieder zurück?
Ehrenamtliche: So gegen 16 Uhr.
Ich: Naja das ist blöd, weil ich muss noch das Depot einräumen und dann um 4 ist ja schon Abendessen machen angesagt.
Ehrenamtliche: Ich sag dir was: Du gehst mit, und wir helfen dir dann alle.
Gut, wir sind dann Eis essen gegangen, 2 Ehrenamtliche, 1 Abteilungshilfe und ich, jeder einen Rollstuhl vor sich her schiebend.
Beim Eissalon war es dann auch ganz okay, ich wurde eingeladen, und beim Rückweg war ich dann der Schnellste, denn es war schon dreiviertel vier…
Ich hab dann alles vorbereitet, und beim Abendessen hat dann die Abteilungshilfe das Depot eingeräumt und eine Ehrenamtliche hat Essen eingegeben. Voll cool.
Erstmal war „das Magistrat im Haus“ – auf gut Deutsch: Alle rennen hektisch rum, um alles sauber zu machen beziehungsweise eventuelle Missstände zu kaschieren. Ich hab jedenfalls die ganze Zeit nur gehört: Das Magistrat ist im Haus, zieh deinen Dienstmantel an! Was war dann letztendlich los? Das „Magistrat“ hat sich ins Raucherkammerl gesetzt und sich irgendwelche Unterlagen angeschaut.
Zu Mittag war es dann so: Ich + Abteilungshilfe + zwei Schwestern im zweiten Stock, wo ziemlich wenig zu tun ist, und David alleine im ersten Stock.
Ich bin einfach runter gegangen und habe ihm geholfen, woraufhin der kleine, fette Komplexhaufen oben geschrien hat: RENE! Wo bist du?
Ich: Unten, wo sonst?
Sie: Komm sofort rauf!
Ich: Ja, gleich, ich helf’ ihm nur kurz…
Sie: Nein, du kommst sofort rauf oder du kriegst eine Anzeige! Ich bin natürlich nicht gleich rauf gegangen, sonder hab meinem Kollegen geholfen. Danach bin ich dann nach oben gegangen.
Sie: Brauchst gar nicht mehr raufkommen, du bekommst eine Anzeige!
Ich: Weswegen, ich hab ihm nur…
Sie: NEIN! Wenn ich sage komm rauf, hast du rauf zu kommen.
Ich bin dann wieder runter, weil mir das ehrlich gesagt zu blöd war.
Am Abend bin ich dann zum Stationsleiter gegangen und hab ihm die Sache erzählt, und er hat mir versichert, dass ich keine Anzeige deswegen bekommen werde. Der kleine, fett Komplexhaufen ist aber auch immer für einen Spaß gut, oder?
Heute habe ich echt einen Hammer für euch. Und zwar geht es darum, dass ich glaube, dass Leute im CS, sofern die noch nicht dement sind, dement gemacht werden.
Und zwar habe ich dafür folgenden Beweis:
Vor gut einer Woche kam eine neue Bewohnerin in den zweiten Stock, geistig und auch körperlich völlig normal, die sich über die Zustände im zweiten Stock aufregte. (Es ging dabei um die Lärmbelästigung durch eine Bewohnerin und um ein paar andere Kleinigkeiten).
Ich hab dann mit ihr geredet und sie hat mir alles klar gemacht, dass sie nachhause möchte, weil sie nur hier war, weil sie sich mal verletzt hatte und jetzt sei sie wieder gesund.
Heute hatte ich Dienst im zweiten Stock, und als ich nach der Mittagspause auf den Stock kam, war sie komplett aufgelöst.
Sie: Wer hat den Leibstuhl denn da hingestellt?
Ich: Wohin?
Sie: In mein Zimmer.
Ich: Keine Ahnung, ich war es nicht…
Sie: Kommen Sie mit, ich zeig es Ihnen!
Ich: Okay… Sie geht die Schritte und steht an der Tür zum Gang.
Sie: Komisch, wo ist er denn?
Ich: Ich hab’ keine Ahnung…
Sie: Ich bilde mir so etwas doch nicht ein…
Ich: Ich weiß schon, ich glaube es Ihnen… Sie geht zu einer Zimmertür einer anderen Bewohnerin.
Sie: Und da drin?
Ich: Das ist das Zimmer einer Bewohnerin…
Sie: Aha…
Tja, am Ende stellte sich heraus, dass sich der Leibstuhl tatsächlich in ihrem Zimmer befand, allerdings fand ich das Ganze schon ziemlich seltsam und so habe ich die Frau wirklich nicht in Erinnerung.
Heute war ich im ersten Stock, allein, und heute war wieder mal nichts so wie es sein sollte.
Denn in der Früh erfuhr ich dann, dass das Labor (= Blutabnahme) kommen sollte. Deswegen bekamen vier Bewohner kein Frühstück, was allerdings nicht bedeutet, dass sie gar keines bekommen, sondern dass sie es nach der Blutabnahme bekommen. Und das bedeutet Stress.
Dann kam noch dazu, dass eine Bewohnerin unbedingt aufstehen wollte und noch duschen wollte, bevor das Labor kommt.
Aber ich hab natürlich alles hingekriegt, ansonsten war am Vormittag nichts weiter, am Nachmittag gab’s dann eine echt witzige Situation mit einer echt coolen Bewohnerin.
Sie: Können Sie mir helfen, den Mantel anzuziehen?
Ich: Welchen denn?
Sie: Der grüne, der im Kasten hängt. Ich mach den Kasten auf, mindestens 40 Mäntel, nur kein grüner.
Ich: Wie wär’s mit dem hier?
Sie Ist der grün?
Ich: Nein, der ist blau.
Sie: Nein, blau mag ich nicht, gibt’s keinen grünen?
Ich: Nein, leider…
Sie: Na gut, dann nehme ich halt einen anderen…
Sie hat dann letztendlich einen weißen angezogen, aber ich sag’s euch: Voll heftig, mindestens 40 Mäntel, kein Scheiß… Ich hab geglaubt mir fallen die Augen raus.
Heute waren wir wieder bis zum Mittagessen getrennt, doch durften wir beide für eine Ehrenamtliche zum spar gehen, was soviel heißt wie: Raus aus dem CS – Bank – Trafik – Spar – Rein ins CS. Kleiner Umweg, aber wie waren super in der Zeit und haben die Erdbeeren rechtzeitig abgeliefert.
Diese wurden dann bis nach der Mittagspause zu einem Kuchen verarbeitet, was dazu führte, dass etwa 7 Stücke von dem ursprünglichen Jausenkuchen übrig blieben. Davon haben wir uns dann ein paar genehmigt und haben noch alles für das Abendessen vorbereitet.
Das Abendessen ging dann recht flott vonstatten, ich bin um 5 gegangen. Yeah, morgen frei und dann nur einen Tag Dienst…
Ja also heute war mein erster Tag nach dem Krankenstand, war ganz okay und eigentlich wie immer: David, die männliche Abteilungshilfe und ich sind da. Und wie wurde das auf 2 Stöcke verteilt? David + AH im ersten, ich im zweiten Stock. Zweiter Stock ist schon belastend, aber ab dem Mittagessen war ich sowieso im ersten, dank einer weiteren Abteilungshilfe.
Unten waren wir dann wie erwartet megaschnell, die Mittagspause wurde nach einem Gang zum Spar auf dem Dach verbracht.
Die Jause und das Abendessen waren dann auch kein Problem, alles superschnell, ein fast perfekter Tag.
Nur noch morgen, dann hab’ ich den Feiertag frei!!
P.S.: Seltsam, sobald ich der fleißigste Blogger bin, werden die TOP 20 nicht mehr angezeigt… echt seltsam…
Tja also heute war ein echt langweiliger dienst im zweiten Stock, bis auf ein paar Aktionen von Bewohnern.
Und zwar gibt es da zwei Bewohner: Die eine hört schlecht (#1), die andere ist ziemlich dement (#2), und weil sie neue Medikamente bekommen hatte, ist das ganze noch extremer.
Bewohnerin #2: Schwester!
Bewohnerin #1: Da ist niemand…
Bewohnerin #2: Hallo, sie müssen mir doch… ich meine… das geht doch nicht… ich brauch doch… das eine… geben Sie mir das!
Bewohnerin #1: Was brauchen Sie denn?
Bewohnerin #2: Was?
Bewohnerin #1: Was brauchen Sie??
Bewohnerin #2: Wo ist eine Schwester?
Bewohnerin #1: Da ist niemand…
Dann gab es noch eine Situation, wo ein Bewohner im Rollstuhl eine andere, die den ganzen Tag auf den Tisch klopft, einfach weg geschoben hat.
Ansonsten gab es nichts, ich war fast die ganze Zeit im ersten Stock bei meinem Kollegen David.
So, endlich mal 3 Tage frei… ich denke ich hab es mir verdient…
Ja also heute hat sich wieder einiges Erzählenswertes ereignet.
Erstmal war ich am Vormittag im zweiten Stock. Dort war auch der kleine fette Komplexhaufen, der es als äußerst lustig empfunden hat, mir ein Bein zu stellen.
Ich: Sag mal geht’s noch, wenn ich hinfalle, geh’ ich sofort in Krankenstand…
Sie: Mir ist das wurscht. Und lacht behindert.
Als dann die Abteilungshilfe gekommen ist, hielt ich das für einen Freibrief um nach unten zu gehen. Allerdings war unten der David und noch eine Abteilungshilfe, woraufhin ich wieder nach oben gegangen bin.
Als ich dann oben alles ausgeteilt hatte, bin ich wieder runter, um etwas zu essen. Ich war keine zwei Minuten unten, da schreit der kleine, fette Komplexhaufen.
Sie: RENE!
Ich: Ja?
Sie: WO BIST DU?
Ich: Hier unten…
Sie: KOMM SOFORT RAUF, DU MUSST DER FRAU xxxx EINGEBEN! (Die besagte Frau ist ziemlich daneben und dieser Frau gebe ich sicher nicht das Essen, das traue ich mir einfach nicht zu)
Ich: Also der Frau xxxx gebe ich sicher nicht ein, jedem anderen Bewohner, aber ihr nicht!
Sie: KOMM RAUF, ODER DU KRIEGST EINE ANZEIGE!
Ich bin dann fünf Minuten später rauf gegangen, gaaaanz gemütlich.
Am Nachmittag bin ich dann schnell zur Apotheke gerannt um ein Rezept abzuholen und ich habe mir den Dienstplan für Juni – meinem letzten Monat – ausgemacht. Wenn der so bleibt, wie ich ihn gern hätte, wär das echt perfekt.
Also heute war ein echt chilliger dienst, ich hatte gemeinsam mit Daniel und David, wobei David nur bis zur Mittagspause da war – F6 Dienst (a.k.a. Frühdienst 7-13 Uhr).
Deshalb war ich am Nachmittag allein auf dem ersten Stock, es war allerdings ganz angenehm, weil ich in der Mittagspause eine Stunde auf der Dachterrasse in der Sonne gelegen bin, und dementsprechend entspannt bin ich dann wieder an meine Arbeit gegangen, außerdem ist Daniel von Zeit zu Zeit auch runter gekommen, wo wir dann eine geraucht haben.
Um 17 Uhr war ich dann fertig und bin gegangen… Nur noch morgen und übermorgen, dann endlich drei Tage frei…
Ja also heute war ein ganz witziger Tag, komischerweise war der Stationsleier nicht da, was alle irgendwie entspannter gemacht hat.
Besonderes gab es heute eher wenig, außer dass ich drei Bewohner zum Frisör bringen und wieder holen musste, obendrein hatte eine Ehrenamtliche, die eigentlich eh ganz okay ist, die glorreiche Idee, mit ein paar Bewohnern in den Hof zu gehen, wo dann eine Rätselrunde veranstaltet wurde.
War ganz cool, denn eigentlich war Sonnenschein, aber da es doch etwas kühler war, sind die Bewohner mit Decken und Kopftuch in der prallen Sonne gesessen, und das war schon ein ganz geiles Bild.
Übrigens: Heute waren die Geschirrwagerl rechtzeitig fertig, und zwar alle. Scheint so, als wäre der Abwaschtyp draufgekommen, dass es doch von Vorteil ist, schon so um mit dem Abwaschen zu beginnen.
Na gut Leute, ich wünsche euch allen morgen einen schönen Feiertag, ich hab morgen frei und dann wieder drei Tage Dienst…
Ja also heute war wieder einmal seit langem ein Sonntagsdienst.
An sich ja ganz angenehm, wir – also David und ich – haben so gut wie alles erledigt bis 10 Uhr und haben dann die Bewohner in die Kirche geführt. Als dann alle bis auf einem unten waren, haben wir uns auf die Terrasse gesetzt.
Auf einmal kommt eine Pflegerin zu uns und schreit: Und wer bringt die Bewohner in die Kirche? David hat ihr dann mal die Meinung gesagt, seitdem gibt es keine Probleme mehr mit der Schwester, sie ist seitdem echt nett zu uns.
In der Mittagspause haben wir uns dann aufs Dach begeben, was ja echt super geworden wäre, aber als wir circa fünf Minuten oben waren, hat es auf einmal zu schütten begonnen. Wir haben dann beschlossen, uns ins Zwischengeschoß zu setzen, wo am Wochenende sowieso tote Hose ist.
Am Abend gab es dann ein Problem mit der Küche, denn der Küchenlehrling hatte vergessen, Grießkoch zu machen, also mussten wir bis circa halb fünf auf den Grießkoch warten. Das was wir dann bekamen war auch mehr Koch als Grieß, aber es war essbar, also so gesehen…
Tja, morgen hab ich auch Dienst, dann hab’ ich einen Tag frei und dann wieder drei Tage Dienst… rosige Aussichten, oder?
Heute war seit langem wieder mal ein Samstagsdienst, der damit begann dass ich in der Früh um halb sieben, in der U-Bahn kontrolliert wurde.
Selbstbewusst wie beim ersten Mal zeigte ich meinen Zivildienst-Ausweise vor, und der Kontrolleur quittierte das Ganze mit einem Passt.
Der Dienst wäre ganz entspannend geworden, wenn nicht die Abteilungshilfe aus dem zweiten Stock in Krankenstand gegangen wäre. Das führte nämlich dazu, dass ich im zweiten und David im ersten Stock war.
Allerdings war ich im zweiten Stock so schnell, dass ich Zeit hatte meinem Kollegen tatkräftig unter die Arme zu greifen. In der Mittagspause besuchte ich einen ehemaligen Zivildiener und nachdem ich zurückgekommen war, beschlossen David und ich uns mit der Jause zu beeilen um uns dann auf die Dachterrasse zu setzten.
Jetzt ist es allerdings so, dass zwei Zivildiener deswegen schon eine Anzeige kassiert haben, was die ganze Sache ein bisschen heikel machte. Darum kam uns eine Bewohnerin, die fragte, ob es denn nicht möglich wäre, auf die Terrasse zu gehen, ganz gelegen. Wir beeilten uns mit der Jause, richteten alles für das Abendessen her und begaben uns dann mit insgesamt drei Bewohnern auf die Dachterrasse.
Oben hatte es schätzomativ 30 Grad und alle drei Bewohner wollten im Schatten sitzen. Dass glich einer schwierigen Aufgabe, denn wir mussten mit einem Schirm so viel Schatten erzeugen, dass kein einziges Körperteil der Bewohner in der Sonne war. So bald dies eintrat, ging es los mit ein bisschen weiter in den Schatten bitte, es ist so unerträglich heiß und ich glaube ich möchte lieber wieder nach unten.
Als wir dann allen Bewohnern die perfekte Schattenposition ermöglicht hatten, setzten wir selbst uns in die Sonne und blieben so eine Stunde auf dem Dach.
Das waren alle Ereignisse des Samstagdienstes, morgen geht’s dann weiter.
Bis dann.
Ja heute war eigentlich ein ganz normaler Tag, abgesehen einmal von der Unlust am Morgen, überhaupt irgendetwas zu machen.
Ich habe die immer wieder aufkommende Unlust allerdings nicht beachtet und habe mich meinen täglichen, schon fast automatischen Handgriffen gewidmet.
Nach dem Frühstück habe ich dann die Wäschesäcke ausgewechselt, und da der eine Wäschewagen genau neben dem Raucherkammerl ist, habe ich etwas Interessantes gehört.
Und zwar hat eine Angehörige eine Beschwerde geschrieben, in der sie sich über die Pflegemethoden und unter anderem auch über die Zivildiener aufregt.
Ich habe mich dann – James-Bond-mäßig – in das Büro des Stationsleiters geschlichen und habe mir die Beschwerde durchgelesen.
Eigentlich wirkt die Beschwerde ganz „okay“, allerdings muss man bedenken, dass diese Angehörige nur einmal im halben Jahr kommt, und sich deshalb eigentlich kein wirkliches Bild machen kann. Beim Thema Zivildiener stand: Zivis: Lungern an der Rezeption herum, rauchen. Es wurden aber auch Leute in dem Brief gelobt, und zwar eine der Abteilungshilfen, was den Verdacht nahe legt, dass diese der Angehörigen einfach Blödsinn erzählt hat.
So, und morgen und übermorgen habe ich frei, danach folgt dann Wochenenddienst… bis dann.
Ja heute war wieder ein ganz normaler Tag, nur dass mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, denn bei diesem bewölkten Dreckswetter konnte man in der Mittagpause natürlich nicht auf der Dachterrasse sitzen.
Da es heute an sich nichts Aufregendes gab, erzähle ich euch etwas über eine gewisse Art von Bewohnern: Die ‚Ich-bezahle-und-behandle-alle-wie-Scheiße’ – Gattung
Ein Beispiel: Die Bewohnerin bekommt jeden morgen ein Actimel. Gut. Einmal habe ich dieses vergessen, sie hat es aber erst bemerkt, als zwei Schülerinnen bei ihr im Zimmer waren. Sie hat sofort geläutet.
Schülerin: Warum läuten Sie, wir sind doch eh hier…
Bewohnerin: Das Actimel fehlt!!
Schülerin: Okay, ich hole es schnell…
Bewohnerin: NEIN, der Rene soll es mir bringen!!!
Meiner Meinung nach ist das eine Frechheit.
Okay.
Dann will diese Bewohnerin auch für jeden Gast, de zu ihr kommt, eine extra Schale Kaffee. Nicht dass das schlimm wäre, aber sobald Gäste kommen, will die Bewohnerin gleich den Kaffee haben, und nicht selten kommt es vor, dass die Angehörigen (oder Freunde) dann sagen: Nein danke, ich möchte keinen Kaffee.
Ich habe ansonsten keine Probleme mit Bewohnern, aber solche Sachen finde ich einfach zum Kotzen.
Also heute Montag versprach ein echt cooler Tag zu werden, denn dem Dienstplan zufolge hatten Daniel, David und ich Dienst. Ergo sollten David und ich im ersten Stock sein, d.h. ein echt geiler Tag.
Aaaaaaaber: Der Daniel hat sich ja eingebildet, an diesem Tag zum Zahnarzt gehen zu müssen, deswegen war ich im zweiten und der David im ersten Stock.
Beim Mittagessen war ich im zweiten Stock gegen 12 fertig, also bin ich runter, um ihm zu helfen, und da ging’s dann ja ab. Denn was wir Zivis überhaupt nicht ausstehen können ist, wenn Schüler bzw. Praktikanten nichts arbeiten, wir aber Stress haben. Das war auch diesmal der Fall, denn die Schülerin hat sich hingesetzt und gegessen, während der David einer Bewohnerin, die extrem langsam isst, eingeben musste.
Sie: Wer ist denn bei der Frau xxxx?
Ich: Der David….
Sie: Aha. Und dann hat sie weitergegessen. Finde ich persönlich ja eine Frechheit, denn wenn man sowieso schon Stress hat, und dann alles alleine machen muss – asozial nenn ich so was.
Am Nachmittag fand dann die Geburtstagsfeier statt, denn an jedem letzten Montag im Monat findet eine Feier für alle Bewohner statt, zu Ehren derjenigen, die in diesem Monat Geburtstag hatten.
Für uns bedeutete das: Die Torte aus der Küche nach oben holen und dann nichts mehr machen.
Hört sich toll an, allerdings dauert der spaß immer bis halb fünf, und wenn man um fünf gehen will…
Es gab dann noch Stress mit einem Pfleger, und zwar hat sich der einfach die Kanne voll Tee genommen und einem Bewohner gegeben, die Kanne war allerdings für alle Bewohner bestimmt.
David: Kannst du nicht fragen, bevor du etwas nimmst?
Er: Ist das so schlimm?
David: Nein, aber es nervt, wenn man eh schon Stress hat und dann so etwas dazwischen kommt…
(Eine Pflegerin kommt dazu)
Pflegerin: Ich hab gehört, da ist jemand ziemlich oft im Krankenstand…
David: Ja, dafür gibt’s auch Gründe…
Sie: Faulheit?
David: Nein, schlechtes Personal!
Er: Das ist eine Frechheit!
David: Wieso, fühlt sich jemand angesprochen?
Fand ich persönlich extrem cool gekontert, bis morgen dann…
Ja also heute, am Freitag, war ich wieder allein, allerdings war der Daniel im zweiten Stock, was die ganze Sache etwas angenehmer gemacht hat.
Zum Thema Küche brauche ich nichts mehr zu sagen, es war eh wie immer: Zu spät begonnen und nicht pünktlich fertig.
Allerdings haben wir heute einen neuen Schüler bekommen. Der sieht es als seine aufgabe, besonders witzig zu sein, indem er, wenn man z.B. telefoniert, sich neben einen hinstellt und so tut als würde er selbst telefonieren. Darüber lacht er dann selbst, echt witzig, wie ihr euch vorstellen könnt *sarkasmus off*
Tja ansonsten gab es nicht viel, alles war wie immer – nur schlimmer.
Jetzt hab ich mal das Wochenende frei – bis Montag.
Heute war also mein erster Dienst im Monat April, ergo war ich original 18 Tage nicht da. Wie das geht? Urlaub, ein paar Tage frei, Krankenstand.
Allerdings boten diese 18 Tage einen hervorragenden Nährboden für Gerüchte. Das hartnäckigste war jenes, dass ich angeblich eine Anzeige bekommen würde. Neben diesem gab es dann auch noch ein anderes, und zwar dass ich gar nicht mehr kommen würde, das hab ich allerdings nur von einem Zivi gehört.
Jedenfalls habe ich heute gleich mal den Stationsleiter gefragt, ob ich denn nun eine Anzeige bekommen würde, der hat nur gemeint: Nein, es gibt nur wieder zwei Anzeigen auf Nord, die haben das mit den Anzeigen intensiviert…
Also: Falscher Alarm… hoffentlich…
Es gab auch wieder ein paar Kommentare von meiner Lieblings-Ehrenamtlichen, und zwar hat sie zu einem Pfleger gemeint: Der hat heute noch gar nichts gemacht! und Irgendwie ist das nicht normal, wie sich der verhält
Noch mal zum Thema Anzeigen: Das geile war ja, dass, als ich in Krankenstand war, auch die zwei anderen Zivis im Krankenstand waren. Angeblich war das ganze Personal total sauer auf uns, also dürfte es doch nichts stimmen, dass die Zivis eh nix hackeln ;)
Btw: Dies ist heute mein hundertster Eintrag, tatatataaaaaaaaaaaaa…
Also diesmal geht es m eine Frage, bei der ich hoffe, dass ich mir helfen könnt.
Und zwar geht es um folgendes:
Ich hatte von 1.-12. April Urlaub. Während dieser Zeit habe ich mich bei einem Verwandten mit der Grippe angesteckt, weswegen ich von 13.-16. April im Krankenstand war, wofür ich auch eine Krankmeldung habe. Den Krankenstand habe ich natürlich sofort im Heim gemeldet.
Nun geht das Gerücht um, der Stationsleiter hätte eine Anzeige gegen mich abgeschickt (was ja – wie treue Leser meines Blogs wissen – bei der Caritas Socialis keine Seltenheit ist.).
Sollte das wirklich so sein, ist das ganze dann rechtens? Ich meine, was kann ich dafür, wenn ich im Urlaub krank werde und mit Fieber im Bett liege, oder? Außerdem, müsste ich da vorher nicht eine Verwarnung bekommen?
Ich hoffe irgendjemand von euch kann mir helfen, ich persönlich verstehe das ganze einfach nicht.
Ja es ist April, und auch in diesem Monat habe ich eine Buchempfehlung. Warum die so lange auf sich hat warten lassen? Nunja erstmal hatte ich bin heute Urlaub (heute ist mein letzter Tag), und zweitens wusste ich nicht, welches Buch ich euch vorstellen sollte. Doch nach einigem Hin und Her habe ich mich entschieden.
Das Buch heißt Halt's Maul, jetzt kommt der Segen. Kinder auf der Schattenseite des Lebens fragen nach Gott geschrieben von Inger Hermann.
Kurzbeschreibung: Das Buch schildert in bewegenden Reportagen den rauen Alltag vernachlässigter Kinder. Es bringt zur Sprache, was diese nicht zur Sprache bringen können: ein Leben, das geprägt ist von verbaler und körperlicher Gewalt, aber auch von tiefen existentiellen Fragen.
Eigentlich sind Bücher von dieser Sorte nicht so ganz meins, aber dieses Buch ist wirklich außerordentlich gut. Stellenweise musste ich beim Lesen Pausen machen, weil es teilweise schon ziemlich hart wird, zum Beispiel beim Thema „Missbrauch“ .
Jedenfalls ist das Buch sehr zu empfehlen, egal ob man nun gläubig sein mag oder nicht.
Seiten: 150
ISBN: 376683648X
Woher: Thalia, amazon.at
Preis: ca. 15 Euro
Ja, heute war es soweit: Mein 80ter Dienst!!! Hammer, das Jubiläum fand an einem superchilligen Samstag statt, zu zweit, als David und ich im ersten Stock.
Es war einfach der Hammer, wir waren um dreiviertel acht mit dem Austeilen fertig, inklusive Bewohnerwäsche einräumen.
Das Geile war ja, dass am Anfang nur echt wenige Leute vom Personal da waren, gerade einmal zwei Schwestern und noch eine Abteilungshilfe. Deswegen liebe ich Samstag, einfach chillig, weil mit weniger Leuten hat man weniger Stress. Logisch, oder?
Und ja, ganz ohne Stichelei ging’s einfach nicht, eine Schwester hat sich eingebildet uns die ganze Zeit anzufucken und Sahen zu sagen wie: Seid nicht so flott, ihr habt’s eh bis halb sechs Dienst! oder Dann um halb sechs schau ich – da ist schon lange kein Zivi mehr da.
Tja und eine Bewohnerin hat mich noch was gefragt, war auch ganz witzig…
Sie: Sind Sie morgen da?
Ich: Nein, ich habe morgen frei…
Sie: Schade, das ist aber blöd…
Ich: aber die Abteilungshilfe ist da…
Sie: Na, das ist nur ein Chaos, das bringt niemandem etwas!
Ja Leute, ich habe jetzt 12 Tage frei… Hammermäßig, oder? Einfach der Haaaaammer, einfach super. Ausschlafen, Nixtun, R E L A X E N…
Ja also heute war alles eigentlich ganz angenehm, wir waren zu zweit – Daniel und ich – im ersten Stock.
Bis zum Mittagessen ist alles ganz ruhig verlaufen, aber dann kam wieder das altbewährte Problem auf: Die Küche. Dazu muss man sagen, dass früher alles super geklappt hat, aber seitdem das neue Personal da ist, herrscht grundsätzlich nur mehr das Chaos.
Was zum Beispiel jeden Tag vorkommt, ist das Problem mit den Geschirrwagerln. Die sollen um spätestens 10 in der Küche sein, damit sie um 11 fertig sind. Verständlich, oder? Tja, aber wenn der Typ, der für den Abwasch zuständig ist, erst um dreiviertel elf beginnt, ist klar, dass er nicht um 11 fertig sein kann. Und so kommt der Zeitplan durcheinander…
Am Nachmittag hab ich dann die Jause ausgegeben und habe, bevor ich der einen Bewohnerin eingeben wollte, Brot geschnitten. Vorher sollte ich aber auf Anordnung einer Schwester noch das Schneidemesser putzen. Das habe geputzt, und dabei hab ich mir gleich mal in die Hand geschnitten. Keine große Wunde, aber ziemlich unangenehm.
Am Abend gab es dann noch eine recht witzige Situation, und zwar ist mir eine Schwester am Gang begegnet und hat gemeint: Alle Frauen sind unterschiedlich gebaut… Ich hab nix drauf gesagt, weil ich die Aussage nicht wirklich verstanden hab, aber zum Glück hat sie dann noch hinzugefügt: Seit einer halben Stunde versuche ich, den Katheter zu setzen, aber ich finde die Harnröhre nicht… Das sind eben Dinge, von denen ich gar nichts wissen will…
So, morgen hab ich noch Dienst und dann endlich Urlaub…
Eigentlich wollte ich ja gerade WoW starten, aber vor dem spaß kommt bekanntlich die Arbeit, und als braver Ziviblogger gehe ich dieser gerne nach.
Heute war eigentlich ein ganz angenehmer Tag – ja, auch das gibt es bei der Caritas Socialis – und angefangen hat mein Tag wie immer, ich habe dann einer Bewohnerin das essen eingegeben, dabei hab ich mir Full House angeschaut, was spielt es sonst um halb neun? (Kennt ihr die Folge mit den Beach Boys?)
Beim Mittagessen war es dann wieder ganz typisch: Die Schwestern waren „auf Pause“, was soviel heißt wie: der Zivi macht ALLES. Unter ALLES versteht man: Das Essen herrichten, in die Zimmer bringen und vorne auch noch jedem Bewohner das Essen geben, das vorher von einem selbst hergerichtet werden muss.
Das Witzige an der Sache war nur, dass im zweiten Stock ein Zivi und eine Abteilungshilfe waren, nur ist da oben der Unterschied, dass alle Bewohner vorne sitzen.
Am Nachmittag hab ich dann die Jause aus- und einer Bewohnerin eingegeben, wo ich mir auch gleich in Ruhe die Simpsons angeschaut habe (und danach noch Jim hat immer Recht)
Tja Leute, ich muss schon sagen, ich habe noch 3 lange Monate vor mir, aber wenn ich so bedenke, dass ich in 6 Monaten (bis jetzt) nur 78 Dienste hatte, finde ich das doch etwas wenig… Wobei: 6 Monate á 15 Dienste macht 90 Dienste, zwei Dienste hab ich in diesem Monat noch, also war ich 10 Dienste nicht da… also ich finde das ganz gut…
Und damit wären es noch 2 Dienste bis um wohlverdienten Urlaub… und jetzt starte ich WoW ;)
P.S.: Achja: ab heute lebe ich (wieder) vegetarisch, nicht das das hier irgendwie hinpasst, aber bevor ich das in den Kalender eintrage...
Ja was soll ich euch sagen, heute war mein erster Dienst nach dem Krankenstand, und ich muss echt sagen, dass der kleine fette Komplexhaufe heute einigermaßen freundlich war – vorerst zumindest.
Denn ich war im zweiten Stock, David im ersten, und wir haben uns ausgemacht, uns gegenseitig zu helfen, soll heißen: Zuerst zu zweit im ersten Stock die Wäschesäcke auswechseln, dann im zweiten Stock usw.
Als der David dann aber im zweiten Stock einen Sack ausgewechselt t, hat der Komplexhaufen gemeint: Das muss der Rene machen, der ist nämlich im zweiten Stock!
Wir haben sie einfach nicht beachtet und haben unsere Arbeit weitergemacht.
Ansonsten gab es noch nette Aussagen über Bewohner wie z.B.: Der Herr xxxx ist eh so dick, der braucht nur die Hälfte von seinem Kuchen
Heute haben wir auch einen neuen Fernseher auf der Station bekommen – von Nokia. Ich wusste nicht, dass Nokia Fernseher herstellt, und dementsprechend ist das Gerät auch – kompliziert und irgendwie seltsam.
Am Nachmittag haben wir uns dann aufs Dach raufgesetzt, zusammen mit zwei anderen Zivis, war rect witzig, vor allem wenn man auf einer Dachterrasse Hacky-Sack spielt…
Und wieder gab es Aktionen, die niemand versteht, wie zum Beispiel, dass die Schwestern um halb fünf die Bewohnerin, der man eingeben muss, „umlagern“, wo die doch genau wissen, das das Eingeben bei dieser Bewohnerin mindestens eine dreiviertel Stunde dauert…
Tja, ansonsten gab es nichts, noch 3 Dienste bis zum Urlaub, ich kann ihn nicht erwarten, glaubt es mir…
Ja also ich muss schon sagen, heute sind Sachen vorgefallen… aber lest selbst…
Ich habe erstmal wie jeden Tag – das Frühstück hergerichtet und ausgegeben. Gut.
Dann kam, so um dreiviertel acht, als ich eh schon fertig war mit dem Ausgeben, eine Ehrenamtliche.
Also es ist so, ich nenne in diesem Blog ja eigentlich keine Namen, aber diese Ehreamtliche ist ja wirklich die dümmste und anstrengendste von allen. Sie heißt Ilse, und ist die mit der Darth Vader Stimme, manche meinen auch, sie hätte ein Lungenproblem.
So, und die Ilse, die blöde Sau, hat mich heute aufs Ärgste angefuckt. Warum und wieso? Ich denke man sollte sich hinsetzen, wenn man das liest, denn ich konnte es selbst nicht glauben.
Also ich habe – wie gesagt – das Frühstück ausgegeben und hatte dann von 8-9 Uhr nichts zu tun, weil die Leute ja fertig essen mussten. Ich habe mich also vor den Laptop gesetzt und meine Blogeinträge getippt, als auf einmal die Ilse daherkommt.
Sie: Was machst du da?
Ich: Ich lese meine E-Mails…
Sie: JETZT GEHST DU ABER SOFORT WEG DA, DU BIST NICHT ZUM E-MAILS LESEN HIER ANGESTELLT!!
Ich. Wo ist das Problem, die Leute essen und ich hab nichts zu tun…
Sie: Nein, das geht nicht, was bildest du dir überhaupt ein??
Ich bin dann aufgestanden und hab mich fünf Meter weiter hingesetzt und gelesen, so das sie mich sieht natürlich.
Etwas später wollte ich dem Daniel etwas im Internet zeigen, ich glaube es war eine Seite über Wehrdienstverweigerung, als schon wieder die Ilse da war und gerade eine Bewohnerin zum Gedächtnistraining gebracht hat.
Ilse: Jetzt sitzen sie SCHON WIEDER beim Internet! Ihr wisst schon, dass ich hier eure Arbeit mache, oder?
Fand ich auch echt cool, ich meine, wenn die Hirnamputierte Probleme mit der Arbeit hat, soll sie heimgehen oder eben zwei Minuten warten, bis wir die Bewohner runterbringen… Ich mein, wo kommen wir da hin, wenn Ehrenamtliche Zivildiener anfucken?
Und das i-Tüpfelchen an diesem tag war folgendes Ereignis.
Im ersten Stock gibt es eine Bewohnerin, der man das Essen eingeben muss. Ist an sich kein Problem aber heute hatte ich echt viel zu tun (Depot einräumen, Einlagen nachschlichten…), weswegen mir der Daniel angeboten hat, der Bewohnerin die Jause einzugeben. Ich habe natürlich nicht nein gesagt und hab das Depot eingeräumt.
Dann kam auf einmal eine Schwester zu mir her und es ging los…
Schwester: Wo ist der Daniel?
Ich: Der gibt gerade der Frau xxxx ein…
Schwester: SO GEHT DAS NICHT! DU BIST IM ERSTEN STOCK!
Ich: Du siehst doch, dass es geht, ich habe echt viel zu tun, wo ist das Problem?
Schwester: SO GEHT DAS EINFACH NICHT! DU DRÜCKST DICH DIE GANZE ZEIT VOR DEINER ARBEIT!
Ich habe einfach weggehört und habe weitergearbeitet. Ist eh klar, dass man nur angefuckt wird, wenn man der Zivi ist, sowohl von Schwestern als auch von Ehrenamtlichen.
Was gab es noch? Achja, ich habe mich heute Zeckenimpfen lasen, um 6 Euro...
Heute hatte ich wieder einmal die üblichen Probleme mit einer Schwester – schätzomativ 30 Jahre alt, klein, fett, mit Brille – die manchmal ganz nett, aber meistens einfach nur auf Konfrontation aus ist und ihre Komplexe an den Zivis auslässt.
Heute war sie wieder einmal schlecht drauf, warum auch immer, und das hat sie auch überdeutlich gezeigt.
Sie: Du und die Abteilungshilfe seid im ersten Stock, oder?
Ich: Ja…
Sie: Was ja?
Ich: Naja, er arbeitet eh nichts wenn ich da bin…
Sie: Wenn er nicht da ist, arbeitet ihr Zivis eh nie was!
Tja, ich bin dann gegangen, weil ehrlich gesagt war es mir zu dumm, mich auf einen Diskussion mit so einem Komplexhaufen einzulassen.
Am Nachmittag gab es dann das zweite Event mit der extrem netten Schwester.
Sie: Hast du die Jause ausgeteilt?
Ich: Ja…
Sie: Auch auf den Zimmern?
Ich: Ja, wie jeden Tag…
Sie geht ins erste Zimmer und fragt: Herr xxxx, haben Sie die Jause bekommen?
Ich: Du kannst es mir auch einfach glauben…
Sie: Ja, aber Kontrolle ist besser.
Sie ist dann tatsächlich in jedes Zimmer gegangen und hat die Bewohner gefragt, ob sie eine Jause bekommen haben, ich hab es echt nicht glauben können…
Am Abend hat sie sich dann mit einer anderen Schwester zusammengetan, um mich fertig zu machen.
Sie: Gibst du der Frau xxxx das Essen ein?
Ich: Nein, das macht dann der Daniel…
Sie: Warum macvhst das nicht du?
Ich: Weil wir es uns so ausgemacht haben…
Sie: Probier es wenigstens!
Ich: Wozu? Der Daniel kommt eh gleich…
Er ist dann auch gleich gekommen, aber die beiden Schwestern haben mich die restliche halbe Stunde ignoriert und wenn ich sie etwas gefragt habe, haben sie kurze Antworten gegeben und sind einfach verschwunden.
Echt seltsam das Personal, aber was erwartet man schon…
Ja also heute – am Montag – war wie immer wieder einmal das berühmt-berüchtigte Basteln.
Dagegen habe ich ja nichts, aber heute war es wieder einmal so, dass die netten Ehrenamtlichen bis halb zwölf da waren und eigentlich nur Dreck gemacht haben.
Als ich um elf auf den Stock gekommen bin, waren noch alle Bewohner des zweiten Stockes, des ersten Stockes und auch ein paar von Nord im Aufenthaltsraum. Eine Ehrenamtliche belagerte die Küche, wo sie die Malschüsseln abgewaschen hat und die anderen waren schwer damit beschäftigt, im Weg rumzustehen und mir die Arbeit zu erschweren. War mir egal, ich hab trotzdem das Geschirr eingeräumt und hab sie dabei ganz deutlich spüren lassen, dass es mir gar nicht in den Kram passt, dass sie da sind.
Ganz besonders mag ich ja die männlichen Ehrenamtlichen, die zu dir herkommen und dich beginnen, zuzulabern, so als wären sie dein bester Freund. („Hey Burschi, wie geht’s dir? Alles klar?“ usw. usf.)
Am Abend ist dann ein Bewohner, der schon einmal bei uns war, verschwunden. Alle sind in Panik geraten, nur ich bin ruhig geblieben und hab das Abendessen vorbereitet. Es hat sich dann herausgestellt, dass der Bewohner im Keller war, und dort die Haustechniker gefragt hat, wo denn die Kegelbahn sei…
Und es ist so, dass ich meinen Zuvieldienst NICHT verlängern darf, weil es sich vom Budget her nicht ausgeht – toll, oder? Mir persönlich egal, ich finde es nur echt witzig, dass uns bei unserem Antritt extra gesagt wurde, dass wenn wir verlängern wollen, das kein Problem wäre. Und bei 4000 Euro im Monat pro Bewohner + 500 Euro Förderung vom Bund… Tja ich sag dazu einfach nix mehr…
Btw.: Wenn ich auf dem Laptop im Dient meinen Blog ganz anschauen will, kommt folgende Meldung:
Access Denied
The requested document, http://www.ziviblog.at/Daddy Cool.blog, will not be shown.
Reason: DDR score = 77. This page will not be displayed because it contains prohibited words or it has exceeded its tolerance of questionable words.
Ja also heute gab es eigentlich nicht viel, nur dass mich wieder einmal ein Pfleger angefuckt hat, und zwar vollkommen grundlos.
Vorgeschichte: Eine Bewohnerin hatte die Angewohnheit, einmal im Zimmer und einmal draußen zu frühstücken. Wir – also die Zivis – haben sie dann gebeten, dass sie sich entscheiden möchte, damit wir es einfacher haben. Sie hat daraufhin gemeint, sie möchte lieber im Zimmer essen. Okay.
Der besagte Pfleger ist indischer Herkunft, hat deswegen einen ganz witzigen Akzent, und eigentlich bin ich mit ihm bis jetzt ganz gut ausgekommen.
Jedenfalls bringe ich der Bewohnerin das Essen ins Zimmer…
Er: Die Frau xxxx isst immer vorne!
Ich: Nein, seit neuestem isst sie immer im Zimmer…
Er: Nein, du hast keine Ahnung, sie isst vorne!
Ich: Ich weiß ja nicht seit wann du hier bist, aber seit drei Wochen isst sie vorne…
Er: Drei Wochen? Vor drei Wochen warst du im Krankenstand!
Ich hab mich dann umgedreht und bin gegangen, mir war das einfach zu blöd. Ich lass mich da ja nicht blöd anmachen, obwohl ich meine Arbeit richtig mache…
P.S.: Ich schreibe meine Einträge zur Zeit während des Dienstes, scheint niemanden zu interessieren, ich habe schließlich alles erledigt, und ob ich nun da sitze und lese, oder meine CS-feindlichen Einträge schreibe, ist doch egal, oder? ;)
Ja also heute war wieder einmal ein Tag… wie soll ich sagen – voller Highlights, aber im negativen Sinne.
Erstmal war es so, dass heute im Grunde drei Abteilungshilfen da waren. Und zwar: David, ich und eben eine „echte“ Abteilungshilfe. Wir dachten uns – logischerweise – dass man uns beide im ersten Stock zu zweit arbeiten lassen würde, doch weit gefehlt: Die Abteilungshilfe – ein Mann von etwa 40 Jahren, ziemlich dümmlich und etwas kräftiger – ist, nachdem wir das Frühstück im ersten Stock fertig vorbereitet haben, zu uns gekommen und hat gemeint, dass einer von uns in den zweiten Stock müsse.
Ich darauf: Warum? Du kannst doch auch in den zweiten Stock gehen, wir wechseln dir auch die Wäschesäcke aus… Er: Nein, ich bin heute in der Pflege! Nein, das muss man nicht verstehen.
Dann gab’s gleich danach die nächste Situation, die ich ziemlich erschreckend fand.
Und zwar ist eine Schwester – oder was auch immer ihre Aufgabe zu sein scheint, ich weiß es nicht – zu mir gekommen und hat mich angeredet…
Sie: Bekommt diese Frau dort Zucker in ihren Kaffee?
Ich: die Frau ist Diabetikerin…
Sie: Einen oder zwei Zucker?
Ich: Gar keinen Zucker, sondern Kandisin!
Sie: ABER ICH KANN DAS KANDISIN NICHT FINDEN!
Ich: Das steht hinter dir…
Tja und dann war ich heute bei der Pflegedienstleiterin und habe gefragt, ob ich meinen Zuvieldienst verlängern kann, und zwar bis 30.8.07
Sie hat gemeint, ich wäre der erste Zivildiener in der Geschichte des CS, der das möchte, deswegen müsse sie sich erst erkundigen, die Antwort würde ich nächste Woche bekommen… ich bin gespannt…
Ihr werdet es nicht glauben, aber schon ist wieder ein Monat um und ich habe eine unverbindliche, aber eine sehr spannende Alternative zum ewigen Dasitzen und auf die Uhr schauen.
Das Buch heißt Ich sehe was, was du nicht sagst, geschrieben von Peter Collett.
Es ist ein sehr interessantes Buch über Körpersprache und auch das erste Sachbuch, das ich euch hier vorstelle.
[u]Kurzbeschreibung:[u]
Nonverbale Zeichen begleiten jedermanns Rede, ohne dass wir diese Gesten bewusst einsetzen oder bemerken würden: Man zupft sich am Ohr, streicht sich durchs Haar, kneift sich ins Ohrläppchen, knabbert an den Fingernägeln, fährt sich über die Lippen. Diese Zeichen offenbaren dem Zuhörer binnen Bruchteilen von Sekunden, ob sein Gegenüber alles so meint, wie er es sagt, was er wirklich denkt, wie er sich fühlt, und wie es in seinem Innersten ausschaut. Kommunikation besteht eben nicht nur aus Worten, sondern vor allem aus kleinen „nonverbalen Zeichen“: der ultimative Wegweiser zu ihrer Deutung.
Das buch ist wirklich sehr interessant und informativ, aber es ist nicht so geschrieben, dass man Schwierigkeiten hat, den Ausführungen des Autors zu folgen. Auf jeden Fall lesenswert, man sieht andere dann wirklich mit anderen Augen.
Seiten: 369
ISBN: 3404605683
Woher: Thalia, amazon.at
Preis: 9 Euro
Also heute – wie soll ich das am besten sagen – hat man irgendwie ein bisschen ZU auffällig bemerkt, dass es eine kleine Abneigung gegen Zivildiener gibt. Denn dort wo wir immer gesessen sind, ist nun plötzlich Rauchverbot. Und nicht nur dort, auch in der Umgebung. Zunächst dachten wir ja, dass das nur wegen der Gesundheitsministerin wäre, aber nein, die haben wirklich alle einen Schaden.
Jetzt sitzen wir eben in der Cafeteria und rauchen dort. Ich weiß nicht, was zur Zeit in dem netten Pflege- und Sozialzentrum abgeht, denn normal ist das sicher nicht, dass nun auf einmal einfach alles unternommen wird, nur um den Zivis das leben schwer zu machen.
Wie schön war noch die gute alte Zeit, als es erlaubt war, unten zu sitzen und sich zu unterhalten, dabei eine zu rauchen (oder auch nicht) und sich so eine angenehme Zeit zu machen.
Heute jedoch hat man den Eindruck, dass die einzige Beschäftigung der Geschäftsleitung darin liegt, Zivildiener anzuzeigen – z.B.: 5 Minuten zu lange in der Mittagspause - 350 Euro – und generell alles zu unternehmen, damit die Zivizeit keine schöne, sondern nur eine von anzeigen und Diffamierungen geprägte Erinnerung ist.
Also ich kann euch nur empfehlen, diesen Eintrag zu lesen. Er mag zwar lang sein, aber was ich heute erlebt habe, war seit langer Zeit wieder mal echt krank.
Was ist heute? Na, wer weiß es? Genau, heute ist der Frauentag. Bevor ich also nun zum eigentlichen Eintrag komme, möchte ich ein bisschen meine Meinung über den Frauentag kundtun.
Also:
Wieso haben Frauen ihren eigenen Tag, Männer aber nicht? Ich finde Emanzipation und Gleichberechtigung super, wenn’s nach mir ginge, würden Frauen dasselbe verdienen wie Männer, müssten allerdings auch 9 oder 6 Monate Staatsdienst ableisten.
Jedenfalls: Der Frauentag. Auf Radio Energy konnten nur Frauen gewinnen, es wurden nur Hits für Frauen gespielt, heute war es in vielen Geschäften so, dass Frauen etwas geschenkt bekamen, nur weil sie ein Y-Chromosom haben.
Ich meine, wozu das Ganze? Nicht nur, dass Handybetreiber Frauen jetzt schon ein viertel mehr einfach so schenken – sie sind ja schließlich Frauen – nein, überall steht nur mehr SchülerIn, LehrerIn, Töchter Söhne ach bitte hört mir doch auf. Langsam fühle ich mich als Mann diskriminiert. Denn: Wo darf ich denn raus wenn es brennt? Die Notausgänge scheinen nur für Frauen zu sein…
Heute war der erste Tag nach einer Woche (sozusagen) Urlaub. Ich komme also auf den Stock und beginne, das Wagerl auszuräumen und alles herzurichten. Als ich dann soweit war, dass ich die Kipferl geschnitten habe, sehe auf einmal aus dem Zimmer, das letztes Mal noch nicht belegt war, jemanden herauskommen.
Es war ein Mann, der einen ziemlich dementen Eindruck machte. Er stand einfach nur da und starrte mich an. Einfach so. Und zwar die ganze Zeit, bis ich ihm sagte, er solle sich hinsetzen. Er hat sich dann hingesetzt und hat sein Kipferl gegessen.
Das Komische war nur, dass ich den Bewohner den ganzen Tag über irgendwo im Haus gesehen habe. Er war immer irgendwie unterwegs und bei der Cafeteria, irgendwie seltsam.
Heute gab es übrigens bei der Rezeption für Frauen – und nur für Frauen – Schwedenbomben. Ich lass das einfach mal so im Raum stehen.
(Am Nachmittag hab ich dann trotzdem eine bekommen – danke Tobias)
Dann gab es heute noch einen schweren Zwischenfall. Wie treue Leser meines Blogs wissen, gibt es ja die Frauen, die sich jeden Tag von ORF 2 berieseln lassen. Okay.
Und heute, als mich eine dieser Bewohnerinnen fragte, ob ich den Fernseher einschalten konnte, musste ich ihr leider nach mehrmaligem Versuchen und Probieren sagen, dass der Fernseher wohl kaputt sei.
Und dann kam das Allergeilste am heutigen Tag. Denn in das Pflege- und Sozialzentrum Rennweg sollte die Gesundheitsministerin kommen, und vielleicht sogar auf unsere Station. Und wenn die Gesundheitsministerin ins CS kommt, muss natürlich alles vertuscht werden, was rebellierende Zivildiener in ihren Blogs behaupten.
Zu allererst weiß man ja, dass die Gesundheitsministerin Raucher nicht mag – sie darf sie nicht mögen, denn rauchen ist ja ungesund. Deswegen wurden vor der Küche und überall sonst auch Rauchverbotsschilder aufgehängt – außer in der Cafeteria. (Wir haben uns dann zum Rauchen einfach in die Cafeteria gesetzt – ohne etwas zu konsumieren).
Die zweite Maßnahme war: Den Zivildienern einschärfen, dass ALLES sauber sein muss. Das ganze ging so vonstatten, dass eine Schwester, die normalerweise bei mir in der Küche IMMER Dreck macht, zu mir sagte: Ich habe jetzt die Küche geputzt, mach sie nicht wieder dreckig! Ich habe über diese Aussage hinweggesehen, denn ich weiß sowieso, dass man von diesen Komplexhaufen nicht mehr erwarten kann.
Vom Stationsleiter wurde mir dann auch noch einmal eingeschärft, dass wirklich ALLES picobello sein müsse. Mich ließ das wir immer unbeeindruckt und ich habe weiter gelesen, denn sonst hätte ich allen eine reinhauen müssen. Wieso fällt diesen Idioten eigentlich sonst nie auf, dass die Küche bei mir NIE dreckig ist, weil ich einfach wert auf einen sauberen Arbeitsplatz lege.
Fazit: die Gesundheitsministerin war nur im Zwischengeschoss und im Hospiz, die ganze Aufregung des Personals vollkommen umsonst, und ich bin wieder mal super ausgestiegen, denn ich hab mich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Und nun zum Schluss wieder einmal eine Anekdote zum Thema „Ehrenamtliche“:
Gegen drei Uhr hat eine Ehrenamtliche beschlossen, alle Bewohner, die halbwegs mobil sind, aus dem zweiten in den ersten Stock zu holen und dort mit ungefähr 17 Personen eine kleine „Was bedeutet dieses Wort“ – Runde zu veranstalten. An sich eine gute Sache, aber als ich dann um 16 Uhr das Essen hinaufgebracht habe, und die immer noch nicht fertig war, war ich schon ein bisschen angefressen.
Als sie dann um 16:25 Uhr sagte: Liebe Leute, wir müssen langsam aufhören, denn jetzt kommt dann bald das Essen… habe ich wirklich geglaubt mir platzt der Kragen. Und für solche Individuen gibt es dann einen speziellen Tag und mehr Handyguthaben… interessant…
Ja heute war eigentlich ein wirklich lustiger Tag, denn ausnahmsweise war mein anderer Zivikollege da – der Daniel.
Wir haben den ganzen Tag damit verbracht, über Möglichkeiten zu philosophieren, wie man durch clevere Geschäftsideen reich wird und warum niemand persönlich jemanden kennt, der in einer Porno-Videothek arbeitet.
Nach der Mittagspause gab es dann netterweise einen kleinen Snack, denn mein Kollege war einkaufen – beim Zielpunkt. War echt cool, denn den Fraß im Heim kriegt ja keiner runter.
Am Nachmittag musste ich dann zum Arzt, um eine E-Card abzuholen. Ich weiß nicht, aber irgendwie finde ich diese Aufgaben am besten. Hol- und Bringdienste. Denn da hat man Zeit, mal abzuschalten, weil man aus dem alltäglichen Trott rauskommt – wenn auch nur kurz. Aber ob kurz oder nicht, ich find’s einfach geil.
Ich habe mir heute übrigens auch ausgemacht, wann ich den ersten Teil meines Urlaubes nehme. Und zwar von 2.-9. April. Eine Woche, ganz cool, und es sind die Osterferien :P
Also Eines mal vorweg: Um 4:30 Uhr aufstehen ist echt nicht schwer, man muss nur um 0:00 Uhr schlafen gehen. Denn dann gibt’s keine Tiefschlafphase, man ist aber doch ausgeschlafen.
Heute war ich im ersten Stock, was gleich mal um einiges chilliger war. Der Frühstücksablauf war eigentlich derselbe wie immer, nur beim Abservieren gab es dann wieder so eine Situation, die ich hier einfach berichten MUSS.
Also ich gehe zu einer Bewohnerin ins Zimmer, um abzuservieren. Die Bewohnerin war gestern bei der Augenuntersuchung und hat Tropfen verschrieben bekommen.
Ich: Grüß Gott, ich komme nur, um abzuservieren.
Sie: Danke, wann werden denn meine Augen eingetropft?
Ich: Ich werde mal nachfragen, okay?
Sie: Okay, danke.
Ich also raus aus dem Zimmer und gleich zur ersten Schwester hin. (Diese ist eine Frau in den mittleren Jahren, die genau in die Klassen „Lieber rauchen als Arbeiten“, „Zivis = Sklaven“ und „Am Samstag bin ICH der Chef“ passt.) Ich: Die Frau xxxx bräuchte jemanden zum Augeneintropfen…
Sie: Jaja, jede Viertelstunde will sie das…
Nach circa einer halben Stunde musste ich noch einmal in das Zimmer der Bewohnerin.
Sie: Wann kommt denn wer zum Eintropfen?
Ich: War noch niemand bei ihnen?
Sie: Nein…
Ich: Ich sag’s immer gleich, die Pfleger kommen nur nicht sofort.
Sie: Ja, ich weiß, danke…
Zu Mittag dann das ultimative Chaos – denn das Essen war erst um halb zwölf fertig, also bedeutete das Stress. Ich war allerdings um 12 fast fertig und bin in die Pause gegangen.
Nach der Pause wurden mir dann von der weiter oben schon einmal beschriebenen Schwester
die Leviten gelesen, weil ich 4 Teller nicht abserviert hatte.
Sie: So geht das aber nicht, einfach so in die Pause gehen!
Ich: Wieso nicht? Ich wasch das einfach dann mit der Hand ab, wo ist das Problem?
Sie: Es gibt kein Problem, du bleibst heute einfach bis 18 Uhr, dann ist alles wieder okay.
Solche Drohungen sind auf unserer Station wirklich sehr beliebt, genauso wie Aussagen wie Du hast bis 6 Dienst, wenn du früher gehst, schreib’ ich dir Minusstunden[i]. Ich persönlich bin immer um 17 Uhr fertig, geht sich perfekt aus, und dann gehe ich auch. Damit hat auch niemand ein Problem, außer ein paar Schwestern, die bis 18 Uhr Dienst haben und es mir einfach nicht gönnen, früher zu gehen.
Aber ich schweife ab…
Ich bin dann nach der Jause vorne gesessen und habe gelesen, und nach etwa zwei Kapiteln ist dann eine Bewohnerin nach vorne gekommen. Auf ihrer Gehhilfe hatte sie einen Weihnachtsmann aus Stoff, den ich vorerst gar nicht bemerkte. Sie ist dann zu den zwei anderen Damen gegangen, die sich wie immer am Nachmittag von ORF 2 berieseln ließen.
Dort hat sie den Weihnachtsmann auf den Tisch gestellt und hat gemeint, dass der Weihnachtsmann etwas ganz Tolles könne.
Sie hat dann mit der Hand auf seinen Kopf geschlagen und der Stoff-Santa-Clause hat gesagt: [i]Hohoho, da ist was für dich drin! Das ganze hat sie dann noch etwa fünfzig Mal wiederholt, und das eigentlich witzige war ja, dass sie sich jedes Mal aufs Neue darüber abgelacht hat, als die Puppe diesen Satz sagte.
Danach hat die Bewohnerin ihre Geldtasche herausgeholt und hat angefangen, echt seltsam zu werden.
Sie: So, du kaufst mir was zu Trinken [wirft der einen Bewohnerin im Rollstuhl zwei Euro zu], und du auch [wirft einer anderen Bewohnerin zwei Euro zu]
Wir haben ihr dann klargemacht, dass das keinen sinn macht und ich habe ihr einen Himbeersaft gemacht.
Ja also heute war mein erster Dienst nach dem Umzug, ich tippe diese Zeilen auf einem PC ohne Internet, und nicht einmal das kann mich davon abhalten, meine Einträge fortzusetzen…
Jedenfalls war ich im zweiten Stock, weil mein Kollege David (ja genau der, der den Trailer geschnitten hat) im ersten Stock war.
Eigentlich ist ja alles ganz ruhig und normal verlaufen, bis dann um 10 die Ehrenamtlichen angekommen sind und mit dem „Basteln“ begonnen haben. Und genau da ist auch alles aus der Bahn geraten.
Denn:
[Wichtig für die Verständlichkeit von Punkt 1: Damit man nach dem Basteln schneller ist beim Essen, richtet man – also der David oder ich – auf dem Tisch, auf dem auch die Mikrowelle steht, das Besteck her, also schon fixfertig mit Serviette, Löffel, Gabel, Messer, kleiner Löffel.] 1) David und ich kommen von der Küche in den ersten Stock und finden als allererstes das Wagerl an einem vollkommen anderen Platz vor, darauf das vorher sauber hergerichtete Besteck einfach darauf geworfen… Denn der Platz, auf dem vorher das Besteck gelegen ist, war nun mit der Tasche (!) einer Ehrenamtlichen komplett ausgefüllt.
2) Als wir dann das Geschirrwagerl auf den Stock gebracht hatten und gerade am Ausräumen waren, höre ich so vom zweiten Stock aus, dass dem David ein Teller runtergefallen ist, natürlich vollkommen irreparabel in 1000 Scherben).
Fünf Minuten später war ich oben dann fertig, und bin hinunter gegangen. Dort sehe ich, wie eine Ehrenamtliche den David auf einmal anschreit.
Ehrenamtliche: Organisierst du jetzt endlich einmal einen Besen, das kann ja nicht so schwer sein, oder?
David (etwas lauter): Wollen wir uns jetzt vielleicht mal beruhigen? Ich bin gerade fertig geworden mit dem Ausräumen, ich bin dabei, okay?
Danach hat die Ehrenamtliche dann nichts mehr gesagt, außer einer kleinen Bemerkung, die meines Erachtens auch erwähnenswert ist.
Als der David kurz in der Küche war und gerade so am Hinaufgehen ist, wird er von einer Ehrenamtlichen angesprochen.
Ehrenamtliche: Keep smiling!
David: Haben wirs’s im Schüsserl oder was?
Danach sind wir dann die Nachspeise holen gegangen, was ja wirklich das Allerbeste war.
Denn am heutigen Tage sollte es eigentlich Fruchtjogurt geben – also kleine Plastikbecher voll mit Fruchtjoghurt, vorzugsweise von nöm.
Als wir jedoch die Joghurtsteige von Süd 1 und 2 gesucht haben, haben wir nur ein einzelnes Joghurt gefunden, mit dem Pickerl von Süd 1 und Süd 2 oben.
(Wir haben dann nachgefragt was das solle, und haben dann einfach zwei Behältnisse voll minderwertigem Joghurt bekommen – Ärsche)
Jedenfalls war das heute der erste Tag, am dem ich von meiner Wohnung – 30 Kilometer von Wien entfernt – zum Dienst gefahren bin. Also ich bin mit dem Fahrrad zum Bahnhof und dann mit dem Zug (umsonst natürlich – Vorteilscard Zivildienst) nach Wien.
Am Abend dann fand ich mein Rad vollkommen demoliert vor – Bremsen gerissen und den hinteren Reifen geschlitzt. Wenn ich diese Wichser finde…
Wieder ein weiterer Eintrag im 9-monatigen Zivildienstalltag.
Aber doch nicht ganz Alltag, denn auch heute ist wieder viel Wissenswertes passiert.
Angefangen hat der Tag damit, dass ich gleich mal beide Wagerl – also vom ersten und zweiten Stock – aus der Küche mitgenommen habe, da ich wusste, dass ich im zweiten Stock war, meinem Zivikollegen aber ein bisschen helfen wollte. Dieser ist mir dann auch gleich entgegen gekommen, also hat er sein Wagerl erst selbst hinaufgebracht.
Circa um 7:50 war ich dann fertig und habe mich nach unten ins Raucherkammerl gesetzt, wo schon ein paar Pfleger saßen, die rauchten und Kaffe tranken, obwohl sie die Medikamente noch nicht ausgegeben hatten (darunter waren auch zwei Pfleger, die zu spät gekommen sind). Das ging so lange gut, bis der Stationsleiter das ganze Treiben bemerkt hatte.
Stationsleiter: So geht das aber nicht, hier nur rauchen und nichts arbeiten, los los, an die Arbeit! Das coole daran war ja, dass mich das ganze ja nicht betraf, ich kann ja schließlich nicht weitermachen, wenn die Medikamente noch nicht da sind.
Um 10:30 Uhr war dann die Messe, und circa um 11:20 sollten wir die Bewohner von unten holen, denn: ab zwölf ist Mittagspause. Da ja heute Aschermittwoch ist, hatten alle Bewohner ein Aschekreuz auf ihrer Stirn, was etwas seltsam ausgesehen hat. Ich habe den Pflegern dann angeboten, ihnen auch Aschekreuze zu machen, denn der Aschenbecher ist sowieso immer voll, aber sie wollten nicht. Undankbares Pack.
Am Nachmittag war ich dann im ersten Stock beim David, denn im zweiten Stock war eine Abteilungshilfe.
Wir haben dann die Jause ausgeteilt, die Wäschewägen nachgefüllt und das Depot in beiden Stöcken eingeräumt.
Dann jedoch, kurz vor dem Abendessen, klagte eine Bewohnerin über Übelkeitsgefühl, und wir sind gleich zu den Schwestern gegangen. Die sind auch (überraschenderweise) schnell gekommen, allerdings hatte die Frau danach auch noch Schmerzen, was wir erst bemerkten, als eine Bewohnerin (!) beim Raucherkammerl anklopfte, wo wir gerade mit ein paar Pflegern eine Pause machten.
Bewohnerin: Die Frau xxxx braucht Hilfe…
Pfleger: Ja wir kommen gleich… Die Bewohnerin geht…
Pfleger: Wir waren gerade bei ihr, was soll denn das? Jetzt haben wir auch mal ein Recht auf unsere Pause
Als wir beide wieder nach vorne gingen, hatte sich der Zustand der Frau noch nicht gebessert, wir hofften jedoch, dass die Pfleger gleich kommen würden. Als die Bewohnerin dann aber sagte: Mit ist so schlecht, helfen sie mir bitte! Da aber kein Pfleger zu kommen schien, sind wir dann zum Stationsleiter gegangen, der die Pfleger dann aus dem Raucherkammerl gescheucht hat und ihnen erklärt hat, dass es so nicht geht. Ist doch echt eine Frechheit, oder? Eine Frau, die Schmerzen hat, einfach so warten zu lassen…
Den Rest der Woche habe ich frei, jedoch muss ich euch sagen, dass es wahrscheinlich jetzt etwas länger keine Einträge von mir geben wird, denn ich ziehe diese Woche um, und bis das Internet angemeldet ist…
Ich werde aber alle Einträge ab und zu hochladen, sofern ich eine Möglichkeit dazu bekomme.
Ja also heute war Faschingsdienstag, und ich war allein auf zwei Stöcken. Macht nix, weil das nicht automatisch heißt, dass ich den zweiten Stock auch zu machen habe, es bleibt lediglich an mir hängen, das Wagerl auch für den zweiten Stock immer mitzunehmen und wieder runter zu bringen.
Am Vormittag gab es dann eigentlich nicht wirklich etwas Besonderes, ehrlich gesagt hatte ich heute am Vormittag wenig Lust, überhaupt zu arbeiten.
Dann gab’s Probleme, weil eine Praktikantin die Zahnprothesen einer Bewohnerin verlegt hat. Und was soll ich euch sagen, die Zähne waren noch nicht aufgetaucht, als ich
Dienstschluss hatte.
Am Nachmittag gab es dann ein Faschingsfest. Das ganze muss man sich so vorstellen: Man kommt aus der Mittagspause ziemlich entspannt zurück und denkt, dass man sich in der Adresse geirrt hat. Der Festsaal war richtig faschingsmäßig hergerichtet, und generell schienen alle den Befehl zu haben, durchzudrehen.
Zur Jause gab es dann Krapfen, von denen zwei für mich übrig geblieben sind, ABER an sich habe ich drei Krapfen gegessen, den dritten habe ich von einer Bewohnerin geschenkt bekommen.
Ein recht witziger Tag im ersten Stock, morgen ist Aschermittwoch, noch dazu bin ich im zweiten Stock UND noch dazu gibt es eine Messe… na das kann was werden...
P.S.:
Ich habe auch eine sehr tolle E-Mail erhalten:
Betreff:
Es gibt jemand hofft zu Ihnen.
Nachricht:
Es findet Freunde und Freunde überall in der Welt. Oder das suchen Sie einen guten Freund, um in der Linie oder in Suchen zu plaudern, die Romanze sind, Sie sind zu dem angezeigten Platz gekommen. Wir bieten persönliche Kommunikationen Ihnen frei an, es kennt neue Freunde und Freunde. Persönliche Ansagen. Regístrate bereits und fängt an, unterhaltene Leute zu kennen, wie Ihr.
Presse hier FREUNDE
Also heute war ein Spitzentag, denn der David und ich waren auf einem Stock.
Begonnen hat es gleich einmal damit, dass ich ihm gestern gesagt habe, er solle erst um halb acht kommen anstatt um sieben, war dann im Endeffekt besser, weil ich dann alles hergerichtet hab und er nur mehr die Getränke machen musste.
Wir haben dann das Frühstück ausgegeben, und als ich für eine Bewohnerin einen Löffel hole, sehe ich, dass da ein Messer liegt, welches ich nicht herausgelegt hatte. Vorher hatte ich allerdings eine Schwester beobachtet, wie sie mit einer Semmel an mir vorbeigegangen ist.
Ich hab sie also sofort zurückgerufen.
Ich: Hast du das Messer benutzt?
Sie: Ja, aber ich dachte…
Ich: Beim nächsten Mal wischt du es bitte ab und legst es SO wieder zurück in die Lade. Ich hab’s ihr dann vorgezeigt…
Sie: Ja, oh mein Gott ich hab es draußen gelassen, weil ich dachte du brauchtest es noch!
Dann habe ich sie etwas später gebeten, bei einer Bewohnerin die Tür aufzusperren, damit ich ihr das Frühstück reinstellen kann. Sie saß gerade imDienstzimmer, und das Bewohnerzimmer war nicht einmal fünf Meter entfernt.
Sie: Ich bin noch nicht im Dienst…
Ich: ab wann bist du im Dienst?
Sie: Ab halb neun, dann kannst du mich anreden. Ja klar, noch nicht mal im dienst und gleich mal den Bewohnern alles wegfressen…
Nach dem Frühstück haben wir dann das Depot gesäubert und unser Wagerl komplett desinfiziert (allerdings neben zwei geöffneten Fenstern, denn dieses Desinfektionsmittel brennt in der Nase…).
Damit wirklich niemand etwas zu meckern hat, haben wir nach dem Abservieren alle Tische in den Zimmern desinfiziert (bei einer Bewohnerin war ein Zuckerfilm auf dem Tisch, der hatte schon so viele Schichten, dass wir ihn fast abkratzen mussten) und die alten Gläser gegen neue getauscht und auch gleich nachgefüllt.
Beim Wagerl-Runterbringen haben wir dann den Wäschewagen mit der Schmutzwäsche in den Keller gebracht, also hatten wir wirklich ALLES erledigt.
Beim Mittagessen hat dann der Aufzug nicht funktioniert, deswegen mussten wir durch das Alzheimer-Tageszentrum, was glücklicherweise am Wochenende geschlossen ist, zu dem kleineren Reserveaufzug. Es gab mächtig Stress mit den Türen, die alle codeverschlüsselt waren und auch bei dem kleinen Aufzug gab es hammermäßig Stau, aber letztendlich haben wir es dann doch noch rechtzeitig geschafft.
Nach, oder noch eigentlich in, der Mittagspause war ich für eine Bewohnerin Zigaretten kaufen, wovon sie ein Packerl mir gegeben hat.
Fand ich auch recht cool… Jetzt hab’ ich wieder zwei Tage frei, bis Dienstag dann…
Angefangen hat alles damit, dass mich eine Frau, die normalerwiese immer schwrazen Tee trinkt, darum gebeten hat, heute eine Thermoskanne voll Teee zu bekommen. Ich nahm also, an, dass in die Thermoskanne Schwarztee rein sollte, allerdings war das falsch.
Denn 5 Minuten nachdem ich das Frühstück ausgeteilt hatte, kommt sie zu mir.
Sie: Hören sie mal, ich habe keinen schwarzen Tee bekommen.
Ich: doch, der ist in der Thermoskanne.
Sie: Aber das soll doch Kamillentee sein…
Ich: Ja ich dachte…
Sie: Nein, machen Sie mir einen Kamillentee.
Okay, dann hab ich eben einen Kamillentee gemacht.
Dann die nächste Bewohnerin. Ich komm ins Zimmer rein und sie fängt an mit mir zu sprechen. Macht mir nichts, in der Früh hab ich eh Zeit.
Sie: Wie heißen Sie?
Ich: Rene…
Sie: David?
Ich: Nein, Rene…
Sie: Daniel?
Ich: Nein, Rene!
Sie: Ene?
Ich: Nein, R-E-N-E
Sie Was? Am Ende hab ich es ihr dann aufgeschrieben und alles hat gepasst.
Dann, weil ich das Kalenderblatt wieder abgerissen hatte, gab es wieder einmal die Diskussion darüber, ob heute denn nun Freitag sei, oder Samstag, denn Freitag wäre ja gestern auch gewesen.
Dann wurde ich noch geschickt, um für eine Bewohnerin eine Kronenzeitung bei der Trafik zu holen, war ganz angenehm, mal weg vom „Alltag“.
Hiermit, mit dem heutigen Tage, habe ich die erste Hälfte meines Staats(sklaven)dienstes beendet. Eigentlich ein sehr angenehmes Gefühl, wenn man bedenkt, dass die Zeit bis jetzt eigentlich ganz schnell vergangen ist.
Und doch denkt man sich: Noch einmal so lang und erst dann bin ich diese ganzen hirnamputierten, lungenkranken, teilweise voll gestörten Individuen los. Und damit meine ich keinen einzigen Bewohner.
Denn das realisiert man erst ein bisschen später: Es sind nicht die Bewohner, sondern die Pfleger, deine vermeintlichen Kollegen, die dir das Messer in den Rücken rammen wenn du dich kurz umdrehst.
Und am Ende ist man doch einfach nur der Zivi, der unterste Teil der Angestelltenpyramide. Man ist eben das Letzte, was aber nicht heißt, dass man sich alles gefallen lassen muss. Viel mehr Zivis sollten sagen, dass sie gewisse Sachen einfach nicht können – aus Gewissensgründen oder was auch immer – denn die Pfleger und Pflegerinnen scheren sich nämlich einen Dreck um dich. Da gibt’s Anzeigen au masse, und rufschädigende Beschuldigungen, wo kommen wir denn da hin? Wenn man nicht einmal informiert wird über ansteckende Krankheiten (Hepatitis C z.B.), weil man eben nur „der Zivi“ ist, dann ist das absolut nicht okay, wird aber trotzdem nicht geändert.
Und noch etwas: Wenn Pfleger über „Patientenübergabe“ sprechen, meinen sie: Von 7oo – 8oo im Dienstzimmer zu sitzen, Kaffee zu trinken und zu rauchen. Wenn während dieser Zeit jemand aufs Klo muss – Pech gehabt, erst um acht Uhr.
Weiters hier noch eine Liste von Büchern, die ich innerhalb der ersten Hälfte ausgelesen habe:
o Len Fisher – Reise zum Mittelpunkt des Frühstückseis
o T.C. Boyle – Grün ist die Hoffnung
o Paulo Coelho – Der fünfte Berg
o Giorgio Faletti – Ich töte
o Markt T. Sullivan – Panic
o Robert Harris – Pompeji
o Ovid – Ars amatoria
Bis jetzt würde ich meine Zivistelle weiterempfehlen, obwohl es in den letzten Monaten etwas seltsam geworden ist, ist aber auch spannend, so etwas zu beobachten.
Ich hab mir außerdem gerade einen Bahngutschein für Zivis geholt. Ist echt einfach, man braucht nur bei der Zivildienstagentur anrufen, seinen Namen und Geburtsdatum nennen und schon schicken die einem so einen Bahngutschein, mit dem man umsonst mit den ÖBB fahren kann.
Heute war ich wieder im zweiten Stock, hab mir dort auch gleich einmal Zeit gelassen mit dem Frühstück, danach haben David und ich die Säcke ausgewechselt und die Wäschewägen nachgefüllt.
Bevor wir dann das Mittagessen holen gegangen sind, haben wir uns unten gesammelt hingesetzt, und da habe ich erfahren, dass ein anderer Zivikollege, der auch David heißt, schon zwei Anzeigen bekommen hat. Gründe: Ein Tag Abwesenheit, wofür er allerdings eine Krankmeldung hat, und einen Tag, der ihm zum Urlaubstag umgeschrieben wurde.
Gregor, ein weiterer Kollege, hat auch eine Anzeige bekommen, weil er ein paar Mal zu spät zum Dienst erschienen ist.
Es haben sogar Zivildiener eine Anzeige bekommen, die nicht mal mehr Zivildiener sind. Ein ehemaliger Kollege hat jetzt eine anzeige bekommen, weil er während des Dienstes fünf Minuten zu lange unten gesessen ist.
Nun frage ich mich: Was wird mit solchen Aktionen bezweckt? Will die Caritas Socialis den Zivildienern wirklich ihre Arbeit schwerer machen? Wenn ja, warum? Wenn nein, was soll das dann?
Ich verstehe jedenfalls nicht, wieso es auf einmal Anzeigen hagelt, das macht den Dienst schon etwas unangenehm, wenn man weiß, dass man jetzt normalerweise unten säße, aber oben sitzen bleibt, weil man ja nicht riskieren will, eine Anzeige zu bekommen.
Was will die Geschäftsführung damit erreichen? Haben die denn keine anderen Probleme, als uns psychisch zu terrorisieren? Die sollen ruhig herkommen, dann zeig ich ihnen mal, was sich die Schwestern den ganzen Tag für Sachen leisten.
Zu Mittag gab es dann wieder ein Problem, und zwar haben wir nur vier Stück Putenrollbraten bekommen. Wer musste runtergehen? Genau, ich. Unten hab’ ich dann die Küche gestürmt und noch zwei extra Stücke bekommen.
Beim Abendessen gab’s dann echt die Highlights.
Angefangen hat’s mit einem Zividialog.
David (zu mir): Streichst du vor dem Liptauer auch noch Butter auf das Brot?
Ich: Bist deppat?
David (zu einem Zivi aus dem 3. Stock): Streichst du vor dem Liptauer auch noch Butter auf das Brot?
Er: Bist deppat?
War einfach genial, weil mich der Zivi ais dem dritten Stock nicht gehört hat als ich das das erste Mal sagte.
Dann waren wir mit dem Abendessen im ersten Stock, und auf einmal kommt eine Frau durch die Tür, eindeutig eine Bewohnerin, die aber nicht im ersten Stock wohnt. Hinter ihr ein Pfleger.
Sie kommt auf uns beide zu.
Sie (zeigt so auf den Pfleger): Der verfolgt mich die ganze Zeit.
Die Frau ist hat sich hingesetzt und wollte nicht auf ihren Stock, bis dann gegen dreiviertel fünf ein Pfleger gekommen ist, und sie hinaufgebracht hat.
Alles in allem ein relativ anstrengender Tag, aber zum Glück habe ich jetzt wieder 2 Tage frei…
Nach einwöchiger Abstinenz bin ich heute wieder an meine Dienststelle zurückgekehrt, zusammen mit meinem Kollegen David. Das bedeutete: Ich war auf jeden Fall im zweiten Stock. (Ich war so klug, aus der Küche die Wagerl für beide Stöcke mitzunehmen, denn ich wusste nicht auswendig, ob er denn heute Dienst hatte oder nicht) Im zweiten Stock hatte ich dann das altbewährte Problem: Pürieren. Denn auch wenn man es nicht glauben mag, hinter dem Pürieren steckt eine Wissenschaft.
Die Aufgabe lautet nämlich:
o 1 Kipferl
o Kaffee
o Milch
o und Zucker gilt es zu pürieren. Dabei muss man aber aufpassen, denn: Wenn man zu viel Kaffee und Milch nimmt, wird das Ganze wässrig, aber wenn man zu wenig davon nimmt, ist es wieder zu breiig. Also man muss das perfekte Mittelmaß finden, sonst ist gleich der ganze Tag im Arsch.
Aber ich hab alles perfekt gemeistert, und die Zeit bis zur Mittagspause ist dank Einlagen einschlichten und ein ganz klein wenig faulenzen sehr schnell vergangen.
Nach der Mittagspause wurde es allerdings ziemlich krass.
Also ich hab’ mein Wagerl in den zweiten Stock gebracht und hab’ das Geschirr ausgeräumt. Dabei hat mich eine Bewohnerin des zweiten Stocks die ganze Zeit, ununterbrochen mit einem – ich möchte fast sagen verächtlichen – Blick angestarrt. Als ich dann aber fertig war, und mir ein Heidelbeerjoghurt aus dem Kühlschrank genommen und mich hingesetzt hatte, ging es auf einmal los. Die Frau steht schlagartig auf und kommt auf mich zu.
Ich: Ja, was wollen Sie bitte?
Bewohnerin: Haben Sie einen Löffel Löffel Löffel? Einen LÖFFEL!
Ich: Ja, ja hier (und geb’ ihr so den Löffel)
Sie: Danke, danke, danke, danke. Danach ging sie in ihr Zimmer.
Danach habe ich dann die Jause ausgeteilt, und zum Glück ist ein Kuchen übrig geblieben, den habe ich mir natürlich sofort einverleibt.
Tja und im Grunde war das eigentlich schon der Tag, war halt der zweite Stock, viele Bettlägerige und ziemlich abgedrehte Leute. Ja, morgen habe ich auch wieder Dienst…
Heute, am 11. Februar, um genau (okay, ein bisschen nach...) 0:00 Uhr, also wirklich GENAU am elften Februar ist es soweit. Denn hier und jetzt gibt es den exklusiven Trailer, der Lust auf den Film machen soll und euch schon mal den ein oder anderen Einblick gewährt.
Das ganze Projekt heißt nun „Das ChaosSanatorium“ und läuft unter dem Produktionsnamen „Crankenstand“, weil: Woran denkt man, wenn man an Zivildiener denkt? Genau, an den Krankenstand, der natürlich nie ein Thema ist, denn im Dienste für den Staat ist man schließlich gerne immer verfügbar.
Aber ich schweife ab, der Trailer konnte nur so gut werden, weil mir mein Zivikollege David G. dabei geholfen hat. Fettes Danke noch mal an dich, du Adobe Premiere Profi.
Aber genug der vielen Worte, hier nun der Trailer:
Gebt mal ein Feedback, würde mich echt interessieren wie euch das Ganze so gefällt.
Außerdem möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass es nach wie vor den Conutodwn zum Film gibt, und zwar hier --> http://www.MakeACountdown.com?id=248452 (noch gute 28 Tage...)
Zivificker war gestern :P
P.S.: Wer sich wundert, wieso ich in letzter Zeit nicht gebloggt habe – Crankenstand von Mittwoch bis Freitag und dann noch Montag, Dienstag, Samstag und Sonntag frei.
Mit heute ist also der fünfte Dienst in dieser Woche erledigt. Heute war es komischerweise so, dass ich voll motiviert war. Woran genau das gelegen hat, kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, aber gestört hat’s mich nicht.
Beim Frühstück war alles wie immer, ich mit fetten Kopfhörern und iPod beim Kipferlstreichen. Ohne Musik könnte ich das nicht mehr, weil es einfach eine eintönige Arbeit ist wo man immer dieselben Handgriffe einsetzt. Dazu dann der Rhythmus, und ich bin schneller als wenn ich Ö3 hör.
Nachdem ich dann das Wagerl in die Küche gebracht hatte, habe ich mir dann die Speisepläne für nächste Woche bei der Rezeption organisiert. Dann hab ich auf die Speisepläne die Namen von den Leuten + Zimmernummer drauf geschrieben und die hab ich dann ausgeteilt.
Das Angekreuzte hab ich dann mit einem Leuchtstift noch „überstrichen“, damit es gleich beim ersten Hinschauen ins Auge sticht.
Dann gab es wieder das altbekannte Problem am Sonntagsdienst: Richtig, die Messe.
Messe bedeutet: o Bewohner hinunterbringen (um 10 Uhr)
o Bewohner wieder heraufholen (um 11:15 Uhr)
Klingt jetzt nicht arg, geb’ ich zu. Aber wenn man sieben Bewohner alleine ins Erdgeschoss in die Kapelle bringen soll, in einem Lift wo nur maximal vier Rollstühle hineinpassen, ist das ganze ein bisschen zeitraubend, wenn man um 11 Uhr das Mittagessen eigentlich ausgeben anfangen sollte.
Aber ich schweife ab… Nachdem wir, also die Zivis, die Bewohner nach unten gebracht hatten, haben wir uns hingesetzt in den Raucherbreich, der fast direkt vor der Kapelle liegt.
Und wenn man nun in normaler Lautstärke redet, nur redet, ich spreche nicht einmal von einem lauten Lacher, dann kommt die nette Schwester Ursula (sieht aus wie der Teufel, alt, hässlich, und einfach… böse) aus der Kapelle und regt sich auf, dass wir zu laut sind.
Doch heute war etwas anders…
Schwester Ursula: Könnt ihr nicht leiser sein, man hört alles in der Kapelle, das stört uns doch!
Ich: Uns stört die Orgelmusik auch, können Sie die bitte leiser machen?
Schwester Ursula: WAAS?
Ich: Naja die ist schon sehr laut finde ich…
Schwester Ursula: Das ist eine heilige Messe, wenn es euch stört, dann setzt euch woanders hin!
Dann habe ichvor der Mittagspause ein Packerl Marlboro von einem Pfleger bekommen, fand ich echt nett. Seine Begründung war: Ich hab genug davon. Und nein, die Zigaretten waren nicht aus Österreich, sondern aus der Slowakei.
Am Nachmittag habe ich mich dann entschlossen, mal ein guter Mensch zu sein und einfach mal etwas Selbstloses zu tun.
Es gibt bei uns eine Bewohnerin, die nichts lieber tut als zu gehen. Sie sitzt nämlich im Rollstuhl und kann nur mit einer Gehhilfe gehen, eigentlich selbstständig, aber sie braucht immer jemanden, der sie begleitet, sollte sie stolpern. Auf gut Deutsch: Neben ihr Hergehen.
Ich komm also so nach der Pause zurück…
Ich: Frau xxxx, wollen Sie vielleicht nach der Jause ein bisschen gehen?
Sie: Ja, sehr gern, das wäre toll!
Ich hab die Jause dann hergerichtet, ausgegeben und bin dann gleich mit der Gehhilfe zu ihr gekommen. Sie ist dann aufgestanden und ist eigentlich ziemlich zügig und selbstsicher gegangen, es haben uns sogar noch zwei andere Bewohnerinnen begleitet. Nachdem wir dreimal am Gang auf und ab gegangen sind, ist mir die Idee gekommen, das schöne Wetter auszunutzen und mit ihnen auf die Terrasse zu gehen. Wir sind raus, ich hab beim Gehen draußen eine geraucht und dann sind wir auch gleich wieder hinein gegangen, denn der Wind war ihnen einfach zu kalt. Hat sicher auch göttlich ausgeschaut, die drei im Wintermantel und ich im kurzen Shirt.
Beim Abservieren habe ich dann allerlei Süßigkeiten bekommen, ich bin mir echt vorgekommen wie ein Mafiapate, der sich von jedem Zimmer das Schutzgeld abholt.
Insgesamt waren es dann vier Mozartkugeln, drei gedörrte Pflaumen mit Schokoüberzug, eine Praline von Heindl, und eine Packung Zigaretten (sind jetzt direkt keine Süßigkeiten, aber irgendwie doch).
Tja, zum Abendessen gab es dann Palatschinken mit Marmelade, ich konnte mir zwei davon sichern, waren echt nicht schlecht.
Morgen und übermorgen habe ich frei, und denjenigen, die aufmerksam alles mitverfolgen in meinem Blog ist sicher aufgefallen, dass es nur mehr eine Woche dauert, bis der Zivifilm-Trailer online ist…
Heute in der Früh konnte ich die Früchte meiner Arbeit ernten, denn gestern hab ich, in der Zeit als nix zu tun war, ein bisschen Geschirr mit der Hand abgewaschen, ergo musste ich heute in der Früh weniger ausräumen. Dadurch hab ich mir eine halbe Stunde gespart.
Während dem Herrichten gab’s wieder etwas echt Seltsames, und zwar ist eine Schwester zu mir gekommen und hat sich Milch aus der Bewohnerkanne genommen, obwohl ich eh immer zu wenig Milch hab.
Ich: Die Milch für’s Personal steht dort drüben (und zeig’ eben so hin).
Sie: Ja ich weiß, aber diese Milch (die von den Bewohnern) ist warm. Ich mein ja, wenn sie unbedingt warme Milch will… soll sie sich die Milch vom Personal in der Mikrowelle aufwärmen.
Dann, so kurz vor dem Mittagessen, komm ich so rauf in die Küche und steht ebendiese Schwester in der Küche und schneidet einen Apfel auf. (Vermutlich nur deswegen, weil eine Angehörige in der Nähe gestanden ist, und damit das ganze gut rüber kommt)
Schwester: Warum hast du für die Bewohner keine Äpfel aufgeschnitten? Ich hatte noch keine Pause…
Ich: Ich schneide NIE Äpfel für die Bewohner auf, schon gar nicht vor dem Mittagessen.
Schwester: Wir haben aber so viele Äpfel.
Ich: Ja, aber ich will den Leuten nichts aufzwingen…
Schwester: Ach, die essen das schon…
Ich: Trotzdem will ich den Leuten nichts aufzwingen, wenn sie etwas wollen, dann sagen sie es und dann schneide ich auch gerne einen Apfel auf.
Danach gab es dann Mittagessen, und eigentlich waren alle zufrieden… bis auf eine Bewohnerin, die tagein, tagaus nur meckert. Egal was, nie passt irgendetwas. Ich gehe also gerade so in ihr Zimmer um abzuservieren, als es schon wieder losgeht.
Bewohnerin: Sagen Sie, da steht Cevapcici mit Senf und Salat. Wo ist der Senf, wo ist der Salat? Das ist ja eine Zumutung, die Cevapcici so trocken essen zu müssen.
Ich: Ja tut mir Leid, das habe ich vergessen. Wollen Sie noch einen Salat?
Bewohnerin: Nein, hinten nach nicht mehr. Ich muss eben ab jetzt immer nachschauen, ob sie nichts vergessen haben.
Am Nachmittag, ja, gab’s eigentlich nix mehr besonderes, außer dass ich Schwestern echt bewundere. Sie kommen immer genau in dem Augenblick ins Raucherkammerl, genau dann wenn man nämlich gerade isst, und sagen dann so etwas wie: Die Frau xxxx hat heute viel Stuhl gehabt. Ja toll, und da soll man sein Essen genießen…
Morgen der fünfte und letzte Dienst, und das am Sonntag. Ich ahne schlimmes… Messe… Naja ihr werdet es eh morgen dann lesen…
Also heute war in der Früh erstmal das Chaos pur, und zwar nicht – wie ihr jetzt sicherlich denkt – wegen der Küche, nein, wegen dem Zivi, der gestern da war – der Daniel.
Der hat nämlich original überhaupt nichts gemacht.
o Medikamentenbecher nicht gewaschen, sondern ungewaschen aufgestapelt
o Alle Geräte (Pürierstab usw.) falsch eingeordnet
o Keinen EINZIGEN Wäschesack ausgewechselt (ich habe heute 5 Wäschesäcke gewechselt – die übrigen waren leer)
o Die Tabletts vollkommen falsch hergerichtet.
Also hieß das für mich: doppelte Arbeit.
Komischerweise war ich dann um dreiviertel acht mit dem Austeilen fertig, und die erste Frau war auch schon fertig mit ihrem Frühstück.
Ich hab dann alles hergerichtet und teilweise abgewaschen, damit ich dann nicht so viel zum Ausräumen hab.
Dann hab ich mit meinem neuen Buch begonnen, bin bis auf Seite 72 gekommen, 50 Seiten pro Dienst nehm’ ich mir immer vor, meistens geht’s aber drüber.
Nach der Mittagspause hab ich dann alles hergerichtet für die Jause und fahr gerade so mit dem Wagerl am Dienstzimmer vorbei, als mich der Peter, ein Praktikant, ruft.
Peter: Rene!!
Ich: Ja, was gibt’s?
Peter: Zum Herrn xxxx NICHT hineingehen, der ist gestorben…
Ich: Okay.
Der Bewohner ist nebenbei der, der an Hepatitis C erkrankt war.
Ist dann schon der vierte Bewohner in meiner Zivizeit, und ich bin auf einer „normalen“ Pflegestation.
Ich persönlich find’s halt nur echt arg, dass man dann so am Zimmer vorbeigeht und weiß, dass man dem Menschen noch sein Frühstück gebracht hat, und jetzt ist er tot. Mich berührt so etwas nicht, aber ich denk mir dann immer, wenn ich wieder nach vorne komme und die anderen Leute da sitzen sehe wie sie lachen, dass es eigentlich echt schlimm ist: Da sterben Menschen, und nicht mal 100 Meter weiter wird gelacht und da ist heile Welt.
Wollte ich nur mal loswerden.
Das war also der dritte von fünf Diensten, ich hoff’ mal der morgige wird weniger „aufregend“.
So, für alle Zivis in Altenheimen, bei der Lebenshilfe oder bei anderen Zivistellen, wo man einen Zeitvertreib braucht, hab ich wieder Mal ein Buch im petto.
Das Buch heißt Pompeji, geschrieben von Robert Harris.
Kurzbeschreibung: Pompeji, 79 n. Chr., reichste Stadt der römischen Weltmacht, Oase der Schönen und Mächtigen: Der junge Wasserbaumeister Attilius kommt einer skrupellosen Verschwörung auf die Spur, doch seine Nachforschungen werden überschattet von den unheimlichen Vorzeichen einer drohenden Apokalypse.
Wie beim Stoff rund um den Untergang der Titanic hat der Fall von Pompeji einen Nachteil: Man glaubt schon im Vorhinein zu wissen, wie die Geschichte ausgehen muss. Es bedarf also einer ganzen Menge erzählerischen Talents, um die Handlung bis zum Ende auf spannendem Niveau zu halten. Harris schafft dies, indem er den Ausbruch des Vesuvs mit einer durch und durch glaubhaften Intrige verbindet, die man sich so auch in die heutige Zeit hineinversetzt vorstellen kann. So ist Pompeji ein explosiver Thriller um die Leben spendende Macht des Wassers und die zerstörerische Wirkung des Feuers geworden, den man kaum mehr aus den Händen legen mag.
Ich bin fertig mit dem Buch und muss wirklich sagen, dass Robert Harris ein wirklich tolles Werk geschaffen hat.
Durch die bildhafte und spannende Schreibweise bekommt man einen tollen Eindruck, wie es damals im römischen Reich, im Süden Italiens, ausgesehen haben muss.
Ein absolutes Muss, nicht nur für ehemalige Lateiner, dazu noch der unschlagbare Preis, was spricht da noch dagegen?
Heute Morgen war ich voll motiviert, allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, als ich bemerkt hab, was für Vollidioten in der Küche arbeiten.
Erstmal ist es so, dass die Station von der Küche jeden Tag zusätzlich einen Liter Milch bestellt hat, damit die netten Pfleger und die lieben Schwestern alle eine frische Milch in ihren wohlverdienten Kaffee bekommen. Die Milch hat gefehlt.
Gut.
Dann ist es so, dass eine Frau jeden Tag in der Früh Vollkornbrot isst – auch das hat gefehlt. Als ich dann auch noch nur eine Semmel hatte, bin ich runtergerauscht in die Küche und hab dort einen Zivikollegen getroffen, bei dem keine wurst und kein Käse beim Frühstück dabei war.
Ich hab dort dann mal einen aufstand gemacht und hab dann bekommen, was gefehlt hat, außer die Milch, weil der nette Herr von der Küche wollte einfach nicht verstehen, dass ich die Milch in der Packung brauche, und nicht in einer Thermoskanne.
Zu Mittag wurde es dann noch lustiger, denn als ich um 11 Uhr in der Küche nachgeschaut habe, ob alles im Essenswagerl drin ist, habe ich gesehen, dass die Breikost fehlt.
Böse wie ich bin, hab ich gleich mal den erstbesten Küchenheini gefragt, ob denn das Wagerl schon fertig ist. Dieser darauf: Ja, ist alles fertig. Ich dann so: Und wo ist dann bitteschön die Breikost? Die hat er mir dann auch noch gegeben, und ab diesem Moment hab ich gedacht: Super, endlich passt alles.
Natürlich hat NICHT alles gepasst, denn das Diabetikeressen war nicht dabei. Ich also stinksauer runter in die Küche. Dort sind sie alle herumgewuselt, was ich gleich mal mit meinem aufte´retzenunterbrochen hab.
Ich (brüllend): HEEEEEEEEEY!
Küchenheini: Ja, was gibt es?
Ich: Wo ist das Diabetikeressen? Was habt ihr da überhaupt für ein Chaos, schaut’s ihr überhaupt noch auf die Bestelllisten oder nicht?
Küchenheini: Ich geb’s dir gleich… Er hat dann das Diabetikeressen extra für mich zubereitet, und ab da hat endlich küchenmäßig alles gepasst.
Dann gab’s noch eine witzige Geschichte, und zwar hängt vorne bei der Küche so ein riesiger Abreißkalender, der immer den heutigen Tag zeigt, das Datum und ein tolles Zitat obendrein.
Okay, und ich hab eben heute in der Früh das Blatt des 30. Januar abgerissen, weil ja heute der 31. Januar ist.
Dann fragt eine Bewohnerin, die es normalerweise als ihre Pflicht ansieht, Tag für Tag das Kalenderblatt in einer fast zeremoniellen Handlung abzureißen, welcher Tag heute ist.
Sie: Welcher Tag ist heute?
Ich: Mittwoch, der 31.
Sie: Das war er aber gestern auch schon, heute ist doch Donnerstag.
Ich: Nein, sonst hätte ich heute frei, heute ist Mittwoch.
Sie: Na gut, wenn Sie meinen… Ich dachte eigentlich, die Sache wäre damit erledigt, aber als ich von meiner Mittagspause zurückgekommen bin, war laut dem Kalender heute der 1. Februar.
Jedenfalls komm’ ich so von der Mittagspause zurück und seh’ auf einmal, dass eine Ehrenamtliche, die mit schweren Lungenproblemen, fast alle Bewohner aus dem ersten und eine Bewohnerin aus dem zweiten Stock in dem Aufenthaltsraum vor der Küche gesetzt hat und mit ihnen das tolle Spiel spielt „Woran kann ich mich noch erinnern?“.
Zwischendurch wurde auch gesungen, bevor das jedoch begann, hat die lungenproblembehaftete Ehrenamtliche noch erläutert, wieso sie wegen ihrer schweren
Lungenerkrankung nicht mehr singen kann und wie gern sie ihren Kindern vor ihrer schweren Lungenerkrankung vorgesungen hat.
Später wurde ich dann sogar beim Thema Tanzen miteinbezogen.
Ehrenamtliche: Rene, kannst du Walzer tanzen?
Ich: Naja so lala…
Ehrenamtliche: Wer hat dir das beigebracht?
Ich: Meine Mutter, ist allerdings schon etwas länger her.
Ehrenamtliche: Ah, hätte ich nicht gedacht…
Dann war’s besonders witzig, weil die Ehrenamtliche klug daherreden wollte.
Ehrenamtliche: Wir sollten zufrieden sein mit allem, so wie es jetzt ist…
Und ich drauf: Womit denn? Mit Studiengebühren und rechten Politikern, die eh nur drei Bier bestellen?
Ehrenamtliche: Nein, du verstehst das falsch, das ist ja gar nicht wichtig…
Ich: Doch, weil ich möchte nicht bezahlen wenn ich mal studieren werde. Und 60 Stunden Sozialdienst?
Ehrenamtliche: Aber das sind doch alte Menschen, die interessiert das nicht mehr…
Ich: Also zahlen die jetzt nicht drauf nach der Regierungsbildung? Sag mal, kennst du weißt schon, dass der Gusenbauer Kanzler ist, oder? Danach kam nicht mehr viel, ich fand’s nur witzig, wie man so leicht jemanden in den Boden reden kann.
Danach hab ich dann noch das Depot eingeräumt, und sonst ist nichts mehr wirklich Erzählenswertes passiert, morgen hab ich frei, was mir echt sehr zusagt. Bis Freitag dann…
Aufmerksamen Lesern meines Blogs wird nicht entgangen sein, dass im Titel die seltsame Kombination 1/5 steht. Das heißt einfach: Der erste von fünf Diensten, weil ich diese Woche fünf Diente hab, was relativ selten vorkommt und irgendwie echt blöd ist.
Kommen wir also zum heutigen Tag.
Am Anfang war alles wie immer, ein normaler Diens(t)tag, bis ich mich entschlossen habe, nach dem Frühstück-Austeilen mal eine rauchen zu gehen. Also rein ins Raucherkammerl, nur saßen da gerade zwei Putzfrauen, die sich energisch auf serbokroatisch unterhielten, dabei schon die dritte Zigarette hintereinander rauchten und nicht einmal daran dachten, das Fenster auch nur einen Spalt zu öffnen.
Ich hab mich einfach dazugesetzt und auch eine geraucht, bin dann aber sofort wieder gegangen, weil ich irgendwie bemerkt habe, dass der Sauerstoffgehalt in dem Raum bedeutend zu wenig ist für drei Personen.
Ich hab dann abserviert und alles sauber gemacht, als dann die nette Schwester Elke (ja genau die, die Behinderte aus Deutschland), beschlossen hat, den Herrn mit Hepatitis C nach vorne zu setzen. Hat Sie auch gemacht und mir gesagt, ich solle auf ihn aufpassen. Dieser hat dann aus Langeweile begonnen, Sachen, die die Bewohner am Vortag gebastelt haben, auseinander zu nehmen.
Dann kam die Gymnastikstunde, mit wundervollen Schlagerhits als Hintergrundberieselung, wie zum Beispiel: „Schnaps – das war sein letztes Wort“ bis hin zu Texten wie „Wir saufen uns nieder, der schönste Platz ist der an der Theke“.
Nach der Pause war’s dann echt der Hammer, ich kam mir vor wie im Schlaraffenland. Denn zur Jause gab es Krapfen und außerdem fand eine Abschiedsfeier für eine der Pflegerinnen statt.
Das Blöde an der Sache war nur, dass es nicht danach aussah, als würde ein Krapfen für mich übrig bleiben. Sie waren genau abgezählt und als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, erfuhr ich plötzlich, dass eine Bewohnerin beim Röntgen war und die Jause nicht essen können würde. Der Krapfen war schon mal göttlich, doch der Torte war ich immer noch nicht näher gekommen.
Ich hab einfach die Jause draußen weiter ausgeteilt, und eine Bewohnerin hat mich gebeten, ihr den Krapfen ein bisschen aufzuschneiden. Ich nehm’ also den Krapfen und geh so zur Küche, als mich plötzlich meine Verlobte anruft. Und da Frauen ja gerne viel erzählen, war ich mit meinen Gedanken nach dem Gespräch ganz woanders, und hab die vollen Wäschesäcke ausgewechselt und die Wäschewägen nachgefüllt. Ich bin dann so in die Küche zurückgeschlendert, als mich die Frau fragt: Junger Mann, wo ist mein Krapfen? Ich hab dann schnell den Krapfen geschnitten und ihr gegeben, irgendwie peinlich das Ganze.
Ich hab dann letztebndlich mit einer geschickten List doch noch ein Stück (eigentlich waren’s ja drei) von der Torte bekommen, als ich genaz unauffällig gefragt habe…
Ich: Soll ich die Torte in den Kühlschrank stellen?
Stationsleiter: Nein brauchst du nicht, nimm dir ruhig ein Stück, die Torte ist für alle da.
Ich: Okay… Ich hab dann noch gewartet, bis er den Raum verlassen hat, und hab mich anschließend über die Torte hergemacht.
Später, als ich einfach so da gesessen bin und gelesen hab, ist eine angehörige zu mir hergekommen, hat mir zwei Euro gegeben und geflüstert: Für’n Kaffee…
Es war also ein ganz angenehmer Tag, ein bisschen stressig, aber angenehm.
Heute war ein ganz angenehmer Tag, obwohl ich sagen muss, dass ich von Anfang an überhaupt nicht wollte. Irgendwie war heute der erste Tag, an dem ich den ganzen Tag über nur noch nachhause wollte, weil mich absolut alles genervt hat.
Das ist eben diese Depriphase, in die ich nie zu kommen gedacht hätte und jetzt ist sie da.
Was gab’s sonst noch so? also erstmal muss ich sagen, dass die Leute in der Küche immer unfähiger werden. Heute war das Mittagessen erst um halb zwölf fertig, ergo hat meine Mittagspause später begonnen. Das war schon mal scheiße.
Gut.
Dann, als endlich die Pause da war, bin ich runter zur Landstraße gegangen, um auf den 74A zu warten. Der ist auch nicht gekommen, weder um 21 noch um 28, wie es am Fahrplan stand. War mir dann auch zu blöd, und so bin ich fluchend zur U3 gegangen.
Zuhause war ich dann so gegen dreiviertel eins, eine halbe Stunde später als gewohnt. Auch scheiße, war dann aber doch noch sehr entspannend.
Und jetzt kommt der Oberhammer:
Ich hab’ bei meinem überstürzten Aufbruch in die Mittagspause meine Zigaretten liegen gelassen – im Raucherzimmer (es waren blaue Pall Mall). Als ich wieder zurückgekommen bin, hab ich sie dann wieder vorgefunden, und hab gleich mal eine geraucht.
Später musste ich dann mal für Königstiger, und was seh’ ich da in der Kloschüssel? Drei Filter, wo blau Pall Mall draufsteht.
Fand ich persönlich ein bisschen asozial, ich mein, eine Zigarette zu nehmen, da würd’ ich ja nichts sagen, aber gleich drei? Und dann noch ins Klo werfen anstatt sie irgendwie unauffällig verschwinden zu lassen? Naja, jeder wie er meint, ich werd’ sicher nie wieder meine Zigaretten liegen lassen, den Schwestern kann man offensichtlich nicht trauen…
Und als wäre der Tag nicht schon beschissen genug, es kommt noch ärger. Warum zur Hölle können alte, NICHT (!) demente Leute nicht zwei Dinge auf einmal verlangen? Nein, sie läuten lieber zweimal, man wird ja schließlich bedient, also ist das ja kein Problem. Solche Bewohner sind meiner Meinung nach die schlimmsten: Sie wissen, was sie tun, und machen alles mit voller Absicht. Und die sind es dann auch, die alles scheiße finden: Das Essen (schmeckt nach nichts), den Kaffee (zu bitter), das Frühstück (zu viel Marmelade), und so weiter und so fort.
Am Ende des Tages hab ich dann von einer Bewohnerin eine Packung Zigaretten geschenkt bekommen, also wenigstens eine positive Nachricht. Jetzt hab ich wieder zwei Tage frei, GOTT SEI DANK.
Also angefangen hat alles eigentlich ganz super, denn – es gab wieder massig Besteck (sogar Löffel) und massig Geschirr.
Dann kam der Stationsleiter und hat so in die Zivirunde gefragt, wer von uns bereit wäre, eine Frau ins Spital zu begleiten. Ich hab mich gleich mal freiwillig gemeldet – ich Depp.
Bevor die netten Kollegen von den Johannitern gekommen sind, hab ich noch ein echt geiles Gespräch mit angehört.
Angefangen hat alles damit, dass eine sehr demente Frau zuerst das Wasser getrunken hat und dann die Medikamente nehmen wollte. Daraufhin hat sich eine andere Frau (Frau #1) eingeschalten.
Frau #1: Sie müssen zuerst die Medikamente nehmen, dann das Wasser.
Frau #2: Ja…
Frau #1: Nein, EBEN NICHT so…
Frau #2: Ja, ich weiß schon…
Frau #1: Verstehen Sie mich? Kommen Sie her, ich helfe Ihnen…
Frau #2: Ja… So ging das ganze circa eine viertel Stunde lang.
Und dann kamen die Johanniter. Zwei Zivis, die die sehr verwirrte und sehr demente Frau nach etwa 20 Minuten dazu überreden konnten, in den fahrbaren Sessel zu steigen (nachdem man zehn Minuten versucht hatte, ihr ihre Jacke anzuziehen). Also runter zum KTW, alle vier rein und ab zur Rudolfsstiftung. Dort dann rein in die dermatologische Abteilung, die – ich kenne kein Wort, welches es besser umschreiben würde – bummvoll war.
Von 9:15 – 10:45 durfte ich meine Zeit mit Lesen verbringen und ab und zu aufsehen um zu sagen: Bleiben Sie sitzen, Frau xxxx. Gut, also eineinhalb Stunden nach der Ankunft und 78 Seiten später wurden wir dann endlich aufgerufen. Vor dem Arztzimmer durften wir dann noch mal zehn Minuten warten.
Als sie dann endlich dran war dachte ich: Geht sich perfekt aus, bin ich zur Mittagspause wieder im Heim.
Als die Ärztin dann jedoch sagte, dass die Bewohnerin ein Abszess hatte und in die Chirurgie überstellt werden müsse, sah ich meine Mittagspause langsam den Bach runtergehen.
Also raus aus der dermatologischen Abteilung und rein in die Chirurgie. Dort hab ich dann einen Zivi getroffen, mit dem ich gemeinsam Musterung hatte, was auch ganz witzig war, konnte man sich wenigsten unterhalten (und er hat kurz auf die Frau aufgepasst, als ich eine rauchen war – so machen sich Kontakte bezahlt).
Nach circa einer halben Stunde wurde die Frau dann drangenommen. Sie also rein ins Zimmer Nummer drei, ich hab mich inzwischen draußen hingesetzt und optimistisch gehofft, dass ich doch noch rechtzeitig zur Mittagspause kommen würde.
Dann wurde auf einmal ich ins Zimmer gerufen.
Ärztin: Wie stehen Sie zu ihr?
Ich: Ich bin Zivildiener…
Ärztin: Wo?
Ich: In dem Heim, aus dem sie ist.
Ärztin: Ja und wie heißt das?
Ich: Caritas Socialis, am Rennweg.
Ärztin: Ahja, und ähm… ist sie leicht verwirrt?
Ich: Ja, ziemlich…
Ärztin: Aha, weil ich bräuchte da eine Unterschrift, damit ich ihr das Abszess überhaupt entfernen darf. Haben Sie da irgendwelche Unterlagen mit? Wer ist denn der Sachwalter?
Ich: Keine Ahnung, ich hab nur die E-Card mitbekommen, sollte ja nur eine Vorsorgeuntersuchung sein.
Ärztin: Ja wir können nichts machen ohne das Einverständnis des Sachwalters, da müssen Sie morgen eben noch einmal kommen.
Ja, ich bin drei Stunden völlig unnötig in dem verdammten Spital herumgesessen, und das nur, weil die netten Kollegen im CS „vergessen“ haben, mir die Unterlagen mitzugeben.
Die Bewohnerin und ich wurden dann vom Grünen Kreuz wieder ins Heim gefahren, was ich irgendwie ziemlich cool fand, ich bin noch nie in einem KTW gesessen.
So, das war’s für heute und langsam werd ich ein bisschen sauer, weil mein Essen vom Chinesen nach eine dreiviertel Stunde noch immer nicht da ist.
Heute war mein zweiter freier Tag und eigentlich war alles ganz angenehm, bis zu dem Zeitpunkt, als mein Zivikollege David mich in der Mittagspause besuchen kam und mir erzählt hat, dass der Geschäftsführer des Hauses nun verfügt hat, dass die Zivildiener nicht mehr unten sitzen dürfen.
Begonnen hat das Ganze eigentlich damit, dass die Zivildiener von Nord 2 nicht mehr vor den Mahlzeiten runter kommen durften, um dort darauf zu warten, das Essen hinaufbringen zu können.
Insgesamt handelte es sich hier pro Tag um vielleicht eine Stunde (eine halbe Stunde vor dem Mittagessen und eine halbe Stunde vor dem Abendessen), wobei man logischerweise nur dann nach unten kam, wenn die Arbeit auf der Station erledigt war.
Jetzt soll das auf einmal verboten, damit die Zivildiener schneller auf Abruf verfügbar sind, dass diese, sollte es zum Beispiel vorkommen, dass ein Bewohner sein Glas ausgetrunken hat, sofort nachschenken können. Wenn es allerdings so ist, dass die Bewohner ihr Glas innerhalb von etwa zwei Stunden leeren, und man, bevor man nach unten geht, jedes Glas voll auffüllt, sehe ich eigentlich kein Problem darin, dass man mal eine halbe Stunde nicht da ist, weil ob man jetzt oben oder unten nichts tut, ist eigentlich relativ egal. Nur dass man unten eben jemanden zum Reden hat, der nicht über 60 ist.
Ich persönlich verstehe die ganze Sache nicht, vielleicht werdet ihr ja daraus schlau, ich empfinde das Ganze als eine reine Provokation.
Ja heute war ja eigentlich ein ganz angenehmer Tag, wir waren zu zweit im ersten Stock und waren eigentlich superschnell.
Das einzige, was ich wirklich bereut habe war, das Essen in den Zimmern auszuteilen, denn da warten oft grausige Überraschungen.
Seltsame Leute die, wie in meinem Fall, nackt auf einem Sessel sitzen, die Heizung auf 100°C aufgedreht haben und schwer inkontinent sind, was man deutlich am Belag des Fußbodens feststellen konnte. Daist es eine wahre Freude, das Mittagessen zu bringen und gleich mal zu sehen, wie das gestrige Abendessen in verdauter und wieder ausgeschiedener Form aussieht.
Dann hab ich heute mein Zivigewand und des Spindschlüssel abgeholt. Gewand hab ich eingesperrt, wird dort sicherlich die restliche Zivizeit liegen bleiben.
Generell stecke ich zur Zeit irgendwie in einem emotionalen Loch, weil einmal, als ich vom Dient heimgefahren bin, ist es mir vorgekommen, als wär ich einfach nur eine leere Hülle, einfach nur Fleisch, ohne Geist, nur abgestumpftes Fleisch, das Tag für Tag im CS Heim zubringt um sich weiter aussaugen zu lassen.
Naja aber da das ja nur einmal war, zu erfreulicheren Themen:
1) Heute gab's ja wieder einmal Schnee! Ich konnte mich gar nicht mehr erinnern, wie der aussieht.
2) Morgen hab ich frei UND Geburtstag UND übermorgen auch frei. Super, oder?
3) Morgen wird mal die erste Fassung des Trailers geschnitten. Auch toll, oder?
So, das waren genug erfreuliche Themen für heute, ich geh jetzt in die Sauna, denn das hab ich mir jetzt echt verdient.
Dadurch, da ja heute wochenende ist, hab ich euch mal, da ihr ja mehr Zeit habt, ein bisschen mehr aufgeschrieben… :)
Also heute war alles eigentlich ganz angenehm, ich war um halb acht fertig, weil ich nämlich dadurch, dass ich gestern ein bisschen Geschirr abgewaschen hab (ergo weniger ausräumen und wieder einräumen musste), eine halbe Stunde schneller war.
Dann kam wieder ein starkes Stück von einer Schwester, eine etwas frigide wirkende Frau aus der Bundesrepublik, wir nennen sie auch – natürlich nicht böse gemeint – Piefke.
Die Vorgeschichte war diese, dass ich schon zwei Mal bei einer Bewohnerin die Glocke abgedreht hab, beides Mal deswegen, weil sie aufs Klo musste und ich dann gesagt habe: Die Schwester kommt gleich.
Gut. Weil die Schwester aber nicht gleich gekommen ist, hat sie also noch einmal geläutet, und beim dritten Mal habe ich die Glocke nicht mehr abgedreht, weil ich nicht einseh’, dass die Frau da ewig warten muss.
Also ich sitz gerade so da und lese meine Zeitung, da kommt sie auf einmal aus einem Zimmer gestürmt und schaut, wo es denn läutet.
Sie: Rene, drehst du bitte die Glocke ab?
Ich: Nein.
Sie: Warum nicht?
Ich: Weil die Frau seit einer halben Stunde aufs Klo muss, und ich sicher nicht mehr reingehe und sag ‚Die Schwester kommt gleich’, weil da kommt sich die Frau verarscht vor.
Sie: Nein, sag ihr einfach, dass ich gleich da bin…
Ich: Ich: Ja dann läutet es einfach noch fünf Minuten, mich stört’s nicht.
Sie: NEIN, SCHALT JETZT DIE GLOCKE AUS, DIE STÖRT MICH BEIM PFLEGEN!!
Ich hab dann die Glocke einfach abgedreht, ohne etwas zu sagen. Ich denk, die Frau hat’s eh kapiert, was damit gemeint war.
Dann gab’s noch ein witziges Event, und zwar war auf einmal ein Bewohner verschwunden. Er war weder vorne, noch in seinem Zimmer, also sind die Schwestern durch jedes Zimmer gegangen. Auf einmal schreien sie: Rene, komm her!
Ich: Was ist los?
Sie: Weißt du jetzt, wo der Herr xxxx ist?
Ich: Nein, keine Ahnung.
Sie: Dann komm mal mit… Ich bin mitgegangen, und war ziemlich erstaunt als sie mir angedeutet haben, dass der Bewohner auf dem Klo in dem Zimmer einer anderen Bewohnerin war.
Am Nachmittag kamen ja dann die ärgsten Sachen.
Also die Vorgeschichte ist die, dass ich die Jause zuerst vorne ausgeteilt, und dann mit dem Wagerl nach hinten gefahren bin und in den Zimmern ausgeteilt habe.
Die Personen: Frau #1: Leicht dement
Frau #2: Sehr wenig – überhaupt nicht dement
Frau #3: SEHR dement Ich komm also gerade zurück mit dem leeren Wagerl (welches auch das Wagerl ist, mit dem ich um 16 Uhr das Abendessen hole, nur zum Verständnis)
Frau #1: Ah, da kommt schon das Abendessen…
Frau #2: Nein, Sie haben doch gerade die Jause gegessen!
Frau #1: …langsam aber sicher…
Frau #2: Es ist doch erst halb drei…
Frau #3: Gerade richtig kommt das…
Frau #2: Nein, es ist doch erst halb drei, schauen Sie auf die Uhr, DA IST DIE UHR!
Vor der zweiten Geschichte muss ich dazu sagen, dass wenn Besuch kommt, dieser immer zuerst nachschaut, ob nicht der zu Besuchende vorne sitzt.
Frau #3: Ich schaue einmal ob meine Tochter kommt…
Frau #2: Nein, die muss doch zuerst an uns vorbei…
Frau #3: Nein, es ist nicht das erste Mal…
Frau #2: Sie wird eh zu Ihnen kommen.
Frau #3: Ich muss zur Garderobe, denn die lassen sie nicht weitergehen, und wir haben auch einen sehr guten Wachmann (zeigt auf mich)…
Dann auf einmal kommt die Frau zu mir her.
Frau #3: Ich wollte fragen, ob…
Ich: Ja?
Frau #3: Ich wollte wissen, wann Jausezeit ist, weil ich muss dann runter…
Ich: Die Jause gab es doch gerade…
Frau #3: Ja, die war gut…+
Außerdem habe ich heute wieder echt geniale Aufnahmen gemacht, also wirklich 1A, ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass dieser Film grenzgenial werden wird…
Heute war ein echt geiler Tag, weil wir – also mein Zivikollege David und ich –endlich wieder mal auf demselben Stock Dienst hatten.
Angefangen beim Frühstück über Depot komplett aufräumen, Wäschewägen nachfüllen, Säcke auswechseln, Einlagen nachschlichten, egal welche Arbeit – wir haben es erledigt, sogar ein Bett haben wir noch überzogen.
Die nette Abteilungshelferin im 2. Stock war heut’ auch wieder überhaupt nicht nervig…
Sie (schreit aus dem 2. Stock): Rene… Reneeeeeeeeeeeeeeee!!
Ich: JA WAS?
Sie: Nimmst du mir dann mein Wagerl auch mit?
Ich: Ja okay.
Sie Du alter Grantscherben, sei ein bisschen besser aufgelegt… Ja, ich hab’s auch nicht kapiert wie das zusammenhängt.
Am Nachmittag gab’s dann noch ein Zimmer zu putzen, was für uns zwei natürlich kein Problem war, nur leider gab’s in dem Zimmer, das wir putzen mussten, keinen Fernseher, was die Sache dann doch ein bisschen zach gemacht hat.
Und weil wir SO brav waren, durften wir dann um 16:50 Uhr gehen.
Heute bin ich gegen 7 ins Heim gekommen, wo mir dann gesagt wurde, dass ich am Nachmittag alleine auf zwei Stöcken bin. Super.
Ich hab dann das Frühstück gemacht und ausgeteilt, und da ich in der Früh noch immer etwas verschlafen bin, rede ich meistens nicht viel, wenn ich nicht gefragt werde.
Ich geh’ also so zu einer Bewohnerin rein…
Ich: Guten Morgen…
Sie: Guten Morgen, wer ist denn heute da?
Ich: Ich bin da…
Sie: Wer??
Ich: Ich, der Rene…
Sie: Ah, dann wird alles super, das Essen… einfach alles…
Hat mich irgendwie schon aufgebaut, bis dann der Nachmittag kam.
So gegen 16 Uhr hat dann eine Schwester gemeint, ich soll im zweiten Stock auch das Abendessen machen.
Sie: Du machst im zweiten Stock dann auch das Essen, okay?
Ich: Na das wird sich schwer ausgehen.
Sie: Wieso, wie lange hast du denn Dienst?
Ich: Bis um halb sechs.
Sie: Na das werden wir sehen, du bleibst heute bis sechs da, sonst schreib ich dir Minusstunden ein.
Ich bin dann doch schon um 17 Uhr gegangen, weil sich herausgestellt hat, dass das ganze ein Missverständnis war, gemeint hat sie nur, dass ich, weil oben kein Zivi war, das Wagerl zur Küche bring. Hab ich gemacht und die Sache war gegessen.
Außerdem hab’ ich heute wieder irrsinnig viele aufnahmen gemacht, wirklich 1A Material. Und es darf verraten werden, dass es bei dem Film ein Special geben wird, was es allerdings sein wird, bleibt noch geheim…
Heute erzähle ich euch einmal etwas über Freiwillige. Das sind bei uns diejenigen, die alles – wie der Name schon sagt – freiwillig machen, also ohne dafür entlohnt zu werden.
Okay, bis hierher sollte alles klar sein denke ich.
Was aber nicht jeder über die lieben Freiwilligen (auch Ehrenamtliche genannt) weiß, ist, dass sie wirklich alles verdrecken und auch so lassen.
Ich meine es ist ja schon schlimm genug, wenn das verdammte „Basteln“ von acht bis halb zwölf dauert, dann müssen die Leute auf ihr Zimmer gebracht werden und irgendwann gibt’s dann das Essen (Wenn man daran denkt, dass ich normalerweise so um 12 Uhr Mittagspause hab, kann man sich denken, wie genervt ich war), aber wenn ich in die Küche raufkomm’ und sofort seh’, dass alles verdreckt ist, und die Freiwilligen gerade am Gehen sind, werd ich ziemlich sauer. Wie komm ich dazu, deren Scheiß wegzuräumen? Das fängt an bei Pinseln und geht bis zu Teetassen, wo das Sackerl zwar reingehängt und heißes Wasser eingefüllt wurde, das allerdings schon zwei Stunden vorher, ergo ist der Tee kalt und steht nur mehr da, weil ihn keiner mehr will, UND WER räumt das auf? Genau. Ich.
Wer sich noch an den Beitrag ‚Die sonderbare Krankmeldung’ erinnert, dem soll gesgatsein, dass sich es heute endlich geschafft habe, dem Heimleiter meine Gesundmeldung abzugeben. Was kann ich dafür, wenn der Arzt auf Urlaub ist? :P
Und dann kam der Hammer für den Tag. Nicht dass mir die Freiwilligen schon genug waren, nein, so circa um 10 vor fünf, zehn Minuten bevor ich NACHHAUSE gehe, geht’s los. Ich putz gerade so die Küche, alle haben gegessen, und ich mache mich bereit zum Gehen.
(Hier zeigt sich ganz gut, wie fatal Kettenreaktionen unter Bewohnern sind)
Frau #1: Könnt’ ich bitte noch so ein Wurstbrot haben?
Ich: Eines mit Salami oder Extrawurst?
Frau #1: Ist mir ganz egal, nur noch ein Wurstbrot bitte…
Frau #2: Ja das hätte ich auch gerne…
Frau #3: Für mich auch!
Ich war in diesem Moment baff. Ich habe also in den zehn Minuten noch drei Brote gestrichen, die Teller hingestellt und kurz darauf bin ich gegangen, die Teller wasch’ ich dann morgen ab.
Mit Freude habe ich verfolgt, dass sich viele von euch meinen Zivifilm “Zivis At Work” angeschaut haben. Da ich doch denke, dass das Ganze auf ziemlich großes Interesse stößt, habe ich mich nun entschlossen, auch einen zweiten Zivifilm zu drehen.
Details darüber sind noch Top Secret, aber ich kann verraten, dass am Montag die Dreharbeiten beginnen werden.
Weitere Termine:
11. Februar: Veröffentlichung des Trailers
11. März: Die große Premiere des Filmes um 20:00 Uhr, nur HIER!!
Ich hab da übrigens extra nur für diesen Anlass einen Countdown für euch erstellt, damit ihr immer wisst, wie lang ihr noch bis zur Premiere warten müsst.
Der Link dazu ist dieser hier: http://www.MakeACountdown.com?id=248452
Heute gab\'s eigentlich nichts besonderes, außer in der Früh. Ich bin gerade so mit dem Herrichten vom Frühstück fertig und will auch gerade mit dem Wagerl losfahren.
Pfleger: Warum stehen die beiden Tabletts nicht oben?
Ich: Ich dachte, denen muss man das Essen eingeben...
Pfleger: Ja schon, aber mitnehmen kannst du es ja!
Ich: Wozu? Ich geh dann nochmal extra, ist doch egal...
Pfleger: NEIN ES IST NICHT EGAL, NIMM\'S MIT!!
Ich hab das Ganze dann mitgenommen...
Ansonsten war alles recht ruhig, ich konnte über 100 Seiten lesen und dann sogar noch das Depot und die Wäschewägen nachfüllen.
Dann, am Abend, hatte ich irgendwie Spoaß mit den Bewohnern des 2. Stockes.
Also da gab\'s mal die Blinde, die die ganze Zeit nach einem Pfleger geschrien, und ich meine geschrien, hat.
Dann war da noch eine Alzheimer-Patientin, der ich erklären musste, dass sie schon zu Abend gegessen hat.
Eigentlich war heute nichts Spektakuläres, nur die üblichen Stränkereien einer Ehrenamtlichen.
(Ich sitze daund lese nach getaner Arbeit)
Sie: Na unseren Zivis gehts gut, die sitzen da und lesen...
Ich: Ja is super!
Sie: Na das freut mich aber...
Jedenfalls hatte ich heute im Dienst eine Idee.
Also jeder hat doch heutzutage (jedenfalls die meisten) ein Handy mit Kamera. Da mir heute stinklangweilig war, hab ich einfach mal so eine Art \\\"Cribs\\\" mit dem Handy erstellt, wie man es so von MTV kennt. Bearbeitet wurde das Ganze dann mit der Handy Videoschnittsoftware und sieht dann so aus (ja, das kranke Atmen kommt von mir, ich musste vor den Aufnahmen etwas von der Rezeption holen):
Ich find es sollt mehr solche Aufnahmen geben, also rufe ich alle Zivis dazu auf, mehr Videos von Ereignissen von oder im Dienst zu machen, egal ob mit einer 5 Megapixel Kamera oder einer Handycam.
Heute war ein ganz angenehmer Tag, obwohl er ja nicht so besonders angefangen hat.
Denn genau wie gestern war heute wieder fast keine Milch in der Milchkanne. Aber das war nicht so schlimm, ist sich gerade so ausgegangen.
Nach dem Frühstück hatte ich den Auftrag, einen Zettel zu einer Frau vom Bewohnerservice zu bringen.
9Ich: Wo ist denn ihr Büro?
Schwester: Im Erdgeschoss, dort in Richtung Hospiz. Ich also dorthin, aber nirgendwo das besagte Büro. Ich bin dann zur Rezeption gegangen und habe nachgefragt.
Ich: Wo ist das Büro von der Frau soundso?
Rezeptionist: Im Zwischengeschoss, schon seit gut einem halben Jahr. Okay, ich also wieder rauf zu dieser Frau, hab ihr den Zettel gegeben und bin wieder in meinen Stock zurückgegangen. Dort wollte ich der Schwester das dann mitteilen.
Ich: Das Büro von der Frau soundso ist im Zwischengeschoss, nur dass du’s weißt…
Schwester: Nein, im Erdgeschoss! Hab ich dir doch gesagt!
Ich: Nein, seit einem halben Jahr nicht mehr.
Schwester: Ach so, wie ich das letzte Mal bei ihr war, war’s noch im Erdgeschoss… Seltsam, also normalerwiese müssen Zivis und Schwestern öfter dorthin…
Dann hab ich das Frühstück abserviert und musste feststellen, dass es für diese Woche noch keine Speisepläne gab. Nach ewigem Hin und Her hat dann eine Ehrenamtliche den einen Speiseplan, den wir bekommen haben, kopiert und ausgeteilt.
Und nun kommen wir auch schon zum Highlight des heutigen Tages, ich musste nämlich insgesamt drei Christbäume entsorgen. Einen davon habe ich vorher abgeräumt und dann wusste ich nicht, wohin damit.
Ich: Wo soll ich die Christbäume hinbringen?
Pfleger: Schmeiß sie einfach aus dem Fenster, da ist eh der Hof. Die brauchst du ja nicht runterschleppen. Steht da eh niemand unten? (schaut nach) Nein, passt, kannst sie einfach hinunterwerfen. Ich hab also alle drei Christbäume hinuntergeworfen, war echt witzig, nur das Zusammenkehren der Nadeln war weniger lustig.
Hier ein Video von Knut…
In der Mittagspause bin ich dann nachhause gefahren, und am Rückweg gab’s auf einmal eine Fahrscheinkontrolle. Ich denk mir: Super, jetzt bin ich am Arsch…
Kontrolleur: Ihr Fahrschein bitte. Ich zeig so den Ziviausweis her.
Ich: Ich bin Zivildiener und bin auf dem Weg zum Dienst und…
Kontrolleur: Jaja das passt schon, danke…
Ich fand das voll genial, man sollte sich also den Ausweis schon holen, kostet nix und man spart Geld ;).
So, morgen und übermorgen hab ich frei, endlich mal wieder.
Zu allererst einmal gab’s heute wieder Striezl zum Frühstück, ist ja schließlich Sonntag.
Den ersten Schock hab ich dann bekommen, als ich bemerkte, dass in dem Milchbehälter nur ein viertel Liter Milch war. War schon mal blöd. Hab aber einfach die Milch von den Schwestern genommen, also war das Problem gelöst.
Den zweiten Schock gab’s dann, als eine Frau geläutet hat, die normalerweise nie läutet. Ich also rein in das Zimmer und seh’, wie sie versucht mit einem Greifer ihr Fenster zuzuhalten. Der Greifer war aber nicht lang genug (oder die Frau war zu schwach), um dem orkanartigen Sturm zu trotzen – man weiß es nicht genau, jedenfalls sind alle Blumentöpfe, die auf dem Fensterbrett standen, durch Wirken der Gravitation zu Boden gefallen. Ich hab dann das Fenster geschlossen und die Blumentöpfe wieder aufgestellt, also war auch dieses Problem gelöst.
So, den dritten Schock erlitt ich dann, als mir beim Herrichten des Essens gesagt wurde, dass zwei Bewohner nicht aus der Kirche zurückgekommen sind.
Ich: Was was was?
Schwester: Die Kirche ist leer, wo sind die?
Ich: Keine Ahnung… Eine Freiwillige und ich sind die Bewohner dann suchen gegangen, und nach 5-minütiger Suche haben wir die Ausreißer dann auf Nord 3 aufgegabelt.
Also war auch dieses Problem erfolgreich gelöst.
Aber jetzt, genau jetzt, kommt der Überhammer.
Wenn man nämlich denkt, dass es nicht mehr schlimmer geht, kommt’s gleich doppelt so arg. Hier also der vierte Schock:
Also, ich richte nach der Mittagspause die Jause her, als auf einmal die Tür von einem Bewohnerzimmer auf geht, und ein Mann im Morgenmantel mit seiner Gehhilfe rauskommt und mit mir zu reden beginnt.
Er: Hallo.
Ich: Grüß Gott, setzen Sie sich hin, jetzt gibt’s gleich die Jause.
Er: Die wollen mich umbringen…
Ich: Was?
Er: Die wollen mich umbringen, ich schwör’s Ihnen…
Ich: Ähm ja, ich geh mal und frag eine Schwester, was wir da machen können. Ich geh also zum Raucherzimmer, wo gerade drei Schwestern und ein Pfleger sitzen und rauchen.
Ich: Der Herr xxxx meint ihr wollt ihn umbringen…
Schwester #1: Was? In dem Moment bemerke ich, dass mir der besagte Herr gefolgt ist und sag so: Aber das könnt ihr eh mit ihm ausmachen, er ist eh gerade gekommen.
Die haben dann mit ihm herumdiskutiert und ihn ins Zimmer gebracht.
Dann kommt mich, nach circa einer Viertelstunde, der Zivikollege Daniel besuchen. Ich bin voll am Vorbereiten, als er auf einmal sagt: Du, der Herr xxxx versucht gerade zu flüchten…
Ich: Na dann halt ihn auf, ich bin eh gleich fertig… Ich hab also die Jause fertig hergerichtet und ausgeteilt als ich mir denk: Irgendwie seltsam, die sind schon echt lange weg, wesentlich länger als man normalerweise braucht, um einen Bewohner vom Aufzug zurückzuholen. Also bin ich mal ins Erdgeschoss gefahren und hab mich umgeschaut. Und was seh’ ich da? Beide gehen sie Richtung Nord, während der Herr ihn zulabert. Ich hab mich also dazugesellt und einfach nur zugehört.
Daniel: Kommen Sie wieder zurück auf Ihr Zimmer.
Er: Ich muss zu meiner Frau ins Spital…
Daniel: Aber da geht’s nicht zum Spital…
Er: Doch, ich muss da hin.
Daniel: Also ich arbeite hier jetzt schon etwas länger und kann Ihnen sagen, dass hier kein Spital ist. Gut.
Wir sind dann zurückgegangen, doch anstatt zum Aufzug hat es der nette Herr vorgezogen, auf die Straße zu gehen. Wir beide haben ihn natürlich versucht aufzuhalten.
Er: Lasst’s mich vorbei, ich muss zum Otto-Wagner-Spital!
Daniel: Das geht nicht, wir können Sie nicht gehen lassen!
Er: Meine Frau betrügt mich, diese Hure!
Daniel: Kommen Sie mit, wir bringen Sie auf Ihr Zimmer…
Er beginnt an seiner Gehhilfe zu rütteln und schreit: ICH MUSS ZUR STRASSENBAHN! Wir beide haben unsere Füße vor die Gehhilfe gestellt, und als dann nicht mal die Rezeptionistin imstande war, ihn zum Reinkommen zu überreden, haben wir die Schwestern geholt. Dort ging’s dann weiter.
Als wir es geschafft hatten, ihn ins Haus zurückzubringen und die Rezeptionistin die Türen versperrt hat, ging’s richtig los.
Er: Rufen Sie die Polizei!
Schwester # 1: Kommen Sie auf Ihr Zimmer…
Er (schreit): Nein, ich hab Menschenrechte, ich will, dass die Polizei hier herkommt. Eine Schwester hat dann, als ihn eine andere hinten gestützt hat, seine Gehhilfe gepackt und wollte sie vorziehen, weil in diesen zehn Minuten sind wir original drei Meter vorwärts gekommen. Sie zieht also…
Sie: Kommen Sie jetzt, das geht schon den ganzen Tag so… (gemeint war, dass der Bewohner schon den ganzen Tag ziemlich nervig war…) Er: WAAAAAH nein, rufen sie die Polizei, die wollen mich umbringen! Ich muss zu meiner Frau, die ist eine Hure.
Schwester # 1: Aber die ist doch im Krankenhaus…
Er: Ja, diese ewige Hurerei im Krankenhaus…
Fazit: Wir Zivis konnten das Problem nicht lösen, es ist dann die Tochter des Herren um dreiviertel Fünf gekommen, und die hat ihn dann auch überreden können, ins Zimmer zu gehen. Ich hab nur noch mitbekommen, dass er seine Tochter aufs Schlimmste beschimpft hat und dass er versucht hat, Schwestern zu schlagen.
Alles in allem ein wirklich ereignisreicher Tag würde ich sagen…
So, es ist Jänner und was heißt das? Es gibt wieder eine neue Buchempfehlung!
Das Buch, das ich euch in diesem Monat empfehle, heißt Panic, geschrieben von Mark T. Sullivan.
Kurzbeschreibung: Acht Jäger machen im nördlichen British Columbia Jagd auf Hirsche. Doch in der weißen Wildnis lauert ein Unbekannter, der ihnen den Rückweg in die Außenwelt abschneidet. Einer nach dem anderen wird bestialisch erlegt. Nur Diana Jackman, die einzige Frau in der Gruppe, in deren Adern indianisches Blut fließt, durchschaut die Pläne des Killers. Doch um ihn zur Strecke zu bringen, muss sie einen lebensgefährlichen Zweikampf aufnehmen.
Ich hab das Buch von einem guten Freund zu Weihnachten bekommen, und muss echt sagen, dass er einen guten Geschmack hat. Das Thema Jagd kommt schon durch, aber nicht so dass es aufdringlich wirkt.
Alles in allem ist es spannend und einfach geschrieben, also eigentlich perfekt für den Zivildienst.
Heute, am 5.1., hat mein 14-Tage-Testabo vom KURIER begonnen. Hat alles bestens funktioniert, lag um Punkt halb sieben vor meiner Tür (was ja beim ÖSTERREICH-Abo nicht der Fall war…).
Als ich dann im Heim war, hab ich das Frühstück vorbereitet, ausgeteilt, alles echt easy. Dann hab ich mir meinen KURIER geschnappt und hab mir einen Kaffee gemacht. Damit hab ich mich dann in die Küche gesetzt und hab eine halbe Stunde Zeitung gelesen.
Gegen viertel zehn hab ich dann das Wagerl runter in die Küche gebracht. Eh klar dass ich, wenn ich raufkomm’, gleich mal bemerke, dass bei 3 Bewohnern nicht abserviert war.
Ich hab mir dann einfach mal den Fetzen geschnappt und hab das restliche Geschirr mit der Hand abgewaschen.
Am Nachmittag war dann alles wie immer, nur dass ich, als ich das Wagerl hinaufgebracht hab, bemerkt habe, dass fast alle Bewohner vor dem Fernseher sitzen.
Was hat’s da gespielt?
Langlaufen auf Eurosport. An sich zach, aber wenn alle vorne sitzen, geht die ganze Jause schneller.
Nach der Jause gab’s dann eine Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Session, veranstaltet von 2 Freiwilligen, was so viel heißt wie: Ich hatte genug Zeit zum Lesen.
Tja Leute, und morgen hab ich dann frei,… hab ich mir ja echt verdient wie ich finde
P.S.: Die restliche Bewohnerwäsche von gestern hab ich heute wieder nicht eingeräumt :P
Heute bin ich um 5:58 zum ersten mal aufgewacht. Gut. Dann um 7:30 zum zweiten und letzten mal.
Ich hab mich dann ins Heim gehetzt, wo mich der Stationsleiter in dem Moment angerufen hat, als ich begonnen hab, das Wagerl auszuräumen.
Also alles in Butter.
Mein Zivikollege David war da, also war ich im 2. Stock.
Am Vormittag war nicht wirklich was Besonderes, nur Depot einräumen und so Zeugs, aber am Nachmittag war\\\'s dann echt cool.
Weil da war bei mir im 2. Stock eine Abteilungshilfe, die alles gemacht hat. Sie hat die Jause hergerichtet, sie ausgeteilt, eingegeben, und wieder abserviert.
Ich war währenddessen im 1. Stock, wo wir Zivis die Aufgabe hatten, Bewohnerwäsche einzuräumen.
Ich will euch mal was sagen. also:
Lustige Arbeiten: o Depot einräumen
o Einlagen einschlichten
o Zimmer putzen
o Zeitung holen
Scheiß Arbeiten: o Bett überziehen
o INKO Säcke auswechseln UND
o Bewohnerwäsche einordnen (ist kompliziert, dauert lang und ist extrem zach)
Glücklicherweise haben wir aber in dem Moment, als wir begonnen hatten, die Wäsche einzuräumen, eine Spende erhalten.
Die musste natürlich die Zivis abholen. wir haben uns also ein Wagerl geschnappt und sind nachunten gegangen. Und was wurde gespendet?
5 Kisten mit Einlagen, die wir dann ins Depo einräumen durften.
Apropos (passt zwar nicht zum zivi:blog an sich, ist mir aber egal): Ich hab mich heute verlobt. Ja. Und ich freu mich drüber.
Also erstmal war ich im ersten Stock, was schon mal echt genial war, weil ich jetzt zwei Tage im zweiten Stock war und noch einen dritten Tag hätt’ ich sicher nicht dablosn.
Ich hab also das Frühstück irre schnell vorbereitet, alles zack-zack, und als dann die Medikamente da waren, brauchte ich das Ganze nur noch auf die Zimmer bringen, weil die Küche von mir schon wieder Tipp Top geputzt wurde.
Ich hab mir dann erst mal einen Kaffee gemacht (mit der 500 Euro Kaffeemaschine im Schwesternzimmer) und mich ins Raucherzimmer gesetzt, wo ich in aller Ruhe meinen Kaffee getrunken und eine geraucht hab.
Danach hab ich dann abgeräumt, die Tabletts gewaschen und die Medikamentenbecher nach einer gründlichen Reinigung zum Trocknen auf die Heizung gestellt.
Am Nachmittag, nach der Jause, bekam ich dann die Aufgabe für eine Bewohnerin Zigaretten zu holen (4 Packungen). Eigentlich ja eine ganz leichte Aufgabe, weil sich gegenüber vom Heim eine Tankstelle befindet.
Die hab’ ich aber mal gekonnt ignoriert und bin mit dem 20-Euro-Schein auf die Landstraße zur Trafik gegangen. Da es aber mittlerweile 14:40 Uhr war, hatte die Trafik natürlich geschlossen. Der Automat nahm keine 20-Euro-Scheine, also bin ich zum Bipa gegangen, um den Schein dort in zwei 10-Euro-Scheine zu wechseln. (Auf dem Weg dorthin hab ich ein paar Passanten gefragt, ob sie vielleicht wechseln könnten, aber keiner wollte etwas mit mir zu tun haben).
So, also vom Bipa wieder zurück zu dem verdammten Automaten. Dort angekommen stell’ ich fest, dass auf dem Display steht: „Münzen genau einwerfen“. Schön blöd, also bin ich zu der anderen Trafik, circa 200 Meter vom Bipa entfernt, gegangen. Die Automaten dort nahmen zwar Scheine an, hatten aber eine Sorte nicht, was dazu führte, dass ich mit dem Restgeld wieder zum ersten Automaten musste. Als ich dort dann 10 Cent zu viel einwarf, und er mir alles wieder ausspuckte, bin ich zurück ins Heim gegangen, hab der netten Frau ihr Restgeld und die drei anderen Packungen gegeben und mich wieder an die Arbeit gemacht.
So, und da morgen Silvester ist, hier mal meine „guten Vorsätze“:
o Das Rauchen aufgeben
o Keinen Alkohol mehr trinken
o Generell ein bisschen gesünder leben
So, damit war das mein letzter Eintrag in DIESEM Jahr, ich wünsch’ euch allen einen guten Rutsch und trinkt nicht zu viel…
Heute hab ich mal gleich länger verschlafen. Irgendwie dürfte ich vergessen haben, den Wecker zu stellen und bin daher – eigentlich eh ganz okay – um 7:13 Uhr aufgewacht.
Ich war dann eh so gegen 7:40 Uhr im Heim, wo ich dann schnell das Frühstück hergerichtet hab.
Als ich dann fertig war, bin ich in das Zimmer einer Bewohnerin gegangen, wo gerade eine der Praktikantinnen war. Die hat eine NaCl Infusionsflasche aufgehoben und hat sich dabei an einer Nadel gestochen. Gut, war gleich mal die Chefin von der Pflegestation da und hat ein Unfallblatt ausgefüllt.
Sie: Was ist Ihnen denn passiert?
Praktikantin: Ich hab mich beim Aufheben der Flasche an dieser Nadel gestochen…
Sie: Blöd, bis jetzt war das Jahr 2006 bei Nadelstichen verletzungsfrei…
Fand ich auch irgendwie komisch.
Ich hab dann, brav wie ich bin (und fad wie mir war), die leeren Mineralwassersteigen in die Küche zurückgeführt.
Danach hab ich den Fehler gemacht, einer Frau das Frühstück einzugeben. Sie ist eigentlich eh noch mobil, aber die ist blind, was sie zu einem kompletten Pflegefall macht.
Na jedenfalls geb’ ich ihr ihr Frühstück ein.
Sie: Das ist kalt… (Ich geh zur Mikrowelle, heiz die Schüssel auf und geb’ weiter ein)
Sie: Da ist ja gar kein Zucker drin!
Ich: Da sind VIER Löffel Zucker drin!
Sie: Davon schmeckt man aber nichts… (Ich hol also Zucker und kipp ein bisschen was davon in ihr Frühstück)
Ich: Ist es gut?
Sie: Ja… (Sie hat dann gegessen, nur hört sich das komischerweise so an als würde sie Steine kauen, dabei ist das ganz weich…)
Ich: So, wir sind fertig. (Ich geh also, um den Teller zum Wagerl zu bringen)
Sie: Sind wir schon fertig?
Ich: Ja, sind wir.
Sie: Da können Sie aber schon etwas sagen, oder?
Ich: Ich hab’ auch etwas gesagt, wenn Sie nicht zuhören wollen, kann ich auch nichts machen.
An Nachmittag wurde ich dann zum Arzt geschickt, um 2 E-Cards abzuholen. Hab ich gemacht und mir dabei noch Zigaretten gekauft, und ein Rubbellos, was ich von einer alten Frau geschenkt bekommen hab, eingelöst. Gewinn: 1,50€
Fand ich halt cool…
Heute bin ich erstmal um 6:42 aufgewacht, die Nacht war gestern etwas länger.
Also aufgestanden, angezogen, und ab zum Bus. Da mir dieser vor der Nase weggefahren ist, hab ich in der Eiseskälte 10 Minuten warten können, was meine Laune auch nicht gerade gehoben hat.
Beim Frühstück gab’s dann den ersten unnötigen Kommentar einer Schwester. Ich geb grad einer Frau so das Essen ein.
Frau: Wie heißen Sie?
Ich: Rene…
Frau: Wie?
Ich: Rene…
Sie: Aber wir haben ja gar keinen Rene…
Schwester: Ja, der ist so selten da, das ist kein Wunder…
Ich hab das einfach mal übergangen und gekontert mit: Ja, du kannst mal die Leute aus dem Bett holen, die wollen sicher vor halb zehn frühstücken.
Hat sie einfach ignoriert und mit einem: Ist nicht meine Aufgabe! gekontert.
Fand ich ein starkes Stück, denn was sind dann ihre Aufgaben frag ich mich?
Dann gab’s da noch eine Frau im ersten Stock, die geschlagene 2 Stunden geläutet hat, bevor eine Schwester zu ihr gekommen ist und sie aufs Klo gehen konnte. Am besten fand ich von der Schwester das: Bin eh schon da.
Beim Mittagessen gab’s dann echt Krach, weil ich einen Hendlhaxen mit den Fingern herausgenommen hab, allerdings hab ich mir vorher einen Gummihandschuh angezogen.
Ich nehme das also raus.
Schwester: GREIF DAS NICHT MIT DEN FINGERN AN!!!
Ich: Ich hab mir extra vorher einen Handschuh angezogen…
Schwester: JA WER WEISS WO DU VORHER DAMIT WARST!!
Ich: Nirgends, die hab ich mir frisch angezogen…
Schwester (immer noch schreiend): DAS IST UNAPPETITTLICH!
Ich: Ich lös’ das Fleisch eh ab und schmeiß den Haxen dann weg, wo ist das Problem?
Schwester: WAAAH DU HAST KEINE MANIEREN!
Am Nachmittag hab ich dann mit dem Zivikollegen David die Einlagen im ersten und zweiten Stock eingeschlichtet, also waren wir echt brav, was die Schwestern geärgert hat ;).
Ja heute - am Feiertag - war's ganz besonders lustig, weil man mal hautnah miterleben konnte, wie falsch die Schwestern eigentlich sind. Aber darüber später.
Im Dienstplan steht: 7:30 - Frühstück ausgeben.
Zum Frühstück ausgeben brauch ich aber die Medikamente.
Okay.
Um 7:59 waren dann die Medikamente da, weil die netten Schwestern es vorgezogen haben, bis 8 im Dienstzimmer zu sitzen und zu rauchen. Dass da ununterbrochen die Glocke läutet weil Leute aufs Klo müssen, ist ihnen auch herzlich egal.
Am Nachmittag hab ich dann einem Herren die Jause gebracht, der hat mich die ganze Zeit angeschaut, und dann auf einmal hat er losgeschrien und mich gefragt, warum ich ihn so erschreckt habe.
So gegen halb vier musste ich dann zur Apotheke gehen, was schon mal 10 Minuten dauerte, dort musste ich dann - weil ja ein Feiertag war - wieder 10 Minuten warten, weil mehrere Leute ihre Pulverchen brauchten.
Das Witzige war nur, dass der Patient, für den ich die Medikamente holen musste, eigentlich nicht von der Rezeptgebühr befreit ist, da ich aber mein Ziviabzeichen getragen habe, hat der Typ gegelaubt die wären für mich und hat gemeint: Sie sind eh befreit... und hat mir das Geld zurückgegeben.
Der heutige Tag hat erstmal damit begonnen, dass mir mein Zivikollege David per SMS mitgeteilt hat, dass er krank ist. Die Folge davon war: Ich allein auf 2 Stöcken.
Ich war natürlich primär im ersten Stock, und hab dort mal das Frühstück ausgegeben. Als ich dann zu unserem Hepatitis-Patienten gekommen bin, hat mich gleich mal der erste Schreck getroffen: Er lag auf dem Boden in seinen eigenen Exkrementen.
Gut, Schwester geholt. Die haben dann eine halbe stunde gebraucht, um ihn aufzurichten und das Zimmer zu reinigen.
Es kam dann so gegen Mittag ein anderer Zivikollege von Nord 3, um am Vormittag auf dem 2. Stock auszuhelfen, was schon ganz angenehm war.
Dann hatte ich so circa eine halbe Stunde vor dem Mittagessen eine nette Diskussion mit 2 alten, dementen Frauen. Das hat so ausgeschaut, dass die eine die andere im Rollstuhl vor ihr Zimmer geschoben hat, und aus unerfindlichen Gründen war es ihnen nicht möglich, die Tür zu öffnen.
Ich: Kann ich Ihnen helfen?
Frau #1: Wieso geht das nicht auf?
Ich: Wollen Sie in ihr Zimmer?
Frau #2: Nein, das ist mein Zimmer!
Ich: Nein, ihr Zimmer ist eines weiter…
Frau #1: Warum geht die Tür nicht auf?
Ich: Warten Sie, ich mach das schon… (Die Tür wird von mir geöffnet)
Ich: So, bitte sehr…
Frau #1: Danke
Ich bin dann weggegangen und hab weiter aufgedeckt. Nach 5 Minuten schau ich wieder hin und sehe dasselbe Bild vor mir wie vorher.
Ich: Kann ich Ihnen helfen?
Frau #1: Das geht nicht auf…
Frau #2: Das ist mein Zimmer…
Ich: Also… DAS ist nicht IHR (auf Frau #2 zeigend) Zimmer, sondern das dort vorne. Wollen SIE (zu Frau #1) jetzt zum Essen oder in Ihr Zimmer?
Frau #2 zu Frau #1: Wollen Sie essen oder ins Zimmer?
Ich hab Frau #1 dann zum Essen geschoben, alles in allem war das irgendwie recht witzig.
Am Nachmittag, also zwischen Jause und Abendessen, gab’s dann eine kleine Ziviversammlung in der Rezeption (weil der Rezeptionist eh nix zum Arbeiten hat).
So, und da morgen Weihnachten ist, wünsch ich euch allen Frohe Weihnachten und, wie meine Oma zu sagen pflegt, „ein braves Christkind“.
Heute war mei nerster Tag nach dem Krankenstand, und schon nach dem ersten Kontakt mit einer Schwester hab ich eingesehen, dass dieser Tag wieder ganz besonders viel Spaß machen würde.
Ich komm so auf die Station, es ist 7:02.
Sie: WO ist die Milch? Ihr kümmert euch um GAR NIX!
Ich hab mich dann mal unauffällig in den zweiten Stock verkrümelt, wo ich dann die meiste Zeit gelesen habe, was auch sonst, irgendwie muss man ja die Zeit totschlagen.
Das Buch ist echt spannend, was auch gut so ist, aber wenn man die ganze Zeit unterbrochen wird mit Sachen wie:
Bitte einen geriebenen Apfel!
Wo ist mein Speiseplan?
Ist heute Mittwoch?
ist das nicht gerade förderlich...
Jedenfalls hab ich dann der Stationsleisterin meine Krankemldung gegeben, die dann völlig außer sich war und geschrien hat: Bist du wahnsinnig, du bist ja noch nicht gesund geschrieben, wir können die ärgsten Probleme bekommen! Nach der Mittagspause gehst aber heim!
Meine Krankmeldungen bis jetz twaren nämnlich nur welche, wo draufstand: Arbeitsunfähig von --- bis ---. Diesmal jedoch steht drauf: Arbeitsunfähig ab 18.12., Wiederbestellt für 22.12.. Blöde Sache.
Widerwillig aber doch bin ich dann nach der Mittagspause heimgegangen ;).
Bin ja echt fasziniert, dass die ziviblog-seite wieder geht,nur warum ist das denn keinem anderen aufgefallen außer mir? ;)
Naja egal jedenfalls bin ich heute aufgewacht und habs schon gespürt: Kratzen im Hals, Kopfweh, dieses "schwammige" Gefühl im Kopf usw.
Ich hab dann abern icht im CS angerufen, nein... Ich bin selbst hingefahren und hab vor dem Stationsleiter gehustet und mich geschnäuzt, bis er dann gemeint hat, ich soll nachhause gehen (also um 7:07 Uhr).
So und jetzt sitz ich da, zuhause...
Natürlich, wie sollte es auch anders sein, muss ich heute noch zum Arzt, um mir eine Krankmeldung zu holen. Für höchstwahrscheinlich einen Tag... echt sinnvoll, oder?
Heute hab’ ich mich original um 10 Minuten verspätet, und was war die Folge davon: 2. Stock…
Also ging’s heute weiter mit „Action At The Second Floor“. Um 8:18 war ich dann mit dem Frühstück fertig, hab 3 Leuten das Essen eingegeben und fast alles abserviert.
In der Mittagpause war ich dann ein bisschen unterwegs, und als ich wieder zurück war, gab’s die nächste Meldung: Der Arzt ist da… folglich: Hepatitis A/B Impfung. War ziemlich unangenehm, was sich teilweise auf meine Spritzenphobie, teilweise auf meine verkrampften Muskeln stützte.
Dann war nach dem Mittagessen ja der Hammer schlechthin. Es gab eine „Adventjause“. Klingt geil, war es auch, weil alle Bewohner im ersten Stock waren, folglich: Nix zu tun auf Stock Nummer 2. Zusätzlich waren 4 Freiwillige da, die uns armen, überarbeiteten Zivis die Arbeit abgenommen haben.
Wir haben uns in der Zwischenzeit die Simpsons angeschaut und ein Stück von der Geburtstagstorte des Stationsleiters gegessen. Der hatte nämlich Geburtstag und hat uns extra ein Stück gebracht. DAS nennt man Service.
Das Einzige, was wir eigentlich gemacht haben, war, 3 Wäschewägen in den Keller zu bringen, was aber eine halbe Stunde dauerte, weil genau in diesem Moment das ganze Haus mit dem Aufzug fahren musste.
Tja Leute, ich hab jetzt wieder frei bist Montag… ich denk ich hab’s mir verdient.
Heute war ich wieder im 2. Stock tätig, wo’s anfangs ganz gut ausgeschaut hat, aber dann, nach der Salesianer-Nachlieferung (es handelte sich um Waschlappen)lief irgendwie alles aus dem Ruder.
Eine blinde Bewohnerin hat rumgeschrien, weil sie angeblich kein Frühstück bekommen hat und auch keine Buttermilch.
Und wem glauben die Pfleger? Natürlich den Bewohnern, die aber schon einigermaßen dement sind.
Eine Schwester hat sich dann beim Stationsleiter über mich beschwert, weil ich „nicht korrekt mit den Bewohnern umgehe“, aber der nette Herr Stationsleiter hat sich nicht bei mir gemeldet, also so gesehen… alles Paletti.
So dann haben wir das Mittagessen geholt. Okay, wir wollten es holen, denn es war bis halb zwölf nicht fertig, was soviel heißt wie: Alles wurde zacher und langsamer.
Am Nachmittag war dann eine Stationshelferin da, die mir die ganze Arbeit abgenommen hat (bis auf das Essen holen und Wäschesäcke auswechseln).
Das einzig witzige an heute war eigentlich ein Bewohner. Er hatte sich die Hand gebrochen und hat jetzt einen Verband. Okay. Und den nimmt er sich regelmäßig selbst runter, einfach weil ihm langweilig ist.
Und heute geht eine Schwester zu ihm hin, weil er schon wieder den Verband komplett runtergenommen hat.
Sie: „Herr xxxx, was machen Sie denn da?“
Herr xxxx: „Das ist ein Souvenir!“
Sie: „Nein, das ist ein Verband…!!!“
Fand ich recht komisch, morgen geht’s dann weiter mit „Action At the Second Floor“….
Heute war ich wieder im 2. Stock, weil mein Zivikollege David den ersten übernommen hat.
Gut.
Also als allererstes bin ich in den 2. Stock gekommen und eine Frau hat geläutet. Ich geh zu ihr rein, sag „Guten Morgen“ und komm mir vor wie im ärgsten Horrorfilm. Überall war Blut, weil die Frau sich ihre Haut aufreißt und ihre Bandagen ebenfalls. Ich hab dann einfach eine Schwester geholt, die hat die Frau dann verarztet, ich durfte dann das Bett überziehen…
Ansonsten war eh alles wie immer, im 2. Stock bin ich immer viel schneller, weil die Leute einfach schneller essen.
Aber dann kam ja der Überhammer. Am Nachmittag haben dann auf einmal 2 ältere Frauen begonnen, mit mir aufs Ärgste zu diskutieren.
Also begonnen hat alles damit, dass ich das Wagerl für die Jause raufgebracht hab und begonnen hab, es auszuräumen.
(Der Einfachheit halber benutze ich für die 95-jährige, demente Frau die Bezeichnung F1, und für die andere, sehr demente, die sich ihre Haut aufreißt F2)
Also ich bin da schön am Ausräumen, auf einmal geht’s los.
F1: Bitte Bitte…
Ich: Ja, was gibt’s denn?
F1: Bitte bring mir meine Zähne…
Ich: Ja F1, ich räume nur schnell den Wagen aus und dann bin ich schon unterwegs, okay?
F1 Okay….
Ich hab dann weitergemacht und alles für die Jause hergerichtet.
F1: Bitte bitte
Ich: Ja, ich bin gleich fertig, es geht nur langsamer wenn Sie mich die ganze Zeit nerven…
F1: Okay…
Ich: Das verstehen Sie doch, oder?
F1: Ja…
Ich: Okay dann passt’s ja.
F1: Bitte vergiss nicht…
Ich: Nein, ich vergess’ nicht…
Auf einmal schaltet sich F2 ein.
F2: Jaja, das sagen Sie immer…
Ich: Was ist los?
F2: Jaja, ist schon in Ordnung…
Auf einmal kommt dann ein Pfleger.
Pfleger: Hat F1 schon ihre Jause bekommen?
Ich: Ja, sicher..,
F1: Ich hab noch keine Jause bekommen..
Pfleger: Hat sie nicht?
Ich: DOCH HAT SIE!
also alles in allem ein recht kranker Tag. Jetzt hab ich wieder 2 Tage frei...
Heute war im Grunde alles wie immer, nur dass wir eine Neuaufnahme bekommen haben, was ich, der einzige Zivi auf dem Stockwerk, erst erfahren habe, als ich schon komplett fertig war mit dem Herrichten des Frühstücks.
Was mich überrascht hat war: Ich habe heute „vom Nikolaus“ ein rotes Sackerl bekommen mit Süßigkeiten, wer genau das auf meinen Platz gelegt hat, kann ich nicht sagen, aber ich find’s auf jeden Fall toll.
Nach der Mittagspause hab ich dann die Jause ausgegeben, und das war irgendwie echt seltsam.
Erstmal bin ich bei Frau Nr. 1 rein gegangen.
Ich: So, da ist ihre Jause…
Sie (auf mich zeigend): DA! DA! SCHAU!!
Ich bin dann etwas verwundert zur zweiten Frau gegangen, die gerade über einem Kuvert saß.
Ich: So, hier ist ihre Jause…
Sie: Ja, wissen Sie, diese indischen Adressen sind ja SO schwer zu lesen…
Die ritte Frau ist generell seltsam, immer wenn ich ihr ihr Essen bringe bzw. wenn ich abräume, lacht sie… Am Anfang dachte ich, sie wäre nur nett, aber langsam find ich’s echt erschreckend…
Nach der Jause hab ich dann das Depot einräumen dürfen, was immer eine echt nette Aufgabe ist, vergleichbar mit: Bring ein Nokia 9120 in eine Streichholzschachtel.
Danach musste ich vom Arzt noch zwei E-Cards abholen, weil er vergessen hat, die im Heim zu lassen. War ganz cool, weil man endlich mal aus dem Heim rauskommt, das Problem dabei ist nur, dass die Zeit nicht stehen bleibt, man also logischerweise danach, je länger man weg war, umso mehr Arbeit hat…
So Leute, ich hab jetzt wieder 2 Tage frei, bis Samstag…
Was ich am Sonntagsdienst so liebe? Nunja, man muss nur eine Art von Frühstück herrichten, und zwar Striezel. Den dann halt entweder ohne alles, mit Butter oder aber mit Butter und Marmelade. Klingt einfach, ist aber saukompliziert…
Außerdem war heute ja der erste Advent, da musste ich bei einem Adventkranz eine Kerze anzünden (unten in der Halle stand ein echt großer, der war/ist heftig). Da fragt mich eine Schwester: Warum zündest du nicht die andersfarbige an?
Ich: Weil die für den 3. Advent bestimmt ist.
Sie: Warum?
Ich: Keine Ahnung, der ist besonders.
Warum ist das nun wirklich so? Hier die Erklärung:
Das katholische Benediktionale enthält eine Segnung des Adventskranzes. Früher war es in katholischen Gegenden üblich, 3 violette und eine rosa gefärbte Kerze, die am 3. Adventsonntag, dem so genannten Freudensonntag, entzündet wurde, zu benutzen.
So, nicht damit’s hier heißt, dass man nichts lernt wenn man meine Einträge liest. Wenn euch jetzt jemand fragt, könnt ihr es ihm gleich beantworten.
Um Punkt neun war ich dann fix und fertig, alles schon für den Mittag aufgedeckt, abserviert, einfach komplett fertig mit meiner Arbeit.
Eine Frau wurde kurz vor dem Mittagessen von der Rettung abgeholt, weil sie schwer geröchelt hat beim Atmen… hat sich schlimm angehört, aber ich denk es wird schon wieder…
Nach der Mittagpause – wo ich eigentlich nicht da war – hab ich mir aus dem Speisesaal noch 4 Sacherschnitten geholt. Leider hat mich dabei einer der Köche beobachtet und gesagt: Wenn du dir das nächste Mal etwas nimmst, dann frag vorher… mir ist das egal, aber wenn das der Chef sieht, da kannst du Probleme bekommen…
Ja, nächstes Mal frag ich halt nach, aber wenn ich’s nicht ess, wird’s eh nur weggeschmissen.
Zur Jause gab’s dann eine super Sahnetorte, von der glücklicherweise 3 Stück übrig geblieben sind, die sich im Moment noch in meinem Bauch befinden.
Sonst gab’s eigentlich nicht mehr viel, so circa um 15:00 war The Sound of Music auf ORF 2, hab ich mir gleich mit einer Bewohnerin gemeinsam angeschaut.
Heute war wieder einmal ein wunderbarer Samstagsdienst, ich bin aufgestanden und fühlte mich hoch motiviert. Nach meinem Kaffee hab ich mich dann ein bisschen früher auf den Weg gemacht, um dann festzustellen, dass ich eigentlich viel zu früh (so gegen 7:45) beim Heim war.
Ich hab dann aufs Frühstück warten können bis 7, dann war ich so um halb acht mit dem Herrichten fertig. Gewartet, gewartet, gewartet… gelesen, gelesen, gelesen… Dann um acht sind endlich die Medikamente gekommen, was mich ein bisschen genervt hat, weil ich normalerweise um halb neun fertig bin.
Ansonsten war alles ganz cool, als dann ein Kollege und ich Pause gemacht haben, ist eine Frau gekommen, die zu ihrem Mann wollte und sich nicht ausgekannt hat. Okay also sind wir runter mit ihr zur Rezeption, wo ihr dann gesagt wurde, dass ihr Mann im Hospiz liegt. Wir haben sie dann noch dorthin begleitet und haben dann das Abendessen vorbereitet.
Zum Abendessen gab’s dann Powidltascherl, wo ich gleich 5 gegessen hab, weil sowieso mindestens 20 übrig geblieben sind.
Jetzt bin ich satt und ein bisschen müde, morgen hab ich wieder Dienst… ich glaub ich wird mich mal ein bisschen ausruhen
Dezember ist es, draußen ist es eiskalt und es schneit, da möchte man doch beim Zivi ein gutes Buch haben, oder? (Ja, wir wissen alle, dass es draußen 15°C hat und dass es NICHT schneit).
Jedenfalls hab ich da ein super Buch für euch, von einem bekannten Bestsellerautor. Es ist nicht zu dick, aber trotzdem spannend und fesselnd geschrieben.
Das Buch heißt Der Fünfte Berg, geschrieben von Paulo Coelho.
Kurzbeschreibung: Paulo Coelho erzählt in einfacher, moderner Sprache die Geschichte des Propheten Elia, die wir alle kennen, 'so wie wir sie nicht kennen': Sein neuer Roman 'Der Fünfte Berg' versetzt uns zurück ins Jahr 870 v. Chr., als Gott Elia befahl, Israel zu verlassen und ins Exil zu gehen. Ausgehend von einer kurzen Bibelstelle erzählt Paulo Coelho die Geschichte des jungen Rebellen und Propheten wider Willen.
Wirkliche fesselnd, aber doch einfach geschrieben, und da die Seitenanzahl nicht so groß ist, denk ich mal, dass dieses Buch für mehr Zivis ansprechend ist als das letzte.
War eigentlich ein ganz witziger Tag, nur dass ich wieder keinen Kittel hatte, was aber nicht weiter schlimm war. Das einzig blöde war nur, dass wir nur zu zweit waren, und da gab’s eben Streitereien, wer im 2. Stock sein soll und wer im ersten.
Am Vormittag war ich im ersten, dann man Nachmittag hab ich mich dazu „überwunden“, in den 2. zu gehen. Oben hatte ich genug Zeit für die Simpsons, zum Lesen, und ich musste original NICHTS machen.
Es gab eigentlich nichts wirklich Erzählenswertes, außer dass eine Frau in ihrem Zimmer ein Stofftier zerfetzt hat. Wer durfte es aufkehren? Richtig, ich...
Aber dann, DANN kam ja der Überhammer. Ich sitz so da, als auf einmal die 97jährige Frau, die eh nur immer alle nervt anfangt mit: „Bitte bitte…“ Ich steh also auf und geh hin zu ihr und frag: „Was wollen Sie?“ Und sie (!): „ Sie als a Ganzer“…
So, die Schwestern haben sich abgehaut. Ich war echt angeekelt, aber egal, alles in allem ein recht chilliger Tag.
Morgen hab ich freiiii, juhuuu
Heute war, nach 3 Tagen Pause, wieder mein erster Dienst. Das Schlimme an 3 freien Tagen ist, dass man am letzten freien Tag in der Früh um 5 aufwacht und panisch auf den Kalender schaut, ob man nicht vielleicht doch Dienst hat (So wie früher in der schule in etwa).
Jedenfalls komm ich heute so ins Haus und merk, dass der andere Zivi – David – auch da ist. Super, weil man zu zweit wirklich sehr schnell ist, aber blöd, weil ich dann keinen Kittel hatte.
Die Neuigkeiten des Tages waren, dass 3 Bewohner nicht mehr da sind, und dafür eine neue Bewohnerin gekommen ist, was soviel heißt wie, dass ich zwei Zimmer weniger zum Servieren und Abservieren hab. Zur anderen Neuigkeit komm ich später noch.
Beim Frühstück-Machen ist mir eine Untertasse aus der Hand gefallen, und beim Aufheben der Scherben hab ich mir dann in den Ringfinger geschnitten. Eh nicht schlimm, MacGuyver-mäßig hab ich dann eine Serviette mit Tixo zu einem Pflaster umfunktioniert.
Als wir dann fertig waren, also alles ausgegeben hatten und die Küche sauber war, sehen wir auf einmal, dass der Patient mit Hepatitis C auf dem Gang steht und Richtung Küche kommt. Dabei hat er natürlich gleich ein paar Türen berührt und den Handlauf kontaminiert, was dazu führte, dass wir das alles desinfizieren mussten. Die Pfleger haben ihn dann aufs Zimmer gebracht und uns ausgelacht, weil wir so panisch reagiert haben, aber als er dann ein zweites Mal raus gekommen ist und ins Besprechungszimmer gegangen ist, waren sie auch nicht mehr so ruhig.
Weil wir irrsinnig schnell fertig waren mit allem, haben wir zu zweit dann auch noch das Depot aufgeräumt, was uns das Wäsche-Einordnen morgen sicher erleichtert.
Dann kam die Zeit, als wir das Essenswagerl holen mussten. Eigentlich war es heute echt früh fertig, nur das Problem war, dass der Lift nicht funktioniert hat. Ich hab aber schnell geschalten und hab mir von oben den Schlüssel für den Lift hinter dem Alzheimer Tageszentrum geholt. Der Unterschied zu dem hinteren Lift besteht darin, dass dieser so klein ist, dass nur ein Wagerl reinpasst, und dass man für ihn einen Schlüssel braucht, egal wo man hinfährt.
Gut. Beim Mittagessen war dann das Problem, dass zwar Fritattensuppe auf dem Speiseplan stand, aber keine Fritatten erkennbar waren im Wagerl. Gut, der David ist dann runtergerannt in die Küche, hat aber keine Fritatten bekommen. Okay, auch egal, haben wir gedacht, und haben die Suppe einfach so ausgegeben.
Bis es dann zum Streit kam – und zwar mit einer ehrenamtlichen Pensionistin mit schweren Lungenproblemen.
Sie: Wieso ist in der Suppe keine Einlage?
Ich: Die war nicht dabei, wir waren schon in der Küche, aber es gibt keine.
Sie: Was heißt das, DA IST JA DIE EINLAGE“ (und deutet auf einen Fleischstrudel, den wir beide für eine Beilage gehalten haben)
Ich: Ja ´tschuldigung, heute haben wir’s halt vergessen
Sie: NEIN DAS GEHT NICHT, IHR ZIVILDIENER SEID SO INKOMPETENT…
Ich: Ja mei, wir haben halt einmal die Einlage vergessen…
Sie: Nein das ist eine Schweinerei…
Ich hab mich dann eine halbe stunde lang mit ihr gestritten, was ihr einfällt, uns so anzubrüllen, aber sie wollte es nicht hören.
Nach der Mittagspause hat mich dann eine Schwester aufgefordert, mich bei der netten Dame zu entschuldigen, aber ich denk ja nicht dran. Ich, bzw. wir, haben nix falsch gemacht, und das grundlose Anbrüllen find ich eine Schweinerei, von einer FREIWILLIGEN wohlgemerkt.
In der Mittagspause wurden zwei Stände im Eingangsbereich aufgebaut, das ganze ist so eine Art Adventsmarkt, wo man selbst gebastelte Sachen aus dem Heim kaufen kann. Schaut ganz nett aus, aber ich find’s unnötig.
So, nach der Pause haben wir dann die Jause ausgeteilt, und dann unser Verteilwagerl mit Tixo ausgestattet, damit die Tischdecken die drauf liegen, nicht in jeder Kurve runterfallen.
So, bevor ich nun ende, komm ich noch zu der zweiten Neuigkeit des heutigen Tages:
Liebe Zivildiener!
Ab 1. Jänner ändert die Caritas Socialis in ihren Einrichtungen die Abgeltung der Verpflegungskosten. Ab diesem Datum wird der gesamte Verpflegungsgeldanspruch von 11,56€/Tag direkt an Sie überwiesen und die Naturalverpflegung in der Form eines kostenlosen Mittagessens entfällt.
Selbstverständlich können Sie das Angebot des Offenen Mittagstischs der SV Catering in Anspruch nehmen, in diesem Fall sind 5,30€ für das Mittagessen zu bezahlen. (Quelle: CuSpruch)
Find ich persönlich eine super Sache, bekomm ich insgesamt locker 300€ pro Monat nur Verpflegungsgeld.
Ja, das war ja heute ganz schön viel, ich geh mich jetzt ausrasten, bis morgen.
Gestern war die Geburtstagsfeier von einem Zivikollegen namens Paul, deswegen hab ich heute Nacht 3 Stunden geschlafen.
Trotzdem jedoch war ich heute um 7:50 Uhr mit dem Herrichten des Frühstücks fertig, hab nebenbei noch die Wäschewägen aufgefüllt und die Wäschesäcke ausgewechselt.
Danach hab ich mir dann einen Kaffee aus der äußerst seltsamen Kaffeemaschine genehmigt. Das Komische an dieser Maschine ist: Sie macht kalten Kaffee, der erst mit der lauwarmen Milch aus dem Dienstzimmer warm wird.
Nach dem Kaffee hab ich dann meinen Blutdruck gemessen und festgestellt, dass meine Herzschlagfrequenz 103 bpm beträgt… ob das normal ist oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht…
Kurz bevor ich dann aus hatte ist eine sehr nette Bewohnerin verstorben, was leider schon abzusehen war…
Tja am Abend war ich dann Running Sushi essen und hab mir den neuen James Bond angeschaut… ist ein echt sehenswerter Film, nur die Länge von zweieinhalb Stunden könnte ein paar Leute abschrecken.
Jetzt geht’s wieder zurück vor den Fernseher, denn da spielt’s grad Verhandlungssache auf ORF 1…
Heute war ein ganz angenehmer Tag und es gab wieder ein paar ganz witzige Begebenheiten.
Erstmal ist mir heute klar geworden, dass es mich IMMER genau dann auf der Nase juckt, wenn ich mir die Gummihandschuhe angezogen und irgendetwas angegriffen hab. Klingt komisch, ist aber so. Es ist kein normales Jucken, das man ignorieren kann, nein, ein ganz penetrantes, unausstehliches Jucken…
Dann gab’s zu Mittag auch einen echt geilen Vorfall. Ich bring das Geschirr und das Essen rauf und nachdem ich circa 70% des Essens ausgeteilt hab, fällt mir plötzlich auf, dass ich keine Löffel mehr hab. An sich kein Problem denk ich, und geh in den Stock über mir. Dort gab’s dasselbe Problem: Kein Löffel weit und breit. Ich also runter in die Küche, weil man ja nicht verlangen kann, dass die Suppe mit kleinen Löffeln gegessen wird. In der Küche ereignete sich dann das:
Ich: Ich bräuchte Löffel…
Koch: Versuchs mal im Speisesaal, aber nimm wenige!
Ich: Okay
Also rüber zum Speisesaal, wo mir ein anderer Koch sagt: Da hast du auch kein Glück, wir haben 3 Löffel.
Ich: Nicht wirklich, oder?
Koch: Doch, die verschwinden irgendwie, wahrscheinlich werden die gefladert, und die kleinen Löffel verschwinden noch schneller.
Ich also wieder rauf, ohne meine Mission erfolgreich erfüllt zu haben.
Oben dann entdecke ich, dass ein Zettel auf dem Küchenkasten hängt, wo Informationen über den Patienten mit Hepatitis C hängen.
Ich: Soll ich da dazuschreiben, das er Hepatitis C hat?
Schwester: DU JETZT HÖR MAL ZU…
Ich: Nein jetzt hörst du mir mal zu. Ich finds eine Frechheit, dass mich und die anderen Zivildiener darüber niemand aufgeklärt hat, weil wenn ich an Hepatitis C erkranke, kann das das Heim hier nie zahlen!
Sie: Ähm… haben schon alle ihr Essen?...
Nach der Pause, so circa eine halbe Stunde vor dem Abendessen, kommt auf einmal eine Frau zu mir her und fragt mich: Leben wir alle noch?
Ich so: Ja also mehr oder weniger…
Sie: Wann geht mein Zug?
Ich: Warten Sie einfach in ihrem Zimmer, ich ruf Sie dann…
Sie: Okay.
Der heutige Tag hat eigentlich schon gestern begonnen. Gestern Abend hatte ich nämlich vor, heute früher aufzustehen und zu Fuß zur CS zu gehen.
Eigentlich ja eine ganz nette Idee, dachte ich, und stellte den Wecker auf 6 Uhr ein. Der Wecker hat ordnungsgemäß geläutet, nur bin ich erst 42 Minuten später draufgekommen, dass dieser schrille Ton mir galt…
Okay, also bin ich um 6:42 aufgestanden und total hektisch zur Busstation gerannt, um dort festzustellen, dass ich den Bus verpasst hab.
Letztendlich bin ich dann eh nur 10 Minuten zu spät gekommen, und beschwert hat sich auch keiner.
Das Erschreckende am heutigen Tag war eigentlich nur, dass ich zufällig erfahren hab (also gesagt hats mir keiner), dass einer der neuen Bewohner Hepatitis C hat… Find ich persönlich eine Frechheit, weil wenn ich da mal ohne Handschuhe reingehe und irgendwo Blut klebt… ich mein seit heute zieh ich beim Essen ausgeben generell Handschuhe an…
Ja ansonsten… in der Mittagspause bin ich dann für ne Stunde heimgegangen, um ein bisschen abzuschalten.
Nach der Mittagspause gab’s dann aber nichts mehr Besonderes, also nur die üblichen Arbeiten und viel Desinfektionsmittel nachdem ich in der Nähe des neuen Bewohners war.
Heute war mein erster Dienst nach dem Krankenstand - also nach einwöchiger Abstinenz.
Da ich letzte Nacht 3 Stunden geschlafen habe, war das ganze noch unfassbarer für mich, aber mit Kaffee kann man sich den ganzen Tag wachhalten.
Die erste Neuigkeit war, dass wir 3 neue Bewohner auf der Station hatten, was soviel heißt wie dass ich die Routine bezüglich
Essen herrichten erst wieder neu erlernen musste.
Eine neue Bewohnerin wollte zB einen Espresso, der in so einer Espressokanne auf dem Herd zubereitet werden muss.
Gut.
Ich hab natürlich noch nie so eine Espressokanne bedient, und bis jetzt ist mir der Machanismus an sich nicht ganz klar. (Das sind diese Kannen, wo man unten Wasser reingibt, dann Kaffeepulver in einen Metallfilter, und das Ganze stellt man dann auf den Herd... wenns dann kocht, kommt oben der Kaffee raus und sammelt sich dort.) Dass man den Deckel nicht aufmachen sollte, weil sonst der Kaffee rausspritzt, musste ich auch erst lernen...
So, dann, als ich das Frühstück vorbereitet hatte, ging ich ins Besprechungszimmer. Dort kam ja dann der Überhammer.
Ich: Ist der Dienstplan für Dezember schon da?
Blöde Sau (Schwester): Ja der hängt dort.
Ich nehm mein Handy raus und speicher meine Dienste ein.
Blöde Sau: Planst du schon den nächsten Krankenstand?
Ich: Hä?
Sie: Naja du bist ja so ein notorischer Krankenstandler...
Ich hab mich nach der Meldung dann umgedreht und habdas Zimmer verlassen, weil mir das Ganze irgendwie zu dumm war.
Ja und ansonsten... wars das eigentlich schon, heute hab ich wieder mal was gelernt, und zwar, wie man mit so einer Espressokanne umgeht.
Heute, an meinem letzten freien Tag, habe ich mir meinen Ziviausweis geholt.
Geplant war das ganze so: Um 8 aufstehen, zum Magistrat gehen, und nach einer halben Stundewieder raus mit dem Ziviausweis.
Aber so einfach war das dann doch wieder nicht.
Erstmal bin ich erst um 9 aufgestanden. Dann bin ich zum Amt rauf, wo mir dann von einem sehr unfreundlichen Portier gesagt wurde, dass die PCs nicht funktionieren, und dass ich später wiederkommen solle.
Also bin ich in den 1. Bezirk gefahren, um mir dort ein Menü beimBurgerKing zu genehmigen (was ich mit meinem Ziviausweis ja billiger bekommen hätte, aber egal...).
Um halb zwölf war ich dann wieder im Magistrat, wo mir dann gesgat wurde, dass ich ja zu den besten gehöre, denn einen Ziviausweis um halb zwölf zu holen... tztztz...
Letztendlich war ich dann um zwölf fertig. Der Ziviausweis sieht echt billig aus muss ich sagen, aber warum nicht, kostet ja schließlich nix.
Hat schon jemand diesen Film mit Al Gore gesehen? also ich find ihn ziemlich erschreckend...
Wenn nur die Hälfte von dem was er sagt stimmt, ist das ganze schon ziemlich aus dem Ruder gelaufen.
Da ich festgestellt habe, dass Lesen beim Zivi wirklich sehr entspannend ist und dass die Zeit schneller vergeht, möchte ich euch in regelmäßigen Abständen ein paar Ideen geben, was man denn lesen könnte.
Das Buch heißt Grün ist die Hoffnung, geschrieben von T.C. Boyle.
Kurzbeschreibung: Der Boyle-Klassiker über drei schräge Typen und ihren Versuch, Marihuana anzubauen. Cool, witzig, spannend. »An jenem Abend - es war Ende Februar - war ich zu Hause geblieben ... In meiner Kindheit gab es nichts, was auf eine Verbrecherkarriere hingewiesen hätte ... Dennoch fuhr ich, zwei Stunden nach Vogelsangs Besuch, nach Lake Tahoe, um die ersten unwiderruflichen Schritte auf die schiefe Bahn zu setzen.« Ein Jahr lang wollen ein CIA-Agent, ein Botaniker und ein Alt-Hippie in den Bergen nördlich von San Francisco Marihuana anbauen, um endlich ans große Geld zu kommen. Aber die Natur ist widerspenstig und das Leben in der Wildnis einigermaßen strapaziös ...
Ist echt spannend und lustig zu lesen, vorallem wenn man lange Inseldienste oder Sonntagsdienste vor sich hat. Da es im Fernsehen eh nichts Gescheites spielt, würde ich dieses Buch als Alternative empfehlen.
Die Seitenanzahl mag erschrecken, aber es liest sich wirklich sehr schnell und ist extremst spannend.
Tja heute gabs eigentlich nicht viel Besonderes, in der Früh gabs gleich mal das erste Chaos, da war das Frühstück nämlich um 7 noch nicht fertig, was alle gleich mal eine halbe Stunde zurückhaut.
Dann war mein Zivikollege oben im 2. Stock und ich war allein... Okay.
Dann gabs aber trotzdem um 8 den ersten Kaffee... Also wenn man sich so vorstellt, wie es sich anhören muss, wenn man Hartplastik verbiegt und kräuselt, => So hört sich die Kaffeemaschine an.
NAch unserem Kaffee haben wir dann im Raucherzimmer gelesen, einen geraucht und ein Kreuzworträtsel gelöst, bis eine der Schwestern kam und zu uns meinte: Das hier ist keine Binliothek, wer nicht raucht muss raus!!
Wir beide natürlich auf, raus aus dem Zimmer und uns bei noch einem Kaffee über die blöde Sau aufgeregt.
Tja das wars dann auch schon wieder, bis auf das Abendessen... Da gibts offensichtlich Leute in der Küche, die das Besteck einfach fladern, weil das kann nicht sein dass wir nur 3 Gabeln haben...
Heute war ein ganz angenehmer Tag, in man mir erlaubt, in der Früh hat man mir erlaubt, die übriggebliorte von gestern aufzuessenebene Geburtstagst, welche sich als ein ganz gutes Frühstück herrausstellte.
Nach dem Frühstück war ich eigentlich nur damit beschäftigt, mein Buch fertigzulesen.
Als ich das dann um viertel elf erledigt hatte, setzte ich mich runter zu den anderen Zivis, wo's eigentlich nur um sehr philosophische Gedanken und Gesprächsthemen ging.
Dann um elf, wo's eigentlich Essen hätte geben sollen, war auf einmal der ur Tumult in der Küche, was dazu führte, dass die Ente (ja, heute gabs Ente) und Grammelknödel etwas später fertig wurden.
Oben hab ich dann original die Grammelknödel mit den Kartoffelknödel vertauscht hab, was wiederum dazu führte, dass ich NOCH später in die Pause gehen konnte.
Ja das war's auch schon... morgen hab ich auch wieder Dienst, aber die Freude hält sich irgendwie in Grenzen.
Nachdem ich nun 2 Tage frei hatte (an denen ich eigentlich nur damit beschäftigt war, zu arbeiten), und noch dazu gestern meinen Vormerkschein von Wiener Wohnen bekommen hab, gings heute wieder frohen Mutes ins Altersheim.
Dort war eigentlich alles wie immer, nur mit dem Unterschied, dass ich außerordentlich fertig war, was vermutlich daran lag, dass ich keinen freien Tag hatte, nicht mal Wochenede oder ähnliches.
Tja als dann alle alten Leute heraußen waren, habe ich versehentlich (!) ORF 1 eingeschalten, was dazu führte, dass ihnen ein Unterhaltungsprogramm der etas anderen Art geboten wurde: O.C. California, Sex and the City, Biene Maja...
In der Pause gabs dann ein paar Runden Jolly, die (bis auf eine) alle ich gewonnen hab :D
als ich mir dann nach der Jause die Simpsons anschauen wollte, war ich schwer geschockt: Die Leute WOLLTEN ORF 2 sehen... Völlig baff bin ich dan neinfach in der 2. Stock gegangen und hab dort geschaut.
Tja und ansonsten: ein recht chilliger Tag, bis auf die Kopfschmerzen die ich am Schluss bekommen hab.
War vorher übrigens wieder Running Sushi essen... also das Restaurant im W3 ist echt genial...
Heute gabs nicht viel zu tun, wir waren schließlich zu zweit, soll soviel heißen wie: 7:30 Essen ausgeben - 8:00 fertig mit allem + Wagerl runtergebracht.
Dann gabs während der \'Gymnastik\' - was aussieht wie normale Gymnastik nur in Zeitlupe - ein sehr spannendes Kreuzworträtsel zu lösen (im der Heute-Zeitung)...
Tja und ansonsten war eigentlich alles beim alten, nach der Jause haben wir dann mit Schrecken festgestellt, dass es auf dem Fernseher im ersten Stock kein ORF 1 gibt, was uns dazu bewegt hat, hektisch auf der Fernbedienung herumzudrücken, bis wir schließlich und endlich den Sendersuchlauf gefunden haben und ORF 1 eingestellt haben.
Dann stand den Simpsons nichts mehr im Weg.
Beim Abendessen durfte mein Kollege dann andie 50 Mal zu einer Frau laufen, die unbedingt die Vorhänge gerichtet haben wollte etc. etc.
Ich hab mir das angeschaut und mich die ganze Zeit lang abgepeckt...
Morgen und übermorgen hab ich frei, nur hab ich morgen meine erste gratis Hepatitis A,B Teilimpfung (was aufmerksame Leser meines Blogs sowieso wissen ;)), was soviel heißt, dass ich morgen um halb eins trotz freiem Tag kurz ins Heim fahren muss...
Erstmal ware nwir heut zu zweit, der neue Zivi namens David und ich. Zusammen waren wir doppelt so schnell, haben demgemäß mehr gefaulenzt am Vormittag, also zB das Kreuzworträtsel der U-Bahn-Zeitung gelöst.
Dann gabs 3 Betten zu überziehen und DANN kam DER Hammer.
Also, eine Kollegin bat uns, "ein Schüsserl" Apfelmus für eine Bewohnerin zu holen. Wir zwei also runter in die Küche und "ein Schüsserl" Apfelmus verlangt.
Nach circa 3 Minuten kommt die Küchengehilfin mit einer Obstschale voll Apfelmus, waren so an die 4 Kilo.
Wir zwei wieder rauf damit... Die Reaktionen bestanden hauptsächlich aus Gelächter.
In der Mittagspause bin ich dann heim gefahren, hab zu Hause etwas gegessen (das Essen war heute irgendwie nicht so ansprechend), und hab auch gleich mein Reiseschach mitgenommen.
Nachdem wir dann die Jause ausgeteilt haben, wollten wir Schach spielen, was aber immer wieder durch missgünstige, zivildienerhassende Schwestern unterbunden wurde.
Ich hab mich also in den 2. Stock gesetzt und mir die Simpsons angeschaut, nachdem ich einen alten Mann davon abgehalten habe, 1 Kilo Zucker mit Kuchen und Kaffee zu vermischen...
Danach gabs dann die Schachpartie, die ich gewonnen habe...
Tja das wars eigentlich, ich denk mein Zivikollege und ich werden das tägliche Schachspiel zur Tradition machen, allein schon deswegen weil er eine Revanche will...
Tja Leute, heute hatte ich wieder mal viel Zeit zum Schreiben, ihr sollt ja auch was zum Lesen haben :)
Also heute war seit langem wieder mal mein erster Dienst. In aller Herrgottsfrühe kommt mir eine Frau entgegen und fängt an zu labern.
Sie: Ja hallo, wo sind die beiden da aus diesem Zimmer, die waren vorher noch da...
Ich denk so: Eine Angehörige um die Zeit? Kann eigentlich nicht sein.
Sie: Wo sind denn die bitte, ich war doch schon öfter hier ich habe hier früher studiert.
Ich denk so: Bing! Demenz.
Ich;: Ja also ich weiß nicht wo die sind, schauen Sie mal in ihrem Zimmer.
Sie: Ja okay wenn Sie meinen, Sie müssen es ja wissen.
Ich bin dann dazu übergegangen, Frühstück zu machen und das Wagerl auszuräumen. Auf einmal steht sie wieder da.
Sie: Sagen Sie, wo ist denn die jetzt?
Ich: Setzen Sie sich hin, sie bekommen ein Frühstück.
Sie: Da hin?
Ich: Ja, wo Sie wollen...
Sie hat sich hingesetzt und prompt weitergelabert.
Sie: Ja wissen Sie, ich habe hier studiert, haben Sie auch hier studiert?
Ich: Nein.
Sie: Aha. Die Messe wird doch immer noch von den Geistlichen geleitet, oder? Wo ist denn diese eine Frau?
Ich: Die Schwester Ursula ist das...
Sie Achso die Schwester Ursula. Okay. Und wissen #Sie, wo meine Taschen sind?
Ich: Ja, in ihrem Zimmer...
Sie: Okay. Ja also die Messe ist immer sehr schön, viele von denen haben auch studiert.
Ich: Echt?
Sie: Ja, ich kenne viele hier, wo sind denn eigentlich meine Taschen?
Ich: In ihrem Zimmer...
Später ist sie dann in ihrem Zimmer gesessen und hat gebrüllt.
Sie: SCHWESTER, da ändert sich alles unentwegt, Hilfe, Hilfe, was soll das, schauen Sie, das ist gefährlich, kommen Sie doch Hilfe , Hilfe, Salzbug, 20° Celsius, Achensee 15° Celsius, Hilfe, Hilfe...
Sie hat diese ORF 2 Dauersendung gesehen, wo im Hintergrund Voksmusik spielt und wo man die Landschaftsansichten sieht.
So ging das dann weiter, bis dann am Vormittag die zwei die zwei alten Frauen kamen, die sozusagen die „Bosse“ sind. Dann kam die neue Bewohnerin mit ihrer Tasche.
Sie: Sie da, Sie müssen sich das ansehen in meiner Tasche.
Frau #1: Das interessiert niemanden, ich weiß nichts.
Sie: Doch, Sie sind doch verantwortlich.
Frau #1: Nein, wir sind hier alle Patienten, wie Sie.
Sie: JA, wir sind Patienten, aber in meiner Tasche.
Frau #1: Jetzt halten’s doch den Mund! Keinen interessiert ihre Tasche.
Frau #1 ist aufgestanden und weggegangen, Frau #2 ist mit ihrem Rollstuhl in ihr Zimmer geflüchtet, bis die Bewohnerin allein da saß.
Heute war der erste Dienst nach meinem Krankenstand + Urlaub, 11 Mal muss ich von heute an noch ins CS dackeln und meinen Sklavendienst verrichten.
Heute war allerdings ein relativ ruhiger Tag, ich war im zweiten, der David im ersten Stock, was soll ich sagen – alles war wie immer – nur schlimmer.
Der kleine fett Komplexhaufen war auch da – und hat uns beide gekonnt ignoriert. War wohl enttäuscht, als sie erfahren hatte, dass sie keine Anzeigen schreiben kann, sondern nur der Stationsleiter.
Außer der Simpsons-Session im 4. Stock – 4 Zivis, 1 Fernseher, ORF 1 – gab es eigentlich nix besonderes heute.
Ja also heute war ein ganz angenehmer Tag, am Vormittag war mein Kollege Daniel da, hatte nur F6 Dienst, wir waren dementsprechend schnell zu zweit.
Am Nachmittag wollten ein paar Ehrenamtliche dann mit ein paar Bewohnern Eis essen gehen und haben mich gefragt, ob ich mitgehen könnte, denn sie bräuchten noch jemanden.
Ich: Ja, aber wann sind wir da wieder zurück?
Ehrenamtliche: So gegen 16 Uhr.
Ich: Naja das ist blöd, weil ich muss noch das Depot einräumen und dann um 4 ist ja schon Abendessen machen angesagt.
Ehrenamtliche: Ich sag dir was: Du gehst mit, und wir helfen dir dann alle.
Gut, wir sind dann Eis essen gegangen, 2 Ehrenamtliche, 1 Abteilungshilfe und ich, jeder einen Rollstuhl vor sich her schiebend.
Beim Eissalon war es dann auch ganz okay, ich wurde eingeladen, und beim Rückweg war ich dann der Schnellste, denn es war schon dreiviertel vier…
Ich hab dann alles vorbereitet, und beim Abendessen hat dann die Abteilungshilfe das Depot eingeräumt und eine Ehrenamtliche hat Essen eingegeben. Voll cool.
Erstmal war „das Magistrat im Haus“ – auf gut Deutsch: Alle rennen hektisch rum, um alles sauber zu machen beziehungsweise eventuelle Missstände zu kaschieren. Ich hab jedenfalls die ganze Zeit nur gehört: Das Magistrat ist im Haus, zieh deinen Dienstmantel an! Was war dann letztendlich los? Das „Magistrat“ hat sich ins Raucherkammerl gesetzt und sich irgendwelche Unterlagen angeschaut.
Zu Mittag war es dann so: Ich + Abteilungshilfe + zwei Schwestern im zweiten Stock, wo ziemlich wenig zu tun ist, und David alleine im ersten Stock.
Ich bin einfach runter gegangen und habe ihm geholfen, woraufhin der kleine, fette Komplexhaufen oben geschrien hat: RENE! Wo bist du?
Ich: Unten, wo sonst?
Sie: Komm sofort rauf!
Ich: Ja, gleich, ich helf’ ihm nur kurz…
Sie: Nein, du kommst sofort rauf oder du kriegst eine Anzeige! Ich bin natürlich nicht gleich rauf gegangen, sonder hab meinem Kollegen geholfen. Danach bin ich dann nach oben gegangen.
Sie: Brauchst gar nicht mehr raufkommen, du bekommst eine Anzeige!
Ich: Weswegen, ich hab ihm nur…
Sie: NEIN! Wenn ich sage komm rauf, hast du rauf zu kommen.
Ich bin dann wieder runter, weil mir das ehrlich gesagt zu blöd war.
Am Abend bin ich dann zum Stationsleiter gegangen und hab ihm die Sache erzählt, und er hat mir versichert, dass ich keine Anzeige deswegen bekommen werde. Der kleine, fett Komplexhaufen ist aber auch immer für einen Spaß gut, oder?
Heute habe ich echt einen Hammer für euch. Und zwar geht es darum, dass ich glaube, dass Leute im CS, sofern die noch nicht dement sind, dement gemacht werden.
Und zwar habe ich dafür folgenden Beweis:
Vor gut einer Woche kam eine neue Bewohnerin in den zweiten Stock, geistig und auch körperlich völlig normal, die sich über die Zustände im zweiten Stock aufregte. (Es ging dabei um die Lärmbelästigung durch eine Bewohnerin und um ein paar andere Kleinigkeiten).
Ich hab dann mit ihr geredet und sie hat mir alles klar gemacht, dass sie nachhause möchte, weil sie nur hier war, weil sie sich mal verletzt hatte und jetzt sei sie wieder gesund.
Heute hatte ich Dienst im zweiten Stock, und als ich nach der Mittagspause auf den Stock kam, war sie komplett aufgelöst.
Sie: Wer hat den Leibstuhl denn da hingestellt?
Ich: Wohin?
Sie: In mein Zimmer.
Ich: Keine Ahnung, ich war es nicht…
Sie: Kommen Sie mit, ich zeig es Ihnen!
Ich: Okay… Sie geht die Schritte und steht an der Tür zum Gang.
Sie: Komisch, wo ist er denn?
Ich: Ich hab’ keine Ahnung…
Sie: Ich bilde mir so etwas doch nicht ein…
Ich: Ich weiß schon, ich glaube es Ihnen… Sie geht zu einer Zimmertür einer anderen Bewohnerin.
Sie: Und da drin?
Ich: Das ist das Zimmer einer Bewohnerin…
Sie: Aha…
Tja, am Ende stellte sich heraus, dass sich der Leibstuhl tatsächlich in ihrem Zimmer befand, allerdings fand ich das Ganze schon ziemlich seltsam und so habe ich die Frau wirklich nicht in Erinnerung.
Heute war ich im ersten Stock, allein, und heute war wieder mal nichts so wie es sein sollte.
Denn in der Früh erfuhr ich dann, dass das Labor (= Blutabnahme) kommen sollte. Deswegen bekamen vier Bewohner kein Frühstück, was allerdings nicht bedeutet, dass sie gar keines bekommen, sondern dass sie es nach der Blutabnahme bekommen. Und das bedeutet Stress.
Dann kam noch dazu, dass eine Bewohnerin unbedingt aufstehen wollte und noch duschen wollte, bevor das Labor kommt.
Aber ich hab natürlich alles hingekriegt, ansonsten war am Vormittag nichts weiter, am Nachmittag gab’s dann eine echt witzige Situation mit einer echt coolen Bewohnerin.
Sie: Können Sie mir helfen, den Mantel anzuziehen?
Ich: Welchen denn?
Sie: Der grüne, der im Kasten hängt. Ich mach den Kasten auf, mindestens 40 Mäntel, nur kein grüner.
Ich: Wie wär’s mit dem hier?
Sie Ist der grün?
Ich: Nein, der ist blau.
Sie: Nein, blau mag ich nicht, gibt’s keinen grünen?
Ich: Nein, leider…
Sie: Na gut, dann nehme ich halt einen anderen…
Sie hat dann letztendlich einen weißen angezogen, aber ich sag’s euch: Voll heftig, mindestens 40 Mäntel, kein Scheiß… Ich hab geglaubt mir fallen die Augen raus.
Heute waren wir wieder bis zum Mittagessen getrennt, doch durften wir beide für eine Ehrenamtliche zum spar gehen, was soviel heißt wie: Raus aus dem CS – Bank – Trafik – Spar – Rein ins CS. Kleiner Umweg, aber wie waren super in der Zeit und haben die Erdbeeren rechtzeitig abgeliefert.
Diese wurden dann bis nach der Mittagspause zu einem Kuchen verarbeitet, was dazu führte, dass etwa 7 Stücke von dem ursprünglichen Jausenkuchen übrig blieben. Davon haben wir uns dann ein paar genehmigt und haben noch alles für das Abendessen vorbereitet.
Das Abendessen ging dann recht flott vonstatten, ich bin um 5 gegangen. Yeah, morgen frei und dann nur einen Tag Dienst…
Ja also heute war mein erster Tag nach dem Krankenstand, war ganz okay und eigentlich wie immer: David, die männliche Abteilungshilfe und ich sind da. Und wie wurde das auf 2 Stöcke verteilt? David + AH im ersten, ich im zweiten Stock. Zweiter Stock ist schon belastend, aber ab dem Mittagessen war ich sowieso im ersten, dank einer weiteren Abteilungshilfe.
Unten waren wir dann wie erwartet megaschnell, die Mittagspause wurde nach einem Gang zum Spar auf dem Dach verbracht.
Die Jause und das Abendessen waren dann auch kein Problem, alles superschnell, ein fast perfekter Tag.
Nur noch morgen, dann hab’ ich den Feiertag frei!!
P.S.: Seltsam, sobald ich der fleißigste Blogger bin, werden die TOP 20 nicht mehr angezeigt… echt seltsam…
Tja also heute war ein echt langweiliger dienst im zweiten Stock, bis auf ein paar Aktionen von Bewohnern.
Und zwar gibt es da zwei Bewohner: Die eine hört schlecht (#1), die andere ist ziemlich dement (#2), und weil sie neue Medikamente bekommen hatte, ist das ganze noch extremer.
Bewohnerin #2: Schwester!
Bewohnerin #1: Da ist niemand…
Bewohnerin #2: Hallo, sie müssen mir doch… ich meine… das geht doch nicht… ich brauch doch… das eine… geben Sie mir das!
Bewohnerin #1: Was brauchen Sie denn?
Bewohnerin #2: Was?
Bewohnerin #1: Was brauchen Sie??
Bewohnerin #2: Wo ist eine Schwester?
Bewohnerin #1: Da ist niemand…
Dann gab es noch eine Situation, wo ein Bewohner im Rollstuhl eine andere, die den ganzen Tag auf den Tisch klopft, einfach weg geschoben hat.
Ansonsten gab es nichts, ich war fast die ganze Zeit im ersten Stock bei meinem Kollegen David.
So, endlich mal 3 Tage frei… ich denke ich hab es mir verdient…
Ja also heute hat sich wieder einiges Erzählenswertes ereignet.
Erstmal war ich am Vormittag im zweiten Stock. Dort war auch der kleine fette Komplexhaufen, der es als äußerst lustig empfunden hat, mir ein Bein zu stellen.
Ich: Sag mal geht’s noch, wenn ich hinfalle, geh’ ich sofort in Krankenstand…
Sie: Mir ist das wurscht. Und lacht behindert.
Als dann die Abteilungshilfe gekommen ist, hielt ich das für einen Freibrief um nach unten zu gehen. Allerdings war unten der David und noch eine Abteilungshilfe, woraufhin ich wieder nach oben gegangen bin.
Als ich dann oben alles ausgeteilt hatte, bin ich wieder runter, um etwas zu essen. Ich war keine zwei Minuten unten, da schreit der kleine, fette Komplexhaufen.
Sie: RENE!
Ich: Ja?
Sie: WO BIST DU?
Ich: Hier unten…
Sie: KOMM SOFORT RAUF, DU MUSST DER FRAU xxxx EINGEBEN! (Die besagte Frau ist ziemlich daneben und dieser Frau gebe ich sicher nicht das Essen, das traue ich mir einfach nicht zu)
Ich: Also der Frau xxxx gebe ich sicher nicht ein, jedem anderen Bewohner, aber ihr nicht!
Sie: KOMM RAUF, ODER DU KRIEGST EINE ANZEIGE!
Ich bin dann fünf Minuten später rauf gegangen, gaaaanz gemütlich.
Am Nachmittag bin ich dann schnell zur Apotheke gerannt um ein Rezept abzuholen und ich habe mir den Dienstplan für Juni – meinem letzten Monat – ausgemacht. Wenn der so bleibt, wie ich ihn gern hätte, wär das echt perfekt.
Also heute war ein echt chilliger dienst, ich hatte gemeinsam mit Daniel und David, wobei David nur bis zur Mittagspause da war – F6 Dienst (a.k.a. Frühdienst 7-13 Uhr).
Deshalb war ich am Nachmittag allein auf dem ersten Stock, es war allerdings ganz angenehm, weil ich in der Mittagspause eine Stunde auf der Dachterrasse in der Sonne gelegen bin, und dementsprechend entspannt bin ich dann wieder an meine Arbeit gegangen, außerdem ist Daniel von Zeit zu Zeit auch runter gekommen, wo wir dann eine geraucht haben.
Um 17 Uhr war ich dann fertig und bin gegangen… Nur noch morgen und übermorgen, dann endlich drei Tage frei…
Ja also heute war ein ganz witziger Tag, komischerweise war der Stationsleier nicht da, was alle irgendwie entspannter gemacht hat.
Besonderes gab es heute eher wenig, außer dass ich drei Bewohner zum Frisör bringen und wieder holen musste, obendrein hatte eine Ehrenamtliche, die eigentlich eh ganz okay ist, die glorreiche Idee, mit ein paar Bewohnern in den Hof zu gehen, wo dann eine Rätselrunde veranstaltet wurde.
War ganz cool, denn eigentlich war Sonnenschein, aber da es doch etwas kühler war, sind die Bewohner mit Decken und Kopftuch in der prallen Sonne gesessen, und das war schon ein ganz geiles Bild.
Übrigens: Heute waren die Geschirrwagerl rechtzeitig fertig, und zwar alle. Scheint so, als wäre der Abwaschtyp draufgekommen, dass es doch von Vorteil ist, schon so um mit dem Abwaschen zu beginnen.
Na gut Leute, ich wünsche euch allen morgen einen schönen Feiertag, ich hab morgen frei und dann wieder drei Tage Dienst…
Ja also heute war wieder einmal seit langem ein Sonntagsdienst.
An sich ja ganz angenehm, wir – also David und ich – haben so gut wie alles erledigt bis 10 Uhr und haben dann die Bewohner in die Kirche geführt. Als dann alle bis auf einem unten waren, haben wir uns auf die Terrasse gesetzt.
Auf einmal kommt eine Pflegerin zu uns und schreit: Und wer bringt die Bewohner in die Kirche? David hat ihr dann mal die Meinung gesagt, seitdem gibt es keine Probleme mehr mit der Schwester, sie ist seitdem echt nett zu uns.
In der Mittagspause haben wir uns dann aufs Dach begeben, was ja echt super geworden wäre, aber als wir circa fünf Minuten oben waren, hat es auf einmal zu schütten begonnen. Wir haben dann beschlossen, uns ins Zwischengeschoß zu setzen, wo am Wochenende sowieso tote Hose ist.
Am Abend gab es dann ein Problem mit der Küche, denn der Küchenlehrling hatte vergessen, Grießkoch zu machen, also mussten wir bis circa halb fünf auf den Grießkoch warten. Das was wir dann bekamen war auch mehr Koch als Grieß, aber es war essbar, also so gesehen…
Tja, morgen hab ich auch Dienst, dann hab’ ich einen Tag frei und dann wieder drei Tage Dienst… rosige Aussichten, oder?
Heute war seit langem wieder mal ein Samstagsdienst, der damit begann dass ich in der Früh um halb sieben, in der U-Bahn kontrolliert wurde.
Selbstbewusst wie beim ersten Mal zeigte ich meinen Zivildienst-Ausweise vor, und der Kontrolleur quittierte das Ganze mit einem Passt.
Der Dienst wäre ganz entspannend geworden, wenn nicht die Abteilungshilfe aus dem zweiten Stock in Krankenstand gegangen wäre. Das führte nämlich dazu, dass ich im zweiten und David im ersten Stock war.
Allerdings war ich im zweiten Stock so schnell, dass ich Zeit hatte meinem Kollegen tatkräftig unter die Arme zu greifen. In der Mittagspause besuchte ich einen ehemaligen Zivildiener und nachdem ich zurückgekommen war, beschlossen David und ich uns mit der Jause zu beeilen um uns dann auf die Dachterrasse zu setzten.
Jetzt ist es allerdings so, dass zwei Zivildiener deswegen schon eine Anzeige kassiert haben, was die ganze Sache ein bisschen heikel machte. Darum kam uns eine Bewohnerin, die fragte, ob es denn nicht möglich wäre, auf die Terrasse zu gehen, ganz gelegen. Wir beeilten uns mit der Jause, richteten alles für das Abendessen her und begaben uns dann mit insgesamt drei Bewohnern auf die Dachterrasse.
Oben hatte es schätzomativ 30 Grad und alle drei Bewohner wollten im Schatten sitzen. Dass glich einer schwierigen Aufgabe, denn wir mussten mit einem Schirm so viel Schatten erzeugen, dass kein einziges Körperteil der Bewohner in der Sonne war. So bald dies eintrat, ging es los mit ein bisschen weiter in den Schatten bitte, es ist so unerträglich heiß und ich glaube ich möchte lieber wieder nach unten.
Als wir dann allen Bewohnern die perfekte Schattenposition ermöglicht hatten, setzten wir selbst uns in die Sonne und blieben so eine Stunde auf dem Dach.
Das waren alle Ereignisse des Samstagdienstes, morgen geht’s dann weiter.
Bis dann.
Ja heute war eigentlich ein ganz normaler Tag, abgesehen einmal von der Unlust am Morgen, überhaupt irgendetwas zu machen.
Ich habe die immer wieder aufkommende Unlust allerdings nicht beachtet und habe mich meinen täglichen, schon fast automatischen Handgriffen gewidmet.
Nach dem Frühstück habe ich dann die Wäschesäcke ausgewechselt, und da der eine Wäschewagen genau neben dem Raucherkammerl ist, habe ich etwas Interessantes gehört.
Und zwar hat eine Angehörige eine Beschwerde geschrieben, in der sie sich über die Pflegemethoden und unter anderem auch über die Zivildiener aufregt.
Ich habe mich dann – James-Bond-mäßig – in das Büro des Stationsleiters geschlichen und habe mir die Beschwerde durchgelesen.
Eigentlich wirkt die Beschwerde ganz „okay“, allerdings muss man bedenken, dass diese Angehörige nur einmal im halben Jahr kommt, und sich deshalb eigentlich kein wirkliches Bild machen kann. Beim Thema Zivildiener stand: Zivis: Lungern an der Rezeption herum, rauchen. Es wurden aber auch Leute in dem Brief gelobt, und zwar eine der Abteilungshilfen, was den Verdacht nahe legt, dass diese der Angehörigen einfach Blödsinn erzählt hat.
So, und morgen und übermorgen habe ich frei, danach folgt dann Wochenenddienst… bis dann.
Ja heute war wieder ein ganz normaler Tag, nur dass mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, denn bei diesem bewölkten Dreckswetter konnte man in der Mittagpause natürlich nicht auf der Dachterrasse sitzen.
Da es heute an sich nichts Aufregendes gab, erzähle ich euch etwas über eine gewisse Art von Bewohnern: Die ‚Ich-bezahle-und-behandle-alle-wie-Scheiße’ – Gattung
Ein Beispiel: Die Bewohnerin bekommt jeden morgen ein Actimel. Gut. Einmal habe ich dieses vergessen, sie hat es aber erst bemerkt, als zwei Schülerinnen bei ihr im Zimmer waren. Sie hat sofort geläutet.
Schülerin: Warum läuten Sie, wir sind doch eh hier…
Bewohnerin: Das Actimel fehlt!!
Schülerin: Okay, ich hole es schnell…
Bewohnerin: NEIN, der Rene soll es mir bringen!!!
Meiner Meinung nach ist das eine Frechheit.
Okay.
Dann will diese Bewohnerin auch für jeden Gast, de zu ihr kommt, eine extra Schale Kaffee. Nicht dass das schlimm wäre, aber sobald Gäste kommen, will die Bewohnerin gleich den Kaffee haben, und nicht selten kommt es vor, dass die Angehörigen (oder Freunde) dann sagen: Nein danke, ich möchte keinen Kaffee.
Ich habe ansonsten keine Probleme mit Bewohnern, aber solche Sachen finde ich einfach zum Kotzen.
Also heute Montag versprach ein echt cooler Tag zu werden, denn dem Dienstplan zufolge hatten Daniel, David und ich Dienst. Ergo sollten David und ich im ersten Stock sein, d.h. ein echt geiler Tag.
Aaaaaaaber: Der Daniel hat sich ja eingebildet, an diesem Tag zum Zahnarzt gehen zu müssen, deswegen war ich im zweiten und der David im ersten Stock.
Beim Mittagessen war ich im zweiten Stock gegen 12 fertig, also bin ich runter, um ihm zu helfen, und da ging’s dann ja ab. Denn was wir Zivis überhaupt nicht ausstehen können ist, wenn Schüler bzw. Praktikanten nichts arbeiten, wir aber Stress haben. Das war auch diesmal der Fall, denn die Schülerin hat sich hingesetzt und gegessen, während der David einer Bewohnerin, die extrem langsam isst, eingeben musste.
Sie: Wer ist denn bei der Frau xxxx?
Ich: Der David….
Sie: Aha. Und dann hat sie weitergegessen. Finde ich persönlich ja eine Frechheit, denn wenn man sowieso schon Stress hat, und dann alles alleine machen muss – asozial nenn ich so was.
Am Nachmittag fand dann die Geburtstagsfeier statt, denn an jedem letzten Montag im Monat findet eine Feier für alle Bewohner statt, zu Ehren derjenigen, die in diesem Monat Geburtstag hatten.
Für uns bedeutete das: Die Torte aus der Küche nach oben holen und dann nichts mehr machen.
Hört sich toll an, allerdings dauert der spaß immer bis halb fünf, und wenn man um fünf gehen will…
Es gab dann noch Stress mit einem Pfleger, und zwar hat sich der einfach die Kanne voll Tee genommen und einem Bewohner gegeben, die Kanne war allerdings für alle Bewohner bestimmt.
David: Kannst du nicht fragen, bevor du etwas nimmst?
Er: Ist das so schlimm?
David: Nein, aber es nervt, wenn man eh schon Stress hat und dann so etwas dazwischen kommt…
(Eine Pflegerin kommt dazu)
Pflegerin: Ich hab gehört, da ist jemand ziemlich oft im Krankenstand…
David: Ja, dafür gibt’s auch Gründe…
Sie: Faulheit?
David: Nein, schlechtes Personal!
Er: Das ist eine Frechheit!
David: Wieso, fühlt sich jemand angesprochen?
Fand ich persönlich extrem cool gekontert, bis morgen dann…
Ja also heute, am Freitag, war ich wieder allein, allerdings war der Daniel im zweiten Stock, was die ganze Sache etwas angenehmer gemacht hat.
Zum Thema Küche brauche ich nichts mehr zu sagen, es war eh wie immer: Zu spät begonnen und nicht pünktlich fertig.
Allerdings haben wir heute einen neuen Schüler bekommen. Der sieht es als seine aufgabe, besonders witzig zu sein, indem er, wenn man z.B. telefoniert, sich neben einen hinstellt und so tut als würde er selbst telefonieren. Darüber lacht er dann selbst, echt witzig, wie ihr euch vorstellen könnt *sarkasmus off*
Tja ansonsten gab es nicht viel, alles war wie immer – nur schlimmer.
Jetzt hab ich mal das Wochenende frei – bis Montag.
Heute war also mein erster Dienst im Monat April, ergo war ich original 18 Tage nicht da. Wie das geht? Urlaub, ein paar Tage frei, Krankenstand.
Allerdings boten diese 18 Tage einen hervorragenden Nährboden für Gerüchte. Das hartnäckigste war jenes, dass ich angeblich eine Anzeige bekommen würde. Neben diesem gab es dann auch noch ein anderes, und zwar dass ich gar nicht mehr kommen würde, das hab ich allerdings nur von einem Zivi gehört.
Jedenfalls habe ich heute gleich mal den Stationsleiter gefragt, ob ich denn nun eine Anzeige bekommen würde, der hat nur gemeint: Nein, es gibt nur wieder zwei Anzeigen auf Nord, die haben das mit den Anzeigen intensiviert…
Also: Falscher Alarm… hoffentlich…
Es gab auch wieder ein paar Kommentare von meiner Lieblings-Ehrenamtlichen, und zwar hat sie zu einem Pfleger gemeint: Der hat heute noch gar nichts gemacht! und Irgendwie ist das nicht normal, wie sich der verhält
Noch mal zum Thema Anzeigen: Das geile war ja, dass, als ich in Krankenstand war, auch die zwei anderen Zivis im Krankenstand waren. Angeblich war das ganze Personal total sauer auf uns, also dürfte es doch nichts stimmen, dass die Zivis eh nix hackeln ;)
Btw: Dies ist heute mein hundertster Eintrag, tatatataaaaaaaaaaaaa…
Also diesmal geht es m eine Frage, bei der ich hoffe, dass ich mir helfen könnt.
Und zwar geht es um folgendes:
Ich hatte von 1.-12. April Urlaub. Während dieser Zeit habe ich mich bei einem Verwandten mit der Grippe angesteckt, weswegen ich von 13.-16. April im Krankenstand war, wofür ich auch eine Krankmeldung habe. Den Krankenstand habe ich natürlich sofort im Heim gemeldet.
Nun geht das Gerücht um, der Stationsleiter hätte eine Anzeige gegen mich abgeschickt (was ja – wie treue Leser meines Blogs wissen – bei der Caritas Socialis keine Seltenheit ist.).
Sollte das wirklich so sein, ist das ganze dann rechtens? Ich meine, was kann ich dafür, wenn ich im Urlaub krank werde und mit Fieber im Bett liege, oder? Außerdem, müsste ich da vorher nicht eine Verwarnung bekommen?
Ich hoffe irgendjemand von euch kann mir helfen, ich persönlich verstehe das ganze einfach nicht.
Ja es ist April, und auch in diesem Monat habe ich eine Buchempfehlung. Warum die so lange auf sich hat warten lassen? Nunja erstmal hatte ich bin heute Urlaub (heute ist mein letzter Tag), und zweitens wusste ich nicht, welches Buch ich euch vorstellen sollte. Doch nach einigem Hin und Her habe ich mich entschieden.
Das Buch heißt Halt's Maul, jetzt kommt der Segen. Kinder auf der Schattenseite des Lebens fragen nach Gott geschrieben von Inger Hermann.
Kurzbeschreibung: Das Buch schildert in bewegenden Reportagen den rauen Alltag vernachlässigter Kinder. Es bringt zur Sprache, was diese nicht zur Sprache bringen können: ein Leben, das geprägt ist von verbaler und körperlicher Gewalt, aber auch von tiefen existentiellen Fragen.
Eigentlich sind Bücher von dieser Sorte nicht so ganz meins, aber dieses Buch ist wirklich außerordentlich gut. Stellenweise musste ich beim Lesen Pausen machen, weil es teilweise schon ziemlich hart wird, zum Beispiel beim Thema „Missbrauch“ .
Jedenfalls ist das Buch sehr zu empfehlen, egal ob man nun gläubig sein mag oder nicht.
Seiten: 150
ISBN: 376683648X
Woher: Thalia, amazon.at
Preis: ca. 15 Euro
Ja, heute war es soweit: Mein 80ter Dienst!!! Hammer, das Jubiläum fand an einem superchilligen Samstag statt, zu zweit, als David und ich im ersten Stock.
Es war einfach der Hammer, wir waren um dreiviertel acht mit dem Austeilen fertig, inklusive Bewohnerwäsche einräumen.
Das Geile war ja, dass am Anfang nur echt wenige Leute vom Personal da waren, gerade einmal zwei Schwestern und noch eine Abteilungshilfe. Deswegen liebe ich Samstag, einfach chillig, weil mit weniger Leuten hat man weniger Stress. Logisch, oder?
Und ja, ganz ohne Stichelei ging’s einfach nicht, eine Schwester hat sich eingebildet uns die ganze Zeit anzufucken und Sahen zu sagen wie: Seid nicht so flott, ihr habt’s eh bis halb sechs Dienst! oder Dann um halb sechs schau ich – da ist schon lange kein Zivi mehr da.
Tja und eine Bewohnerin hat mich noch was gefragt, war auch ganz witzig…
Sie: Sind Sie morgen da?
Ich: Nein, ich habe morgen frei…
Sie: Schade, das ist aber blöd…
Ich: aber die Abteilungshilfe ist da…
Sie: Na, das ist nur ein Chaos, das bringt niemandem etwas!
Ja Leute, ich habe jetzt 12 Tage frei… Hammermäßig, oder? Einfach der Haaaaammer, einfach super. Ausschlafen, Nixtun, R E L A X E N…
Ja also heute war alles eigentlich ganz angenehm, wir waren zu zweit – Daniel und ich – im ersten Stock.
Bis zum Mittagessen ist alles ganz ruhig verlaufen, aber dann kam wieder das altbewährte Problem auf: Die Küche. Dazu muss man sagen, dass früher alles super geklappt hat, aber seitdem das neue Personal da ist, herrscht grundsätzlich nur mehr das Chaos.
Was zum Beispiel jeden Tag vorkommt, ist das Problem mit den Geschirrwagerln. Die sollen um spätestens 10 in der Küche sein, damit sie um 11 fertig sind. Verständlich, oder? Tja, aber wenn der Typ, der für den Abwasch zuständig ist, erst um dreiviertel elf beginnt, ist klar, dass er nicht um 11 fertig sein kann. Und so kommt der Zeitplan durcheinander…
Am Nachmittag hab ich dann die Jause ausgegeben und habe, bevor ich der einen Bewohnerin eingeben wollte, Brot geschnitten. Vorher sollte ich aber auf Anordnung einer Schwester noch das Schneidemesser putzen. Das habe geputzt, und dabei hab ich mir gleich mal in die Hand geschnitten. Keine große Wunde, aber ziemlich unangenehm.
Am Abend gab es dann noch eine recht witzige Situation, und zwar ist mir eine Schwester am Gang begegnet und hat gemeint: Alle Frauen sind unterschiedlich gebaut… Ich hab nix drauf gesagt, weil ich die Aussage nicht wirklich verstanden hab, aber zum Glück hat sie dann noch hinzugefügt: Seit einer halben Stunde versuche ich, den Katheter zu setzen, aber ich finde die Harnröhre nicht… Das sind eben Dinge, von denen ich gar nichts wissen will…
So, morgen hab ich noch Dienst und dann endlich Urlaub…
Eigentlich wollte ich ja gerade WoW starten, aber vor dem spaß kommt bekanntlich die Arbeit, und als braver Ziviblogger gehe ich dieser gerne nach.
Heute war eigentlich ein ganz angenehmer Tag – ja, auch das gibt es bei der Caritas Socialis – und angefangen hat mein Tag wie immer, ich habe dann einer Bewohnerin das essen eingegeben, dabei hab ich mir Full House angeschaut, was spielt es sonst um halb neun? (Kennt ihr die Folge mit den Beach Boys?)
Beim Mittagessen war es dann wieder ganz typisch: Die Schwestern waren „auf Pause“, was soviel heißt wie: der Zivi macht ALLES. Unter ALLES versteht man: Das Essen herrichten, in die Zimmer bringen und vorne auch noch jedem Bewohner das Essen geben, das vorher von einem selbst hergerichtet werden muss.
Das Witzige an der Sache war nur, dass im zweiten Stock ein Zivi und eine Abteilungshilfe waren, nur ist da oben der Unterschied, dass alle Bewohner vorne sitzen.
Am Nachmittag hab ich dann die Jause aus- und einer Bewohnerin eingegeben, wo ich mir auch gleich in Ruhe die Simpsons angeschaut habe (und danach noch Jim hat immer Recht)
Tja Leute, ich muss schon sagen, ich habe noch 3 lange Monate vor mir, aber wenn ich so bedenke, dass ich in 6 Monaten (bis jetzt) nur 78 Dienste hatte, finde ich das doch etwas wenig… Wobei: 6 Monate á 15 Dienste macht 90 Dienste, zwei Dienste hab ich in diesem Monat noch, also war ich 10 Dienste nicht da… also ich finde das ganz gut…
Und damit wären es noch 2 Dienste bis um wohlverdienten Urlaub… und jetzt starte ich WoW ;)
P.S.: Achja: ab heute lebe ich (wieder) vegetarisch, nicht das das hier irgendwie hinpasst, aber bevor ich das in den Kalender eintrage...
Ja was soll ich euch sagen, heute war mein erster Dienst nach dem Krankenstand, und ich muss echt sagen, dass der kleine fette Komplexhaufe heute einigermaßen freundlich war – vorerst zumindest.
Denn ich war im zweiten Stock, David im ersten, und wir haben uns ausgemacht, uns gegenseitig zu helfen, soll heißen: Zuerst zu zweit im ersten Stock die Wäschesäcke auswechseln, dann im zweiten Stock usw.
Als der David dann aber im zweiten Stock einen Sack ausgewechselt t, hat der Komplexhaufen gemeint: Das muss der Rene machen, der ist nämlich im zweiten Stock!
Wir haben sie einfach nicht beachtet und haben unsere Arbeit weitergemacht.
Ansonsten gab es noch nette Aussagen über Bewohner wie z.B.: Der Herr xxxx ist eh so dick, der braucht nur die Hälfte von seinem Kuchen
Heute haben wir auch einen neuen Fernseher auf der Station bekommen – von Nokia. Ich wusste nicht, dass Nokia Fernseher herstellt, und dementsprechend ist das Gerät auch – kompliziert und irgendwie seltsam.
Am Nachmittag haben wir uns dann aufs Dach raufgesetzt, zusammen mit zwei anderen Zivis, war rect witzig, vor allem wenn man auf einer Dachterrasse Hacky-Sack spielt…
Und wieder gab es Aktionen, die niemand versteht, wie zum Beispiel, dass die Schwestern um halb fünf die Bewohnerin, der man eingeben muss, „umlagern“, wo die doch genau wissen, das das Eingeben bei dieser Bewohnerin mindestens eine dreiviertel Stunde dauert…
Tja, ansonsten gab es nichts, noch 3 Dienste bis zum Urlaub, ich kann ihn nicht erwarten, glaubt es mir…
Ja also ich muss schon sagen, heute sind Sachen vorgefallen… aber lest selbst…
Ich habe erstmal wie jeden Tag – das Frühstück hergerichtet und ausgegeben. Gut.
Dann kam, so um dreiviertel acht, als ich eh schon fertig war mit dem Ausgeben, eine Ehrenamtliche.
Also es ist so, ich nenne in diesem Blog ja eigentlich keine Namen, aber diese Ehreamtliche ist ja wirklich die dümmste und anstrengendste von allen. Sie heißt Ilse, und ist die mit der Darth Vader Stimme, manche meinen auch, sie hätte ein Lungenproblem.
So, und die Ilse, die blöde Sau, hat mich heute aufs Ärgste angefuckt. Warum und wieso? Ich denke man sollte sich hinsetzen, wenn man das liest, denn ich konnte es selbst nicht glauben.
Also ich habe – wie gesagt – das Frühstück ausgegeben und hatte dann von 8-9 Uhr nichts zu tun, weil die Leute ja fertig essen mussten. Ich habe mich also vor den Laptop gesetzt und meine Blogeinträge getippt, als auf einmal die Ilse daherkommt.
Sie: Was machst du da?
Ich: Ich lese meine E-Mails…
Sie: JETZT GEHST DU ABER SOFORT WEG DA, DU BIST NICHT ZUM E-MAILS LESEN HIER ANGESTELLT!!
Ich. Wo ist das Problem, die Leute essen und ich hab nichts zu tun…
Sie: Nein, das geht nicht, was bildest du dir überhaupt ein??
Ich bin dann aufgestanden und hab mich fünf Meter weiter hingesetzt und gelesen, so das sie mich sieht natürlich.
Etwas später wollte ich dem Daniel etwas im Internet zeigen, ich glaube es war eine Seite über Wehrdienstverweigerung, als schon wieder die Ilse da war und gerade eine Bewohnerin zum Gedächtnistraining gebracht hat.
Ilse: Jetzt sitzen sie SCHON WIEDER beim Internet! Ihr wisst schon, dass ich hier eure Arbeit mache, oder?
Fand ich auch echt cool, ich meine, wenn die Hirnamputierte Probleme mit der Arbeit hat, soll sie heimgehen oder eben zwei Minuten warten, bis wir die Bewohner runterbringen… Ich mein, wo kommen wir da hin, wenn Ehrenamtliche Zivildiener anfucken?
Und das i-Tüpfelchen an diesem tag war folgendes Ereignis.
Im ersten Stock gibt es eine Bewohnerin, der man das Essen eingeben muss. Ist an sich kein Problem aber heute hatte ich echt viel zu tun (Depot einräumen, Einlagen nachschlichten…), weswegen mir der Daniel angeboten hat, der Bewohnerin die Jause einzugeben. Ich habe natürlich nicht nein gesagt und hab das Depot eingeräumt.
Dann kam auf einmal eine Schwester zu mir her und es ging los…
Schwester: Wo ist der Daniel?
Ich: Der gibt gerade der Frau xxxx ein…
Schwester: SO GEHT DAS NICHT! DU BIST IM ERSTEN STOCK!
Ich: Du siehst doch, dass es geht, ich habe echt viel zu tun, wo ist das Problem?
Schwester: SO GEHT DAS EINFACH NICHT! DU DRÜCKST DICH DIE GANZE ZEIT VOR DEINER ARBEIT!
Ich habe einfach weggehört und habe weitergearbeitet. Ist eh klar, dass man nur angefuckt wird, wenn man der Zivi ist, sowohl von Schwestern als auch von Ehrenamtlichen.
Was gab es noch? Achja, ich habe mich heute Zeckenimpfen lasen, um 6 Euro...
Heute hatte ich wieder einmal die üblichen Probleme mit einer Schwester – schätzomativ 30 Jahre alt, klein, fett, mit Brille – die manchmal ganz nett, aber meistens einfach nur auf Konfrontation aus ist und ihre Komplexe an den Zivis auslässt.
Heute war sie wieder einmal schlecht drauf, warum auch immer, und das hat sie auch überdeutlich gezeigt.
Sie: Du und die Abteilungshilfe seid im ersten Stock, oder?
Ich: Ja…
Sie: Was ja?
Ich: Naja, er arbeitet eh nichts wenn ich da bin…
Sie: Wenn er nicht da ist, arbeitet ihr Zivis eh nie was!
Tja, ich bin dann gegangen, weil ehrlich gesagt war es mir zu dumm, mich auf einen Diskussion mit so einem Komplexhaufen einzulassen.
Am Nachmittag gab es dann das zweite Event mit der extrem netten Schwester.
Sie: Hast du die Jause ausgeteilt?
Ich: Ja…
Sie: Auch auf den Zimmern?
Ich: Ja, wie jeden Tag…
Sie geht ins erste Zimmer und fragt: Herr xxxx, haben Sie die Jause bekommen?
Ich: Du kannst es mir auch einfach glauben…
Sie: Ja, aber Kontrolle ist besser.
Sie ist dann tatsächlich in jedes Zimmer gegangen und hat die Bewohner gefragt, ob sie eine Jause bekommen haben, ich hab es echt nicht glauben können…
Am Abend hat sie sich dann mit einer anderen Schwester zusammengetan, um mich fertig zu machen.
Sie: Gibst du der Frau xxxx das Essen ein?
Ich: Nein, das macht dann der Daniel…
Sie: Warum macvhst das nicht du?
Ich: Weil wir es uns so ausgemacht haben…
Sie: Probier es wenigstens!
Ich: Wozu? Der Daniel kommt eh gleich…
Er ist dann auch gleich gekommen, aber die beiden Schwestern haben mich die restliche halbe Stunde ignoriert und wenn ich sie etwas gefragt habe, haben sie kurze Antworten gegeben und sind einfach verschwunden.
Echt seltsam das Personal, aber was erwartet man schon…
Ja also heute – am Montag – war wie immer wieder einmal das berühmt-berüchtigte Basteln.
Dagegen habe ich ja nichts, aber heute war es wieder einmal so, dass die netten Ehrenamtlichen bis halb zwölf da waren und eigentlich nur Dreck gemacht haben.
Als ich um elf auf den Stock gekommen bin, waren noch alle Bewohner des zweiten Stockes, des ersten Stockes und auch ein paar von Nord im Aufenthaltsraum. Eine Ehrenamtliche belagerte die Küche, wo sie die Malschüsseln abgewaschen hat und die anderen waren schwer damit beschäftigt, im Weg rumzustehen und mir die Arbeit zu erschweren. War mir egal, ich hab trotzdem das Geschirr eingeräumt und hab sie dabei ganz deutlich spüren lassen, dass es mir gar nicht in den Kram passt, dass sie da sind.
Ganz besonders mag ich ja die männlichen Ehrenamtlichen, die zu dir herkommen und dich beginnen, zuzulabern, so als wären sie dein bester Freund. („Hey Burschi, wie geht’s dir? Alles klar?“ usw. usf.)
Am Abend ist dann ein Bewohner, der schon einmal bei uns war, verschwunden. Alle sind in Panik geraten, nur ich bin ruhig geblieben und hab das Abendessen vorbereitet. Es hat sich dann herausgestellt, dass der Bewohner im Keller war, und dort die Haustechniker gefragt hat, wo denn die Kegelbahn sei…
Und es ist so, dass ich meinen Zuvieldienst NICHT verlängern darf, weil es sich vom Budget her nicht ausgeht – toll, oder? Mir persönlich egal, ich finde es nur echt witzig, dass uns bei unserem Antritt extra gesagt wurde, dass wenn wir verlängern wollen, das kein Problem wäre. Und bei 4000 Euro im Monat pro Bewohner + 500 Euro Förderung vom Bund… Tja ich sag dazu einfach nix mehr…
Btw.: Wenn ich auf dem Laptop im Dient meinen Blog ganz anschauen will, kommt folgende Meldung:
Access Denied
The requested document, http://www.ziviblog.at/Daddy Cool.blog, will not be shown.
Reason: DDR score = 77. This page will not be displayed because it contains prohibited words or it has exceeded its tolerance of questionable words.
Ja also heute gab es eigentlich nicht viel, nur dass mich wieder einmal ein Pfleger angefuckt hat, und zwar vollkommen grundlos.
Vorgeschichte: Eine Bewohnerin hatte die Angewohnheit, einmal im Zimmer und einmal draußen zu frühstücken. Wir – also die Zivis – haben sie dann gebeten, dass sie sich entscheiden möchte, damit wir es einfacher haben. Sie hat daraufhin gemeint, sie möchte lieber im Zimmer essen. Okay.
Der besagte Pfleger ist indischer Herkunft, hat deswegen einen ganz witzigen Akzent, und eigentlich bin ich mit ihm bis jetzt ganz gut ausgekommen.
Jedenfalls bringe ich der Bewohnerin das Essen ins Zimmer…
Er: Die Frau xxxx isst immer vorne!
Ich: Nein, seit neuestem isst sie immer im Zimmer…
Er: Nein, du hast keine Ahnung, sie isst vorne!
Ich: Ich weiß ja nicht seit wann du hier bist, aber seit drei Wochen isst sie vorne…
Er: Drei Wochen? Vor drei Wochen warst du im Krankenstand!
Ich hab mich dann umgedreht und bin gegangen, mir war das einfach zu blöd. Ich lass mich da ja nicht blöd anmachen, obwohl ich meine Arbeit richtig mache…
P.S.: Ich schreibe meine Einträge zur Zeit während des Dienstes, scheint niemanden zu interessieren, ich habe schließlich alles erledigt, und ob ich nun da sitze und lese, oder meine CS-feindlichen Einträge schreibe, ist doch egal, oder? ;)
Ja also heute war wieder einmal ein Tag… wie soll ich sagen – voller Highlights, aber im negativen Sinne.
Erstmal war es so, dass heute im Grunde drei Abteilungshilfen da waren. Und zwar: David, ich und eben eine „echte“ Abteilungshilfe. Wir dachten uns – logischerweise – dass man uns beide im ersten Stock zu zweit arbeiten lassen würde, doch weit gefehlt: Die Abteilungshilfe – ein Mann von etwa 40 Jahren, ziemlich dümmlich und etwas kräftiger – ist, nachdem wir das Frühstück im ersten Stock fertig vorbereitet haben, zu uns gekommen und hat gemeint, dass einer von uns in den zweiten Stock müsse.
Ich darauf: Warum? Du kannst doch auch in den zweiten Stock gehen, wir wechseln dir auch die Wäschesäcke aus… Er: Nein, ich bin heute in der Pflege! Nein, das muss man nicht verstehen.
Dann gab’s gleich danach die nächste Situation, die ich ziemlich erschreckend fand.
Und zwar ist eine Schwester – oder was auch immer ihre Aufgabe zu sein scheint, ich weiß es nicht – zu mir gekommen und hat mich angeredet…
Sie: Bekommt diese Frau dort Zucker in ihren Kaffee?
Ich: die Frau ist Diabetikerin…
Sie: Einen oder zwei Zucker?
Ich: Gar keinen Zucker, sondern Kandisin!
Sie: ABER ICH KANN DAS KANDISIN NICHT FINDEN!
Ich: Das steht hinter dir…
Tja und dann war ich heute bei der Pflegedienstleiterin und habe gefragt, ob ich meinen Zuvieldienst verlängern kann, und zwar bis 30.8.07
Sie hat gemeint, ich wäre der erste Zivildiener in der Geschichte des CS, der das möchte, deswegen müsse sie sich erst erkundigen, die Antwort würde ich nächste Woche bekommen… ich bin gespannt…
Ihr werdet es nicht glauben, aber schon ist wieder ein Monat um und ich habe eine unverbindliche, aber eine sehr spannende Alternative zum ewigen Dasitzen und auf die Uhr schauen.
Das Buch heißt Ich sehe was, was du nicht sagst, geschrieben von Peter Collett.
Es ist ein sehr interessantes Buch über Körpersprache und auch das erste Sachbuch, das ich euch hier vorstelle.
[u]Kurzbeschreibung:[u]
Nonverbale Zeichen begleiten jedermanns Rede, ohne dass wir diese Gesten bewusst einsetzen oder bemerken würden: Man zupft sich am Ohr, streicht sich durchs Haar, kneift sich ins Ohrläppchen, knabbert an den Fingernägeln, fährt sich über die Lippen. Diese Zeichen offenbaren dem Zuhörer binnen Bruchteilen von Sekunden, ob sein Gegenüber alles so meint, wie er es sagt, was er wirklich denkt, wie er sich fühlt, und wie es in seinem Innersten ausschaut. Kommunikation besteht eben nicht nur aus Worten, sondern vor allem aus kleinen „nonverbalen Zeichen“: der ultimative Wegweiser zu ihrer Deutung.
Das buch ist wirklich sehr interessant und informativ, aber es ist nicht so geschrieben, dass man Schwierigkeiten hat, den Ausführungen des Autors zu folgen. Auf jeden Fall lesenswert, man sieht andere dann wirklich mit anderen Augen.
Seiten: 369
ISBN: 3404605683
Woher: Thalia, amazon.at
Preis: 9 Euro
Also heute – wie soll ich das am besten sagen – hat man irgendwie ein bisschen ZU auffällig bemerkt, dass es eine kleine Abneigung gegen Zivildiener gibt. Denn dort wo wir immer gesessen sind, ist nun plötzlich Rauchverbot. Und nicht nur dort, auch in der Umgebung. Zunächst dachten wir ja, dass das nur wegen der Gesundheitsministerin wäre, aber nein, die haben wirklich alle einen Schaden.
Jetzt sitzen wir eben in der Cafeteria und rauchen dort. Ich weiß nicht, was zur Zeit in dem netten Pflege- und Sozialzentrum abgeht, denn normal ist das sicher nicht, dass nun auf einmal einfach alles unternommen wird, nur um den Zivis das leben schwer zu machen.
Wie schön war noch die gute alte Zeit, als es erlaubt war, unten zu sitzen und sich zu unterhalten, dabei eine zu rauchen (oder auch nicht) und sich so eine angenehme Zeit zu machen.
Heute jedoch hat man den Eindruck, dass die einzige Beschäftigung der Geschäftsleitung darin liegt, Zivildiener anzuzeigen – z.B.: 5 Minuten zu lange in der Mittagspause - 350 Euro – und generell alles zu unternehmen, damit die Zivizeit keine schöne, sondern nur eine von anzeigen und Diffamierungen geprägte Erinnerung ist.
Also ich kann euch nur empfehlen, diesen Eintrag zu lesen. Er mag zwar lang sein, aber was ich heute erlebt habe, war seit langer Zeit wieder mal echt krank.
Was ist heute? Na, wer weiß es? Genau, heute ist der Frauentag. Bevor ich also nun zum eigentlichen Eintrag komme, möchte ich ein bisschen meine Meinung über den Frauentag kundtun.
Also:
Wieso haben Frauen ihren eigenen Tag, Männer aber nicht? Ich finde Emanzipation und Gleichberechtigung super, wenn’s nach mir ginge, würden Frauen dasselbe verdienen wie Männer, müssten allerdings auch 9 oder 6 Monate Staatsdienst ableisten.
Jedenfalls: Der Frauentag. Auf Radio Energy konnten nur Frauen gewinnen, es wurden nur Hits für Frauen gespielt, heute war es in vielen Geschäften so, dass Frauen etwas geschenkt bekamen, nur weil sie ein Y-Chromosom haben.
Ich meine, wozu das Ganze? Nicht nur, dass Handybetreiber Frauen jetzt schon ein viertel mehr einfach so schenken – sie sind ja schließlich Frauen – nein, überall steht nur mehr SchülerIn, LehrerIn, Töchter Söhne ach bitte hört mir doch auf. Langsam fühle ich mich als Mann diskriminiert. Denn: Wo darf ich denn raus wenn es brennt? Die Notausgänge scheinen nur für Frauen zu sein…
Heute war der erste Tag nach einer Woche (sozusagen) Urlaub. Ich komme also auf den Stock und beginne, das Wagerl auszuräumen und alles herzurichten. Als ich dann soweit war, dass ich die Kipferl geschnitten habe, sehe auf einmal aus dem Zimmer, das letztes Mal noch nicht belegt war, jemanden herauskommen.
Es war ein Mann, der einen ziemlich dementen Eindruck machte. Er stand einfach nur da und starrte mich an. Einfach so. Und zwar die ganze Zeit, bis ich ihm sagte, er solle sich hinsetzen. Er hat sich dann hingesetzt und hat sein Kipferl gegessen.
Das Komische war nur, dass ich den Bewohner den ganzen Tag über irgendwo im Haus gesehen habe. Er war immer irgendwie unterwegs und bei der Cafeteria, irgendwie seltsam.
Heute gab es übrigens bei der Rezeption für Frauen – und nur für Frauen – Schwedenbomben. Ich lass das einfach mal so im Raum stehen.
(Am Nachmittag hab ich dann trotzdem eine bekommen – danke Tobias)
Dann gab es heute noch einen schweren Zwischenfall. Wie treue Leser meines Blogs wissen, gibt es ja die Frauen, die sich jeden Tag von ORF 2 berieseln lassen. Okay.
Und heute, als mich eine dieser Bewohnerinnen fragte, ob ich den Fernseher einschalten konnte, musste ich ihr leider nach mehrmaligem Versuchen und Probieren sagen, dass der Fernseher wohl kaputt sei.
Und dann kam das Allergeilste am heutigen Tag. Denn in das Pflege- und Sozialzentrum Rennweg sollte die Gesundheitsministerin kommen, und vielleicht sogar auf unsere Station. Und wenn die Gesundheitsministerin ins CS kommt, muss natürlich alles vertuscht werden, was rebellierende Zivildiener in ihren Blogs behaupten.
Zu allererst weiß man ja, dass die Gesundheitsministerin Raucher nicht mag – sie darf sie nicht mögen, denn rauchen ist ja ungesund. Deswegen wurden vor der Küche und überall sonst auch Rauchverbotsschilder aufgehängt – außer in der Cafeteria. (Wir haben uns dann zum Rauchen einfach in die Cafeteria gesetzt – ohne etwas zu konsumieren).
Die zweite Maßnahme war: Den Zivildienern einschärfen, dass ALLES sauber sein muss. Das ganze ging so vonstatten, dass eine Schwester, die normalerweise bei mir in der Küche IMMER Dreck macht, zu mir sagte: Ich habe jetzt die Küche geputzt, mach sie nicht wieder dreckig! Ich habe über diese Aussage hinweggesehen, denn ich weiß sowieso, dass man von diesen Komplexhaufen nicht mehr erwarten kann.
Vom Stationsleiter wurde mir dann auch noch einmal eingeschärft, dass wirklich ALLES picobello sein müsse. Mich ließ das wir immer unbeeindruckt und ich habe weiter gelesen, denn sonst hätte ich allen eine reinhauen müssen. Wieso fällt diesen Idioten eigentlich sonst nie auf, dass die Küche bei mir NIE dreckig ist, weil ich einfach wert auf einen sauberen Arbeitsplatz lege.
Fazit: die Gesundheitsministerin war nur im Zwischengeschoss und im Hospiz, die ganze Aufregung des Personals vollkommen umsonst, und ich bin wieder mal super ausgestiegen, denn ich hab mich nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Und nun zum Schluss wieder einmal eine Anekdote zum Thema „Ehrenamtliche“:
Gegen drei Uhr hat eine Ehrenamtliche beschlossen, alle Bewohner, die halbwegs mobil sind, aus dem zweiten in den ersten Stock zu holen und dort mit ungefähr 17 Personen eine kleine „Was bedeutet dieses Wort“ – Runde zu veranstalten. An sich eine gute Sache, aber als ich dann um 16 Uhr das Essen hinaufgebracht habe, und die immer noch nicht fertig war, war ich schon ein bisschen angefressen.
Als sie dann um 16:25 Uhr sagte: Liebe Leute, wir müssen langsam aufhören, denn jetzt kommt dann bald das Essen… habe ich wirklich geglaubt mir platzt der Kragen. Und für solche Individuen gibt es dann einen speziellen Tag und mehr Handyguthaben… interessant…
Ja heute war eigentlich ein wirklich lustiger Tag, denn ausnahmsweise war mein anderer Zivikollege da – der Daniel.
Wir haben den ganzen Tag damit verbracht, über Möglichkeiten zu philosophieren, wie man durch clevere Geschäftsideen reich wird und warum niemand persönlich jemanden kennt, der in einer Porno-Videothek arbeitet.
Nach der Mittagspause gab es dann netterweise einen kleinen Snack, denn mein Kollege war einkaufen – beim Zielpunkt. War echt cool, denn den Fraß im Heim kriegt ja keiner runter.
Am Nachmittag musste ich dann zum Arzt, um eine E-Card abzuholen. Ich weiß nicht, aber irgendwie finde ich diese Aufgaben am besten. Hol- und Bringdienste. Denn da hat man Zeit, mal abzuschalten, weil man aus dem alltäglichen Trott rauskommt – wenn auch nur kurz. Aber ob kurz oder nicht, ich find’s einfach geil.
Ich habe mir heute übrigens auch ausgemacht, wann ich den ersten Teil meines Urlaubes nehme. Und zwar von 2.-9. April. Eine Woche, ganz cool, und es sind die Osterferien :P
Also Eines mal vorweg: Um 4:30 Uhr aufstehen ist echt nicht schwer, man muss nur um 0:00 Uhr schlafen gehen. Denn dann gibt’s keine Tiefschlafphase, man ist aber doch ausgeschlafen.
Heute war ich im ersten Stock, was gleich mal um einiges chilliger war. Der Frühstücksablauf war eigentlich derselbe wie immer, nur beim Abservieren gab es dann wieder so eine Situation, die ich hier einfach berichten MUSS.
Also ich gehe zu einer Bewohnerin ins Zimmer, um abzuservieren. Die Bewohnerin war gestern bei der Augenuntersuchung und hat Tropfen verschrieben bekommen.
Ich: Grüß Gott, ich komme nur, um abzuservieren.
Sie: Danke, wann werden denn meine Augen eingetropft?
Ich: Ich werde mal nachfragen, okay?
Sie: Okay, danke.
Ich also raus aus dem Zimmer und gleich zur ersten Schwester hin. (Diese ist eine Frau in den mittleren Jahren, die genau in die Klassen „Lieber rauchen als Arbeiten“, „Zivis = Sklaven“ und „Am Samstag bin ICH der Chef“ passt.) Ich: Die Frau xxxx bräuchte jemanden zum Augeneintropfen…
Sie: Jaja, jede Viertelstunde will sie das…
Nach circa einer halben Stunde musste ich noch einmal in das Zimmer der Bewohnerin.
Sie: Wann kommt denn wer zum Eintropfen?
Ich: War noch niemand bei ihnen?
Sie: Nein…
Ich: Ich sag’s immer gleich, die Pfleger kommen nur nicht sofort.
Sie: Ja, ich weiß, danke…
Zu Mittag dann das ultimative Chaos – denn das Essen war erst um halb zwölf fertig, also bedeutete das Stress. Ich war allerdings um 12 fast fertig und bin in die Pause gegangen.
Nach der Pause wurden mir dann von der weiter oben schon einmal beschriebenen Schwester
die Leviten gelesen, weil ich 4 Teller nicht abserviert hatte.
Sie: So geht das aber nicht, einfach so in die Pause gehen!
Ich: Wieso nicht? Ich wasch das einfach dann mit der Hand ab, wo ist das Problem?
Sie: Es gibt kein Problem, du bleibst heute einfach bis 18 Uhr, dann ist alles wieder okay.
Solche Drohungen sind auf unserer Station wirklich sehr beliebt, genauso wie Aussagen wie Du hast bis 6 Dienst, wenn du früher gehst, schreib’ ich dir Minusstunden[i]. Ich persönlich bin immer um 17 Uhr fertig, geht sich perfekt aus, und dann gehe ich auch. Damit hat auch niemand ein Problem, außer ein paar Schwestern, die bis 18 Uhr Dienst haben und es mir einfach nicht gönnen, früher zu gehen.
Aber ich schweife ab…
Ich bin dann nach der Jause vorne gesessen und habe gelesen, und nach etwa zwei Kapiteln ist dann eine Bewohnerin nach vorne gekommen. Auf ihrer Gehhilfe hatte sie einen Weihnachtsmann aus Stoff, den ich vorerst gar nicht bemerkte. Sie ist dann zu den zwei anderen Damen gegangen, die sich wie immer am Nachmittag von ORF 2 berieseln ließen.
Dort hat sie den Weihnachtsmann auf den Tisch gestellt und hat gemeint, dass der Weihnachtsmann etwas ganz Tolles könne.
Sie hat dann mit der Hand auf seinen Kopf geschlagen und der Stoff-Santa-Clause hat gesagt: [i]Hohoho, da ist was für dich drin! Das ganze hat sie dann noch etwa fünfzig Mal wiederholt, und das eigentlich witzige war ja, dass sie sich jedes Mal aufs Neue darüber abgelacht hat, als die Puppe diesen Satz sagte.
Danach hat die Bewohnerin ihre Geldtasche herausgeholt und hat angefangen, echt seltsam zu werden.
Sie: So, du kaufst mir was zu Trinken [wirft der einen Bewohnerin im Rollstuhl zwei Euro zu], und du auch [wirft einer anderen Bewohnerin zwei Euro zu]
Wir haben ihr dann klargemacht, dass das keinen sinn macht und ich habe ihr einen Himbeersaft gemacht.
Ja also heute war mein erster Dienst nach dem Umzug, ich tippe diese Zeilen auf einem PC ohne Internet, und nicht einmal das kann mich davon abhalten, meine Einträge fortzusetzen…
Jedenfalls war ich im zweiten Stock, weil mein Kollege David (ja genau der, der den Trailer geschnitten hat) im ersten Stock war.
Eigentlich ist ja alles ganz ruhig und normal verlaufen, bis dann um 10 die Ehrenamtlichen angekommen sind und mit dem „Basteln“ begonnen haben. Und genau da ist auch alles aus der Bahn geraten.
Denn:
[Wichtig für die Verständlichkeit von Punkt 1: Damit man nach dem Basteln schneller ist beim Essen, richtet man – also der David oder ich – auf dem Tisch, auf dem auch die Mikrowelle steht, das Besteck her, also schon fixfertig mit Serviette, Löffel, Gabel, Messer, kleiner Löffel.] 1) David und ich kommen von der Küche in den ersten Stock und finden als allererstes das Wagerl an einem vollkommen anderen Platz vor, darauf das vorher sauber hergerichtete Besteck einfach darauf geworfen… Denn der Platz, auf dem vorher das Besteck gelegen ist, war nun mit der Tasche (!) einer Ehrenamtlichen komplett ausgefüllt.
2) Als wir dann das Geschirrwagerl auf den Stock gebracht hatten und gerade am Ausräumen waren, höre ich so vom zweiten Stock aus, dass dem David ein Teller runtergefallen ist, natürlich vollkommen irreparabel in 1000 Scherben).
Fünf Minuten später war ich oben dann fertig, und bin hinunter gegangen. Dort sehe ich, wie eine Ehrenamtliche den David auf einmal anschreit.
Ehrenamtliche: Organisierst du jetzt endlich einmal einen Besen, das kann ja nicht so schwer sein, oder?
David (etwas lauter): Wollen wir uns jetzt vielleicht mal beruhigen? Ich bin gerade fertig geworden mit dem Ausräumen, ich bin dabei, okay?
Danach hat die Ehrenamtliche dann nichts mehr gesagt, außer einer kleinen Bemerkung, die meines Erachtens auch erwähnenswert ist.
Als der David kurz in der Küche war und gerade so am Hinaufgehen ist, wird er von einer Ehrenamtlichen angesprochen.
Ehrenamtliche: Keep smiling!
David: Haben wirs’s im Schüsserl oder was?
Danach sind wir dann die Nachspeise holen gegangen, was ja wirklich das Allerbeste war.
Denn am heutigen Tage sollte es eigentlich Fruchtjogurt geben – also kleine Plastikbecher voll mit Fruchtjoghurt, vorzugsweise von nöm.
Als wir jedoch die Joghurtsteige von Süd 1 und 2 gesucht haben, haben wir nur ein einzelnes Joghurt gefunden, mit dem Pickerl von Süd 1 und Süd 2 oben.
(Wir haben dann nachgefragt was das solle, und haben dann einfach zwei Behältnisse voll minderwertigem Joghurt bekommen – Ärsche)
Jedenfalls war das heute der erste Tag, am dem ich von meiner Wohnung – 30 Kilometer von Wien entfernt – zum Dienst gefahren bin. Also ich bin mit dem Fahrrad zum Bahnhof und dann mit dem Zug (umsonst natürlich – Vorteilscard Zivildienst) nach Wien.
Am Abend dann fand ich mein Rad vollkommen demoliert vor – Bremsen gerissen und den hinteren Reifen geschlitzt. Wenn ich diese Wichser finde…
Wieder ein weiterer Eintrag im 9-monatigen Zivildienstalltag.
Aber doch nicht ganz Alltag, denn auch heute ist wieder viel Wissenswertes passiert.
Angefangen hat der Tag damit, dass ich gleich mal beide Wagerl – also vom ersten und zweiten Stock – aus der Küche mitgenommen habe, da ich wusste, dass ich im zweiten Stock war, meinem Zivikollegen aber ein bisschen helfen wollte. Dieser ist mir dann auch gleich entgegen gekommen, also hat er sein Wagerl erst selbst hinaufgebracht.
Circa um 7:50 war ich dann fertig und habe mich nach unten ins Raucherkammerl gesetzt, wo schon ein paar Pfleger saßen, die rauchten und Kaffe tranken, obwohl sie die Medikamente noch nicht ausgegeben hatten (darunter waren auch zwei Pfleger, die zu spät gekommen sind). Das ging so lange gut, bis der Stationsleiter das ganze Treiben bemerkt hatte.
Stationsleiter: So geht das aber nicht, hier nur rauchen und nichts arbeiten, los los, an die Arbeit! Das coole daran war ja, dass mich das ganze ja nicht betraf, ich kann ja schließlich nicht weitermachen, wenn die Medikamente noch nicht da sind.
Um 10:30 Uhr war dann die Messe, und circa um 11:20 sollten wir die Bewohner von unten holen, denn: ab zwölf ist Mittagspause. Da ja heute Aschermittwoch ist, hatten alle Bewohner ein Aschekreuz auf ihrer Stirn, was etwas seltsam ausgesehen hat. Ich habe den Pflegern dann angeboten, ihnen auch Aschekreuze zu machen, denn der Aschenbecher ist sowieso immer voll, aber sie wollten nicht. Undankbares Pack.
Am Nachmittag war ich dann im ersten Stock beim David, denn im zweiten Stock war eine Abteilungshilfe.
Wir haben dann die Jause ausgeteilt, die Wäschewägen nachgefüllt und das Depot in beiden Stöcken eingeräumt.
Dann jedoch, kurz vor dem Abendessen, klagte eine Bewohnerin über Übelkeitsgefühl, und wir sind gleich zu den Schwestern gegangen. Die sind auch (überraschenderweise) schnell gekommen, allerdings hatte die Frau danach auch noch Schmerzen, was wir erst bemerkten, als eine Bewohnerin (!) beim Raucherkammerl anklopfte, wo wir gerade mit ein paar Pflegern eine Pause machten.
Bewohnerin: Die Frau xxxx braucht Hilfe…
Pfleger: Ja wir kommen gleich… Die Bewohnerin geht…
Pfleger: Wir waren gerade bei ihr, was soll denn das? Jetzt haben wir auch mal ein Recht auf unsere Pause
Als wir beide wieder nach vorne gingen, hatte sich der Zustand der Frau noch nicht gebessert, wir hofften jedoch, dass die Pfleger gleich kommen würden. Als die Bewohnerin dann aber sagte: Mit ist so schlecht, helfen sie mir bitte! Da aber kein Pfleger zu kommen schien, sind wir dann zum Stationsleiter gegangen, der die Pfleger dann aus dem Raucherkammerl gescheucht hat und ihnen erklärt hat, dass es so nicht geht. Ist doch echt eine Frechheit, oder? Eine Frau, die Schmerzen hat, einfach so warten zu lassen…
Den Rest der Woche habe ich frei, jedoch muss ich euch sagen, dass es wahrscheinlich jetzt etwas länger keine Einträge von mir geben wird, denn ich ziehe diese Woche um, und bis das Internet angemeldet ist…
Ich werde aber alle Einträge ab und zu hochladen, sofern ich eine Möglichkeit dazu bekomme.
Ja also heute war Faschingsdienstag, und ich war allein auf zwei Stöcken. Macht nix, weil das nicht automatisch heißt, dass ich den zweiten Stock auch zu machen habe, es bleibt lediglich an mir hängen, das Wagerl auch für den zweiten Stock immer mitzunehmen und wieder runter zu bringen.
Am Vormittag gab es dann eigentlich nicht wirklich etwas Besonderes, ehrlich gesagt hatte ich heute am Vormittag wenig Lust, überhaupt zu arbeiten.
Dann gab’s Probleme, weil eine Praktikantin die Zahnprothesen einer Bewohnerin verlegt hat. Und was soll ich euch sagen, die Zähne waren noch nicht aufgetaucht, als ich
Dienstschluss hatte.
Am Nachmittag gab es dann ein Faschingsfest. Das ganze muss man sich so vorstellen: Man kommt aus der Mittagspause ziemlich entspannt zurück und denkt, dass man sich in der Adresse geirrt hat. Der Festsaal war richtig faschingsmäßig hergerichtet, und generell schienen alle den Befehl zu haben, durchzudrehen.
Zur Jause gab es dann Krapfen, von denen zwei für mich übrig geblieben sind, ABER an sich habe ich drei Krapfen gegessen, den dritten habe ich von einer Bewohnerin geschenkt bekommen.
Ein recht witziger Tag im ersten Stock, morgen ist Aschermittwoch, noch dazu bin ich im zweiten Stock UND noch dazu gibt es eine Messe… na das kann was werden...
P.S.:
Ich habe auch eine sehr tolle E-Mail erhalten:
Betreff:
Es gibt jemand hofft zu Ihnen.
Nachricht:
Es findet Freunde und Freunde überall in der Welt. Oder das suchen Sie einen guten Freund, um in der Linie oder in Suchen zu plaudern, die Romanze sind, Sie sind zu dem angezeigten Platz gekommen. Wir bieten persönliche Kommunikationen Ihnen frei an, es kennt neue Freunde und Freunde. Persönliche Ansagen. Regístrate bereits und fängt an, unterhaltene Leute zu kennen, wie Ihr.
Presse hier FREUNDE
Also heute war ein Spitzentag, denn der David und ich waren auf einem Stock.
Begonnen hat es gleich einmal damit, dass ich ihm gestern gesagt habe, er solle erst um halb acht kommen anstatt um sieben, war dann im Endeffekt besser, weil ich dann alles hergerichtet hab und er nur mehr die Getränke machen musste.
Wir haben dann das Frühstück ausgegeben, und als ich für eine Bewohnerin einen Löffel hole, sehe ich, dass da ein Messer liegt, welches ich nicht herausgelegt hatte. Vorher hatte ich allerdings eine Schwester beobachtet, wie sie mit einer Semmel an mir vorbeigegangen ist.
Ich hab sie also sofort zurückgerufen.
Ich: Hast du das Messer benutzt?
Sie: Ja, aber ich dachte…
Ich: Beim nächsten Mal wischt du es bitte ab und legst es SO wieder zurück in die Lade. Ich hab’s ihr dann vorgezeigt…
Sie: Ja, oh mein Gott ich hab es draußen gelassen, weil ich dachte du brauchtest es noch!
Dann habe ich sie etwas später gebeten, bei einer Bewohnerin die Tür aufzusperren, damit ich ihr das Frühstück reinstellen kann. Sie saß gerade imDienstzimmer, und das Bewohnerzimmer war nicht einmal fünf Meter entfernt.
Sie: Ich bin noch nicht im Dienst…
Ich: ab wann bist du im Dienst?
Sie: Ab halb neun, dann kannst du mich anreden. Ja klar, noch nicht mal im dienst und gleich mal den Bewohnern alles wegfressen…
Nach dem Frühstück haben wir dann das Depot gesäubert und unser Wagerl komplett desinfiziert (allerdings neben zwei geöffneten Fenstern, denn dieses Desinfektionsmittel brennt in der Nase…).
Damit wirklich niemand etwas zu meckern hat, haben wir nach dem Abservieren alle Tische in den Zimmern desinfiziert (bei einer Bewohnerin war ein Zuckerfilm auf dem Tisch, der hatte schon so viele Schichten, dass wir ihn fast abkratzen mussten) und die alten Gläser gegen neue getauscht und auch gleich nachgefüllt.
Beim Wagerl-Runterbringen haben wir dann den Wäschewagen mit der Schmutzwäsche in den Keller gebracht, also hatten wir wirklich ALLES erledigt.
Beim Mittagessen hat dann der Aufzug nicht funktioniert, deswegen mussten wir durch das Alzheimer-Tageszentrum, was glücklicherweise am Wochenende geschlossen ist, zu dem kleineren Reserveaufzug. Es gab mächtig Stress mit den Türen, die alle codeverschlüsselt waren und auch bei dem kleinen Aufzug gab es hammermäßig Stau, aber letztendlich haben wir es dann doch noch rechtzeitig geschafft.
Nach, oder noch eigentlich in, der Mittagspause war ich für eine Bewohnerin Zigaretten kaufen, wovon sie ein Packerl mir gegeben hat.
Fand ich auch recht cool… Jetzt hab’ ich wieder zwei Tage frei, bis Dienstag dann…
Angefangen hat alles damit, dass mich eine Frau, die normalerwiese immer schwrazen Tee trinkt, darum gebeten hat, heute eine Thermoskanne voll Teee zu bekommen. Ich nahm also, an, dass in die Thermoskanne Schwarztee rein sollte, allerdings war das falsch.
Denn 5 Minuten nachdem ich das Frühstück ausgeteilt hatte, kommt sie zu mir.
Sie: Hören sie mal, ich habe keinen schwarzen Tee bekommen.
Ich: doch, der ist in der Thermoskanne.
Sie: Aber das soll doch Kamillentee sein…
Ich: Ja ich dachte…
Sie: Nein, machen Sie mir einen Kamillentee.
Okay, dann hab ich eben einen Kamillentee gemacht.
Dann die nächste Bewohnerin. Ich komm ins Zimmer rein und sie fängt an mit mir zu sprechen. Macht mir nichts, in der Früh hab ich eh Zeit.
Sie: Wie heißen Sie?
Ich: Rene…
Sie: David?
Ich: Nein, Rene…
Sie: Daniel?
Ich: Nein, Rene!
Sie: Ene?
Ich: Nein, R-E-N-E
Sie Was? Am Ende hab ich es ihr dann aufgeschrieben und alles hat gepasst.
Dann, weil ich das Kalenderblatt wieder abgerissen hatte, gab es wieder einmal die Diskussion darüber, ob heute denn nun Freitag sei, oder Samstag, denn Freitag wäre ja gestern auch gewesen.
Dann wurde ich noch geschickt, um für eine Bewohnerin eine Kronenzeitung bei der Trafik zu holen, war ganz angenehm, mal weg vom „Alltag“.
Hiermit, mit dem heutigen Tage, habe ich die erste Hälfte meines Staats(sklaven)dienstes beendet. Eigentlich ein sehr angenehmes Gefühl, wenn man bedenkt, dass die Zeit bis jetzt eigentlich ganz schnell vergangen ist.
Und doch denkt man sich: Noch einmal so lang und erst dann bin ich diese ganzen hirnamputierten, lungenkranken, teilweise voll gestörten Individuen los. Und damit meine ich keinen einzigen Bewohner.
Denn das realisiert man erst ein bisschen später: Es sind nicht die Bewohner, sondern die Pfleger, deine vermeintlichen Kollegen, die dir das Messer in den Rücken rammen wenn du dich kurz umdrehst.
Und am Ende ist man doch einfach nur der Zivi, der unterste Teil der Angestelltenpyramide. Man ist eben das Letzte, was aber nicht heißt, dass man sich alles gefallen lassen muss. Viel mehr Zivis sollten sagen, dass sie gewisse Sachen einfach nicht können – aus Gewissensgründen oder was auch immer – denn die Pfleger und Pflegerinnen scheren sich nämlich einen Dreck um dich. Da gibt’s Anzeigen au masse, und rufschädigende Beschuldigungen, wo kommen wir denn da hin? Wenn man nicht einmal informiert wird über ansteckende Krankheiten (Hepatitis C z.B.), weil man eben nur „der Zivi“ ist, dann ist das absolut nicht okay, wird aber trotzdem nicht geändert.
Und noch etwas: Wenn Pfleger über „Patientenübergabe“ sprechen, meinen sie: Von 7oo – 8oo im Dienstzimmer zu sitzen, Kaffee zu trinken und zu rauchen. Wenn während dieser Zeit jemand aufs Klo muss – Pech gehabt, erst um acht Uhr.
Weiters hier noch eine Liste von Büchern, die ich innerhalb der ersten Hälfte ausgelesen habe:
o Len Fisher – Reise zum Mittelpunkt des Frühstückseis
o T.C. Boyle – Grün ist die Hoffnung
o Paulo Coelho – Der fünfte Berg
o Giorgio Faletti – Ich töte
o Markt T. Sullivan – Panic
o Robert Harris – Pompeji
o Ovid – Ars amatoria
Bis jetzt würde ich meine Zivistelle weiterempfehlen, obwohl es in den letzten Monaten etwas seltsam geworden ist, ist aber auch spannend, so etwas zu beobachten.
Ich hab mir außerdem gerade einen Bahngutschein für Zivis geholt. Ist echt einfach, man braucht nur bei der Zivildienstagentur anrufen, seinen Namen und Geburtsdatum nennen und schon schicken die einem so einen Bahngutschein, mit dem man umsonst mit den ÖBB fahren kann.
Heute war ich wieder im zweiten Stock, hab mir dort auch gleich einmal Zeit gelassen mit dem Frühstück, danach haben David und ich die Säcke ausgewechselt und die Wäschewägen nachgefüllt.
Bevor wir dann das Mittagessen holen gegangen sind, haben wir uns unten gesammelt hingesetzt, und da habe ich erfahren, dass ein anderer Zivikollege, der auch David heißt, schon zwei Anzeigen bekommen hat. Gründe: Ein Tag Abwesenheit, wofür er allerdings eine Krankmeldung hat, und einen Tag, der ihm zum Urlaubstag umgeschrieben wurde.
Gregor, ein weiterer Kollege, hat auch eine Anzeige bekommen, weil er ein paar Mal zu spät zum Dienst erschienen ist.
Es haben sogar Zivildiener eine Anzeige bekommen, die nicht mal mehr Zivildiener sind. Ein ehemaliger Kollege hat jetzt eine anzeige bekommen, weil er während des Dienstes fünf Minuten zu lange unten gesessen ist.
Nun frage ich mich: Was wird mit solchen Aktionen bezweckt? Will die Caritas Socialis den Zivildienern wirklich ihre Arbeit schwerer machen? Wenn ja, warum? Wenn nein, was soll das dann?
Ich verstehe jedenfalls nicht, wieso es auf einmal Anzeigen hagelt, das macht den Dienst schon etwas unangenehm, wenn man weiß, dass man jetzt normalerweise unten säße, aber oben sitzen bleibt, weil man ja nicht riskieren will, eine Anzeige zu bekommen.
Was will die Geschäftsführung damit erreichen? Haben die denn keine anderen Probleme, als uns psychisch zu terrorisieren? Die sollen ruhig herkommen, dann zeig ich ihnen mal, was sich die Schwestern den ganzen Tag für Sachen leisten.
Zu Mittag gab es dann wieder ein Problem, und zwar haben wir nur vier Stück Putenrollbraten bekommen. Wer musste runtergehen? Genau, ich. Unten hab’ ich dann die Küche gestürmt und noch zwei extra Stücke bekommen.
Beim Abendessen gab’s dann echt die Highlights.
Angefangen hat’s mit einem Zividialog.
David (zu mir): Streichst du vor dem Liptauer auch noch Butter auf das Brot?
Ich: Bist deppat?
David (zu einem Zivi aus dem 3. Stock): Streichst du vor dem Liptauer auch noch Butter auf das Brot?
Er: Bist deppat?
War einfach genial, weil mich der Zivi ais dem dritten Stock nicht gehört hat als ich das das erste Mal sagte.
Dann waren wir mit dem Abendessen im ersten Stock, und auf einmal kommt eine Frau durch die Tür, eindeutig eine Bewohnerin, die aber nicht im ersten Stock wohnt. Hinter ihr ein Pfleger.
Sie kommt auf uns beide zu.
Sie (zeigt so auf den Pfleger): Der verfolgt mich die ganze Zeit.
Die Frau ist hat sich hingesetzt und wollte nicht auf ihren Stock, bis dann gegen dreiviertel fünf ein Pfleger gekommen ist, und sie hinaufgebracht hat.
Alles in allem ein relativ anstrengender Tag, aber zum Glück habe ich jetzt wieder 2 Tage frei…
Nach einwöchiger Abstinenz bin ich heute wieder an meine Dienststelle zurückgekehrt, zusammen mit meinem Kollegen David. Das bedeutete: Ich war auf jeden Fall im zweiten Stock. (Ich war so klug, aus der Küche die Wagerl für beide Stöcke mitzunehmen, denn ich wusste nicht auswendig, ob er denn heute Dienst hatte oder nicht) Im zweiten Stock hatte ich dann das altbewährte Problem: Pürieren. Denn auch wenn man es nicht glauben mag, hinter dem Pürieren steckt eine Wissenschaft.
Die Aufgabe lautet nämlich:
o 1 Kipferl
o Kaffee
o Milch
o und Zucker gilt es zu pürieren. Dabei muss man aber aufpassen, denn: Wenn man zu viel Kaffee und Milch nimmt, wird das Ganze wässrig, aber wenn man zu wenig davon nimmt, ist es wieder zu breiig. Also man muss das perfekte Mittelmaß finden, sonst ist gleich der ganze Tag im Arsch.
Aber ich hab alles perfekt gemeistert, und die Zeit bis zur Mittagspause ist dank Einlagen einschlichten und ein ganz klein wenig faulenzen sehr schnell vergangen.
Nach der Mittagspause wurde es allerdings ziemlich krass.
Also ich hab’ mein Wagerl in den zweiten Stock gebracht und hab’ das Geschirr ausgeräumt. Dabei hat mich eine Bewohnerin des zweiten Stocks die ganze Zeit, ununterbrochen mit einem – ich möchte fast sagen verächtlichen – Blick angestarrt. Als ich dann aber fertig war, und mir ein Heidelbeerjoghurt aus dem Kühlschrank genommen und mich hingesetzt hatte, ging es auf einmal los. Die Frau steht schlagartig auf und kommt auf mich zu.
Ich: Ja, was wollen Sie bitte?
Bewohnerin: Haben Sie einen Löffel Löffel Löffel? Einen LÖFFEL!
Ich: Ja, ja hier (und geb’ ihr so den Löffel)
Sie: Danke, danke, danke, danke. Danach ging sie in ihr Zimmer.
Danach habe ich dann die Jause ausgeteilt, und zum Glück ist ein Kuchen übrig geblieben, den habe ich mir natürlich sofort einverleibt.
Tja und im Grunde war das eigentlich schon der Tag, war halt der zweite Stock, viele Bettlägerige und ziemlich abgedrehte Leute. Ja, morgen habe ich auch wieder Dienst…
Heute, am 11. Februar, um genau (okay, ein bisschen nach...) 0:00 Uhr, also wirklich GENAU am elften Februar ist es soweit. Denn hier und jetzt gibt es den exklusiven Trailer, der Lust auf den Film machen soll und euch schon mal den ein oder anderen Einblick gewährt.
Das ganze Projekt heißt nun „Das ChaosSanatorium“ und läuft unter dem Produktionsnamen „Crankenstand“, weil: Woran denkt man, wenn man an Zivildiener denkt? Genau, an den Krankenstand, der natürlich nie ein Thema ist, denn im Dienste für den Staat ist man schließlich gerne immer verfügbar.
Aber ich schweife ab, der Trailer konnte nur so gut werden, weil mir mein Zivikollege David G. dabei geholfen hat. Fettes Danke noch mal an dich, du Adobe Premiere Profi.
Aber genug der vielen Worte, hier nun der Trailer:
Gebt mal ein Feedback, würde mich echt interessieren wie euch das Ganze so gefällt.
Außerdem möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass es nach wie vor den Conutodwn zum Film gibt, und zwar hier --> http://www.MakeACountdown.com?id=248452 (noch gute 28 Tage...)
Zivificker war gestern :P
P.S.: Wer sich wundert, wieso ich in letzter Zeit nicht gebloggt habe – Crankenstand von Mittwoch bis Freitag und dann noch Montag, Dienstag, Samstag und Sonntag frei.
Mit heute ist also der fünfte Dienst in dieser Woche erledigt. Heute war es komischerweise so, dass ich voll motiviert war. Woran genau das gelegen hat, kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, aber gestört hat’s mich nicht.
Beim Frühstück war alles wie immer, ich mit fetten Kopfhörern und iPod beim Kipferlstreichen. Ohne Musik könnte ich das nicht mehr, weil es einfach eine eintönige Arbeit ist wo man immer dieselben Handgriffe einsetzt. Dazu dann der Rhythmus, und ich bin schneller als wenn ich Ö3 hör.
Nachdem ich dann das Wagerl in die Küche gebracht hatte, habe ich mir dann die Speisepläne für nächste Woche bei der Rezeption organisiert. Dann hab ich auf die Speisepläne die Namen von den Leuten + Zimmernummer drauf geschrieben und die hab ich dann ausgeteilt.
Das Angekreuzte hab ich dann mit einem Leuchtstift noch „überstrichen“, damit es gleich beim ersten Hinschauen ins Auge sticht.
Dann gab es wieder das altbekannte Problem am Sonntagsdienst: Richtig, die Messe.
Messe bedeutet: o Bewohner hinunterbringen (um 10 Uhr)
o Bewohner wieder heraufholen (um 11:15 Uhr)
Klingt jetzt nicht arg, geb’ ich zu. Aber wenn man sieben Bewohner alleine ins Erdgeschoss in die Kapelle bringen soll, in einem Lift wo nur maximal vier Rollstühle hineinpassen, ist das ganze ein bisschen zeitraubend, wenn man um 11 Uhr das Mittagessen eigentlich ausgeben anfangen sollte.
Aber ich schweife ab… Nachdem wir, also die Zivis, die Bewohner nach unten gebracht hatten, haben wir uns hingesetzt in den Raucherbreich, der fast direkt vor der Kapelle liegt.
Und wenn man nun in normaler Lautstärke redet, nur redet, ich spreche nicht einmal von einem lauten Lacher, dann kommt die nette Schwester Ursula (sieht aus wie der Teufel, alt, hässlich, und einfach… böse) aus der Kapelle und regt sich auf, dass wir zu laut sind.
Doch heute war etwas anders…
Schwester Ursula: Könnt ihr nicht leiser sein, man hört alles in der Kapelle, das stört uns doch!
Ich: Uns stört die Orgelmusik auch, können Sie die bitte leiser machen?
Schwester Ursula: WAAS?
Ich: Naja die ist schon sehr laut finde ich…
Schwester Ursula: Das ist eine heilige Messe, wenn es euch stört, dann setzt euch woanders hin!
Dann habe ichvor der Mittagspause ein Packerl Marlboro von einem Pfleger bekommen, fand ich echt nett. Seine Begründung war: Ich hab genug davon. Und nein, die Zigaretten waren nicht aus Österreich, sondern aus der Slowakei.
Am Nachmittag habe ich mich dann entschlossen, mal ein guter Mensch zu sein und einfach mal etwas Selbstloses zu tun.
Es gibt bei uns eine Bewohnerin, die nichts lieber tut als zu gehen. Sie sitzt nämlich im Rollstuhl und kann nur mit einer Gehhilfe gehen, eigentlich selbstständig, aber sie braucht immer jemanden, der sie begleitet, sollte sie stolpern. Auf gut Deutsch: Neben ihr Hergehen.
Ich komm also so nach der Pause zurück…
Ich: Frau xxxx, wollen Sie vielleicht nach der Jause ein bisschen gehen?
Sie: Ja, sehr gern, das wäre toll!
Ich hab die Jause dann hergerichtet, ausgegeben und bin dann gleich mit der Gehhilfe zu ihr gekommen. Sie ist dann aufgestanden und ist eigentlich ziemlich zügig und selbstsicher gegangen, es haben uns sogar noch zwei andere Bewohnerinnen begleitet. Nachdem wir dreimal am Gang auf und ab gegangen sind, ist mir die Idee gekommen, das schöne Wetter auszunutzen und mit ihnen auf die Terrasse zu gehen. Wir sind raus, ich hab beim Gehen draußen eine geraucht und dann sind wir auch gleich wieder hinein gegangen, denn der Wind war ihnen einfach zu kalt. Hat sicher auch göttlich ausgeschaut, die drei im Wintermantel und ich im kurzen Shirt.
Beim Abservieren habe ich dann allerlei Süßigkeiten bekommen, ich bin mir echt vorgekommen wie ein Mafiapate, der sich von jedem Zimmer das Schutzgeld abholt.
Insgesamt waren es dann vier Mozartkugeln, drei gedörrte Pflaumen mit Schokoüberzug, eine Praline von Heindl, und eine Packung Zigaretten (sind jetzt direkt keine Süßigkeiten, aber irgendwie doch).
Tja, zum Abendessen gab es dann Palatschinken mit Marmelade, ich konnte mir zwei davon sichern, waren echt nicht schlecht.
Morgen und übermorgen habe ich frei, und denjenigen, die aufmerksam alles mitverfolgen in meinem Blog ist sicher aufgefallen, dass es nur mehr eine Woche dauert, bis der Zivifilm-Trailer online ist…
Heute in der Früh konnte ich die Früchte meiner Arbeit ernten, denn gestern hab ich, in der Zeit als nix zu tun war, ein bisschen Geschirr mit der Hand abgewaschen, ergo musste ich heute in der Früh weniger ausräumen. Dadurch hab ich mir eine halbe Stunde gespart.
Während dem Herrichten gab’s wieder etwas echt Seltsames, und zwar ist eine Schwester zu mir gekommen und hat sich Milch aus der Bewohnerkanne genommen, obwohl ich eh immer zu wenig Milch hab.
Ich: Die Milch für’s Personal steht dort drüben (und zeig’ eben so hin).
Sie: Ja ich weiß, aber diese Milch (die von den Bewohnern) ist warm. Ich mein ja, wenn sie unbedingt warme Milch will… soll sie sich die Milch vom Personal in der Mikrowelle aufwärmen.
Dann, so kurz vor dem Mittagessen, komm ich so rauf in die Küche und steht ebendiese Schwester in der Küche und schneidet einen Apfel auf. (Vermutlich nur deswegen, weil eine Angehörige in der Nähe gestanden ist, und damit das ganze gut rüber kommt)
Schwester: Warum hast du für die Bewohner keine Äpfel aufgeschnitten? Ich hatte noch keine Pause…
Ich: Ich schneide NIE Äpfel für die Bewohner auf, schon gar nicht vor dem Mittagessen.
Schwester: Wir haben aber so viele Äpfel.
Ich: Ja, aber ich will den Leuten nichts aufzwingen…
Schwester: Ach, die essen das schon…
Ich: Trotzdem will ich den Leuten nichts aufzwingen, wenn sie etwas wollen, dann sagen sie es und dann schneide ich auch gerne einen Apfel auf.
Danach gab es dann Mittagessen, und eigentlich waren alle zufrieden… bis auf eine Bewohnerin, die tagein, tagaus nur meckert. Egal was, nie passt irgendetwas. Ich gehe also gerade so in ihr Zimmer um abzuservieren, als es schon wieder losgeht.
Bewohnerin: Sagen Sie, da steht Cevapcici mit Senf und Salat. Wo ist der Senf, wo ist der Salat? Das ist ja eine Zumutung, die Cevapcici so trocken essen zu müssen.
Ich: Ja tut mir Leid, das habe ich vergessen. Wollen Sie noch einen Salat?
Bewohnerin: Nein, hinten nach nicht mehr. Ich muss eben ab jetzt immer nachschauen, ob sie nichts vergessen haben.
Am Nachmittag, ja, gab’s eigentlich nix mehr besonderes, außer dass ich Schwestern echt bewundere. Sie kommen immer genau in dem Augenblick ins Raucherkammerl, genau dann wenn man nämlich gerade isst, und sagen dann so etwas wie: Die Frau xxxx hat heute viel Stuhl gehabt. Ja toll, und da soll man sein Essen genießen…
Morgen der fünfte und letzte Dienst, und das am Sonntag. Ich ahne schlimmes… Messe… Naja ihr werdet es eh morgen dann lesen…
Also heute war in der Früh erstmal das Chaos pur, und zwar nicht – wie ihr jetzt sicherlich denkt – wegen der Küche, nein, wegen dem Zivi, der gestern da war – der Daniel.
Der hat nämlich original überhaupt nichts gemacht.
o Medikamentenbecher nicht gewaschen, sondern ungewaschen aufgestapelt
o Alle Geräte (Pürierstab usw.) falsch eingeordnet
o Keinen EINZIGEN Wäschesack ausgewechselt (ich habe heute 5 Wäschesäcke gewechselt – die übrigen waren leer)
o Die Tabletts vollkommen falsch hergerichtet.
Also hieß das für mich: doppelte Arbeit.
Komischerweise war ich dann um dreiviertel acht mit dem Austeilen fertig, und die erste Frau war auch schon fertig mit ihrem Frühstück.
Ich hab dann alles hergerichtet und teilweise abgewaschen, damit ich dann nicht so viel zum Ausräumen hab.
Dann hab ich mit meinem neuen Buch begonnen, bin bis auf Seite 72 gekommen, 50 Seiten pro Dienst nehm’ ich mir immer vor, meistens geht’s aber drüber.
Nach der Mittagspause hab ich dann alles hergerichtet für die Jause und fahr gerade so mit dem Wagerl am Dienstzimmer vorbei, als mich der Peter, ein Praktikant, ruft.
Peter: Rene!!
Ich: Ja, was gibt’s?
Peter: Zum Herrn xxxx NICHT hineingehen, der ist gestorben…
Ich: Okay.
Der Bewohner ist nebenbei der, der an Hepatitis C erkrankt war.
Ist dann schon der vierte Bewohner in meiner Zivizeit, und ich bin auf einer „normalen“ Pflegestation.
Ich persönlich find’s halt nur echt arg, dass man dann so am Zimmer vorbeigeht und weiß, dass man dem Menschen noch sein Frühstück gebracht hat, und jetzt ist er tot. Mich berührt so etwas nicht, aber ich denk mir dann immer, wenn ich wieder nach vorne komme und die anderen Leute da sitzen sehe wie sie lachen, dass es eigentlich echt schlimm ist: Da sterben Menschen, und nicht mal 100 Meter weiter wird gelacht und da ist heile Welt.
Wollte ich nur mal loswerden.
Das war also der dritte von fünf Diensten, ich hoff’ mal der morgige wird weniger „aufregend“.
So, für alle Zivis in Altenheimen, bei der Lebenshilfe oder bei anderen Zivistellen, wo man einen Zeitvertreib braucht, hab ich wieder Mal ein Buch im petto.
Das Buch heißt Pompeji, geschrieben von Robert Harris.
Kurzbeschreibung: Pompeji, 79 n. Chr., reichste Stadt der römischen Weltmacht, Oase der Schönen und Mächtigen: Der junge Wasserbaumeister Attilius kommt einer skrupellosen Verschwörung auf die Spur, doch seine Nachforschungen werden überschattet von den unheimlichen Vorzeichen einer drohenden Apokalypse.
Wie beim Stoff rund um den Untergang der Titanic hat der Fall von Pompeji einen Nachteil: Man glaubt schon im Vorhinein zu wissen, wie die Geschichte ausgehen muss. Es bedarf also einer ganzen Menge erzählerischen Talents, um die Handlung bis zum Ende auf spannendem Niveau zu halten. Harris schafft dies, indem er den Ausbruch des Vesuvs mit einer durch und durch glaubhaften Intrige verbindet, die man sich so auch in die heutige Zeit hineinversetzt vorstellen kann. So ist Pompeji ein explosiver Thriller um die Leben spendende Macht des Wassers und die zerstörerische Wirkung des Feuers geworden, den man kaum mehr aus den Händen legen mag.
Ich bin fertig mit dem Buch und muss wirklich sagen, dass Robert Harris ein wirklich tolles Werk geschaffen hat.
Durch die bildhafte und spannende Schreibweise bekommt man einen tollen Eindruck, wie es damals im römischen Reich, im Süden Italiens, ausgesehen haben muss.
Ein absolutes Muss, nicht nur für ehemalige Lateiner, dazu noch der unschlagbare Preis, was spricht da noch dagegen?
Heute Morgen war ich voll motiviert, allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, als ich bemerkt hab, was für Vollidioten in der Küche arbeiten.
Erstmal ist es so, dass die Station von der Küche jeden Tag zusätzlich einen Liter Milch bestellt hat, damit die netten Pfleger und die lieben Schwestern alle eine frische Milch in ihren wohlverdienten Kaffee bekommen. Die Milch hat gefehlt.
Gut.
Dann ist es so, dass eine Frau jeden Tag in der Früh Vollkornbrot isst – auch das hat gefehlt. Als ich dann auch noch nur eine Semmel hatte, bin ich runtergerauscht in die Küche und hab dort einen Zivikollegen getroffen, bei dem keine wurst und kein Käse beim Frühstück dabei war.
Ich hab dort dann mal einen aufstand gemacht und hab dann bekommen, was gefehlt hat, außer die Milch, weil der nette Herr von der Küche wollte einfach nicht verstehen, dass ich die Milch in der Packung brauche, und nicht in einer Thermoskanne.
Zu Mittag wurde es dann noch lustiger, denn als ich um 11 Uhr in der Küche nachgeschaut habe, ob alles im Essenswagerl drin ist, habe ich gesehen, dass die Breikost fehlt.
Böse wie ich bin, hab ich gleich mal den erstbesten Küchenheini gefragt, ob denn das Wagerl schon fertig ist. Dieser darauf: Ja, ist alles fertig. Ich dann so: Und wo ist dann bitteschön die Breikost? Die hat er mir dann auch noch gegeben, und ab diesem Moment hab ich gedacht: Super, endlich passt alles.
Natürlich hat NICHT alles gepasst, denn das Diabetikeressen war nicht dabei. Ich also stinksauer runter in die Küche. Dort sind sie alle herumgewuselt, was ich gleich mal mit meinem aufte´retzenunterbrochen hab.
Ich (brüllend): HEEEEEEEEEY!
Küchenheini: Ja, was gibt es?
Ich: Wo ist das Diabetikeressen? Was habt ihr da überhaupt für ein Chaos, schaut’s ihr überhaupt noch auf die Bestelllisten oder nicht?
Küchenheini: Ich geb’s dir gleich… Er hat dann das Diabetikeressen extra für mich zubereitet, und ab da hat endlich küchenmäßig alles gepasst.
Dann gab’s noch eine witzige Geschichte, und zwar hängt vorne bei der Küche so ein riesiger Abreißkalender, der immer den heutigen Tag zeigt, das Datum und ein tolles Zitat obendrein.
Okay, und ich hab eben heute in der Früh das Blatt des 30. Januar abgerissen, weil ja heute der 31. Januar ist.
Dann fragt eine Bewohnerin, die es normalerweise als ihre Pflicht ansieht, Tag für Tag das Kalenderblatt in einer fast zeremoniellen Handlung abzureißen, welcher Tag heute ist.
Sie: Welcher Tag ist heute?
Ich: Mittwoch, der 31.
Sie: Das war er aber gestern auch schon, heute ist doch Donnerstag.
Ich: Nein, sonst hätte ich heute frei, heute ist Mittwoch.
Sie: Na gut, wenn Sie meinen… Ich dachte eigentlich, die Sache wäre damit erledigt, aber als ich von meiner Mittagspause zurückgekommen bin, war laut dem Kalender heute der 1. Februar.
Jedenfalls komm’ ich so von der Mittagspause zurück und seh’ auf einmal, dass eine Ehrenamtliche, die mit schweren Lungenproblemen, fast alle Bewohner aus dem ersten und eine Bewohnerin aus dem zweiten Stock in dem Aufenthaltsraum vor der Küche gesetzt hat und mit ihnen das tolle Spiel spielt „Woran kann ich mich noch erinnern?“.
Zwischendurch wurde auch gesungen, bevor das jedoch begann, hat die lungenproblembehaftete Ehrenamtliche noch erläutert, wieso sie wegen ihrer schweren
Lungenerkrankung nicht mehr singen kann und wie gern sie ihren Kindern vor ihrer schweren Lungenerkrankung vorgesungen hat.
Später wurde ich dann sogar beim Thema Tanzen miteinbezogen.
Ehrenamtliche: Rene, kannst du Walzer tanzen?
Ich: Naja so lala…
Ehrenamtliche: Wer hat dir das beigebracht?
Ich: Meine Mutter, ist allerdings schon etwas länger her.
Ehrenamtliche: Ah, hätte ich nicht gedacht…
Dann war’s besonders witzig, weil die Ehrenamtliche klug daherreden wollte.
Ehrenamtliche: Wir sollten zufrieden sein mit allem, so wie es jetzt ist…
Und ich drauf: Womit denn? Mit Studiengebühren und rechten Politikern, die eh nur drei Bier bestellen?
Ehrenamtliche: Nein, du verstehst das falsch, das ist ja gar nicht wichtig…
Ich: Doch, weil ich möchte nicht bezahlen wenn ich mal studieren werde. Und 60 Stunden Sozialdienst?
Ehrenamtliche: Aber das sind doch alte Menschen, die interessiert das nicht mehr…
Ich: Also zahlen die jetzt nicht drauf nach der Regierungsbildung? Sag mal, kennst du weißt schon, dass der Gusenbauer Kanzler ist, oder? Danach kam nicht mehr viel, ich fand’s nur witzig, wie man so leicht jemanden in den Boden reden kann.
Danach hab ich dann noch das Depot eingeräumt, und sonst ist nichts mehr wirklich Erzählenswertes passiert, morgen hab ich frei, was mir echt sehr zusagt. Bis Freitag dann…
Aufmerksamen Lesern meines Blogs wird nicht entgangen sein, dass im Titel die seltsame Kombination 1/5 steht. Das heißt einfach: Der erste von fünf Diensten, weil ich diese Woche fünf Diente hab, was relativ selten vorkommt und irgendwie echt blöd ist.
Kommen wir also zum heutigen Tag.
Am Anfang war alles wie immer, ein normaler Diens(t)tag, bis ich mich entschlossen habe, nach dem Frühstück-Austeilen mal eine rauchen zu gehen. Also rein ins Raucherkammerl, nur saßen da gerade zwei Putzfrauen, die sich energisch auf serbokroatisch unterhielten, dabei schon die dritte Zigarette hintereinander rauchten und nicht einmal daran dachten, das Fenster auch nur einen Spalt zu öffnen.
Ich hab mich einfach dazugesetzt und auch eine geraucht, bin dann aber sofort wieder gegangen, weil ich irgendwie bemerkt habe, dass der Sauerstoffgehalt in dem Raum bedeutend zu wenig ist für drei Personen.
Ich hab dann abserviert und alles sauber gemacht, als dann die nette Schwester Elke (ja genau die, die Behinderte aus Deutschland), beschlossen hat, den Herrn mit Hepatitis C nach vorne zu setzen. Hat Sie auch gemacht und mir gesagt, ich solle auf ihn aufpassen. Dieser hat dann aus Langeweile begonnen, Sachen, die die Bewohner am Vortag gebastelt haben, auseinander zu nehmen.
Dann kam die Gymnastikstunde, mit wundervollen Schlagerhits als Hintergrundberieselung, wie zum Beispiel: „Schnaps – das war sein letztes Wort“ bis hin zu Texten wie „Wir saufen uns nieder, der schönste Platz ist der an der Theke“.
Nach der Pause war’s dann echt der Hammer, ich kam mir vor wie im Schlaraffenland. Denn zur Jause gab es Krapfen und außerdem fand eine Abschiedsfeier für eine der Pflegerinnen statt.
Das Blöde an der Sache war nur, dass es nicht danach aussah, als würde ein Krapfen für mich übrig bleiben. Sie waren genau abgezählt und als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, erfuhr ich plötzlich, dass eine Bewohnerin beim Röntgen war und die Jause nicht essen können würde. Der Krapfen war schon mal göttlich, doch der Torte war ich immer noch nicht näher gekommen.
Ich hab einfach die Jause draußen weiter ausgeteilt, und eine Bewohnerin hat mich gebeten, ihr den Krapfen ein bisschen aufzuschneiden. Ich nehm’ also den Krapfen und geh so zur Küche, als mich plötzlich meine Verlobte anruft. Und da Frauen ja gerne viel erzählen, war ich mit meinen Gedanken nach dem Gespräch ganz woanders, und hab die vollen Wäschesäcke ausgewechselt und die Wäschewägen nachgefüllt. Ich bin dann so in die Küche zurückgeschlendert, als mich die Frau fragt: Junger Mann, wo ist mein Krapfen? Ich hab dann schnell den Krapfen geschnitten und ihr gegeben, irgendwie peinlich das Ganze.
Ich hab dann letztebndlich mit einer geschickten List doch noch ein Stück (eigentlich waren’s ja drei) von der Torte bekommen, als ich genaz unauffällig gefragt habe…
Ich: Soll ich die Torte in den Kühlschrank stellen?
Stationsleiter: Nein brauchst du nicht, nimm dir ruhig ein Stück, die Torte ist für alle da.
Ich: Okay… Ich hab dann noch gewartet, bis er den Raum verlassen hat, und hab mich anschließend über die Torte hergemacht.
Später, als ich einfach so da gesessen bin und gelesen hab, ist eine angehörige zu mir hergekommen, hat mir zwei Euro gegeben und geflüstert: Für’n Kaffee…
Es war also ein ganz angenehmer Tag, ein bisschen stressig, aber angenehm.
Heute war ein ganz angenehmer Tag, obwohl ich sagen muss, dass ich von Anfang an überhaupt nicht wollte. Irgendwie war heute der erste Tag, an dem ich den ganzen Tag über nur noch nachhause wollte, weil mich absolut alles genervt hat.
Das ist eben diese Depriphase, in die ich nie zu kommen gedacht hätte und jetzt ist sie da.
Was gab’s sonst noch so? also erstmal muss ich sagen, dass die Leute in der Küche immer unfähiger werden. Heute war das Mittagessen erst um halb zwölf fertig, ergo hat meine Mittagspause später begonnen. Das war schon mal scheiße.
Gut.
Dann, als endlich die Pause da war, bin ich runter zur Landstraße gegangen, um auf den 74A zu warten. Der ist auch nicht gekommen, weder um 21 noch um 28, wie es am Fahrplan stand. War mir dann auch zu blöd, und so bin ich fluchend zur U3 gegangen.
Zuhause war ich dann so gegen dreiviertel eins, eine halbe Stunde später als gewohnt. Auch scheiße, war dann aber doch noch sehr entspannend.
Und jetzt kommt der Oberhammer:
Ich hab’ bei meinem überstürzten Aufbruch in die Mittagspause meine Zigaretten liegen gelassen – im Raucherzimmer (es waren blaue Pall Mall). Als ich wieder zurückgekommen bin, hab ich sie dann wieder vorgefunden, und hab gleich mal eine geraucht.
Später musste ich dann mal für Königstiger, und was seh’ ich da in der Kloschüssel? Drei Filter, wo blau Pall Mall draufsteht.
Fand ich persönlich ein bisschen asozial, ich mein, eine Zigarette zu nehmen, da würd’ ich ja nichts sagen, aber gleich drei? Und dann noch ins Klo werfen anstatt sie irgendwie unauffällig verschwinden zu lassen? Naja, jeder wie er meint, ich werd’ sicher nie wieder meine Zigaretten liegen lassen, den Schwestern kann man offensichtlich nicht trauen…
Und als wäre der Tag nicht schon beschissen genug, es kommt noch ärger. Warum zur Hölle können alte, NICHT (!) demente Leute nicht zwei Dinge auf einmal verlangen? Nein, sie läuten lieber zweimal, man wird ja schließlich bedient, also ist das ja kein Problem. Solche Bewohner sind meiner Meinung nach die schlimmsten: Sie wissen, was sie tun, und machen alles mit voller Absicht. Und die sind es dann auch, die alles scheiße finden: Das Essen (schmeckt nach nichts), den Kaffee (zu bitter), das Frühstück (zu viel Marmelade), und so weiter und so fort.
Am Ende des Tages hab ich dann von einer Bewohnerin eine Packung Zigaretten geschenkt bekommen, also wenigstens eine positive Nachricht. Jetzt hab ich wieder zwei Tage frei, GOTT SEI DANK.
Also angefangen hat alles eigentlich ganz super, denn – es gab wieder massig Besteck (sogar Löffel) und massig Geschirr.
Dann kam der Stationsleiter und hat so in die Zivirunde gefragt, wer von uns bereit wäre, eine Frau ins Spital zu begleiten. Ich hab mich gleich mal freiwillig gemeldet – ich Depp.
Bevor die netten Kollegen von den Johannitern gekommen sind, hab ich noch ein echt geiles Gespräch mit angehört.
Angefangen hat alles damit, dass eine sehr demente Frau zuerst das Wasser getrunken hat und dann die Medikamente nehmen wollte. Daraufhin hat sich eine andere Frau (Frau #1) eingeschalten.
Frau #1: Sie müssen zuerst die Medikamente nehmen, dann das Wasser.
Frau #2: Ja…
Frau #1: Nein, EBEN NICHT so…
Frau #2: Ja, ich weiß schon…
Frau #1: Verstehen Sie mich? Kommen Sie her, ich helfe Ihnen…
Frau #2: Ja… So ging das ganze circa eine viertel Stunde lang.
Und dann kamen die Johanniter. Zwei Zivis, die die sehr verwirrte und sehr demente Frau nach etwa 20 Minuten dazu überreden konnten, in den fahrbaren Sessel zu steigen (nachdem man zehn Minuten versucht hatte, ihr ihre Jacke anzuziehen). Also runter zum KTW, alle vier rein und ab zur Rudolfsstiftung. Dort dann rein in die dermatologische Abteilung, die – ich kenne kein Wort, welches es besser umschreiben würde – bummvoll war.
Von 9:15 – 10:45 durfte ich meine Zeit mit Lesen verbringen und ab und zu aufsehen um zu sagen: Bleiben Sie sitzen, Frau xxxx. Gut, also eineinhalb Stunden nach der Ankunft und 78 Seiten später wurden wir dann endlich aufgerufen. Vor dem Arztzimmer durften wir dann noch mal zehn Minuten warten.
Als sie dann endlich dran war dachte ich: Geht sich perfekt aus, bin ich zur Mittagspause wieder im Heim.
Als die Ärztin dann jedoch sagte, dass die Bewohnerin ein Abszess hatte und in die Chirurgie überstellt werden müsse, sah ich meine Mittagspause langsam den Bach runtergehen.
Also raus aus der dermatologischen Abteilung und rein in die Chirurgie. Dort hab ich dann einen Zivi getroffen, mit dem ich gemeinsam Musterung hatte, was auch ganz witzig war, konnte man sich wenigsten unterhalten (und er hat kurz auf die Frau aufgepasst, als ich eine rauchen war – so machen sich Kontakte bezahlt).
Nach circa einer halben Stunde wurde die Frau dann drangenommen. Sie also rein ins Zimmer Nummer drei, ich hab mich inzwischen draußen hingesetzt und optimistisch gehofft, dass ich doch noch rechtzeitig zur Mittagspause kommen würde.
Dann wurde auf einmal ich ins Zimmer gerufen.
Ärztin: Wie stehen Sie zu ihr?
Ich: Ich bin Zivildiener…
Ärztin: Wo?
Ich: In dem Heim, aus dem sie ist.
Ärztin: Ja und wie heißt das?
Ich: Caritas Socialis, am Rennweg.
Ärztin: Ahja, und ähm… ist sie leicht verwirrt?
Ich: Ja, ziemlich…
Ärztin: Aha, weil ich bräuchte da eine Unterschrift, damit ich ihr das Abszess überhaupt entfernen darf. Haben Sie da irgendwelche Unterlagen mit? Wer ist denn der Sachwalter?
Ich: Keine Ahnung, ich hab nur die E-Card mitbekommen, sollte ja nur eine Vorsorgeuntersuchung sein.
Ärztin: Ja wir können nichts machen ohne das Einverständnis des Sachwalters, da müssen Sie morgen eben noch einmal kommen.
Ja, ich bin drei Stunden völlig unnötig in dem verdammten Spital herumgesessen, und das nur, weil die netten Kollegen im CS „vergessen“ haben, mir die Unterlagen mitzugeben.
Die Bewohnerin und ich wurden dann vom Grünen Kreuz wieder ins Heim gefahren, was ich irgendwie ziemlich cool fand, ich bin noch nie in einem KTW gesessen.
So, das war’s für heute und langsam werd ich ein bisschen sauer, weil mein Essen vom Chinesen nach eine dreiviertel Stunde noch immer nicht da ist.
Heute war mein zweiter freier Tag und eigentlich war alles ganz angenehm, bis zu dem Zeitpunkt, als mein Zivikollege David mich in der Mittagspause besuchen kam und mir erzählt hat, dass der Geschäftsführer des Hauses nun verfügt hat, dass die Zivildiener nicht mehr unten sitzen dürfen.
Begonnen hat das Ganze eigentlich damit, dass die Zivildiener von Nord 2 nicht mehr vor den Mahlzeiten runter kommen durften, um dort darauf zu warten, das Essen hinaufbringen zu können.
Insgesamt handelte es sich hier pro Tag um vielleicht eine Stunde (eine halbe Stunde vor dem Mittagessen und eine halbe Stunde vor dem Abendessen), wobei man logischerweise nur dann nach unten kam, wenn die Arbeit auf der Station erledigt war.
Jetzt soll das auf einmal verboten, damit die Zivildiener schneller auf Abruf verfügbar sind, dass diese, sollte es zum Beispiel vorkommen, dass ein Bewohner sein Glas ausgetrunken hat, sofort nachschenken können. Wenn es allerdings so ist, dass die Bewohner ihr Glas innerhalb von etwa zwei Stunden leeren, und man, bevor man nach unten geht, jedes Glas voll auffüllt, sehe ich eigentlich kein Problem darin, dass man mal eine halbe Stunde nicht da ist, weil ob man jetzt oben oder unten nichts tut, ist eigentlich relativ egal. Nur dass man unten eben jemanden zum Reden hat, der nicht über 60 ist.
Ich persönlich verstehe die ganze Sache nicht, vielleicht werdet ihr ja daraus schlau, ich empfinde das Ganze als eine reine Provokation.
Ja heute war ja eigentlich ein ganz angenehmer Tag, wir waren zu zweit im ersten Stock und waren eigentlich superschnell.
Das einzige, was ich wirklich bereut habe war, das Essen in den Zimmern auszuteilen, denn da warten oft grausige Überraschungen.
Seltsame Leute die, wie in meinem Fall, nackt auf einem Sessel sitzen, die Heizung auf 100°C aufgedreht haben und schwer inkontinent sind, was man deutlich am Belag des Fußbodens feststellen konnte. Daist es eine wahre Freude, das Mittagessen zu bringen und gleich mal zu sehen, wie das gestrige Abendessen in verdauter und wieder ausgeschiedener Form aussieht.
Dann hab ich heute mein Zivigewand und des Spindschlüssel abgeholt. Gewand hab ich eingesperrt, wird dort sicherlich die restliche Zivizeit liegen bleiben.
Generell stecke ich zur Zeit irgendwie in einem emotionalen Loch, weil einmal, als ich vom Dient heimgefahren bin, ist es mir vorgekommen, als wär ich einfach nur eine leere Hülle, einfach nur Fleisch, ohne Geist, nur abgestumpftes Fleisch, das Tag für Tag im CS Heim zubringt um sich weiter aussaugen zu lassen.
Naja aber da das ja nur einmal war, zu erfreulicheren Themen:
1) Heute gab's ja wieder einmal Schnee! Ich konnte mich gar nicht mehr erinnern, wie der aussieht.
2) Morgen hab ich frei UND Geburtstag UND übermorgen auch frei. Super, oder?
3) Morgen wird mal die erste Fassung des Trailers geschnitten. Auch toll, oder?
So, das waren genug erfreuliche Themen für heute, ich geh jetzt in die Sauna, denn das hab ich mir jetzt echt verdient.
Dadurch, da ja heute wochenende ist, hab ich euch mal, da ihr ja mehr Zeit habt, ein bisschen mehr aufgeschrieben… :)
Also heute war alles eigentlich ganz angenehm, ich war um halb acht fertig, weil ich nämlich dadurch, dass ich gestern ein bisschen Geschirr abgewaschen hab (ergo weniger ausräumen und wieder einräumen musste), eine halbe Stunde schneller war.
Dann kam wieder ein starkes Stück von einer Schwester, eine etwas frigide wirkende Frau aus der Bundesrepublik, wir nennen sie auch – natürlich nicht böse gemeint – Piefke.
Die Vorgeschichte war diese, dass ich schon zwei Mal bei einer Bewohnerin die Glocke abgedreht hab, beides Mal deswegen, weil sie aufs Klo musste und ich dann gesagt habe: Die Schwester kommt gleich.
Gut. Weil die Schwester aber nicht gleich gekommen ist, hat sie also noch einmal geläutet, und beim dritten Mal habe ich die Glocke nicht mehr abgedreht, weil ich nicht einseh’, dass die Frau da ewig warten muss.
Also ich sitz gerade so da und lese meine Zeitung, da kommt sie auf einmal aus einem Zimmer gestürmt und schaut, wo es denn läutet.
Sie: Rene, drehst du bitte die Glocke ab?
Ich: Nein.
Sie: Warum nicht?
Ich: Weil die Frau seit einer halben Stunde aufs Klo muss, und ich sicher nicht mehr reingehe und sag ‚Die Schwester kommt gleich’, weil da kommt sich die Frau verarscht vor.
Sie: Nein, sag ihr einfach, dass ich gleich da bin…
Ich: Ich: Ja dann läutet es einfach noch fünf Minuten, mich stört’s nicht.
Sie: NEIN, SCHALT JETZT DIE GLOCKE AUS, DIE STÖRT MICH BEIM PFLEGEN!!
Ich hab dann die Glocke einfach abgedreht, ohne etwas zu sagen. Ich denk, die Frau hat’s eh kapiert, was damit gemeint war.
Dann gab’s noch ein witziges Event, und zwar war auf einmal ein Bewohner verschwunden. Er war weder vorne, noch in seinem Zimmer, also sind die Schwestern durch jedes Zimmer gegangen. Auf einmal schreien sie: Rene, komm her!
Ich: Was ist los?
Sie: Weißt du jetzt, wo der Herr xxxx ist?
Ich: Nein, keine Ahnung.
Sie: Dann komm mal mit… Ich bin mitgegangen, und war ziemlich erstaunt als sie mir angedeutet haben, dass der Bewohner auf dem Klo in dem Zimmer einer anderen Bewohnerin war.
Am Nachmittag kamen ja dann die ärgsten Sachen.
Also die Vorgeschichte ist die, dass ich die Jause zuerst vorne ausgeteilt, und dann mit dem Wagerl nach hinten gefahren bin und in den Zimmern ausgeteilt habe.
Die Personen: Frau #1: Leicht dement
Frau #2: Sehr wenig – überhaupt nicht dement
Frau #3: SEHR dement Ich komm also gerade zurück mit dem leeren Wagerl (welches auch das Wagerl ist, mit dem ich um 16 Uhr das Abendessen hole, nur zum Verständnis)
Frau #1: Ah, da kommt schon das Abendessen…
Frau #2: Nein, Sie haben doch gerade die Jause gegessen!
Frau #1: …langsam aber sicher…
Frau #2: Es ist doch erst halb drei…
Frau #3: Gerade richtig kommt das…
Frau #2: Nein, es ist doch erst halb drei, schauen Sie auf die Uhr, DA IST DIE UHR!
Vor der zweiten Geschichte muss ich dazu sagen, dass wenn Besuch kommt, dieser immer zuerst nachschaut, ob nicht der zu Besuchende vorne sitzt.
Frau #3: Ich schaue einmal ob meine Tochter kommt…
Frau #2: Nein, die muss doch zuerst an uns vorbei…
Frau #3: Nein, es ist nicht das erste Mal…
Frau #2: Sie wird eh zu Ihnen kommen.
Frau #3: Ich muss zur Garderobe, denn die lassen sie nicht weitergehen, und wir haben auch einen sehr guten Wachmann (zeigt auf mich)…
Dann auf einmal kommt die Frau zu mir her.
Frau #3: Ich wollte fragen, ob…
Ich: Ja?
Frau #3: Ich wollte wissen, wann Jausezeit ist, weil ich muss dann runter…
Ich: Die Jause gab es doch gerade…
Frau #3: Ja, die war gut…+
Außerdem habe ich heute wieder echt geniale Aufnahmen gemacht, also wirklich 1A, ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass dieser Film grenzgenial werden wird…
Heute war ein echt geiler Tag, weil wir – also mein Zivikollege David und ich –endlich wieder mal auf demselben Stock Dienst hatten.
Angefangen beim Frühstück über Depot komplett aufräumen, Wäschewägen nachfüllen, Säcke auswechseln, Einlagen nachschlichten, egal welche Arbeit – wir haben es erledigt, sogar ein Bett haben wir noch überzogen.
Die nette Abteilungshelferin im 2. Stock war heut’ auch wieder überhaupt nicht nervig…
Sie (schreit aus dem 2. Stock): Rene… Reneeeeeeeeeeeeeeee!!
Ich: JA WAS?
Sie: Nimmst du mir dann mein Wagerl auch mit?
Ich: Ja okay.
Sie Du alter Grantscherben, sei ein bisschen besser aufgelegt… Ja, ich hab’s auch nicht kapiert wie das zusammenhängt.
Am Nachmittag gab’s dann noch ein Zimmer zu putzen, was für uns zwei natürlich kein Problem war, nur leider gab’s in dem Zimmer, das wir putzen mussten, keinen Fernseher, was die Sache dann doch ein bisschen zach gemacht hat.
Und weil wir SO brav waren, durften wir dann um 16:50 Uhr gehen.
Heute bin ich gegen 7 ins Heim gekommen, wo mir dann gesagt wurde, dass ich am Nachmittag alleine auf zwei Stöcken bin. Super.
Ich hab dann das Frühstück gemacht und ausgeteilt, und da ich in der Früh noch immer etwas verschlafen bin, rede ich meistens nicht viel, wenn ich nicht gefragt werde.
Ich geh’ also so zu einer Bewohnerin rein…
Ich: Guten Morgen…
Sie: Guten Morgen, wer ist denn heute da?
Ich: Ich bin da…
Sie: Wer??
Ich: Ich, der Rene…
Sie: Ah, dann wird alles super, das Essen… einfach alles…
Hat mich irgendwie schon aufgebaut, bis dann der Nachmittag kam.
So gegen 16 Uhr hat dann eine Schwester gemeint, ich soll im zweiten Stock auch das Abendessen machen.
Sie: Du machst im zweiten Stock dann auch das Essen, okay?
Ich: Na das wird sich schwer ausgehen.
Sie: Wieso, wie lange hast du denn Dienst?
Ich: Bis um halb sechs.
Sie: Na das werden wir sehen, du bleibst heute bis sechs da, sonst schreib ich dir Minusstunden ein.
Ich bin dann doch schon um 17 Uhr gegangen, weil sich herausgestellt hat, dass das ganze ein Missverständnis war, gemeint hat sie nur, dass ich, weil oben kein Zivi war, das Wagerl zur Küche bring. Hab ich gemacht und die Sache war gegessen.
Außerdem hab’ ich heute wieder irrsinnig viele aufnahmen gemacht, wirklich 1A Material. Und es darf verraten werden, dass es bei dem Film ein Special geben wird, was es allerdings sein wird, bleibt noch geheim…
Heute erzähle ich euch einmal etwas über Freiwillige. Das sind bei uns diejenigen, die alles – wie der Name schon sagt – freiwillig machen, also ohne dafür entlohnt zu werden.
Okay, bis hierher sollte alles klar sein denke ich.
Was aber nicht jeder über die lieben Freiwilligen (auch Ehrenamtliche genannt) weiß, ist, dass sie wirklich alles verdrecken und auch so lassen.
Ich meine es ist ja schon schlimm genug, wenn das verdammte „Basteln“ von acht bis halb zwölf dauert, dann müssen die Leute auf ihr Zimmer gebracht werden und irgendwann gibt’s dann das Essen (Wenn man daran denkt, dass ich normalerweise so um 12 Uhr Mittagspause hab, kann man sich denken, wie genervt ich war), aber wenn ich in die Küche raufkomm’ und sofort seh’, dass alles verdreckt ist, und die Freiwilligen gerade am Gehen sind, werd ich ziemlich sauer. Wie komm ich dazu, deren Scheiß wegzuräumen? Das fängt an bei Pinseln und geht bis zu Teetassen, wo das Sackerl zwar reingehängt und heißes Wasser eingefüllt wurde, das allerdings schon zwei Stunden vorher, ergo ist der Tee kalt und steht nur mehr da, weil ihn keiner mehr will, UND WER räumt das auf? Genau. Ich.
Wer sich noch an den Beitrag ‚Die sonderbare Krankmeldung’ erinnert, dem soll gesgatsein, dass sich es heute endlich geschafft habe, dem Heimleiter meine Gesundmeldung abzugeben. Was kann ich dafür, wenn der Arzt auf Urlaub ist? :P
Und dann kam der Hammer für den Tag. Nicht dass mir die Freiwilligen schon genug waren, nein, so circa um 10 vor fünf, zehn Minuten bevor ich NACHHAUSE gehe, geht’s los. Ich putz gerade so die Küche, alle haben gegessen, und ich mache mich bereit zum Gehen.
(Hier zeigt sich ganz gut, wie fatal Kettenreaktionen unter Bewohnern sind)
Frau #1: Könnt’ ich bitte noch so ein Wurstbrot haben?
Ich: Eines mit Salami oder Extrawurst?
Frau #1: Ist mir ganz egal, nur noch ein Wurstbrot bitte…
Frau #2: Ja das hätte ich auch gerne…
Frau #3: Für mich auch!
Ich war in diesem Moment baff. Ich habe also in den zehn Minuten noch drei Brote gestrichen, die Teller hingestellt und kurz darauf bin ich gegangen, die Teller wasch’ ich dann morgen ab.
Mit Freude habe ich verfolgt, dass sich viele von euch meinen Zivifilm “Zivis At Work” angeschaut haben. Da ich doch denke, dass das Ganze auf ziemlich großes Interesse stößt, habe ich mich nun entschlossen, auch einen zweiten Zivifilm zu drehen.
Details darüber sind noch Top Secret, aber ich kann verraten, dass am Montag die Dreharbeiten beginnen werden.
Weitere Termine:
11. Februar: Veröffentlichung des Trailers
11. März: Die große Premiere des Filmes um 20:00 Uhr, nur HIER!!
Ich hab da übrigens extra nur für diesen Anlass einen Countdown für euch erstellt, damit ihr immer wisst, wie lang ihr noch bis zur Premiere warten müsst.
Der Link dazu ist dieser hier: http://www.MakeACountdown.com?id=248452
Heute gab\'s eigentlich nichts besonderes, außer in der Früh. Ich bin gerade so mit dem Herrichten vom Frühstück fertig und will auch gerade mit dem Wagerl losfahren.
Pfleger: Warum stehen die beiden Tabletts nicht oben?
Ich: Ich dachte, denen muss man das Essen eingeben...
Pfleger: Ja schon, aber mitnehmen kannst du es ja!
Ich: Wozu? Ich geh dann nochmal extra, ist doch egal...
Pfleger: NEIN ES IST NICHT EGAL, NIMM\'S MIT!!
Ich hab das Ganze dann mitgenommen...
Ansonsten war alles recht ruhig, ich konnte über 100 Seiten lesen und dann sogar noch das Depot und die Wäschewägen nachfüllen.
Dann, am Abend, hatte ich irgendwie Spoaß mit den Bewohnern des 2. Stockes.
Also da gab\'s mal die Blinde, die die ganze Zeit nach einem Pfleger geschrien, und ich meine geschrien, hat.
Dann war da noch eine Alzheimer-Patientin, der ich erklären musste, dass sie schon zu Abend gegessen hat.
Eigentlich war heute nichts Spektakuläres, nur die üblichen Stränkereien einer Ehrenamtlichen.
(Ich sitze daund lese nach getaner Arbeit)
Sie: Na unseren Zivis gehts gut, die sitzen da und lesen...
Ich: Ja is super!
Sie: Na das freut mich aber...
Jedenfalls hatte ich heute im Dienst eine Idee.
Also jeder hat doch heutzutage (jedenfalls die meisten) ein Handy mit Kamera. Da mir heute stinklangweilig war, hab ich einfach mal so eine Art \\\"Cribs\\\" mit dem Handy erstellt, wie man es so von MTV kennt. Bearbeitet wurde das Ganze dann mit der Handy Videoschnittsoftware und sieht dann so aus (ja, das kranke Atmen kommt von mir, ich musste vor den Aufnahmen etwas von der Rezeption holen):
Ich find es sollt mehr solche Aufnahmen geben, also rufe ich alle Zivis dazu auf, mehr Videos von Ereignissen von oder im Dienst zu machen, egal ob mit einer 5 Megapixel Kamera oder einer Handycam.
Heute war ein ganz angenehmer Tag, obwohl er ja nicht so besonders angefangen hat.
Denn genau wie gestern war heute wieder fast keine Milch in der Milchkanne. Aber das war nicht so schlimm, ist sich gerade so ausgegangen.
Nach dem Frühstück hatte ich den Auftrag, einen Zettel zu einer Frau vom Bewohnerservice zu bringen.
9Ich: Wo ist denn ihr Büro?
Schwester: Im Erdgeschoss, dort in Richtung Hospiz. Ich also dorthin, aber nirgendwo das besagte Büro. Ich bin dann zur Rezeption gegangen und habe nachgefragt.
Ich: Wo ist das Büro von der Frau soundso?
Rezeptionist: Im Zwischengeschoss, schon seit gut einem halben Jahr. Okay, ich also wieder rauf zu dieser Frau, hab ihr den Zettel gegeben und bin wieder in meinen Stock zurückgegangen. Dort wollte ich der Schwester das dann mitteilen.
Ich: Das Büro von der Frau soundso ist im Zwischengeschoss, nur dass du’s weißt…
Schwester: Nein, im Erdgeschoss! Hab ich dir doch gesagt!
Ich: Nein, seit einem halben Jahr nicht mehr.
Schwester: Ach so, wie ich das letzte Mal bei ihr war, war’s noch im Erdgeschoss… Seltsam, also normalerwiese müssen Zivis und Schwestern öfter dorthin…
Dann hab ich das Frühstück abserviert und musste feststellen, dass es für diese Woche noch keine Speisepläne gab. Nach ewigem Hin und Her hat dann eine Ehrenamtliche den einen Speiseplan, den wir bekommen haben, kopiert und ausgeteilt.
Und nun kommen wir auch schon zum Highlight des heutigen Tages, ich musste nämlich insgesamt drei Christbäume entsorgen. Einen davon habe ich vorher abgeräumt und dann wusste ich nicht, wohin damit.
Ich: Wo soll ich die Christbäume hinbringen?
Pfleger: Schmeiß sie einfach aus dem Fenster, da ist eh der Hof. Die brauchst du ja nicht runterschleppen. Steht da eh niemand unten? (schaut nach) Nein, passt, kannst sie einfach hinunterwerfen. Ich hab also alle drei Christbäume hinuntergeworfen, war echt witzig, nur das Zusammenkehren der Nadeln war weniger lustig.
Hier ein Video von Knut…
In der Mittagspause bin ich dann nachhause gefahren, und am Rückweg gab’s auf einmal eine Fahrscheinkontrolle. Ich denk mir: Super, jetzt bin ich am Arsch…
Kontrolleur: Ihr Fahrschein bitte. Ich zeig so den Ziviausweis her.
Ich: Ich bin Zivildiener und bin auf dem Weg zum Dienst und…
Kontrolleur: Jaja das passt schon, danke…
Ich fand das voll genial, man sollte sich also den Ausweis schon holen, kostet nix und man spart Geld ;).
So, morgen und übermorgen hab ich frei, endlich mal wieder.
Zu allererst einmal gab’s heute wieder Striezl zum Frühstück, ist ja schließlich Sonntag.
Den ersten Schock hab ich dann bekommen, als ich bemerkte, dass in dem Milchbehälter nur ein viertel Liter Milch war. War schon mal blöd. Hab aber einfach die Milch von den Schwestern genommen, also war das Problem gelöst.
Den zweiten Schock gab’s dann, als eine Frau geläutet hat, die normalerweise nie läutet. Ich also rein in das Zimmer und seh’, wie sie versucht mit einem Greifer ihr Fenster zuzuhalten. Der Greifer war aber nicht lang genug (oder die Frau war zu schwach), um dem orkanartigen Sturm zu trotzen – man weiß es nicht genau, jedenfalls sind alle Blumentöpfe, die auf dem Fensterbrett standen, durch Wirken der Gravitation zu Boden gefallen. Ich hab dann das Fenster geschlossen und die Blumentöpfe wieder aufgestellt, also war auch dieses Problem gelöst.
So, den dritten Schock erlitt ich dann, als mir beim Herrichten des Essens gesagt wurde, dass zwei Bewohner nicht aus der Kirche zurückgekommen sind.
Ich: Was was was?
Schwester: Die Kirche ist leer, wo sind die?
Ich: Keine Ahnung… Eine Freiwillige und ich sind die Bewohner dann suchen gegangen, und nach 5-minütiger Suche haben wir die Ausreißer dann auf Nord 3 aufgegabelt.
Also war auch dieses Problem erfolgreich gelöst.
Aber jetzt, genau jetzt, kommt der Überhammer.
Wenn man nämlich denkt, dass es nicht mehr schlimmer geht, kommt’s gleich doppelt so arg. Hier also der vierte Schock:
Also, ich richte nach der Mittagspause die Jause her, als auf einmal die Tür von einem Bewohnerzimmer auf geht, und ein Mann im Morgenmantel mit seiner Gehhilfe rauskommt und mit mir zu reden beginnt.
Er: Hallo.
Ich: Grüß Gott, setzen Sie sich hin, jetzt gibt’s gleich die Jause.
Er: Die wollen mich umbringen…
Ich: Was?
Er: Die wollen mich umbringen, ich schwör’s Ihnen…
Ich: Ähm ja, ich geh mal und frag eine Schwester, was wir da machen können. Ich geh also zum Raucherzimmer, wo gerade drei Schwestern und ein Pfleger sitzen und rauchen.
Ich: Der Herr xxxx meint ihr wollt ihn umbringen…
Schwester #1: Was? In dem Moment bemerke ich, dass mir der besagte Herr gefolgt ist und sag so: Aber das könnt ihr eh mit ihm ausmachen, er ist eh gerade gekommen.
Die haben dann mit ihm herumdiskutiert und ihn ins Zimmer gebracht.
Dann kommt mich, nach circa einer Viertelstunde, der Zivikollege Daniel besuchen. Ich bin voll am Vorbereiten, als er auf einmal sagt: Du, der Herr xxxx versucht gerade zu flüchten…
Ich: Na dann halt ihn auf, ich bin eh gleich fertig… Ich hab also die Jause fertig hergerichtet und ausgeteilt als ich mir denk: Irgendwie seltsam, die sind schon echt lange weg, wesentlich länger als man normalerweise braucht, um einen Bewohner vom Aufzug zurückzuholen. Also bin ich mal ins Erdgeschoss gefahren und hab mich umgeschaut. Und was seh’ ich da? Beide gehen sie Richtung Nord, während der Herr ihn zulabert. Ich hab mich also dazugesellt und einfach nur zugehört.
Daniel: Kommen Sie wieder zurück auf Ihr Zimmer.
Er: Ich muss zu meiner Frau ins Spital…
Daniel: Aber da geht’s nicht zum Spital…
Er: Doch, ich muss da hin.
Daniel: Also ich arbeite hier jetzt schon etwas länger und kann Ihnen sagen, dass hier kein Spital ist. Gut.
Wir sind dann zurückgegangen, doch anstatt zum Aufzug hat es der nette Herr vorgezogen, auf die Straße zu gehen. Wir beide haben ihn natürlich versucht aufzuhalten.
Er: Lasst’s mich vorbei, ich muss zum Otto-Wagner-Spital!
Daniel: Das geht nicht, wir können Sie nicht gehen lassen!
Er: Meine Frau betrügt mich, diese Hure!
Daniel: Kommen Sie mit, wir bringen Sie auf Ihr Zimmer…
Er beginnt an seiner Gehhilfe zu rütteln und schreit: ICH MUSS ZUR STRASSENBAHN! Wir beide haben unsere Füße vor die Gehhilfe gestellt, und als dann nicht mal die Rezeptionistin imstande war, ihn zum Reinkommen zu überreden, haben wir die Schwestern geholt. Dort ging’s dann weiter.
Als wir es geschafft hatten, ihn ins Haus zurückzubringen und die Rezeptionistin die Türen versperrt hat, ging’s richtig los.
Er: Rufen Sie die Polizei!
Schwester # 1: Kommen Sie auf Ihr Zimmer…
Er (schreit): Nein, ich hab Menschenrechte, ich will, dass die Polizei hier herkommt. Eine Schwester hat dann, als ihn eine andere hinten gestützt hat, seine Gehhilfe gepackt und wollte sie vorziehen, weil in diesen zehn Minuten sind wir original drei Meter vorwärts gekommen. Sie zieht also…
Sie: Kommen Sie jetzt, das geht schon den ganzen Tag so… (gemeint war, dass der Bewohner schon den ganzen Tag ziemlich nervig war…) Er: WAAAAAH nein, rufen sie die Polizei, die wollen mich umbringen! Ich muss zu meiner Frau, die ist eine Hure.
Schwester # 1: Aber die ist doch im Krankenhaus…
Er: Ja, diese ewige Hurerei im Krankenhaus…
Fazit: Wir Zivis konnten das Problem nicht lösen, es ist dann die Tochter des Herren um dreiviertel Fünf gekommen, und die hat ihn dann auch überreden können, ins Zimmer zu gehen. Ich hab nur noch mitbekommen, dass er seine Tochter aufs Schlimmste beschimpft hat und dass er versucht hat, Schwestern zu schlagen.
Alles in allem ein wirklich ereignisreicher Tag würde ich sagen…
So, es ist Jänner und was heißt das? Es gibt wieder eine neue Buchempfehlung!
Das Buch, das ich euch in diesem Monat empfehle, heißt Panic, geschrieben von Mark T. Sullivan.
Kurzbeschreibung: Acht Jäger machen im nördlichen British Columbia Jagd auf Hirsche. Doch in der weißen Wildnis lauert ein Unbekannter, der ihnen den Rückweg in die Außenwelt abschneidet. Einer nach dem anderen wird bestialisch erlegt. Nur Diana Jackman, die einzige Frau in der Gruppe, in deren Adern indianisches Blut fließt, durchschaut die Pläne des Killers. Doch um ihn zur Strecke zu bringen, muss sie einen lebensgefährlichen Zweikampf aufnehmen.
Ich hab das Buch von einem guten Freund zu Weihnachten bekommen, und muss echt sagen, dass er einen guten Geschmack hat. Das Thema Jagd kommt schon durch, aber nicht so dass es aufdringlich wirkt.
Alles in allem ist es spannend und einfach geschrieben, also eigentlich perfekt für den Zivildienst.
Heute, am 5.1., hat mein 14-Tage-Testabo vom KURIER begonnen. Hat alles bestens funktioniert, lag um Punkt halb sieben vor meiner Tür (was ja beim ÖSTERREICH-Abo nicht der Fall war…).
Als ich dann im Heim war, hab ich das Frühstück vorbereitet, ausgeteilt, alles echt easy. Dann hab ich mir meinen KURIER geschnappt und hab mir einen Kaffee gemacht. Damit hab ich mich dann in die Küche gesetzt und hab eine halbe Stunde Zeitung gelesen.
Gegen viertel zehn hab ich dann das Wagerl runter in die Küche gebracht. Eh klar dass ich, wenn ich raufkomm’, gleich mal bemerke, dass bei 3 Bewohnern nicht abserviert war.
Ich hab mir dann einfach mal den Fetzen geschnappt und hab das restliche Geschirr mit der Hand abgewaschen.
Am Nachmittag war dann alles wie immer, nur dass ich, als ich das Wagerl hinaufgebracht hab, bemerkt habe, dass fast alle Bewohner vor dem Fernseher sitzen.
Was hat’s da gespielt?
Langlaufen auf Eurosport. An sich zach, aber wenn alle vorne sitzen, geht die ganze Jause schneller.
Nach der Jause gab’s dann eine Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Session, veranstaltet von 2 Freiwilligen, was so viel heißt wie: Ich hatte genug Zeit zum Lesen.
Tja Leute, und morgen hab ich dann frei,… hab ich mir ja echt verdient wie ich finde
P.S.: Die restliche Bewohnerwäsche von gestern hab ich heute wieder nicht eingeräumt :P
Heute bin ich um 5:58 zum ersten mal aufgewacht. Gut. Dann um 7:30 zum zweiten und letzten mal.
Ich hab mich dann ins Heim gehetzt, wo mich der Stationsleiter in dem Moment angerufen hat, als ich begonnen hab, das Wagerl auszuräumen.
Also alles in Butter.
Mein Zivikollege David war da, also war ich im 2. Stock.
Am Vormittag war nicht wirklich was Besonderes, nur Depot einräumen und so Zeugs, aber am Nachmittag war\\\'s dann echt cool.
Weil da war bei mir im 2. Stock eine Abteilungshilfe, die alles gemacht hat. Sie hat die Jause hergerichtet, sie ausgeteilt, eingegeben, und wieder abserviert.
Ich war währenddessen im 1. Stock, wo wir Zivis die Aufgabe hatten, Bewohnerwäsche einzuräumen.
Ich will euch mal was sagen. also:
Lustige Arbeiten: o Depot einräumen
o Einlagen einschlichten
o Zimmer putzen
o Zeitung holen
Scheiß Arbeiten: o Bett überziehen
o INKO Säcke auswechseln UND
o Bewohnerwäsche einordnen (ist kompliziert, dauert lang und ist extrem zach)
Glücklicherweise haben wir aber in dem Moment, als wir begonnen hatten, die Wäsche einzuräumen, eine Spende erhalten.
Die musste natürlich die Zivis abholen. wir haben uns also ein Wagerl geschnappt und sind nachunten gegangen. Und was wurde gespendet?
5 Kisten mit Einlagen, die wir dann ins Depo einräumen durften.
Apropos (passt zwar nicht zum zivi:blog an sich, ist mir aber egal): Ich hab mich heute verlobt. Ja. Und ich freu mich drüber.
Also erstmal war ich im ersten Stock, was schon mal echt genial war, weil ich jetzt zwei Tage im zweiten Stock war und noch einen dritten Tag hätt’ ich sicher nicht dablosn.
Ich hab also das Frühstück irre schnell vorbereitet, alles zack-zack, und als dann die Medikamente da waren, brauchte ich das Ganze nur noch auf die Zimmer bringen, weil die Küche von mir schon wieder Tipp Top geputzt wurde.
Ich hab mir dann erst mal einen Kaffee gemacht (mit der 500 Euro Kaffeemaschine im Schwesternzimmer) und mich ins Raucherzimmer gesetzt, wo ich in aller Ruhe meinen Kaffee getrunken und eine geraucht hab.
Danach hab ich dann abgeräumt, die Tabletts gewaschen und die Medikamentenbecher nach einer gründlichen Reinigung zum Trocknen auf die Heizung gestellt.
Am Nachmittag, nach der Jause, bekam ich dann die Aufgabe für eine Bewohnerin Zigaretten zu holen (4 Packungen). Eigentlich ja eine ganz leichte Aufgabe, weil sich gegenüber vom Heim eine Tankstelle befindet.
Die hab’ ich aber mal gekonnt ignoriert und bin mit dem 20-Euro-Schein auf die Landstraße zur Trafik gegangen. Da es aber mittlerweile 14:40 Uhr war, hatte die Trafik natürlich geschlossen. Der Automat nahm keine 20-Euro-Scheine, also bin ich zum Bipa gegangen, um den Schein dort in zwei 10-Euro-Scheine zu wechseln. (Auf dem Weg dorthin hab ich ein paar Passanten gefragt, ob sie vielleicht wechseln könnten, aber keiner wollte etwas mit mir zu tun haben).
So, also vom Bipa wieder zurück zu dem verdammten Automaten. Dort angekommen stell’ ich fest, dass auf dem Display steht: „Münzen genau einwerfen“. Schön blöd, also bin ich zu der anderen Trafik, circa 200 Meter vom Bipa entfernt, gegangen. Die Automaten dort nahmen zwar Scheine an, hatten aber eine Sorte nicht, was dazu führte, dass ich mit dem Restgeld wieder zum ersten Automaten musste. Als ich dort dann 10 Cent zu viel einwarf, und er mir alles wieder ausspuckte, bin ich zurück ins Heim gegangen, hab der netten Frau ihr Restgeld und die drei anderen Packungen gegeben und mich wieder an die Arbeit gemacht.
So, und da morgen Silvester ist, hier mal meine „guten Vorsätze“:
o Das Rauchen aufgeben
o Keinen Alkohol mehr trinken
o Generell ein bisschen gesünder leben
So, damit war das mein letzter Eintrag in DIESEM Jahr, ich wünsch’ euch allen einen guten Rutsch und trinkt nicht zu viel…
Heute hab ich mal gleich länger verschlafen. Irgendwie dürfte ich vergessen haben, den Wecker zu stellen und bin daher – eigentlich eh ganz okay – um 7:13 Uhr aufgewacht.
Ich war dann eh so gegen 7:40 Uhr im Heim, wo ich dann schnell das Frühstück hergerichtet hab.
Als ich dann fertig war, bin ich in das Zimmer einer Bewohnerin gegangen, wo gerade eine der Praktikantinnen war. Die hat eine NaCl Infusionsflasche aufgehoben und hat sich dabei an einer Nadel gestochen. Gut, war gleich mal die Chefin von der Pflegestation da und hat ein Unfallblatt ausgefüllt.
Sie: Was ist Ihnen denn passiert?
Praktikantin: Ich hab mich beim Aufheben der Flasche an dieser Nadel gestochen…
Sie: Blöd, bis jetzt war das Jahr 2006 bei Nadelstichen verletzungsfrei…
Fand ich auch irgendwie komisch.
Ich hab dann, brav wie ich bin (und fad wie mir war), die leeren Mineralwassersteigen in die Küche zurückgeführt.
Danach hab ich den Fehler gemacht, einer Frau das Frühstück einzugeben. Sie ist eigentlich eh noch mobil, aber die ist blind, was sie zu einem kompletten Pflegefall macht.
Na jedenfalls geb’ ich ihr ihr Frühstück ein.
Sie: Das ist kalt… (Ich geh zur Mikrowelle, heiz die Schüssel auf und geb’ weiter ein)
Sie: Da ist ja gar kein Zucker drin!
Ich: Da sind VIER Löffel Zucker drin!
Sie: Davon schmeckt man aber nichts… (Ich hol also Zucker und kipp ein bisschen was davon in ihr Frühstück)
Ich: Ist es gut?
Sie: Ja… (Sie hat dann gegessen, nur hört sich das komischerweise so an als würde sie Steine kauen, dabei ist das ganz weich…)
Ich: So, wir sind fertig. (Ich geh also, um den Teller zum Wagerl zu bringen)
Sie: Sind wir schon fertig?
Ich: Ja, sind wir.
Sie: Da können Sie aber schon etwas sagen, oder?
Ich: Ich hab’ auch etwas gesagt, wenn Sie nicht zuhören wollen, kann ich auch nichts machen.
An Nachmittag wurde ich dann zum Arzt geschickt, um 2 E-Cards abzuholen. Hab ich gemacht und mir dabei noch Zigaretten gekauft, und ein Rubbellos, was ich von einer alten Frau geschenkt bekommen hab, eingelöst. Gewinn: 1,50€
Fand ich halt cool…
Heute bin ich erstmal um 6:42 aufgewacht, die Nacht war gestern etwas länger.
Also aufgestanden, angezogen, und ab zum Bus. Da mir dieser vor der Nase weggefahren ist, hab ich in der Eiseskälte 10 Minuten warten können, was meine Laune auch nicht gerade gehoben hat.
Beim Frühstück gab’s dann den ersten unnötigen Kommentar einer Schwester. Ich geb grad einer Frau so das Essen ein.
Frau: Wie heißen Sie?
Ich: Rene…
Frau: Wie?
Ich: Rene…
Sie: Aber wir haben ja gar keinen Rene…
Schwester: Ja, der ist so selten da, das ist kein Wunder…
Ich hab das einfach mal übergangen und gekontert mit: Ja, du kannst mal die Leute aus dem Bett holen, die wollen sicher vor halb zehn frühstücken.
Hat sie einfach ignoriert und mit einem: Ist nicht meine Aufgabe! gekontert.
Fand ich ein starkes Stück, denn was sind dann ihre Aufgaben frag ich mich?
Dann gab’s da noch eine Frau im ersten Stock, die geschlagene 2 Stunden geläutet hat, bevor eine Schwester zu ihr gekommen ist und sie aufs Klo gehen konnte. Am besten fand ich von der Schwester das: Bin eh schon da.
Beim Mittagessen gab’s dann echt Krach, weil ich einen Hendlhaxen mit den Fingern herausgenommen hab, allerdings hab ich mir vorher einen Gummihandschuh angezogen.
Ich nehme das also raus.
Schwester: GREIF DAS NICHT MIT DEN FINGERN AN!!!
Ich: Ich hab mir extra vorher einen Handschuh angezogen…
Schwester: JA WER WEISS WO DU VORHER DAMIT WARST!!
Ich: Nirgends, die hab ich mir frisch angezogen…
Schwester (immer noch schreiend): DAS IST UNAPPETITTLICH!
Ich: Ich lös’ das Fleisch eh ab und schmeiß den Haxen dann weg, wo ist das Problem?
Schwester: WAAAH DU HAST KEINE MANIEREN!
Am Nachmittag hab ich dann mit dem Zivikollegen David die Einlagen im ersten und zweiten Stock eingeschlichtet, also waren wir echt brav, was die Schwestern geärgert hat ;).
Ja heute - am Feiertag - war's ganz besonders lustig, weil man mal hautnah miterleben konnte, wie falsch die Schwestern eigentlich sind. Aber darüber später.
Im Dienstplan steht: 7:30 - Frühstück ausgeben.
Zum Frühstück ausgeben brauch ich aber die Medikamente.
Okay.
Um 7:59 waren dann die Medikamente da, weil die netten Schwestern es vorgezogen haben, bis 8 im Dienstzimmer zu sitzen und zu rauchen. Dass da ununterbrochen die Glocke läutet weil Leute aufs Klo müssen, ist ihnen auch herzlich egal.
Am Nachmittag hab ich dann einem Herren die Jause gebracht, der hat mich die ganze Zeit angeschaut, und dann auf einmal hat er losgeschrien und mich gefragt, warum ich ihn so erschreckt habe.
So gegen halb vier musste ich dann zur Apotheke gehen, was schon mal 10 Minuten dauerte, dort musste ich dann - weil ja ein Feiertag war - wieder 10 Minuten warten, weil mehrere Leute ihre Pulverchen brauchten.
Das Witzige war nur, dass der Patient, für den ich die Medikamente holen musste, eigentlich nicht von der Rezeptgebühr befreit ist, da ich aber mein Ziviabzeichen getragen habe, hat der Typ gegelaubt die wären für mich und hat gemeint: Sie sind eh befreit... und hat mir das Geld zurückgegeben.
Der heutige Tag hat erstmal damit begonnen, dass mir mein Zivikollege David per SMS mitgeteilt hat, dass er krank ist. Die Folge davon war: Ich allein auf 2 Stöcken.
Ich war natürlich primär im ersten Stock, und hab dort mal das Frühstück ausgegeben. Als ich dann zu unserem Hepatitis-Patienten gekommen bin, hat mich gleich mal der erste Schreck getroffen: Er lag auf dem Boden in seinen eigenen Exkrementen.
Gut, Schwester geholt. Die haben dann eine halbe stunde gebraucht, um ihn aufzurichten und das Zimmer zu reinigen.
Es kam dann so gegen Mittag ein anderer Zivikollege von Nord 3, um am Vormittag auf dem 2. Stock auszuhelfen, was schon ganz angenehm war.
Dann hatte ich so circa eine halbe Stunde vor dem Mittagessen eine nette Diskussion mit 2 alten, dementen Frauen. Das hat so ausgeschaut, dass die eine die andere im Rollstuhl vor ihr Zimmer geschoben hat, und aus unerfindlichen Gründen war es ihnen nicht möglich, die Tür zu öffnen.
Ich: Kann ich Ihnen helfen?
Frau #1: Wieso geht das nicht auf?
Ich: Wollen Sie in ihr Zimmer?
Frau #2: Nein, das ist mein Zimmer!
Ich: Nein, ihr Zimmer ist eines weiter…
Frau #1: Warum geht die Tür nicht auf?
Ich: Warten Sie, ich mach das schon… (Die Tür wird von mir geöffnet)
Ich: So, bitte sehr…
Frau #1: Danke
Ich bin dann weggegangen und hab weiter aufgedeckt. Nach 5 Minuten schau ich wieder hin und sehe dasselbe Bild vor mir wie vorher.
Ich: Kann ich Ihnen helfen?
Frau #1: Das geht nicht auf…
Frau #2: Das ist mein Zimmer…
Ich: Also… DAS ist nicht IHR (auf Frau #2 zeigend) Zimmer, sondern das dort vorne. Wollen SIE (zu Frau #1) jetzt zum Essen oder in Ihr Zimmer?
Frau #2 zu Frau #1: Wollen Sie essen oder ins Zimmer?
Ich hab Frau #1 dann zum Essen geschoben, alles in allem war das irgendwie recht witzig.
Am Nachmittag, also zwischen Jause und Abendessen, gab’s dann eine kleine Ziviversammlung in der Rezeption (weil der Rezeptionist eh nix zum Arbeiten hat).
So, und da morgen Weihnachten ist, wünsch ich euch allen Frohe Weihnachten und, wie meine Oma zu sagen pflegt, „ein braves Christkind“.
Heute war mei nerster Tag nach dem Krankenstand, und schon nach dem ersten Kontakt mit einer Schwester hab ich eingesehen, dass dieser Tag wieder ganz besonders viel Spaß machen würde.
Ich komm so auf die Station, es ist 7:02.
Sie: WO ist die Milch? Ihr kümmert euch um GAR NIX!
Ich hab mich dann mal unauffällig in den zweiten Stock verkrümelt, wo ich dann die meiste Zeit gelesen habe, was auch sonst, irgendwie muss man ja die Zeit totschlagen.
Das Buch ist echt spannend, was auch gut so ist, aber wenn man die ganze Zeit unterbrochen wird mit Sachen wie:
Bitte einen geriebenen Apfel!
Wo ist mein Speiseplan?
Ist heute Mittwoch?
ist das nicht gerade förderlich...
Jedenfalls hab ich dann der Stationsleisterin meine Krankemldung gegeben, die dann völlig außer sich war und geschrien hat: Bist du wahnsinnig, du bist ja noch nicht gesund geschrieben, wir können die ärgsten Probleme bekommen! Nach der Mittagspause gehst aber heim!
Meine Krankmeldungen bis jetz twaren nämnlich nur welche, wo draufstand: Arbeitsunfähig von --- bis ---. Diesmal jedoch steht drauf: Arbeitsunfähig ab 18.12., Wiederbestellt für 22.12.. Blöde Sache.
Widerwillig aber doch bin ich dann nach der Mittagspause heimgegangen ;).
Bin ja echt fasziniert, dass die ziviblog-seite wieder geht,nur warum ist das denn keinem anderen aufgefallen außer mir? ;)
Naja egal jedenfalls bin ich heute aufgewacht und habs schon gespürt: Kratzen im Hals, Kopfweh, dieses "schwammige" Gefühl im Kopf usw.
Ich hab dann abern icht im CS angerufen, nein... Ich bin selbst hingefahren und hab vor dem Stationsleiter gehustet und mich geschnäuzt, bis er dann gemeint hat, ich soll nachhause gehen (also um 7:07 Uhr).
So und jetzt sitz ich da, zuhause...
Natürlich, wie sollte es auch anders sein, muss ich heute noch zum Arzt, um mir eine Krankmeldung zu holen. Für höchstwahrscheinlich einen Tag... echt sinnvoll, oder?
Heute hab’ ich mich original um 10 Minuten verspätet, und was war die Folge davon: 2. Stock…
Also ging’s heute weiter mit „Action At The Second Floor“. Um 8:18 war ich dann mit dem Frühstück fertig, hab 3 Leuten das Essen eingegeben und fast alles abserviert.
In der Mittagpause war ich dann ein bisschen unterwegs, und als ich wieder zurück war, gab’s die nächste Meldung: Der Arzt ist da… folglich: Hepatitis A/B Impfung. War ziemlich unangenehm, was sich teilweise auf meine Spritzenphobie, teilweise auf meine verkrampften Muskeln stützte.
Dann war nach dem Mittagessen ja der Hammer schlechthin. Es gab eine „Adventjause“. Klingt geil, war es auch, weil alle Bewohner im ersten Stock waren, folglich: Nix zu tun auf Stock Nummer 2. Zusätzlich waren 4 Freiwillige da, die uns armen, überarbeiteten Zivis die Arbeit abgenommen haben.
Wir haben uns in der Zwischenzeit die Simpsons angeschaut und ein Stück von der Geburtstagstorte des Stationsleiters gegessen. Der hatte nämlich Geburtstag und hat uns extra ein Stück gebracht. DAS nennt man Service.
Das Einzige, was wir eigentlich gemacht haben, war, 3 Wäschewägen in den Keller zu bringen, was aber eine halbe Stunde dauerte, weil genau in diesem Moment das ganze Haus mit dem Aufzug fahren musste.
Tja Leute, ich hab jetzt wieder frei bist Montag… ich denk ich hab’s mir verdient.
Heute war ich wieder im 2. Stock tätig, wo’s anfangs ganz gut ausgeschaut hat, aber dann, nach der Salesianer-Nachlieferung (es handelte sich um Waschlappen)lief irgendwie alles aus dem Ruder.
Eine blinde Bewohnerin hat rumgeschrien, weil sie angeblich kein Frühstück bekommen hat und auch keine Buttermilch.
Und wem glauben die Pfleger? Natürlich den Bewohnern, die aber schon einigermaßen dement sind.
Eine Schwester hat sich dann beim Stationsleiter über mich beschwert, weil ich „nicht korrekt mit den Bewohnern umgehe“, aber der nette Herr Stationsleiter hat sich nicht bei mir gemeldet, also so gesehen… alles Paletti.
So dann haben wir das Mittagessen geholt. Okay, wir wollten es holen, denn es war bis halb zwölf nicht fertig, was soviel heißt wie: Alles wurde zacher und langsamer.
Am Nachmittag war dann eine Stationshelferin da, die mir die ganze Arbeit abgenommen hat (bis auf das Essen holen und Wäschesäcke auswechseln).
Das einzig witzige an heute war eigentlich ein Bewohner. Er hatte sich die Hand gebrochen und hat jetzt einen Verband. Okay. Und den nimmt er sich regelmäßig selbst runter, einfach weil ihm langweilig ist.
Und heute geht eine Schwester zu ihm hin, weil er schon wieder den Verband komplett runtergenommen hat.
Sie: „Herr xxxx, was machen Sie denn da?“
Herr xxxx: „Das ist ein Souvenir!“
Sie: „Nein, das ist ein Verband…!!!“
Fand ich recht komisch, morgen geht’s dann weiter mit „Action At the Second Floor“….
Heute war ich wieder im 2. Stock, weil mein Zivikollege David den ersten übernommen hat.
Gut.
Also als allererstes bin ich in den 2. Stock gekommen und eine Frau hat geläutet. Ich geh zu ihr rein, sag „Guten Morgen“ und komm mir vor wie im ärgsten Horrorfilm. Überall war Blut, weil die Frau sich ihre Haut aufreißt und ihre Bandagen ebenfalls. Ich hab dann einfach eine Schwester geholt, die hat die Frau dann verarztet, ich durfte dann das Bett überziehen…
Ansonsten war eh alles wie immer, im 2. Stock bin ich immer viel schneller, weil die Leute einfach schneller essen.
Aber dann kam ja der Überhammer. Am Nachmittag haben dann auf einmal 2 ältere Frauen begonnen, mit mir aufs Ärgste zu diskutieren.
Also begonnen hat alles damit, dass ich das Wagerl für die Jause raufgebracht hab und begonnen hab, es auszuräumen.
(Der Einfachheit halber benutze ich für die 95-jährige, demente Frau die Bezeichnung F1, und für die andere, sehr demente, die sich ihre Haut aufreißt F2)
Also ich bin da schön am Ausräumen, auf einmal geht’s los.
F1: Bitte Bitte…
Ich: Ja, was gibt’s denn?
F1: Bitte bring mir meine Zähne…
Ich: Ja F1, ich räume nur schnell den Wagen aus und dann bin ich schon unterwegs, okay?
F1 Okay….
Ich hab dann weitergemacht und alles für die Jause hergerichtet.
F1: Bitte bitte
Ich: Ja, ich bin gleich fertig, es geht nur langsamer wenn Sie mich die ganze Zeit nerven…
F1: Okay…
Ich: Das verstehen Sie doch, oder?
F1: Ja…
Ich: Okay dann passt’s ja.
F1: Bitte vergiss nicht…
Ich: Nein, ich vergess’ nicht…
Auf einmal schaltet sich F2 ein.
F2: Jaja, das sagen Sie immer…
Ich: Was ist los?
F2: Jaja, ist schon in Ordnung…
Auf einmal kommt dann ein Pfleger.
Pfleger: Hat F1 schon ihre Jause bekommen?
Ich: Ja, sicher..,
F1: Ich hab noch keine Jause bekommen..
Pfleger: Hat sie nicht?
Ich: DOCH HAT SIE!
also alles in allem ein recht kranker Tag. Jetzt hab ich wieder 2 Tage frei...
Heute war im Grunde alles wie immer, nur dass wir eine Neuaufnahme bekommen haben, was ich, der einzige Zivi auf dem Stockwerk, erst erfahren habe, als ich schon komplett fertig war mit dem Herrichten des Frühstücks.
Was mich überrascht hat war: Ich habe heute „vom Nikolaus“ ein rotes Sackerl bekommen mit Süßigkeiten, wer genau das auf meinen Platz gelegt hat, kann ich nicht sagen, aber ich find’s auf jeden Fall toll.
Nach der Mittagspause hab ich dann die Jause ausgegeben, und das war irgendwie echt seltsam.
Erstmal bin ich bei Frau Nr. 1 rein gegangen.
Ich: So, da ist ihre Jause…
Sie (auf mich zeigend): DA! DA! SCHAU!!
Ich bin dann etwas verwundert zur zweiten Frau gegangen, die gerade über einem Kuvert saß.
Ich: So, hier ist ihre Jause…
Sie: Ja, wissen Sie, diese indischen Adressen sind ja SO schwer zu lesen…
Die ritte Frau ist generell seltsam, immer wenn ich ihr ihr Essen bringe bzw. wenn ich abräume, lacht sie… Am Anfang dachte ich, sie wäre nur nett, aber langsam find ich’s echt erschreckend…
Nach der Jause hab ich dann das Depot einräumen dürfen, was immer eine echt nette Aufgabe ist, vergleichbar mit: Bring ein Nokia 9120 in eine Streichholzschachtel.
Danach musste ich vom Arzt noch zwei E-Cards abholen, weil er vergessen hat, die im Heim zu lassen. War ganz cool, weil man endlich mal aus dem Heim rauskommt, das Problem dabei ist nur, dass die Zeit nicht stehen bleibt, man also logischerweise danach, je länger man weg war, umso mehr Arbeit hat…
So Leute, ich hab jetzt wieder 2 Tage frei, bis Samstag…
Was ich am Sonntagsdienst so liebe? Nunja, man muss nur eine Art von Frühstück herrichten, und zwar Striezel. Den dann halt entweder ohne alles, mit Butter oder aber mit Butter und Marmelade. Klingt einfach, ist aber saukompliziert…
Außerdem war heute ja der erste Advent, da musste ich bei einem Adventkranz eine Kerze anzünden (unten in der Halle stand ein echt großer, der war/ist heftig). Da fragt mich eine Schwester: Warum zündest du nicht die andersfarbige an?
Ich: Weil die für den 3. Advent bestimmt ist.
Sie: Warum?
Ich: Keine Ahnung, der ist besonders.
Warum ist das nun wirklich so? Hier die Erklärung:
Das katholische Benediktionale enthält eine Segnung des Adventskranzes. Früher war es in katholischen Gegenden üblich, 3 violette und eine rosa gefärbte Kerze, die am 3. Adventsonntag, dem so genannten Freudensonntag, entzündet wurde, zu benutzen.
So, nicht damit’s hier heißt, dass man nichts lernt wenn man meine Einträge liest. Wenn euch jetzt jemand fragt, könnt ihr es ihm gleich beantworten.
Um Punkt neun war ich dann fix und fertig, alles schon für den Mittag aufgedeckt, abserviert, einfach komplett fertig mit meiner Arbeit.
Eine Frau wurde kurz vor dem Mittagessen von der Rettung abgeholt, weil sie schwer geröchelt hat beim Atmen… hat sich schlimm angehört, aber ich denk es wird schon wieder…
Nach der Mittagpause – wo ich eigentlich nicht da war – hab ich mir aus dem Speisesaal noch 4 Sacherschnitten geholt. Leider hat mich dabei einer der Köche beobachtet und gesagt: Wenn du dir das nächste Mal etwas nimmst, dann frag vorher… mir ist das egal, aber wenn das der Chef sieht, da kannst du Probleme bekommen…
Ja, nächstes Mal frag ich halt nach, aber wenn ich’s nicht ess, wird’s eh nur weggeschmissen.
Zur Jause gab’s dann eine super Sahnetorte, von der glücklicherweise 3 Stück übrig geblieben sind, die sich im Moment noch in meinem Bauch befinden.
Sonst gab’s eigentlich nicht mehr viel, so circa um 15:00 war The Sound of Music auf ORF 2, hab ich mir gleich mit einer Bewohnerin gemeinsam angeschaut.
Heute war wieder einmal ein wunderbarer Samstagsdienst, ich bin aufgestanden und fühlte mich hoch motiviert. Nach meinem Kaffee hab ich mich dann ein bisschen früher auf den Weg gemacht, um dann festzustellen, dass ich eigentlich viel zu früh (so gegen 7:45) beim Heim war.
Ich hab dann aufs Frühstück warten können bis 7, dann war ich so um halb acht mit dem Herrichten fertig. Gewartet, gewartet, gewartet… gelesen, gelesen, gelesen… Dann um acht sind endlich die Medikamente gekommen, was mich ein bisschen genervt hat, weil ich normalerweise um halb neun fertig bin.
Ansonsten war alles ganz cool, als dann ein Kollege und ich Pause gemacht haben, ist eine Frau gekommen, die zu ihrem Mann wollte und sich nicht ausgekannt hat. Okay also sind wir runter mit ihr zur Rezeption, wo ihr dann gesagt wurde, dass ihr Mann im Hospiz liegt. Wir haben sie dann noch dorthin begleitet und haben dann das Abendessen vorbereitet.
Zum Abendessen gab’s dann Powidltascherl, wo ich gleich 5 gegessen hab, weil sowieso mindestens 20 übrig geblieben sind.
Jetzt bin ich satt und ein bisschen müde, morgen hab ich wieder Dienst… ich glaub ich wird mich mal ein bisschen ausruhen
Dezember ist es, draußen ist es eiskalt und es schneit, da möchte man doch beim Zivi ein gutes Buch haben, oder? (Ja, wir wissen alle, dass es draußen 15°C hat und dass es NICHT schneit).
Jedenfalls hab ich da ein super Buch für euch, von einem bekannten Bestsellerautor. Es ist nicht zu dick, aber trotzdem spannend und fesselnd geschrieben.
Das Buch heißt Der Fünfte Berg, geschrieben von Paulo Coelho.
Kurzbeschreibung: Paulo Coelho erzählt in einfacher, moderner Sprache die Geschichte des Propheten Elia, die wir alle kennen, 'so wie wir sie nicht kennen': Sein neuer Roman 'Der Fünfte Berg' versetzt uns zurück ins Jahr 870 v. Chr., als Gott Elia befahl, Israel zu verlassen und ins Exil zu gehen. Ausgehend von einer kurzen Bibelstelle erzählt Paulo Coelho die Geschichte des jungen Rebellen und Propheten wider Willen.
Wirkliche fesselnd, aber doch einfach geschrieben, und da die Seitenanzahl nicht so groß ist, denk ich mal, dass dieses Buch für mehr Zivis ansprechend ist als das letzte.
War eigentlich ein ganz witziger Tag, nur dass ich wieder keinen Kittel hatte, was aber nicht weiter schlimm war. Das einzig blöde war nur, dass wir nur zu zweit waren, und da gab’s eben Streitereien, wer im 2. Stock sein soll und wer im ersten.
Am Vormittag war ich im ersten, dann man Nachmittag hab ich mich dazu „überwunden“, in den 2. zu gehen. Oben hatte ich genug Zeit für die Simpsons, zum Lesen, und ich musste original NICHTS machen.
Es gab eigentlich nichts wirklich Erzählenswertes, außer dass eine Frau in ihrem Zimmer ein Stofftier zerfetzt hat. Wer durfte es aufkehren? Richtig, ich...
Aber dann, DANN kam ja der Überhammer. Ich sitz so da, als auf einmal die 97jährige Frau, die eh nur immer alle nervt anfangt mit: „Bitte bitte…“ Ich steh also auf und geh hin zu ihr und frag: „Was wollen Sie?“ Und sie (!): „ Sie als a Ganzer“…
So, die Schwestern haben sich abgehaut. Ich war echt angeekelt, aber egal, alles in allem ein recht chilliger Tag.
Morgen hab ich freiiii, juhuuu
Heute war, nach 3 Tagen Pause, wieder mein erster Dienst. Das Schlimme an 3 freien Tagen ist, dass man am letzten freien Tag in der Früh um 5 aufwacht und panisch auf den Kalender schaut, ob man nicht vielleicht doch Dienst hat (So wie früher in der schule in etwa).
Jedenfalls komm ich heute so ins Haus und merk, dass der andere Zivi – David – auch da ist. Super, weil man zu zweit wirklich sehr schnell ist, aber blöd, weil ich dann keinen Kittel hatte.
Die Neuigkeiten des Tages waren, dass 3 Bewohner nicht mehr da sind, und dafür eine neue Bewohnerin gekommen ist, was soviel heißt wie, dass ich zwei Zimmer weniger zum Servieren und Abservieren hab. Zur anderen Neuigkeit komm ich später noch.
Beim Frühstück-Machen ist mir eine Untertasse aus der Hand gefallen, und beim Aufheben der Scherben hab ich mir dann in den Ringfinger geschnitten. Eh nicht schlimm, MacGuyver-mäßig hab ich dann eine Serviette mit Tixo zu einem Pflaster umfunktioniert.
Als wir dann fertig waren, also alles ausgegeben hatten und die Küche sauber war, sehen wir auf einmal, dass der Patient mit Hepatitis C auf dem Gang steht und Richtung Küche kommt. Dabei hat er natürlich gleich ein paar Türen berührt und den Handlauf kontaminiert, was dazu führte, dass wir das alles desinfizieren mussten. Die Pfleger haben ihn dann aufs Zimmer gebracht und uns ausgelacht, weil wir so panisch reagiert haben, aber als er dann ein zweites Mal raus gekommen ist und ins Besprechungszimmer gegangen ist, waren sie auch nicht mehr so ruhig.
Weil wir irrsinnig schnell fertig waren mit allem, haben wir zu zweit dann auch noch das Depot aufgeräumt, was uns das Wäsche-Einordnen morgen sicher erleichtert.
Dann kam die Zeit, als wir das Essenswagerl holen mussten. Eigentlich war es heute echt früh fertig, nur das Problem war, dass der Lift nicht funktioniert hat. Ich hab aber schnell geschalten und hab mir von oben den Schlüssel für den Lift hinter dem Alzheimer Tageszentrum geholt. Der Unterschied zu dem hinteren Lift besteht darin, dass dieser so klein ist, dass nur ein Wagerl reinpasst, und dass man für ihn einen Schlüssel braucht, egal wo man hinfährt.
Gut. Beim Mittagessen war dann das Problem, dass zwar Fritattensuppe auf dem Speiseplan stand, aber keine Fritatten erkennbar waren im Wagerl. Gut, der David ist dann runtergerannt in die Küche, hat aber keine Fritatten bekommen. Okay, auch egal, haben wir gedacht, und haben die Suppe einfach so ausgegeben.
Bis es dann zum Streit kam – und zwar mit einer ehrenamtlichen Pensionistin mit schweren Lungenproblemen.
Sie: Wieso ist in der Suppe keine Einlage?
Ich: Die war nicht dabei, wir waren schon in der Küche, aber es gibt keine.
Sie: Was heißt das, DA IST JA DIE EINLAGE“ (und deutet auf einen Fleischstrudel, den wir beide für eine Beilage gehalten haben)
Ich: Ja ´tschuldigung, heute haben wir’s halt vergessen
Sie: NEIN DAS GEHT NICHT, IHR ZIVILDIENER SEID SO INKOMPETENT…
Ich: Ja mei, wir haben halt einmal die Einlage vergessen…
Sie: Nein das ist eine Schweinerei…
Ich hab mich dann eine halbe stunde lang mit ihr gestritten, was ihr einfällt, uns so anzubrüllen, aber sie wollte es nicht hören.
Nach der Mittagspause hat mich dann eine Schwester aufgefordert, mich bei der netten Dame zu entschuldigen, aber ich denk ja nicht dran. Ich, bzw. wir, haben nix falsch gemacht, und das grundlose Anbrüllen find ich eine Schweinerei, von einer FREIWILLIGEN wohlgemerkt.
In der Mittagspause wurden zwei Stände im Eingangsbereich aufgebaut, das ganze ist so eine Art Adventsmarkt, wo man selbst gebastelte Sachen aus dem Heim kaufen kann. Schaut ganz nett aus, aber ich find’s unnötig.
So, nach der Pause haben wir dann die Jause ausgeteilt, und dann unser Verteilwagerl mit Tixo ausgestattet, damit die Tischdecken die drauf liegen, nicht in jeder Kurve runterfallen.
So, bevor ich nun ende, komm ich noch zu der zweiten Neuigkeit des heutigen Tages:
Liebe Zivildiener!
Ab 1. Jänner ändert die Caritas Socialis in ihren Einrichtungen die Abgeltung der Verpflegungskosten. Ab diesem Datum wird der gesamte Verpflegungsgeldanspruch von 11,56€/Tag direkt an Sie überwiesen und die Naturalverpflegung in der Form eines kostenlosen Mittagessens entfällt.
Selbstverständlich können Sie das Angebot des Offenen Mittagstischs der SV Catering in Anspruch nehmen, in diesem Fall sind 5,30€ für das Mittagessen zu bezahlen. (Quelle: CuSpruch)
Find ich persönlich eine super Sache, bekomm ich insgesamt locker 300€ pro Monat nur Verpflegungsgeld.
Ja, das war ja heute ganz schön viel, ich geh mich jetzt ausrasten, bis morgen.
Gestern war die Geburtstagsfeier von einem Zivikollegen namens Paul, deswegen hab ich heute Nacht 3 Stunden geschlafen.
Trotzdem jedoch war ich heute um 7:50 Uhr mit dem Herrichten des Frühstücks fertig, hab nebenbei noch die Wäschewägen aufgefüllt und die Wäschesäcke ausgewechselt.
Danach hab ich mir dann einen Kaffee aus der äußerst seltsamen Kaffeemaschine genehmigt. Das Komische an dieser Maschine ist: Sie macht kalten Kaffee, der erst mit der lauwarmen Milch aus dem Dienstzimmer warm wird.
Nach dem Kaffee hab ich dann meinen Blutdruck gemessen und festgestellt, dass meine Herzschlagfrequenz 103 bpm beträgt… ob das normal ist oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht…
Kurz bevor ich dann aus hatte ist eine sehr nette Bewohnerin verstorben, was leider schon abzusehen war…
Tja am Abend war ich dann Running Sushi essen und hab mir den neuen James Bond angeschaut… ist ein echt sehenswerter Film, nur die Länge von zweieinhalb Stunden könnte ein paar Leute abschrecken.
Jetzt geht’s wieder zurück vor den Fernseher, denn da spielt’s grad Verhandlungssache auf ORF 1…
Heute war ein ganz angenehmer Tag und es gab wieder ein paar ganz witzige Begebenheiten.
Erstmal ist mir heute klar geworden, dass es mich IMMER genau dann auf der Nase juckt, wenn ich mir die Gummihandschuhe angezogen und irgendetwas angegriffen hab. Klingt komisch, ist aber so. Es ist kein normales Jucken, das man ignorieren kann, nein, ein ganz penetrantes, unausstehliches Jucken…
Dann gab’s zu Mittag auch einen echt geilen Vorfall. Ich bring das Geschirr und das Essen rauf und nachdem ich circa 70% des Essens ausgeteilt hab, fällt mir plötzlich auf, dass ich keine Löffel mehr hab. An sich kein Problem denk ich, und geh in den Stock über mir. Dort gab’s dasselbe Problem: Kein Löffel weit und breit. Ich also runter in die Küche, weil man ja nicht verlangen kann, dass die Suppe mit kleinen Löffeln gegessen wird. In der Küche ereignete sich dann das:
Ich: Ich bräuchte Löffel…
Koch: Versuchs mal im Speisesaal, aber nimm wenige!
Ich: Okay
Also rüber zum Speisesaal, wo mir ein anderer Koch sagt: Da hast du auch kein Glück, wir haben 3 Löffel.
Ich: Nicht wirklich, oder?
Koch: Doch, die verschwinden irgendwie, wahrscheinlich werden die gefladert, und die kleinen Löffel verschwinden noch schneller.
Ich also wieder rauf, ohne meine Mission erfolgreich erfüllt zu haben.
Oben dann entdecke ich, dass ein Zettel auf dem Küchenkasten hängt, wo Informationen über den Patienten mit Hepatitis C hängen.
Ich: Soll ich da dazuschreiben, das er Hepatitis C hat?
Schwester: DU JETZT HÖR MAL ZU…
Ich: Nein jetzt hörst du mir mal zu. Ich finds eine Frechheit, dass mich und die anderen Zivildiener darüber niemand aufgeklärt hat, weil wenn ich an Hepatitis C erkranke, kann das das Heim hier nie zahlen!
Sie: Ähm… haben schon alle ihr Essen?...
Nach der Pause, so circa eine halbe Stunde vor dem Abendessen, kommt auf einmal eine Frau zu mir her und fragt mich: Leben wir alle noch?
Ich so: Ja also mehr oder weniger…
Sie: Wann geht mein Zug?
Ich: Warten Sie einfach in ihrem Zimmer, ich ruf Sie dann…
Sie: Okay.
Der heutige Tag hat eigentlich schon gestern begonnen. Gestern Abend hatte ich nämlich vor, heute früher aufzustehen und zu Fuß zur CS zu gehen.
Eigentlich ja eine ganz nette Idee, dachte ich, und stellte den Wecker auf 6 Uhr ein. Der Wecker hat ordnungsgemäß geläutet, nur bin ich erst 42 Minuten später draufgekommen, dass dieser schrille Ton mir galt…
Okay, also bin ich um 6:42 aufgestanden und total hektisch zur Busstation gerannt, um dort festzustellen, dass ich den Bus verpasst hab.
Letztendlich bin ich dann eh nur 10 Minuten zu spät gekommen, und beschwert hat sich auch keiner.
Das Erschreckende am heutigen Tag war eigentlich nur, dass ich zufällig erfahren hab (also gesagt hats mir keiner), dass einer der neuen Bewohner Hepatitis C hat… Find ich persönlich eine Frechheit, weil wenn ich da mal ohne Handschuhe reingehe und irgendwo Blut klebt… ich mein seit heute zieh ich beim Essen ausgeben generell Handschuhe an…
Ja ansonsten… in der Mittagspause bin ich dann für ne Stunde heimgegangen, um ein bisschen abzuschalten.
Nach der Mittagspause gab’s dann aber nichts mehr Besonderes, also nur die üblichen Arbeiten und viel Desinfektionsmittel nachdem ich in der Nähe des neuen Bewohners war.
Heute war mein erster Dienst nach dem Krankenstand - also nach einwöchiger Abstinenz.
Da ich letzte Nacht 3 Stunden geschlafen habe, war das ganze noch unfassbarer für mich, aber mit Kaffee kann man sich den ganzen Tag wachhalten.
Die erste Neuigkeit war, dass wir 3 neue Bewohner auf der Station hatten, was soviel heißt wie dass ich die Routine bezüglich
Essen herrichten erst wieder neu erlernen musste.
Eine neue Bewohnerin wollte zB einen Espresso, der in so einer Espressokanne auf dem Herd zubereitet werden muss.
Gut.
Ich hab natürlich noch nie so eine Espressokanne bedient, und bis jetzt ist mir der Machanismus an sich nicht ganz klar. (Das sind diese Kannen, wo man unten Wasser reingibt, dann Kaffeepulver in einen Metallfilter, und das Ganze stellt man dann auf den Herd... wenns dann kocht, kommt oben der Kaffee raus und sammelt sich dort.) Dass man den Deckel nicht aufmachen sollte, weil sonst der Kaffee rausspritzt, musste ich auch erst lernen...
So, dann, als ich das Frühstück vorbereitet hatte, ging ich ins Besprechungszimmer. Dort kam ja dann der Überhammer.
Ich: Ist der Dienstplan für Dezember schon da?
Blöde Sau (Schwester): Ja der hängt dort.
Ich nehm mein Handy raus und speicher meine Dienste ein.
Blöde Sau: Planst du schon den nächsten Krankenstand?
Ich: Hä?
Sie: Naja du bist ja so ein notorischer Krankenstandler...
Ich hab mich nach der Meldung dann umgedreht und habdas Zimmer verlassen, weil mir das Ganze irgendwie zu dumm war.
Ja und ansonsten... wars das eigentlich schon, heute hab ich wieder mal was gelernt, und zwar, wie man mit so einer Espressokanne umgeht.
Heute, an meinem letzten freien Tag, habe ich mir meinen Ziviausweis geholt.
Geplant war das ganze so: Um 8 aufstehen, zum Magistrat gehen, und nach einer halben Stundewieder raus mit dem Ziviausweis.
Aber so einfach war das dann doch wieder nicht.
Erstmal bin ich erst um 9 aufgestanden. Dann bin ich zum Amt rauf, wo mir dann von einem sehr unfreundlichen Portier gesagt wurde, dass die PCs nicht funktionieren, und dass ich später wiederkommen solle.
Also bin ich in den 1. Bezirk gefahren, um mir dort ein Menü beimBurgerKing zu genehmigen (was ich mit meinem Ziviausweis ja billiger bekommen hätte, aber egal...).
Um halb zwölf war ich dann wieder im Magistrat, wo mir dann gesgat wurde, dass ich ja zu den besten gehöre, denn einen Ziviausweis um halb zwölf zu holen... tztztz...
Letztendlich war ich dann um zwölf fertig. Der Ziviausweis sieht echt billig aus muss ich sagen, aber warum nicht, kostet ja schließlich nix.
Hat schon jemand diesen Film mit Al Gore gesehen? also ich find ihn ziemlich erschreckend...
Wenn nur die Hälfte von dem was er sagt stimmt, ist das ganze schon ziemlich aus dem Ruder gelaufen.
Da ich festgestellt habe, dass Lesen beim Zivi wirklich sehr entspannend ist und dass die Zeit schneller vergeht, möchte ich euch in regelmäßigen Abständen ein paar Ideen geben, was man denn lesen könnte.
Das Buch heißt Grün ist die Hoffnung, geschrieben von T.C. Boyle.
Kurzbeschreibung: Der Boyle-Klassiker über drei schräge Typen und ihren Versuch, Marihuana anzubauen. Cool, witzig, spannend. »An jenem Abend - es war Ende Februar - war ich zu Hause geblieben ... In meiner Kindheit gab es nichts, was auf eine Verbrecherkarriere hingewiesen hätte ... Dennoch fuhr ich, zwei Stunden nach Vogelsangs Besuch, nach Lake Tahoe, um die ersten unwiderruflichen Schritte auf die schiefe Bahn zu setzen.« Ein Jahr lang wollen ein CIA-Agent, ein Botaniker und ein Alt-Hippie in den Bergen nördlich von San Francisco Marihuana anbauen, um endlich ans große Geld zu kommen. Aber die Natur ist widerspenstig und das Leben in der Wildnis einigermaßen strapaziös ...
Ist echt spannend und lustig zu lesen, vorallem wenn man lange Inseldienste oder Sonntagsdienste vor sich hat. Da es im Fernsehen eh nichts Gescheites spielt, würde ich dieses Buch als Alternative empfehlen.
Die Seitenanzahl mag erschrecken, aber es liest sich wirklich sehr schnell und ist extremst spannend.
Tja heute gabs eigentlich nicht viel Besonderes, in der Früh gabs gleich mal das erste Chaos, da war das Frühstück nämlich um 7 noch nicht fertig, was alle gleich mal eine halbe Stunde zurückhaut.
Dann war mein Zivikollege oben im 2. Stock und ich war allein... Okay.
Dann gabs aber trotzdem um 8 den ersten Kaffee... Also wenn man sich so vorstellt, wie es sich anhören muss, wenn man Hartplastik verbiegt und kräuselt, => So hört sich die Kaffeemaschine an.
NAch unserem Kaffee haben wir dann im Raucherzimmer gelesen, einen geraucht und ein Kreuzworträtsel gelöst, bis eine der Schwestern kam und zu uns meinte: Das hier ist keine Binliothek, wer nicht raucht muss raus!!
Wir beide natürlich auf, raus aus dem Zimmer und uns bei noch einem Kaffee über die blöde Sau aufgeregt.
Tja das wars dann auch schon wieder, bis auf das Abendessen... Da gibts offensichtlich Leute in der Küche, die das Besteck einfach fladern, weil das kann nicht sein dass wir nur 3 Gabeln haben...
Heute war ein ganz angenehmer Tag, in man mir erlaubt, in der Früh hat man mir erlaubt, die übriggebliorte von gestern aufzuessenebene Geburtstagst, welche sich als ein ganz gutes Frühstück herrausstellte.
Nach dem Frühstück war ich eigentlich nur damit beschäftigt, mein Buch fertigzulesen.
Als ich das dann um viertel elf erledigt hatte, setzte ich mich runter zu den anderen Zivis, wo's eigentlich nur um sehr philosophische Gedanken und Gesprächsthemen ging.
Dann um elf, wo's eigentlich Essen hätte geben sollen, war auf einmal der ur Tumult in der Küche, was dazu führte, dass die Ente (ja, heute gabs Ente) und Grammelknödel etwas später fertig wurden.
Oben hab ich dann original die Grammelknödel mit den Kartoffelknödel vertauscht hab, was wiederum dazu führte, dass ich NOCH später in die Pause gehen konnte.
Ja das war's auch schon... morgen hab ich auch wieder Dienst, aber die Freude hält sich irgendwie in Grenzen.
Nachdem ich nun 2 Tage frei hatte (an denen ich eigentlich nur damit beschäftigt war, zu arbeiten), und noch dazu gestern meinen Vormerkschein von Wiener Wohnen bekommen hab, gings heute wieder frohen Mutes ins Altersheim.
Dort war eigentlich alles wie immer, nur mit dem Unterschied, dass ich außerordentlich fertig war, was vermutlich daran lag, dass ich keinen freien Tag hatte, nicht mal Wochenede oder ähnliches.
Tja als dann alle alten Leute heraußen waren, habe ich versehentlich (!) ORF 1 eingeschalten, was dazu führte, dass ihnen ein Unterhaltungsprogramm der etas anderen Art geboten wurde: O.C. California, Sex and the City, Biene Maja...
In der Pause gabs dann ein paar Runden Jolly, die (bis auf eine) alle ich gewonnen hab :D
als ich mir dann nach der Jause die Simpsons anschauen wollte, war ich schwer geschockt: Die Leute WOLLTEN ORF 2 sehen... Völlig baff bin ich dan neinfach in der 2. Stock gegangen und hab dort geschaut.
Tja und ansonsten: ein recht chilliger Tag, bis auf die Kopfschmerzen die ich am Schluss bekommen hab.
War vorher übrigens wieder Running Sushi essen... also das Restaurant im W3 ist echt genial...
Heute gabs nicht viel zu tun, wir waren schließlich zu zweit, soll soviel heißen wie: 7:30 Essen ausgeben - 8:00 fertig mit allem + Wagerl runtergebracht.
Dann gabs während der \'Gymnastik\' - was aussieht wie normale Gymnastik nur in Zeitlupe - ein sehr spannendes Kreuzworträtsel zu lösen (im der Heute-Zeitung)...
Tja und ansonsten war eigentlich alles beim alten, nach der Jause haben wir dann mit Schrecken festgestellt, dass es auf dem Fernseher im ersten Stock kein ORF 1 gibt, was uns dazu bewegt hat, hektisch auf der Fernbedienung herumzudrücken, bis wir schließlich und endlich den Sendersuchlauf gefunden haben und ORF 1 eingestellt haben.
Dann stand den Simpsons nichts mehr im Weg.
Beim Abendessen durfte mein Kollege dann andie 50 Mal zu einer Frau laufen, die unbedingt die Vorhänge gerichtet haben wollte etc. etc.
Ich hab mir das angeschaut und mich die ganze Zeit lang abgepeckt...
Morgen und übermorgen hab ich frei, nur hab ich morgen meine erste gratis Hepatitis A,B Teilimpfung (was aufmerksame Leser meines Blogs sowieso wissen ;)), was soviel heißt, dass ich morgen um halb eins trotz freiem Tag kurz ins Heim fahren muss...
Erstmal ware nwir heut zu zweit, der neue Zivi namens David und ich. Zusammen waren wir doppelt so schnell, haben demgemäß mehr gefaulenzt am Vormittag, also zB das Kreuzworträtsel der U-Bahn-Zeitung gelöst.
Dann gabs 3 Betten zu überziehen und DANN kam DER Hammer.
Also, eine Kollegin bat uns, "ein Schüsserl" Apfelmus für eine Bewohnerin zu holen. Wir zwei also runter in die Küche und "ein Schüsserl" Apfelmus verlangt.
Nach circa 3 Minuten kommt die Küchengehilfin mit einer Obstschale voll Apfelmus, waren so an die 4 Kilo.
Wir zwei wieder rauf damit... Die Reaktionen bestanden hauptsächlich aus Gelächter.
In der Mittagspause bin ich dann heim gefahren, hab zu Hause etwas gegessen (das Essen war heute irgendwie nicht so ansprechend), und hab auch gleich mein Reiseschach mitgenommen.
Nachdem wir dann die Jause ausgeteilt haben, wollten wir Schach spielen, was aber immer wieder durch missgünstige, zivildienerhassende Schwestern unterbunden wurde.
Ich hab mich also in den 2. Stock gesetzt und mir die Simpsons angeschaut, nachdem ich einen alten Mann davon abgehalten habe, 1 Kilo Zucker mit Kuchen und Kaffee zu vermischen...
Danach gabs dann die Schachpartie, die ich gewonnen habe...
Tja das wars eigentlich, ich denk mein Zivikollege und ich werden das tägliche Schachspiel zur Tradition machen, allein schon deswegen weil er eine Revanche will...
Tja Leute, heute hatte ich wieder mal viel Zeit zum Schreiben, ihr sollt ja auch was zum Lesen haben :)
Heute war alles eigentlich ganz gschmeidig, Sonntagsdienst halt.
Nur dass die Leute heute irgendwie alle ein bisschen seltsamer waren als sonst, was wohl auf den Vollmond zurückzuführen war.
Es ging von "alte Leute treten andere alte Leute" bis zu "ICH WURDE IN DER NACHT VERGIFTET!"
Ich hatte Spaß, die Pfleger nicht so, aber alles in allem wars heute ganz witzig, ich hab sogar Zeit gehabt, 80 Seiten zu lesen... das nennt man Zivildienst... (wen es interessiert, das Buch heißt "Reise zum Mittelpunkt des Frühstückseis - Streifzüge durch die Physik der alltäglichen Dinge", echt lustig zu lesen und sehr interessant)
Außerdem hatte ich die Möglichkeit, ein bisschen Rollstuhl zu fahren, was anstrengender war, als ich es mir vorgestellt habe...
Diese Teielen schreibe ich unter hohem Alkoholeinfluss, jedenfalls haben wir heute einen neuen Zivi bekommen, FRISCHFLEISCH, wellches ich nach meinen Maßstäben züchten kann, muahaha.
Jednfalls gabs heut nicht wirklich was besonderes, halt das Übliche...
Morgen gibts vielleicht was Besonderes, ihr werdet schon sehen...
Heute hat alles eigentlich ganz angenehm begonnen... außer dass ich wegen meiner leichten Trunkenheit nicht aufstehen wollte, aber das ist egal.
Das Wetter war irgendwie... grauslich... Regen, Wind, darauer Himmel...
Jedenfalls gabs zum Frühstück heute einen Striezel, schließlich ist ja Allerheiligen.
Nach dem Früshtück musste ich ejdenfalls ein zimemr putzen (soll heißen das Bettgestell, den Tsich zsw nass abwischen). Das kam mir sehr gelegen, weil ich meinen iPod genommen hab und dabei einfach mal gemütlich eine stuinde Musik gehört hab.
Danach bin ich dann ins Erdgeschoss gegangen um eine zu rauchen. Von einer Schwester wurde ich dann dazu aufgefordert, einer Dame zu helfen, die dem Haus 3 Steigen Äpfel spendete. Gut... und wer musste die Äpfel austeilen? Ich... zusammen mit einbem Zivikollegen, der auch gerade nix besseres zu tun hatte.
als wir dann fertig waren, haben wir dann versucht, einen Apfel vom 5. Stock in den Keller zu werfen, was erstaunlicherwiese beim 2. Versuch funktioniert hat (Beim ersten Versuch: Landung im Zwischengeschoß.). Vielleicht gibts dazu einen kleinen Film, aber versprechen kann ich noch nix.
In der Pause hatte der andere Zivi dann seine Gitarre mit, war recht chillig...
Nunja Leute das wars auch schon wieder von mir, morgen hab ich wieder Dienst, also werd ich mich mal hinlegen...
Gestern war ja Halloween, aber das einzig gruslige an dem heutigen Tag war, abgesehen mal vom Mittagessen, als ich in dasZimmer einer Bewohnerin reingegangen bin und gesehen hab, dass sie aus ihrem Rollstuhl gefallen is und auf dem Boden liegt.
Aber nachdem die netten Johanniter da waren, war auch wieder alles in Ordnung.
Ansonsten war eh alles okay, bis auf kleinere Reibereien mit einer Schwester, aber das ist unwichtig.
Heute bekommen wir vielleicht einen neuen Zivi... hehehe...
Heute hatte ich nur ganz kurzZivildienst weils mir während des Dienstes echt schlecht ging und ich deswegen nach der Zubereitung des Frühstücks gleich mal nachhause gegangen bin.
Hab heute übrigens meine Pfeife bekommen, echt ein super Teil, hab heute schon 3 Mal gestopft und geraucht, ist recht entspannend während man spazieren geht.
Is jetzt nicht so der Hammer Blogeintrag, aber naja... der Vollständigkeit halber...
Hier und heute nun die offizielle Premiere des lang erwarteten, oft kopierten, selten erreichten Filmes: Zivis At Work. (Wär ja auch schon früher rausgekommen, aber wenn mir beim Bearbeiten des Filmes 20 mal der PC abstürzt...)
Der Film zeigt die harte und erbarmungslose Arbeit von ein paar Zivikollegen, ich bin übrigens nicht zu sehen, ich war nur hinter der Kamera tätig, hab geschnitten und das ganze mit Musik hinterlegt.
Wenn jemand den Film so toll findet, dass er ihn unbedingt haben will, kann er ihn sich hier in besserer Qualität ziehen:
http://www.megaupload.com/?d=OVP90DC2
Heute war ein recht chilliger Tag, alles hat damit begonnen, dass wir - also ein paar andere Zivis und ich - uns in den Hof gesetzt haben um uns ein bisschen zu sonnen. War recht angenehm, richtig entspannend.
Dann, beim Mittagessen, hat eine Frau geläutet, die mich panisch gebeten hat, die Wespe, die an ihrem Fenster rauf und runter flog, zu erschlagen.
Sie: Bitte erschlagen Sie doch die Wespe!
Ich: Ja okay mach ich.
Sie: danke vielmals, die hat sich heute Nacht auf meinen Kopf gesetzt!!! *schock*
Ansonsten war eigentlich alles wie immer, ich hab jetzt den Rest der Woche frei, aber morgen gibts dann den lang erwarteten, unübertreffbaren Film.
Also dann, schönen Abend noch und bleibt sauber ;)
Um meinen treuen Lesern auch mal etwas mehr als Fotos zu bieten, habe ich beschlossen, einen kleinen, ca. 5 minütigen Film für euch zusammenzuschneiden, der unseren Alltag ein bisschen umreißen soll.
Der Film wird vorraussichtlich am Donnerstag, dem 26.10.06, 22 Uhr HIER veröffentlicht.
Das DARF man einfach nicht verpassen, Filme wie Titanic oder Fluch der Karibik werden wie billige Amateurproduktionen wirken.
Also Leute, zückt eure Terminkalender und schreibt euch das fett rein.
Alltagsmäßig war heut nix, musste an dem heutigen, ziemlich grauen Tag 3 Betten überziehen, aber ansonsten... das Übliche.
Heute, nach meinem freien Tag, ar alles ganz normal und stinkfad, aber ich hab die Zeit mir einem guten Buch überbrückt: State Of Mind - von John Katzenbach, gibts für wenig Geld bei Amazon.
Jedenfalls hab ich am Abend von 2 Bewohnerinnen "eine kleine aufmerksamkeit" bekommen, und zwar eine kleine Tafel Schokolade und ein Werther's Original Zuckerl, obwohl ich ja eigentlich keine Geschenke annehmen darf.
(Hab euch voller Freude darüber ein Foto hochgeladen ;))
Naja, mir egal, ich hau mich jetzt vor den Fernseher mit meiner Schoki und meinem zähnezerfressenden Zuckerl, schönen Abend euch noch.
Heute war bis auf die üblichen Tee-Beschwerden eigentlich alles ganz chillig, bis es dann zum Abendessen kam.
Manche Leute hatten noch Hunger, aber es war nichts mehr zu essen da.
Doch das war noch kein Problem, das ist ja immer so.
ABER!
Dann wollte eine nette ältere Dame einen Tee mit Zitrone. Da allerdinsg nur eine halbe Zitrone für 2 Kannen da war, hab ich die eben so gut es ging ausgedrückt.
Okay...
Die Frau fragt: Wo ist denn die Zitrone??
Ich: Ich hatte leider nur eine Halbe...
Die Frau: DAS IST JA EINE FRECHHEIT! Ich zahl da pro Tag soundsoviel Euro und dann bekomm ich nicht genug zu essen und auch keinen ordentlichen Tee!
Da sah ich meine Chance... Am besten Feuer ins Öl gießen...
Ich: WIEVIIIIIEL zahlen Sie? Für DAS HIER?
Die alte Frau war immer noch total im Redefluss und hat alle anderen Bewohner, die zu diesem Zeitpunkt im Raum waren, aufgestachelt.
Ich hab mich dann langsam verdrückt und hab einer Kollegin nur noch gesgat: Hey, ich hab meine erste Revolution angezettelt... im Altersheim :D
Also erstmal hab ich in der Früh den Kaffee kochend heiß gemacht, genauso den Tee.
Gut...
Dann allesauf die Zimmer gebracht...
Nach 5 Minuten haben 2 Glocken geläutet und eine Frau steht vor mir: Hörn Sie, können sie keinen Tee machen, der war nur lauwarm!
Ich: Soll ich ihnen den Tee aufwärmen?
Sie: Nein, jetzt hab ich ihn schon getrunken, aber bitte lernen Sie wie man Tee kocht das is ja nicht zum Aushalten!
Dann kam auch schon mein Zivikollege, der im 2. Stock war und hat sich darüber lustig gemacht, weil ich bei einer "Frau Doktor" voll eingfahren bin...
Tja ansonsten gabs nix, beim Abendessen war ich dann im 2. Stock, alles ur chillig, und um 17:15 bin ich dann heimgegangen...
Mein Kollege is sicher jetz noch dort weil er im 1. Stock alles auf die Zimmer bringen muss... xD
Tja das wars auch schon von mir, 253 Tage sinds noch und morgen hab ich frei, juhu.
Heute war mal wieder so ein richtig typischer Tag.
In der Früh das gewohnte 'Ich wiiiiiiiiiiiiiiiiiill nicht aufstehen', dann raus in die Eiseskälte, schnell zum Bus (den ich fast verpasst hätte) und dann rein ins Heim. (In der Eile gleich mal den iPod vergessen)
Beim Frühstückmachen musste ich mich gleich mal von einem Pfleger tadeln lassen müssen, was ich nicht alles falsch mach bevor ich weggeh...
'Die Tabletts immer gleich am Abend aufs Wagerl geben, sonst ist das in der Früh zu stressig, für Frau soundso dasundas Frühstück' etc. etc.
Nachdem ich dann das Frühstück ausgegeben hatte, hab ich beschlossen, mich ins Raucherzimmer (Küche) zu begeben um mir dort meine (verdiente) Zigarette anzustecken.
Dort saßen schon 2 der Putzfrauen, die sich offensichtlich auf serbisch über irgendetwas aufregten (das Wort 'Kuraz' kam sehr oft vor).
Danach wollte dann eine 110kg schwere Frau aus dem Bett gehoben werden.
Ich: Das kann ich nicht, ich schick einen Pfleger...
Sie: Wozu brauchen sie da einen Pfleger, das können sie doch auch alleine machen.
Ich: Nein ich bin Zivildiener und sowas mach ich nicht.
Glocke abgedreht und gegangen.
Beim Mittagessen wra ich dan nwieder allein, was Stress au masse bedeute. Als ich dann fast fertig war, kamen doch die 2 Pfleger, die mir eigentlich helfen sollten... Sie nahmen sich etwas zu essen und sagten mir, ich sollte den Tisch abwischen, denn der wäre ganz dreckig.
In der Mittagspause hab ich dann erfahren, dass man sich gratis gegen Hepatitis A und B impfen lassen könne und hab mich dafür gleich mal angemeldet. (Die Impfung gibts wahrscheinlich so um den 8. November herum)
Ja das wars eigentlich, beim Abendessen-Herrichten war ich wieder allein, was für ein Zufall...
Tja, um 17:30 hatte ich dann aus...
Beim Heimgehen hab ich echt bereut, meinen iPod vergessen zu haben ;).
Heute war ich allein auf einer Station und ich kann nur sagen: Alte Leute können sich ja so unnötig aufregen...
'Ich will nicht immer meckern aber der Kaffee ist nur kauwarm genau wie das Essen'
*Kaffee wird heißer gemacht und gebracht*
'Könnt ich noch ein Glas Wasser haben der Kaffee war so siedend, das war nicht zum aushalten'
Wir werden sicher nie alt also passt das würd ich sagen :D
Nein aber vielleicht versteht mich hier irgendjemand, der auch in einem Altenheim arbeitet.
Da ich gestern nicht mehr die energie dazu hatte, be-schreibe ich Tag 5 einfach heute, weil ich heute sowieso frei hatte.
Alles begann eigentlich ganz gemütlich, mein Zivikollege und ich waren beide im 1. Stock, was gleich einmal dazu führte, dass das Frühstück, dass eigentlich bis 8:30 ausgegeben sein sollte, erst um 10 Uhr ausgegeben wurde.
Als wir dann 'Walking on sunshine' im Radio hörten, besserte das unsere Stimmung, doch das war nicht von langer Dauer.
Eine Schwester kam auf uns zu und sagte:"Die Frau soundso hat sich beschwert, weil ihr Tee wie Wasser ist, sie will jetzt sogar zur Hausleitung gehen um sich dort zu beschweren."
Wir haben der Frau dann einen neuen Tee gemacht und sie war zufrieden, aber auch die Putzkräfte waren an diesem Tag äußerst schlecht gelaunt.
Nunja, an sich ein relativ ereignisloser Tag bis auf die halbe Stunde N24, wo eine Reportage über BMW Bugatti und Co. lief.
Nachdem ich gestern so einen Schreibanfall hatte, will ich heut mal ein bisschen mehr Pfeffer reinbringen.
Erstmal eins vorweg: Um 6 Uhr aufstehen ist nicht so meins... ich mein eigentlich ich bin um 6:40 aufgestanden, weil ich dann doch lieber im Bett geblieben bin anstatt zu duschen und zu frühstücken.
6:40 - noch 20 Minuten bis zum Dienstbeginn...
Bus - zu langsam, unzuverlässig und die Gefahr einem Schwarzkappler über den Weg zu laufen
Zu Fuß - viiiel zu langsam, zu müde, dauert fast 25 Minuten... nein das war's auch nicht.
Also ich brauchte eine schnelle, kreislaufanregende, aber doch irgendwie angenehme Variante um zur Dienststelle zu kommen.
Da fiel es mir wie Schuppen von den Haaren: Rollerskates!
Anschnallen, losfahren, und in 10 Minuten war ich da. (Ich hab sogar den Bus überholt :))
Der Dienst war eigentlich ziemlich eintönig, abgesehen von der 1 Stunde ORF 2 schauen und den unzähligen Rauchpausen.
Im Endeffekt war es nur ein Minuten-Gezähle bis es endlich halb sechs war.
Halb sechs! Juhu, der Hammer, ich durfte heimgehen!!
Also wieder Rollerskates an, aus der Tür raus und ich war soagr in 7 Minuten zuhause.. (Daraus folgt also: DEr Weg zurück ist eindeutig ein bisschen abschüssiger)
Ja, das war Tag 2...
Danach war ich noch im Kino und hab mir 'Klick' mit Adam Sandler angeschaut... ziemlich cooler Film den jeder gesehen haben sollte (ob nun runtergeladen oder im Kino, egal, der Film is genial)
Mal schauen ob ich morgen Lust hab zu schreiben, morgen steht mir nämlich ein aufregender Tag bevor... also nach halb sechs...
Ich bin immer noch krank, aber mir gehts schon bei weitem besser als es noch bei meinem letzten Blogeintrag war.
Ich schreib eigentlich wegen 2 Sachen:
1. Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand von der WGKK bei mir an die Tür klopft und kontrolliert, ob ich auch wirklich krank bin? Ich mein ich bin bis Freitag krankgemeldet, aber rein theoretisch wäre ich schon imstande, mich wieder auf die Straße zu begeben.
Also für wie wahrscheinlich haltet ihr das?
2. Hab ich wieder ein Video für euch ausgegraben. Hat bei YouTube Kultstatus, also schaut's euch einfach mal an.
Eigentlich hätte ich ja heute wieder Zivi gehabt, doch meine Gesundheit macht mir einen Strich durch die Rechnung.
Das Repertoir umfasst:
- Halsschmnerzen
- Kopfschmerzen
- Schnupfen (bin noch im 'Verstopfte-Nase-Stadium')
- Husten
Alles in allem ziemlich unangenehm, vorallem weil ich nicht wirklich schlafen kann.
Heute um 7:00 hab ich angerufen, mich krank gemeldet und gleichzeitig hab ich erfahren, dass mein Zivikollege Daniel auch krank ist. Schaut jetzt sicher total abgesprochen aus, aber was kann ich dafür?
Naja jedenfalls werd ich heute dann mal zum Arzt gehen und mir dort meine Krankmeldung abholen, weil wenn ich das nicht täte, wär das ja eine Dienstverletzung und Anzeige will ich keine.
Ganz allein die Vorstellung, dass ich jetzt, wo ich nicht arbeite, 11,56€ Essengeld statt meinen 5,78€ bekomme, weil ich nicht im Haus esse, muntert mich ein bisschen auf.
Nungut das wars dann auch schon wieder von mir Leute, aber damit jeder, der das hie liest, auch was davon hat, hab ich hier mal ein Video von YouTube ausgegraben, der ein oder andere mag es schon kennen:
Bis zur Mittagspause war alles eigentlich wie immer, aber IN der Mittagspause hatte ichnette Gespräche mit ein paar Zivikollegen, und NACH der Mittagspause hatte ich anstatt den 2. den 1. Stock unter meiner Aufsicht.
Der Unterschied besteht darin: Im 1. Stock gibts einen Fernseher, der immer läuft, alle Kanäle hat, ABER nur ORF 2 läuft.
Da die alten Leute aber nicht wirklich interessiert zugeschaut hatten, entschied ich mich, einfach mal unauffällig den Kanal zu wechseln: Auf ORF 1.
Tja statt 'Reich und Schön' und 'Julia' konnten die alten Leute dann eben Simpsons und 'What's up Dad' sehen.
War ganz witzig, weil - meiner Meinung nach - keiner den Unterschied bemerkt hat, denn die Gesichter blieben genau so emotionslos wie vorher.
Tja, das war auch schon das Spannende an diesem Tag, ich fands ziemlich genial, weil so der Tag ziemlichschnell vergangen ist.
P.S.: Ich lass mir den Mund niemals verbieten muahahaha.
P.P.S.: Ich hoff doch, dass es ein paar Leute gibt, die das hier regelmäßig lesen... egal ob aus Hass oder aus Interesse.
P.P.P.S.: Ich hab jetzt vier Tage lang FREI, also müsst ihr ein bisschen auf meinen nächsten Eintrag (Tag 5) warten... Die einen weinen jetzt und die anderen freuen sich, so gleicht sich alles im Leben aus :)
Auch wenn manche nicht so begeistert von meinem Blog sind: Ich mach trotzdem weiter, und nichts kann mich aufhalten...
Am Anfang war alles wie immer: Hinskaten, umziehen, sich dem täglichen Ablauf hingeben (der unter anderem darin besteht, seine Frei-SMS von One zu verpulvern und die Zeitung 'Heute' zu lesen).
Dann in der Mittagspause ging ich vor dem Essen noch zu einer Trafik, wo ich mir Drehtabak und Papers kaufte ('wie ein echter Zivi' - Zitat eines Kollegen).
Auf dem Weg zum Essen traf ich dann Pete, ein Zivikollege und einer meiner Freunde, und wir beschlossen, gemeinsam zu essen... Da kein Platz mehr in der Kantine war, gingen wir also nach draußen. Es war zwar etwas frisch und windig, aber im Endeffekt doch noch angenehm. Bis es plötzlich passierte...
Eine RIESIGE Wespe attackierte uns, und erst nach panischem Aufspringen und übertriebenem Herumfuchteln entschied sie sich, lieber zu verschwinden.
Nach dem Essen gingen wir beide ins Lager, denn im Gegensatz zu mir ist Pete einer der Haustechniker... Im Lager haben wir dann ein bisschen ferngeschaut, bis die Mittagsause vorbei war.
Dann, am Nachmittag, geschah das nächste Beinahe-Massaker. Daniel, ein anderer Zivikollege, der mit mir auf der Station arbeitet, entdeckte mit mir einen Heuschreck, der gemütlich die Wand abging. Nachdem er uns ein paar mal völlig grundlos attackiert hatte, beschlossen wir, ihn doch mithilfe eines Glases einzufangen und in die Freiheit zu entlassen.
Nach Dienstschluss bin ich dann gemütlich heimgefahren und jetzt vorher war ich noch Running Sushi im W3 Landstraße essen. Ist echt gut dort, sollte jeder mal probieren.
Heute war also mein erster Tag als Zivi in einem Heim der Caritas Socialis.
Antritt war - wie auf einem mir vorher zugesandten Zettel beschrieben - um 11 Uhr. Die Zeit an sich hat mir schon mal zugesagt. (Dass diese allerdings nicht so angenehm bleiben würde, war mir jedoch klar ;))
10:35: Ankunft im Heim
Eh klar, viel zu früh, auf einer Tafel stand auch schon in großen Lettern: "Zivildiener - 11 Uhr Seminarraum"
Ich ließ mich unbeeindruckt auf einen der Sessel vor der Rezeption fallen und widmete mich weiter meinem iPod.
Circa 10 Minuten später kam dann ein weiterer Zivildiener - Michael - mit dem ich sofort zu Labern begann. Weitere 5 Minuten später gesellte sich dann Pete zu uns, ein weiterer Heeresverweigerer. Als wir uns ein bisschen kennen gelernt hatten, beschlossen wir, eine rauchen zu gehen, wo wir auf weitere Zivianfänger stießen.
11:00: Der Seminarraum
Um 11 Uhr begaben wir uns dann widerwillig aber doch gespannt in den Seminarraum, wo uns der Heimleiter jeweils einen Kugelschreiber und eine Handvoll Formulare austeilte.
(So oft musste ich noch nie meinen Namen und meine Anschrift schreiben...)
Danach folgte ein Vortrag über die verschiedenen zu besetzenden Stellen und die Hausordnung und wir bekamen im Anschluss unsere abgefahrenen "Zivildienst"-Plaketten (die wir behalten dürfen, was ja sowieso das Allerstärkste ist).
Nach dem tollen Vortrag mussten sich alle Zivis zur Wäscherei begeben... Was dort passierte, erfahrt ihr gleich...
11:50: Die Wäscherei
Zu zweit wurden wir aufgerufen und mussten die Wäscherei betreten und hinter uns sofort die Tür verschließen. Bei den ersten beiden herrschten noch Gerüchte, was denn wohl hinter der Tür passieren würde, doch uns wurde schnell klar, dass wir in der Wäscherei abgemessen wurden für unser obersteiles Pflegeroutfit. Danach ginge es in die wohlverdiente Mittagspause...
Was sonst noch hinter dieser Tür passiert ist - darüber möchte ich nicht sprechen.
12:10: Mittagspause
Zuerst gingen wir mal alle vor die Tür um eine zu rauchen, danach begaben wir uns dann zur Cantine, wo wir aus 3 Menüs wählen konnten. Wir wählten alle dasselbe - Nudeln mit Tomatensauce. (Ich hab mir gleich 2 Desserts genommen muahaha)
Beim Essen lernten wir uns noch besser kennen und wir wurden uns einig, dass es sicher 9 lustige Monate werden würden.
13:00: Pflegereinteilung
Um 13:00 wurden wir dann alle auf die jeweiligen Stationen gebracht.
auf meienr Station arbeiten auschließlich nette Leute, ich arbeite auch noch mit einem anderen Zivi namens Daniel zusammen. Uns wurde gezeigt wo sich die jeweiligen Räumlichkeiten befinden (zB das Raucherzimmer) und uns wurden unsere Tätigkeiten erklärt.
17:30: E N D E
Nachdem alles erledigt war, durften wir um 17:30 gehen. Ein anstrengender, aber auch angenehmer erster Zivitag.